Kenya – mein Abenteuer

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Ein großer Wunsch von mir war es schon lange, eine Safari zu erleben und die Big 5 in freier Wildbahn zu sehen. Mit diesem Wunsch und meiner Begeisterung für Afrika hat es uns im Dezember 2016 nach Kenya gezogen.

Ich hatte mich im Vorfeld nur wenig mit dem Land beschäftigt, da aber klar war, dass diese Reise eine Mischung aus Erholung am Strand und Abenteuer werden sollte. Also haben wir uns ein Domizil an der Südküste gesucht, um von da die Region zu entdecken. Was ich in diesen zwei Wochen neues lernen und entdecken durfte, war überwältigend und ich weiß jetzt um so mehr, warum ich Afrika so sehr mag.

Wo fange ich an… Es gibt so vieles zu berichten.

Die Ankunft in Kenya und die große Überraschung Wir kamen am internationalen Flughafen von Mombasa an und die große Überraschung bei unserer Ankunft war, dass relativ viele Kenianer deutsch sprechen. Im Laufe unseres zweiwöchigen Aufenthaltes in der Küstenregion, haben wir nur wenige kennen gelernt, die nicht zumindest ein paar Worte unserer Sprache beherrschen. Nach etwas Recherche war mir dann auch klar, warum das so ist… Es gibt unheimlich viele deutsche “Best Ager”, die seit Jahren in den Süden Kenya’s kommen, sowie einige, die sich dort nieder gelassen und in der Tourismusbranche etabliert haben. So gibt es in Diana Beach einige deutsch geführten Hotels und Tour Operator, die sich auf die Gäste eingestellt haben. Neben deutschen Werbeplakaten und Prospekten werden sogar deutschsprachige Touren angeboten. Für mich war das Ganze zu erst etwas befremdlich: Ein afrikanisches Land, in dem man zu meist in heimischer Sprache angesprochen wird. Andererseits aber nachvollziehbar. Die Kenianer in der Region um Diani Beach leben vom Tourismus und haben sich darauf eingestellt, ihre Deutschen Gäste in heimischer Sprache zu begrüßen und zu unterhalten. Je weiter wir uns von Diana Beach entfernten, desto weniger deutschsprachige Kenianer durften wir kennen lernen.

Die Metropole Mombasa

Nur nach wenigen Metern aus dem Flughafen raus, habe ich mich direkt wohl gefühlt. Die zweitgrößte Stadt Kenya’s hat den berühmten afrikanischen Großstadtflair und ist dabei doch recht modern. Entlang der Strassen ein geschäftiges Gewusel, Märkte an den Strassenrändern, teilweise ohne Marktbuden. Das Angebot wird einfach auf Planen auf dem Boden ausgelegt. Teilweise sehr unhygienisch und schmutzig. Wahnsinnig viel Verkehr, gefühlt ohne Regeln und ein ständiges Hupkonzert. Besonders spannend wird der Verkehr an der Fähre, der die Insel Mombasa mit dem Festland verbindet. Je nach Uhrzeit stehen hunderte von Fussgängern an der Fähre an. Unvorstellbar, was für einen Weg manche Kenianer, die ausserhalb von Mombasa leben, aber in der Stadt arbeiten, jeden Tag auf sich nehmen müssen. Unter Umständen steht man an der Fähre schon mal bis zu drei Stunden. In der Stadt gibt es nicht wirklich besondere Sehenswürdigkeiten. Ich jedoch finde, die ganze Stadt ist eine Sehenswürdigkeit und bestimmt ein Abenteuer. Allerdings ist Vorsicht geboten. Die Kriminalität in Mombasa ist recht hoch und “Whities” werden gerne mal aus geraubt, sofern man sein Hab und Gut zur Schau stellt. Demnach sollte man doch recht unauffällig und mit wenigen Wertgegenständen die Stadt erkunden.

Das Dorfleben von Ukunda

FB Kenya_Sonnenuntergang_03
Video „Das Dorfleben von Ukunda“

Wir hatten die Gelegenheit die Stadt Ukunda und die umliegenden Dörfer mit dem Fahrrad zu erkunden. Alleine ist das sicherlich nicht zu empfehlen, da man sich auf den unbefestigten Wegen, die kreuz und quer durch die Prärie führen, unfassbar verfahren und vermutlich nicht zurück finden würde. In Diani Beach gibt es einen Fahrradverleih, die einen Guide mit anbieten, der zum einen die Wege und entdeckungswerten Ecken kennt und zum anderen den Zugang in die kleine Dorfschule ermöglicht. Für mich ein einmaliges Erlebnis, die kleinen Jungs und Mädels in der Schule, die uns so herzlich begrüßt haben. Wir durften dem Unterricht lauschen und die Kids waren mega stolz, uns deren Wissen zu präsentieren. Weiter nach Ukunda Stadt gibt es den Markt, mit all den lokalen Leckereien. Obst und Gemüse, wie gemalt, sowie ein reichliches Angebot an Fisch, Fleisch und Snacks. Für uns Europäer ist es nicht wirklich ratsam, die Snacks direkt vom Markt zu schlemmen. Auch wenn der Geschmack ein Erlebnis ist, ist die Art der Zubereitung (meist sehr unhygienisch) nicht für unsere zarten Mägen geeignet und haben mit aller Sicherheit, den Kenya Express zur Folge. Bedeutet: Magenschmerzen und Durchfall. Der Guide hat uns nach dem Markt dann weiter durch das Gewirr von unbefestigten Wegen, vorbei an kleinen Siedlungen, in ein kleines verstecktes Dörfchen geführt. Auf dem Weg kamen wir ständig an Grüppchen von Kindern und Jugendlichen vorbei. Wir waren natürlich gewappnet und hatten uns Süssigkeiten für die Kids besorgt. Unfassbar. In wenigen Sekunden haben sich Trauben von Kindern um uns gebildet. Faszinierend war aber, dass keinerlei Gier oder Neid zwischen den Kids zu erkennen war. Dieses Erlebnis war für mich ein ganz besonderes. Einerseits ganz traurig, wie arm die Familien und vor allem Kinder und Jugendlichen sind und wie doll sie sich über ein paar Süssigkeiten freuen. Andererseits faszinierend, wie freundlich und mit einem doch recht zufriedenen Eindruck wir empfangen und behandelt wurden. Das Highlight des Tages durften wir dann in dem kleinen Dörfchen erfahren. Eine kleine Gemeinde, die aus fünf Familien besteht. Jede Familie lebt in ihrer eigenen Hütte. Hört sich erst mal nett an. Allerdings sprechen wir über kleine Lehmhütten mit maximal 20 qm, die ohne Strom und Wasserversorgung nur zum Schlafen und bei Regen zum Kochen benutzt werden. Ansonsten spielt sich alles draussen ab. Bei guten Wetter wird auch draussen gekocht. Natürlich mit Holz. Ein Badezimmer gibt es nicht in der Hütte. In der Siedlung gibt es ein Badezimmer, was ein oben offener Lehmverschlag darstellt. Fliessend Wasser gibt es nicht. Die Dorfbewohner müssen ihr Wasser vom Brunnen in einiger Entfernung holen. Man sollte meinen, dass es in der Gemeinde unheimlich schmutzig und unhygienisch sein muss. Nein, ist es nicht. Es ist wahnsinnig sauber und aufgeräumt. Okay, Hygiene in unserem Sinne ist natürlich etwas anderes, aber ich hätte es unter diesen Umständen doch deutlich schlimmer erwartet. Eine Familie im Dorf hat uns dann sogar noch auf eine Kokosnuss und ein traditionelles Essen, nämlich Maismehlpampe mit Trockenfleisch eingeladen. Gekocht wurde vor der Hütte mit Holz und gegessen auf dem Boden sitzend, alle zusammen aus einer Schüssel, mit den Händen. Einfach nur Wow und ich bin sehr Dankbar, dass ich das alles erleben durfte.

Was hat Diani Beach sonst noch zu bieten?

Offen gestanden, nicht sehr viel. Diani Beach ist ein reiner Touristenort und man lernt nur wenig vom “echten” Kenya kennen. Es gibt zwar ein, zwei “Attraktionen” in der Umgebung, jedoch sind auch diese sehr touristisch ausgelegt. Ganz in der Nähe gibt es ein kleines Massai Dorf, das man besuchen kann. Das hat sicherlich wenig mit einem Massai Stamm, der im inneren des Landes, fernab von Tourismus lebt, zu tun, allerdings bekommt man einen kleinen Einblick, wie die Männer, mit den roten Gewändern und Frauen mit dem pompösen Halsschmuck leben.

Auch nicht weit entfernt, gibt es eine kleine Tierfarm. Neben einem Krokodil und einem Varan wird hier eine der gefährlichsten Schlangen Kenya’s gehalten. Die schwarze Kobra. Sehr aggressiv und ich möchte dieser Schlange niemals in freier Wildbahn begegnen.

Der Strand von Diani Beach ist wunderschön. Ein sauberer, langer Sandstrand, der zu einem langen Spaziergang einlädt. Schade ist, dass das Strandbild von den Ruinen, die man zu Hauf findet, etwas abgewertet wird. Alte Hotelanlagen, die (meist durch Brände und Stürme) zerstört und nicht wieder aufgebaut, bzw. umgebaut wurden. Einerseits gut, denn dann ist der Strand nicht so überfüllt. Andererseits schade, denn es gibt nur wenig Möglichkeit, abends in einer Strandbar etwas feiern zu gehen. Übrigens ist auch hier wieder Vorsicht geboten. Bei Nacht kommen die “Kriminellen” gerne mal aus ihren Verstecken und es ist nicht unüblich, dass man bei einem Strandspaziergang oder auch auf der Strasse überfallen wird.

Eine wunderbare Alternative der Fortbewegung sind die kleinen TukTuks, die einem für wenig Geld von A nach B bringen.

Ein absolutes Highlight und wohl ein Erlebnis, an dem man nicht vorbei kommt, ist eine Safari in einem der Nationalparks. Wir haben uns für den Tsavo Ost & Tsavo West entschieden. Mit dem Auto etwa 4 Stunden von Mombasa entfernt befindet sich der “kleine”, aber sehr feine Park. Es lohnt sich tatsächlich beide Seiten des Parks zu besuchen, denn die Fauna und Flora ist sehr unterschiedlich. In Tsavo Ost gibt es mehr eine Savannenlandschaft, mit wenig Gebüsch. Die besten Voraussetzungen bei einem Game Drive die Big 5 zu erspähen. Der Tsavo West hingegen ist mehr eine Buschlandschaft, mit vielen Hügeln und einem Fluss. Trotz des dichten Buschs findet man zahlreiche Tiere. Alles in allem ist es einfach nur faszinieren, bei den Game Drives die Landschaft zu beobachten und man ist eigentlich nur damit beschäftigt ein Tier auszuspähen. Wenn man dann mal einen Elefanten, eine Herde Giraffen oder Zebras, die zahlreichen Arten von Antilopen oder auch mal einen Büffel oder Nashorn entdeckt, ist es einfach nur Wahnsinn, das Tier zu beobachten und zu erleben, wie gesund und zufrieden es aussehen kann. Ich für meinen Teil konnte solche Tiere bisher nur im Zoo oder Zirkus sehen. Das ist aber bei weitem nicht das Gleiche. Da es schwierig ist, das Ganze in Worte zu fassen, habe ich ein kleines Video auf meiner Facebook Seite geteilt, dass einen kleinen Eindruck von den Begegnungen im Tsavo Nationalpark verschaffen soll.

Ein weiteres Erlebnis sind die Übernachtungen in den Parks. In den zahlreichen Lodges, die natürlich nicht verlassen werden dürfen, hat man die Möglichkeit, beim Abendessen, die Tiere am Wasserloch zu beobachten. Ein wahres Schauspiel…

Mein Fazit: Super schönes, tolles Land mit vielen Eindrücken, die mich zum Nachdenken über ganz alltägliche Dinge, wie Wasser und Strom, mein Konsumverhalten und wie gut es uns hier in Deutschland geht, gebracht haben.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.