Kreta – meine Inspiration

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Im Sommer 2017 war der Plan, einfach ein paar Tage irgendwo ans Meer, egal in welchem Land. Einfach mal ein paar Tage ausspannen, dem Alltagsstress den Rücken kehren und etwas Neues entdecken. Schlussendlich sind wir dann in Kreta gelandet.

Obwohl ich Griechenland und dessen Inseln nie wirklich auf meiner Liste hatte, war es ein inspirierendes Abenteuer für mich. Es war nicht so sehr das Land, sondern mehr die Menschen, die Touristen, die mich inspiriert haben. So wurde im Juni 2017 die Idee zu meinem eigenen Reise- und Fotoblog geboren.

Der Sommer war super stressig und ich hatte nur ganz wenig Zeit, um mich im Detail mit der Reiseplanung zu beschäftigen. Also habe ich mich für eine Pauschalreise entschieden, obwohl ich diese Massenabfertigung gar nicht so sehr mag. Aber ich dachte mir: vor Ort wird es dann immer noch die Möglichkeit geben, “auf eigene Faust” etwas zu unternehmen. So sind wir mit TUI** in die wohl belebteste Stadt der Insel, Chersonisos, gereist.

Pauschalreisen haben sicherlich ihre Vorteile. Ich allerdings, war wie erwartet, etwas überfordert. Einfach alles ist organisiert und die Reisenden scheinen zu übersehen, wie schön die Welt sein kann. Jedenfalls machte es so den Eindruck, während ich die Pauschalurlauber so beobachtete. Beim Frühstück und Abendessen wurde der Teller so voll geladen, dass eine ganze Horde davon satt geworden wäre, doch die Hälfte blieb am Ende übrig und individuelle Ausflüge an nicht-touristische Ziele, schienen nur wenige zu unternehmen. Als ich an einem unserer Strandtage darüber nach dachte, was all die Leute um mich herum wohl von der Insel sehen und ob sie wohl etwas über das Land erfahren werden, war für mich klar, dass viele Menschen den Blick für “das Schöne” und das Bedürfnis, etwas zu erleben, wohl aufgrund des stressigen Alltags, verloren haben und einen Urlaub rein zur Erholung nutzen. Allerdings ist Erholung doch auch, wenn man etwas neues, etwas anderes, etwas fremdes kennen lernen darf. So wurde dieser Blog geboren. Ich möchte meine Erlebnisse mit der Welt teilen und den Menschen den Blick für das Schöne wieder zurück bringen.

Nun aber zu Kreta, wie ich es kennen lernen durfte…

Hersonissos_02.jpg

Unser Erlebnis begann in Irakion, wo sich der internationale Flughafen befindet. Von da wurden wir in das etwa 25 km entfernte Örtchen Chersonisos gebracht. Chersonisos war wohl in der Vergangenheit ein kleines Fischerdorf, dass heute allerdings für Menschen die Ruhe und Natur suchen, wohl so gut geeignet ist, wie Regen bei einer Pool Party. Zumindest in der Hauptreisezeit. Am Strand, was im Grunde ein 2m Streifen Sand ist, stehen die Liegen dicht an dicht und bei Bedarf kann man die Füße des Nachbarn graulen, ohne sich von der eigenen Liege bewegen zu müssen. Dennoch wimmelte es nur so von Sonnenanbetern in dem Örtchen. Am Abend erweckt dann die Partymeile und es ist das reinste Paradies für junge Menschen, die sich günstig betrinken möchten und in den vielen Clubs und Bars, die es entlang der Strandpromenade gibt, zu mal mehr, mal weniger aktueller Chartmusik tanzen möchten. Überall gibt es 2 for 1 Happy Hours, die über die ganze Nacht gehen und nicht, wie der Name vermuten lässt, nur über begrenzte Stunden. Sicherlich ein interessantes Spektakel, aber zum Glück hat die Insel weit mehr zu bieten, als diese Partymeile und die Sardinenbüchse am Strand.

Hersonissos_01.jpg

Auch in Chersonisos lässt sich neben jede Menge Action am Star Beach mit Wasserrutschen, Bungee Jumping und Shopping entlang der Hauptstrasse etwas erleben, was einem Land und Leute näher bringt. Etwas ausserhalb des Örtchens gibt es das Heimatmuseum “Lychnostatis”**. Offensichtlich ist es nicht sehr bekannt, oder eben die Touristen, die nach Chersonisos kommen, haben andere Prioritäten. Wir jedenfalls, waren fast alleine in dem 7.000 m2 Areal, dass einem das Leben in Kreta in einem super schönen Ambiente näher bringt. Man lernt, wie die Kreten früher lebten, wie Oliven und Trauben verarbeitet werden, welche Pflanzen und Gesteinsarten man auf der Insel findet und vieles mehr. Dies ist einer der Orte, den es sich definitiv lohnt, zu besuchen, denn die Eigentümer haben sich alle Mühe gemacht, ihren Gästen einen wunderschönen Ort zu gestalten, bei dem es etwas Neues zu lernen und entdecken gibt.

Eine Woche ist eine relativ kurze Zeit und wir mussten Prioritäten setzen. Somit haben wir uns entschieden, den Norden und Westen der Insel etwas näher kennen zu lernen. Chersonisos, wo wir unser Domizil hatten, liegt im Nordosten der Insel. Dieser Teil ist relativ trocken und hat eher wenig Naturschauspiel zu bieten. Zumindest entlang der Küste. Je weiter man in den Westen fährt, desto grüner wird die Umgebung. Es reiht sich Olivenbaum neben Olivenbaum und es ist der reinste Wahnsinn von der Bergspitze über das Olivenmeer zu schauen. Angeblich soll es an die 30 Mio. Olivenbäume in Kreta geben. Das ist bei etwa 620.000 Einwohnern und einer Gesamtfläche von etwa 8.300 km2 eine stolze Bilanz. Der perfekte Ort, um etwas über das flüssige Gold zu erfahren.

Wissenswertes zur Olivenernte… Zwischen November und März sind die Oliven erntereif. In Kreta wird wenig maschinell, sondern in guter, alter Handarbeit geerntet. Hier gibt es zwei Varianten. Die “faulen” Bauern spannen einfach ein Netz unter die Äste und warten ab, bis die Oliven von alleine abfallen. Die etwas Ungeduldigeren schlagen die Oliven mit Bambusstöcken ab, die dann auf dem Boden fallen und mittels eines Sieb von Ästen und Blättern getrennt werden. Zieht man den Aufwand der Ernte in Betracht, ist der Preis, den man für Oliven und Olivenöl in unseren deutschen Supermärkten zahlt, doch sehr fair.

Chania_04.jpg
Olivenbaumplantage in Kreta

Auf unserem Trip entlang der Nordwestküste durften wir super schöne Orte kennen lernen. Es lohnt sich, einfach mal rechts oder links, von dem Küstenhighway abzubiegen und in die kleinen Dörfchen am Meer, oder auch etwas rein ins Landesinnere zu fahren. Tourismus gibt es hier wenig bis gar nicht, auch keine Shoppingmeile oder super fancy Restaurants oder Bars, aber dafür Ruhe, eine wunderschöne Landschaft, einsame Strandabschnitte, kleine Tavernen und das echte Kreta. Entlang der Küste dürfen Stops in den Städten Chania, Rethymnon und Georgioupoli meines Erachtens, nicht fehlen.

Chania

Chania hat zwei Gesichter. Zum einen eine recht belebte und laute Neustadt, die von Mode bis hin zu Elektronik, alles zu bieten hat. Viel sehenswerter hingegen finde ich die charmante Altstadt, mit all den, nach venezianischer und türkischer Architektur erhaltenen Gebäuden und kleinen Gassen, in denen jede Menge Lederwaren und Kunsthandwerk angeboten werden. Wunderschöne Töpferarbeiten, die ich so auf der Insel nicht wieder finden konnte. Sicherlich eine der Touristenattraktionen auf Kreta, allerdings geht der Charme der Stadt nicht verloren. Der venezianische Hafen ist gerahmt von Restaurants und einer schöne Flaniermeile bis hin zur Befestigung am Westende des Hafens. Ein Spaziergang entlang der Befestigung bis hin zum Leuchtturm lohnt sich alle mal. Wie ich gehört habe, gibt es in Chania die besten Restaurants der Insel. Durch die Fußgängerzone, an all den modernen Bars vorbei, kommt man zum Indoor-Markt. Neben den kleinen Lädchen, in denen Lederwaren und verschiedene Alltagsgegenstände angeboten werden, findet man hier tolle Gewürze und eine reisen Auswahl an Olivenölen, Olivencremes, die kretische Spezialität Thymianhonig und viele lokale Leckereien, geboten.

Chania_03.jpg
Bucht von Chania in Kreta

Rethymnon

Neben dem echten Kreta, das man im Landesinnere findet, für mich das Highlight der Insel. Hier gibt es einiges zu entdecken… Die Altstadt innerhalb einer alten Festung mit den kleinen Gässchen, die wundervoll mit alten Häusern und Blumen geschmückt sind und gerade zu zum schlendern, ausspannen und zum Schmuck shoppen, einladen. Der Sandstrand am Rande der Stadt, der lange nicht so überfüllt ist, wie manch andere Touristrände. Die Restaurants und Bars an der Uferpromenade, mit hervorragenden lokalen Spezialitäten und die belebte Neustadt, die trotz ihrer Moderne den Charme nicht verloren hat.

Georgioupoli

Das alte Fischerdorf lebt vom Tourismus. Ausser Tavernen und Souvenirshops gibt es hier recht wenig zu entdecken. Die Atmosphäre allerdings, ist doch recht besonders und für einen Abendspaziergang mit anschließendem Dinner in einer der etwas versteckten Tavernen richtig gut geeignet. Überragend ist die Gegend um Georgioupoli. Einfach nur Natur pur.

Chania_07.jpg
Strand in Georioupoli, Kreta

Alles in Allem gibt es entlang der Nordwestküste Kreta’s einiges zu entdecken, sofern man auf Naur steht. Alleine entlang des Highways, durch die Berge. Die Aussichten, die man während der Fahrt geboten bekommt und die traditionelle Dörfchen, die es zu entdecken gibt, war für mich doch recht beeindruckend und ich hätte das so nicht erwartet. Luxus Fehlanzeige, dafür eine echte Erfahrung, wie die Kreten leben und wie schön die Natur sein kann. Das ist im Grunde doch viel mehr wert, wie jeder Luxus.

Viel Spaß in Kreta

Meine Reiseempfehlungen:

  • Viele Airlines fliegen nach Kreta. Den günstigsten Flug findest Du bei TravelScout24.de*
  • Über booking.comfindet man tolle Hotel Angebote auf der gesamten Insel
  • Hervorragende Reiseführer gibt’s von Lonely Planet* und Marco Polo*
  • Beste Reisezeit: immer :-) Wobei in der Hauptsaison von Juni bis August die Hölle los ist auf der Insel.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.