Welcome to Jamaica

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Warum Jamaica? Was ist so besonders an der kleinen Insel in der Karibik? Diese Frage habe ich mir vor Jahren auch gestellt. Bekannt ist Jamaica definitiv für Reggae, der damals von Bob Marley in die ganze Welt gebracht wurde, Rum und Ganja. Das Land hat aber noch viel mehr zu bieten, als Rum, Reggae und Ganja.
In den vergangenen vier Jahren durfte ich die uneingeschränkte Schönheit und das Leben auf der Insel kennen lernen. Eine einzigartige Erfahrung in einem einzigartigen Land. Dazu aber mehr in den kommenden Blogs.

Heute möchte ich mich mit der Ankunft und den ersten Eindrücken im Paradies beschäftigen…

Die Anreise

Die meisten Urlauber kommen am internationalen Flughafen von Montego Bay an. So auch ich das erste mal vor vier Jahren. Einmal die Einreise hinter sich gebracht, geht es raus in das Haifischbecken. Neben den ganzen Reiseveranstaltern, die auf ihre Gäste warten, gibt es hier zahlreiche „Geschäftsmänner“, die mit ihrem vermeintlich unwiderstehlichen Angebot, Ganja zu kaufen, locken. Zu empfehlen ist das allerdings keineswegs. Als ich damals das erst mal die Insel betrat, war das Zeug noch illegal. Ende 2015 wurde das Ganja aber dekriminalisiert und man darf heute eine bestimmte Menge besitzen und natürlich auch rauchen. Dennoch macht es keinen Sinn, direkt auf das erste Angebot einzugehen. Viel zu teuer und nicht besonders gut.
Je nach gebuchter Reise geht es dann vom sicheren Flughafen in die Urlaubsregionen, meist nach Negril oder Ocho Rios. Dafür sorgen die vielen kleinen Busse, die einem mit Bob Marley auf den bevorstehenden Urlaub einstimmen. Nur wenige reisen in Jamaica individuell, so wie ich es mittlerweile tue. Definitiv lernt man so deutlich mehr vom richtigen Leben auf der Insel kennen. Die individuellen Optionen sind das Taxi oder der Knutsford Express. Es gibt zwar auch die Route Taxis, aber das ist mit Gepäck eher weniger zu empfehlen. Zu groß ist die Gefahr, das man überfallen wird. Das Taxi ist definitiv die teuerste Angelegenheit. Für gerade mal drei Kilometer knöpfen einem die Herrschaften 15 US Dollar ab. Der Knutsford hingegeben, ist eine sehr angenehme Variante sich im Land zu bewegen. Mit Anfahrtsstellen quer über die Insel verteilt, fährt man mit einem recht modernen Bus von A nach B. Allerdings sind die Haltestellen oftmals außerhalb der Ortschaften und der Weg in die Unterkunft muss wiederum individuell gestaltet werden.

Übrigens gibt es bei Condor Airlines* ab und an mega Angebote nach Mondego Bay. Bereits für 150 Euro kann man hier Restplätze ergattern.

Die ersten Eindrücke

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Definitiv Paradies…allerdings mit Tücken.
Das erste, was ich von Jamaica kennen lernte, war Negril. Wie sollte es auch anders sein. Ganz herzlich wird man in Negril, gefühlt von jedem dort lebendem Jamaikaner, empfangen und naiv, wie ich damals war, dachte ich, dass sie einfach nur nett sind. Aber weit gefehlt. Gerade in Negril geht es nur ums Geschäft und so ziemlich alle, die so freundlich wissen möchten, wie man heißt, wo man her kommt und vor allem wie lange man bleibt, wollen einfach nur aus checken, wie viel Zeit ihnen bleibt, ihr Business mit einem zu machen. Sei es irgendwelche total überteuerten Touren, ihre vermeintlich handgemachten und einzigartigen crafts oder eben Ganja. Ganz naiv, bin ich damals zuerst darauf rein gefallen und hatte direkt Ärger mit einem der Budenbesitzer am Negril Beach. Als ich dann aber mit Nachdruck erklärte, dass ich sein „unschlagbares Angebot“ von mehreren hundert Gramm Ganja zu einem massiven Preis nicht wahrnehmen möchte, war er gar nicht mehr so freundlich. Nach der ersten Erfahrung wurde mir auch sehr deutlich von einer deutschen, auf Jamaica lebenden, Reiseleiterin erklärt, was man alles nicht tun sollte. Unter anderem am Abend im Dunkeln am Strand und an der Straße entlang laufen, keine Touren oder Aktivitäten bei irgendwelchen Beachboys buchen, und schon gar kein Ganja kaufen, dass einem gefühlt alle zwei Minuten angeboten wird. Ich fühlte mich gefangen im Paradies, denn ich war so eingeschüchtert, dass ich keinem mehr traute und am Abend Angst hatte, das Hotel zu verlassen. Der erste Eindruck war demnach eher nicht so doll und aus dem Urlaub im Paradies wurde anfangs ein zählen der Tage, bis ich wieder nach Hause durfte. Heute sieht die Sache natürlich ganz anders aus und ich bin froh, dass ich den damaligen Schritt gewagt habe. Denn nach einigen Tagen im paradiesischen Gefängnis, habe ich es nicht mehr aus gehalten und wollte etwas erleben.

Der zweite Eindruck

Ganz geheuer war mir nicht, als ich das erste mal bei Dunkelheit, getrieben von Neugier, wo die laute Musik her kommt, die Beachstrasse entlang bin. Natürlich nicht alleine, denn das wäre tatsächlich etwas unvernünftig gewesen. Es dauerte nicht lange, bis der erste Reggae Boy uns in ein Gespräch verwickelte. Wir hatten zwar eine nette Unterhaltung, aber seine Absicht war klar. Ich möchte nicht behaupten, dass er uns abziehen wollte, aber ganz leer wollte er auch nicht ausgehen. Als dann die Polizei angefahren kam und uns fragte, ob alles okay sei, war er auf einmal wie ausgewechselt. Die Angst stand ihm in den Augen und im Nachhinein erklärte er uns auch, warum. In Jamaica gibt es ein Gesetze, dass die Touristen schützen soll. Hätten wir damals angegeben, dass er uns belästigt, wäre er direkt mit gefahren und hätte die Nacht an einem weniger angenehmen Ort, nämlich dem Knast, verbracht. Durchaus ist Vorsicht geboten, wenn man sich in der Nacht draußen bewegt, gerade in Negril, aber so schlimm, wie es mir prophezeit wurde, war es lange nicht. Einfach mit ein bisschen Verstand und Vernunft an die Sache und das läuft schon. Somit war der zweite Eindruck sehr interessant und weckte mein Interesse auf mehr.

Nachdem ich dann in den restlichen Tagen meines damaligen Aufenthaltes die Schönheit der Insel bei diversen Touren kennen lernen durfte, war es um mich geschehen.
Jamaica polarisiert. Vermutlich ist es so, dass man Jamaica entweder liebt und man kommt immer wieder zurück, oder eben genau das Gegenteil. Einmal mit den Gegebenheiten angefreundet, möchte man mehr erfahren. Zumindest ging es mir so. Mittlerweile kenne ich fast die ganze Insel, habe tolle Menschen kennen gelernt, viel erlebt und mein erster Eindruck, nämlich der, dass ich nach drei Tagen wieder recht unzufrieden nach Hause wollte, hat sich um 360° gedreht.

Hier gehts zu der Blogserie:

Around Jamaica #1 – St. James & Trelawny
Around Jamaica #2 –  Hanover & Westmoreland
Around Jamaica #3 – St. Ann
Around Jamaica #4 – St. Mary
Around Jamaica #5 – St. Catherine & Claredon
Around Jamaica #6 – Manchester & St. Elizabeth
Around Jamaica #7 – St. Andrew
Around Jamaica #8 – St. Andrew & St. Thomas
Around Jamaica #9 – Portland

Jamaica ist mein Reisetipps für 2018.
Beste Reisezeit November bis April.

Irie Jamaica

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Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.
Boscobel 006 Friseur 002-001

Ihr erreicht mich per
e-mail unter afimia@afimia.de
auf Facebook unter https://www.facebook.com/afimiablog/
oder über das Kontaktformular auf meinem Blog unter www.afimia.de

Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

 

4 Kommentare zu „Welcome to Jamaica

  1. Hi Veronika,
    Ja cool. Freut mich. Schreib mir gerne wenn du Fragen hast.
    Gerne kannst du auch mal auf meiner Facebook Seite vorbei schauen. Da gibts noch einige Bilder.
    Liebe Grüße
    Sabine

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