Around Jamaica #5 – St. Catherine & Claredon

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von Spanish Town bis Milk River

Von St. Mary geht die heutige Reise durch das Inland, entlang der Ausläufer der Blue Mountains und startet in Spanish Town im Parish St. Catherine im Südosten der Insel, bis in den Süden nach Milk River im Parish Claredon.

Bereits der Weg von Ocho Rios nach Spanish Town ist ein Erlebnis für sich. Durch die tolle Berglandschaft, einmal quer über die Insel, gibt es auf halber Strecke einen Truck Stop, der es auf jeden Fall wert ist, eine kleine Rast einzulegen. Hier bieten Einheimische in kleinen Büdchen die lokalen Leckereien zu super günstigen Preisen an. Frisch gestärkt geht es dann weiter nach Spanish Town.
Alternativ zu dem „alten Weg“ gibt es auch den neuen Highway, der 2016 erst eröffnet wurde und einem zwar deutlich schneller, aber weniger eindrucksvoll ans Ziel kommen lässt.

Spanish Town

Wir starten die heutige Entdeckungsreise in der einstigen Hauptstadt der Insel, in Spanish Town. Allem voran soll erwähnt sein, dass Spanish Town keine Touristengegend ist. Vielmehr ist die Stadt die arme Nachbarschaft von Kingston und mehr ein Ghetto. Bandenkriege an der Tagesordnung. Ich habe gerade die Tage einen jungen Jamaikaner kennen gelernt, der in Spanish Town geboren und aufgewachsen ist und mir die dollsten Geschichten erzählte, was in der Stadt abgeht. Heute lebt er in Westmoreland, weit weg von der Kriminalität und sagt selbst, dass er sich hier wohler fühle, dennoch sei er dankbar, die Erfahrungen in Spanish Town gemacht zu haben. Es hätte ihn stark gemacht. Ich schätze, wir können das nicht wirklich verstehen, denn was die Jungs im Ghetto tatsächlich durch machen, kann unser eins nur erahnen.
Spanish Town war die zweite Siedlung, die von den Spaniern aufgebaut wurde. Daher findet man im Ortskern, um den Emancipation Square auch noch einige historische Gebäude im spanischen Stil.
Im National Archives sind Dokumente vorhanden, die Jahrhunderte zurück reichen und sehr interessant sind, wenn man sich für die Geschichte Jamaicas interessiert.
Das ehemalige Couthouse, ebenso am Emancipation Square gelegen, ist heute nur noch eine Ruine. Das Gebäude wurde in den 80er Jahren von einem verheerenden Feuer zerstört. Auch das ehemalige Kings House ist heute nur noch eine Ruine.
Spanish Town ist heute tatsächlich gefährlicher, was die Kriminalität betrifft, als Kingston. Zwar ist man als Tourist nicht wirklich im Visier der Kriminellen und meist wird man auch darauf aufmerksam gemacht, sobald man in eine Gegend kommt, die man besser nicht erkunden sollte, dennoch kann es gut vorkommen, dass man zwischen die Banden gerät. Vor allem Drogen und Waffen machen es zu einem der gefährlichsten Orte der Insel. Auch Unschuldige wandern hier schnell mal ins Gefängnis.

Über Portmore, eine Kleinstadt zwischen Kingston und Spanish Town, geht es Richtung Küste. Entlang der Hellshire Hills gelangt man an zwei Strände.

Forth Clarance Beach

Den nicht öffentlichen Forth Clarance Beach
Ein schöner, weitläufiger Strand, der durch die zahlreichen Bäume reichlich Schatten spendet. Es ist sehr ruhig hier und eine kleine Beachbar sorgt für das leibliche Wohl.

Hellsire Beach

Ein Stück weiter gibt es den öffentlichen Hellshire Beach
Zwar ist der Strand nicht unbedingt der Schönste der Insel und dennoch hat er einen ganz eigenen Flair. Entlang des Strandes gibt es kleine Holzhütten, die fangfrischen Fisch anbieten und kleine Holzliegen vor den Hütten. Sehr authentisch, wie ich finde. Der Strand ist unter der Woche keineswegs überlaufen, aber am Wochenende finden hier ganz gute Partys statt, wie ich gehört habe.

May Pen

Über den Highway 2000 geht es weiter nach May Pen, kurz hinter der Grenze im Parish Claredon. In der Kleinstadt spielt die Landwirtschaft eine große Rolle und so kommen Freitags und Samstags die Einheimischen aus der Gegend hier her, um sich auf dem großen Markt einzudecken. Ansonsten ist May Pen keine besonders sehenswerte Stadt, um ehrlich zu sein. Dennoch ist ein stop over auf dem Weg durchaus lohnenswert.

Milk River

Von May Pen Richtung Westen bis Toll Gate und weiter entlang des Milk Rivers, durch eine einsame Gegend mit zahlreichen Zuckerrohrfeldern und einer Bauxitabbauzone, die man an dem roten Grund erkennt, kommt man zum Milk River Bath.
Ein jamaikanisches Spa. Die Einrichtung speist ihre Becken von der etwa 3 Kilometer entfernen heißen Quelle, die am Fuße des Round Hills sprudelt. Das Wasser hat eine neun mal höhere Radioaktivität, als die des bekannten Ortes Bath in England.
Die Quelle wurde im 18. Jahrhundert von einem Sklaven entdeckt, der von seiner Gutsherrin ganz fürchterlich misshandelt wurde. Nachdem er getürmt war, entdeckte er die Quelle und badete darin. Wie durch ein Wunder waren seine Blessuren geheilt. Er konnte ja nirgends anders hin und ist deshalb zurück zu seinem Great House. Die Gutsherrin war so schockiert über seine Wunderheilung, dass er sich die Info zu Nutze machte und ihr nur verraten würde, wo die Quelle sich befindet, wenn er zukünftig einen anständigen Job machen und nicht mehr misshandelt würde. Das hat wohl funktioniert und er war seit dem Tag der Aufseher der Quelle, die sich die reiche Dame zu eigen machte. Seit ihrem Tod ist die Quelle in staatlichem Besitz und später wurde ein Hotel inklusive Spa hier errichtet.
Tatsächlich lohnt es sich in einem der Privatbecken ein Mineralbad zu nehmen, allerdings nur für eine kurze Zeit.

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Generell ist die Gegend um Spanish Town und May Pen nicht sehr touristisch und es gibt hier nur wenige Attraktionen. Ich jedoch finde, dass die Gegend an sich ein Erlebnis ist, wenn man gerne die Natur genießt und das echte Leben auf Jamaica kennen lernen möchte. Es gibt hier zahlreiche kleine Städte, Dörfer und Flüsse, die es zu erkunden gibt.

Und in diesem Sinne schließen wir die heutige Reise durch St. Cathereine und Claredon auch schon ab.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Ihr erreicht mich per
e-mail unter afimia@afimia.de
auf Facebook unter https://www.facebook.com/afimiablog/
oder über das Kontaktformular auf meinem Blog unter www.afimia.de

Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.

 

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