Dober Dan aus Maribor

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(Guten Tag aus Maribor)

Heute möchte ich Euch das schöne Städtchen Maribor vorstellen.
Wie schon in meinem Blog Slowenien – Ja, es lohnt sich beschrieben, wird Slowenien oft unterschätzt und so ist Maribor noch immer ein kleiner Geheimtipp.

Bevor wir uns die Stadt genauer anschauen, hier mal ein paar Fakten:
Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens liegt im Nordosten des Landes, nicht weit hinter der Österreichischen Grenze, am Fuße des Pohorje (zu Deutsch Bacherngebirge) und am Ufer der Drau. Maribor, auch bekannt unter dem deutschen Namen Marburg, beheimatet gerade mal knapp 112.000 Einwohner und ist daher eher beschaulich, aber dennoch nicht langweilig.

Die Geschichte der Stadt ist reichhaltig und ich möchte es nicht verpassen, kurz darauf einzugehen. Die Ereignisse gerade der jüngeren Geschichte sind bei vielen Einheimischen noch sehr präsent und man spürt förmlich die Dankbarkeit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Bis zum ersten Weltkrieg war Maribor Teil der Steiermark und gehörte damit zu Österreich-Ungarn. Das sollte sich ändern, als Österreich-Ungarn aufgelöst wurde. Maribor wurde zum einen Teil zur Republik Deutschösterreich und zum anderen Teil zum Staat der Slowenen geteilt.
Im Dritten Reich und der Deutschen Eroberung Jugoslawiens, trieb Hitler auch hier sein Unwesen und besuchte am 26. April 1941 die Stadt. Auf dem berühmten Rathausbalkon hielt er seine Rede. Schon mehrfach bin ich mit Einheimischen durch die Stadt gelaufen und unabhängig voneinander, wiesen sie mich darauf hin, dass das doch der Balkon wäre. Offensichtlich ist dieses Ereignis auch bei der jüngeren Generation noch sehr präsent, auch wenn sie es nicht selbst erlebt haben. Gegenüber des Rathaus gibt es ein Denkmal, dass an die Ermordeten erinnert, die sich gegen das Dritte Reich und für die jugoslawischen Partisanen entschieden haben.
In Maribor-Tenzo befindet sich ein Massengrab, das teilweise ausgehoben wurde, um unter anderem, die Autobahn zu bauen. Die Opferzahl in diesem Massengrab wird auf rund 15.000 geschätzt. Ein Besuch wird schwierig, denn die Gedenkstätte ist nicht wirklich ausgewiesen und teilweise bebaut.
Bekanntermaßen blieb Maribor, bzw. Slowenien, nach dem zweiten Weltkrieg nicht unter der Deutschen Flagge, sondern gesellte sich zum Königreich Jugoslawien.

Nach dem Krieg mauserte sich Maribor zu einem wichtigen industriellen und kulturellen Zentrum Jugoslawiens und erlebte einen Aufschwung.
1991 erklärte Slowenien dann die Unabhängigkeit und die Wirtschaft brach erst einmal zusammen. Mehr und mehr Einwohner wanderten ab. Die Wende und einen neuen Optimismus brachte der Beitritt zur Europäischen Union 2004 und die Einführung des Euro’s und den Beitritt zum Schengener Abkommen 2007.

Vor einigen Jahren noch war Maribor ein recht ödes Städtchen mit nur wenig Unterhaltung, Geschäften in der Innenstadt und Leben in den Straßen. Das ist heute anders. Schauen wir uns mal etwas in Maribor um…

Die Weinkultur

Der Weinbau spielt in der Region um Maribor eine große Rolle.
Am Drau Ufer ist die älteste Weinrebe der Welt zu finden. Mit über 400 Jahren hat sie es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Im Haus der alten Rebe ist ein schöner kleiner Weinprobierkeller untergebracht. Man sollte es nicht verpassen, hier die Weine der Region zu testen.
Adresse: Das Haus der alten Rebe, Vojašniška 8, 2000 Maribor

Die Kulinarik von Maribor

Auch kulinarisch hat Maribor heute einiges zu bieten. Rund um das Haus der alten Rebe, direkt am Drau Ufer gibt es zahlreiche Bar’s und Restaurants von traditionell, bis teilweise sehr modern. Ich persönlich habe schon fast alle aus probiert und kann alle empfehlen. Steht man mehr auf traditionelle Küche ist der Rancha Grill eine der ersten Adressen. Im recht neuen Jack & Joe gibt es moderne Küche und vor allem ausgefallene Burger. Das Jack & Joe ist an jedem Abend der Woche voll und man muss hier reservieren, um einen Tisch zu bekommen.
Im Zentrum und im Umland tummeln sich zahlreiche Restaurants, in denen man sich die regionale Küche schmecken lassen kann. Einer meiner Top Favoriten ist das Baščaršija Etno House in der Poštna ulica.

Die Partymeile Maribor’s

Wenn wir schon mal in der Poštna ulica sind, können wir uns direkt mit dem Nachtleben beschäftigen. Das findet nämlich hier statt. Die verkehrsberuhigte Straße ist rechts und links mit Bar’s und Restaurants gesäumt. Sogar im Winter kann man unter den Heizstrahlern im Freien sitzen, wenn man das möchte. Im Sommer gibt es am Ende der Straße eine Bühne, auf der am Wochenende regionale und nationale Künstler auftreten und die Straße ist voll von Menschen allen Altersklassen, aber vor allem Studenten, denn Maribor ist ebenso eine Studentenstadt.
Einmal im Jahr, im Juni, findet in der ganzen Stadt das Lent-Festival statt. Mehrere Bühnen, über das gesamte Zentrum und am Drau Ufer, beherbergen über zwei Wochen hunderte regionale und nationale Künstler, die mit Musik, Theater und Kleinkunst die Gäste unterhalten. Ein wunderbares Erlebnis, auch wenn man die Sprache nicht unbedingt versteht.

Das Stadtzentrum

Nicht weit von der Poštna ulica geht es in das autofreie Stadtzentrum. Auch hier tummeln sich Restaurant neben Bar. Mein Tipp hier wäre das Restaurant Rožmarin in der Gosposka ulica 8.
Zwar gibt es mittlerweile einige Shops der großen Ketten, dennoch hat die Innenstadt von Maribor den Charme, mit den kleinen Boutiquen und wunderschönen Häusern nicht verloren. Natürlich findet man hier die ein oder andere Sehenswürdigkeit, wie die Basilika der Mutter der Barmherzigkeit und die Kathedrale von Maribor.
Ebenso im Zentrum befindet sich das Kulturzentrum, in dem hin und wieder Konzerte nationaler und internationaler Künstler statt finden. Ich durfte hier die Slowenische A Capella Gruppe Perpetuum Jazzile live erleben. Ein tolles Erlebnis.

Generell ist das Stadtzentrum zwar recht klein, aber mit den alten Gebäuden und dem gelassenen Flair, mit den vielen kleinen Bar’s und netten Boutiquen, sehr zu empfehlen.
Nicht umsonst wurde Maribor 2012 zur Kulturhauptstadt Europa’s gekürt und unter anderem von Lonely Planet* als eine der Top 10 Destinationen empfohlen.

Die Top-Sehenswürdigkeiten

  • Der Stadtteil Lent ist der älteste Stadtteil Maribor’s, in dem die Reste der Stadtmauer und die berühmten Türme des Stadtwappens zu bewundern sind.
  • Der Platz Slomškov trg vor der Domkirche im Stadtzentrum.
  • Der Platz Glavni trg mit dem berühmten Mariborer Rathaus.
  • Der Platz Grajski trg vor der Mariborer Burg, in der das Heimatmuseum untergebracht ist.
  • Der Botanische Garten der Universität Maribor.
  • Die unberührten Seen Lovrenško, Črno und Ribniško jezero und Wasserfälle Veliki und Mali Šumik, Lobnica im Pohorje-Gebirge.

Weitere Sehenswürdigkeiten gibt es in den gängigsten Reiseführern von Kompass* oder Marco Polo* zu entdecken.

Der Pohorje

Der Pohorje am Rande der Stadt ist vor allem durch den Damenweltcup im Downhill-Ski bekannt, denn im Skigebiet Mariborsko Pohorje kommen hier im Februar tausende von Skifans, um der Weltspitze bei der Skiabfahrt zuzujubeln.
Ich hatte schon mehrfach Tickets für das Event, aber immer wieder das Pech, dass der Wettbewerb aufgrund des ausbleibenden Schnee’s ausgefallen oder verlegt wurde. Das größte Skigebiet Slowenien’s liegt unter 1.000 Metern und so kommt es in den letzten Jahren immer wieder, dass es nur wenig bis gar keinen Schnee gibt.
Dennoch kann ich die Region um den Pohorje sowohl im Winter, als auch im Sommer allen, die auf Natur stehen, sehr empfehlen. Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, oder einfach nur, in einem der Spa’s die Seele baumeln zu lassen und die Natur zu genießen.

Generell ist Maribor eine Stadt, die Tradition und Moderne vereint.

Das historische Zentrum, mit den wunderschönen alten Gebäuden lädt zum schlendern ein und bietet die Möglichkeit, in die Geschichte einzutauchen. Ausserhalb des Zentrum’s erinnern die vielen typischen Wohnblocks noch an die Zeit Jugoslawien und die Stimmung in der Stadt und seine Einwohner strahlen heute eine Gelassenheit und Dankbarkeit aus.

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für Maribor wecken und verabschiede mich in diesem Sinne aus der zweitgrößten Stadt Slowenien’s.

Adijo aus Slowenien

Meine Reiseempfehlungen:

  • Die Anreisetipps nach Slowenien findest Du im MIA Travel Tipp #3
  • Gute und günstige Unterkünfte gibt es bei booking.com* zu buchen. Mein persönliches Lieblingshotel ist das Arena**, direkt am Pohoje gelegen.
  • Den beste Reiseführer für Slowenien gibt’ bei Kompass*
  • Beste Reisezeit: immer :-) Im Winter gibt’s Schnee im Sommer die Sonne

MIA Travel Tipp’s für Slowenien:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt es hier.

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