Planica, Planica, Königin aus Schnee!

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Jedes Jahr im März trifft sich die Weltspitze der Skispringer zum Saisonfinale in Planica. Dass Slowenien ein wunderschönes Land ist und die Slowenen wunderbare Menschen sind, habe ich in meinem Artikel Slowenien – Ja, es lohnt sich bereits zum Besten gegeben. Was jetzt aber so besonders an dem Event in Planica ist, möchte ich heute gerne mit Euch teilen.

Vorab soll gesagt sein, dass das Planica-Event nicht nur ein Highlight für absolute Skispungfans ist. Vielmehr ist es eine große Party in einem mega Ambiente mit super netten Menschen, bei dem der Sport natürlich im Vordergrund steht.

Planica ist ein ein Ortsteil des kleinen Städtchen Rateče, nur wenige Kilometer von dem bekannten Wintersportort Kranjska Gora entfernt. Die Umgebung ist sehr idyllisch und nicht nur zum Weltcup eine Reise wert.

Planica wird auch das „Tal der Schanzen“ genannt und auf dem Berg Pocna steht die aktuell zweitgrößte Skisprungschanze der Welt. Jahr für Jahr werden hier Rekorde gebrochen. Gerade beim aktuellen Wettbewerb stellte der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit 253,5 m einen neuen Weltrekord auf, der in den kommenden Tagen nochmal übertroffen werden könnte. Alleine die Vorstellung, über 250 Meter durch die Luft, in eine Masse von Menschen zu fliegen, ist unvorstellbar. Dieses Spektakel sollten wir allerdings den Springern überlassen.
Aber auch als Zuschauer erlebt man hier einzigartige Bilder. Ich durfte ein Skifliegen an einem etwas nebligen Tag erleben. Wenn die Springer aus dem wolkenverhangenen Himmel in die Arena fliegen und die Slowenen ihre Prevc Brüder anfeuern, als gäbe es kein morgen mehr, ist das einfach nur der Wahnsinn.

Bei jedem Sprung über der 200-Metermarke ertönt dann der Ohrwurm „Planica, Planica“. Ein Song, eigens komponiert für das Skifliegen in Planica.

Planica, Planica, snežena kraljica!
Was so viel heißt wie: Planica, Planica, Königin aus Schnee

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Wehende Fahnen in der Arena von Planica

Das Programm

Von Donnerstag bis Samstag ist hier volles Programm.
Am Donnerstag gibt es die Qualifikation zum Einzelspringen. Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Freitag statt. Am Samstag ist Teamspringen angesagt und am Sonntag das letzte Einzelspringen der Saison.
Klar ist, dass das Event nichts für Spätaufsteher ist, denn um 9.00 Uhr geht es bereits los.
Gegen 14.00 Uhr ist der Wettbewerb zu Ende. Hier ist aber noch lange nicht Schluss. In dem Besucherareal geht hier die Party, bei guter Live-Musik erst richtig los.

Das Event

Ich denke gerne an meinen letzten Besuch in Planica 2017 zurück:
Das Wetter, ein Traum. Bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein, nach einem tollen Skiflug-Wettbewerb mit Platz 2 für die Deutschen Adler, spielte eine der bekanntesten Cover-Bands Slowenien’s für die Skisprungfans. Ein wunderschöner Tag, umgeben von tollen Menschen, denn mehr Gastfreundschaft wie hier, findet man nur selten.
Das als kurze Zusammenfassung des Skifliegen’s in Planica. Überzeugt?

Rund um das Skifliegen ist das Städtchen Kranjska Gora nicht zu vernachlässigen. Nachdem es auf dem Berg langsam zu Ende geht, gibt es in Kranjska Gora, was übrigens eine kleine idyllische Atmosphäre bietet, zahlreiche Lokale und Bars, in denen es gerne mal in die zweite Runde geht.  Auch hier bilden die Skisprungfans eine Gemeinschaft und es ist völlig egal, aus welchem Land man kommt. Gefeiert wird gemeinsam.

Die Tickets

Die Eintrittspreise sind mit 29 Euro pro Tag ein sehr überschaubarer Preis für das Event. Möchte man es etwas exklusiver und gemütlicher gibt es Tickets für die Tribünen ab 55 Euro. Wenn man aber das echte Feeling möchte, würde ich empfehlen, auf die regulären Stehplatz Tickets zu setzen. Nur so kommt man mit dem Slowenen, die hier natürlich in der totalen Überzahl sind, am Besten on Kontakt und wenn sich die Slowenischen Springer in die Tiefe stützen, darf man das ohrenbetäubende Anfeuern aus nächster Nähe erleben.

Übrigens fahren die Slowenen ziemlich auf die Japanischen Springer ab. Der Geräuschpegel ist kaum zu unterscheiden, ob nun Noriaki Kasai oder Peter Prevc gerade an der Reihe sind.

Die Tickets gibt es bei diversen lokalen Anbietern, wie kompas.si**, MHolidays.si**, petrol.eu**, Slovenske Zeleznice** oder eben in bei Eventim** zu ergattern.

Die Logistik

Wie ihr Euch vorstellen könnt, ist gerade am Samstag und Sonntag die Hölle los auf dem Berg Pocna und eine gute Organisation der Veranstalter ist absolut notwendig. Mehrere 10.000 Besucher strömen zwischen 8.00 und 10.00 Uhr auf das Gelände. Hierzu kann ich nur sagen: well done Ski Accosiation of Slovenia.
Mit Shuttle Bussen von verschiedenen Haltestellen rund um Kranjska Gora geht es auf den Berg. Selbst zum Gelände fahren, würde ich hier eher nicht empfehlen. Zum einen sind die Parkplätze doch sehr begrenzt und zum anderen haben die Shuttle-Busse ganz klar Vorrang. Ein weiterer Vorteil der Busse ist das gesamte Ambiente. Mit Menschen aus allen möglichen Nationen, aber vor allem Slowenen, kann man sich auf der Strecke von rund 15-20 Minuten sehr gut auf das bevorstehende Event einstimmen und bei der Abfahrt wird man mit etwas Glück noch von jungen Künstlern mit der Quetschkommode begleitet und bekommt ein Mini-Konzert gratis.

Auf dem Gelände angekommen, wartet hier ein weitläufiges Areal auf die Besucher. Um einen Platz in der Arena zu ergattern, muss man schon sehr früh da sein. Gegen 7.00 Uhr kommen die ersten Besucher. In den letzten Jahren wurde das Areal ziemlich ausgeweitet, so dass man heute von allen Bereichen eine gute Sicht auf die Schanze hat und ganz entspannt stehen kann.
Natürlich sorgen diverse Getränke- und Essenstände für das leibliche Wohl und im oberen Bereich bieten Händler ihr Merchandising an. Wer noch keine Fahne oder einen verrückten Hut hat, kann sich hier versorgen.

Die Reiseplanung

Aus eigener Erfahrung kann ich hier sagen: der frühe Vogel fängt den Wurm, oder in diesem Fall, bekommt die Unterkunft.
Kranjska Gora ist zwar einer der größeren Orte Slowenien’s, aber mit etwas über 5.000 Einwohnern könnt ihr Euch vorstellen, dass die Auswahl an Unterkünften doch recht begrenzt ist.
Im Ort selbst gibt es zwei größere Hotels, die meist schon Monate zuvor von den Springern und deren Teams ausgebucht sind. Sollte es hier noch freie Zimmer geben, sind diese sehr teuer.

Aber unter der Brücke muss hier niemand schlafen. Da die Region um Kranjska Gora eine recht beliebte Urlaubsregion zur Winterzeit, sowie zur Sommerzeit ist, gibt es zahlreiche Gästehäuser, Ferienwohnungen und Airbnb Unterkünfte.
Aber auch hier sollte man sich tatsächlich frühzeitig (und damit meine ich mehrere Monate im Voraus) bemühen, eine Unterkunft zu ergattern.

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Meine Empfehlung hier wäre tatsächlich Airbnb. Lokale Unterkünfte und Ferienwohnungen zu richtig angenehmen Preisen auch zum Planica-Wochenende.

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Zur Anreise mit dem Flieger würde ich den Flughafen Ljubljana empfehlen, der rund eine Autostunde entfernt ist. Am Flughafen gibt es einige günstige Autovermietungen.

 

 

Zum Abschluss meiner vielleicht etwas außergewöhnlichen Reiseempfehlung möchte ich noch einmal heraus heben, was für ein überragendes Event das Skifliegen zum Weltcup-Finale in Planica doch ist.
Die wunderschöne Umgebung um dem Pocna Berg, mit dem Triglav (dem höchsten Berg Slowenien’s) im Blick, gepaart mit einem tollen Event, bei dem Menschen verschiedenster Nationen gemeinsam eine riesige Party feiern und dazu noch einen meist spannenden und überwältigenden Skiflug-Wettbewerb. Was will man mehr?!

In diesem Sinne: Planica, Planica, snežena kraljica!

 

Meine Reiseempfehlungen:

MIA Travel Tipp’s für Slowenien:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt es hier.

 

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