Croco Park Agadir – Top oder Flop?

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Überall in Agadir hängen die Werbeplakate des Croce Park**, die mit „over 300 crocodiles“ werben. Das weckt natürlich Interesse, aber hält der Park auch, was er verspricht? Vor allem aber, geht es den Tieren dort gut?

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zum Artikel: Agadir – mehr als nur Pauschaltourismus

Im Juni 2018 habe ich mich, während meines Aufenthalts in Agadir, auf den Weg in den Park gemacht, der etwa 15 Autominuten entfernt vom Zentrum Agadir’s, im Ort Drarga, liegt.
Dort angekommen wird man von einem riesigen Krokodilkopf mit offenen Maul aus Stein empfangen. Der Eingang ist also schon mal vielversprechend. Dann wollen wir uns den Park mal etwas genauer ansehen.

 

Croco Park Agadir** (Marokko)

Nachdem man durch das Krokodilmaul den kleinen Mergeshop betritt, zahlt man zunächst mal den Eintritt, den ich mit 70 marokkanischen Dirham (etwa 7 Euro) für absolut angemessen halte. Schließlich wollen die Krokodile auch etwas zu Essen bekommen.

Im Park angekommen, wird man von einer kleinen Oase empfangen. Der erste Eindruck ist schon mal gut. Große Naturpools und eine grüne Landschaft malen ein schönes Bild mit den Bergen des Atlasgebirge im Hintergrund. 

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Die Besucher werden über einen 600 Meter langen Rundweg durch den Park geleitet und es gibt nicht nur Krokodile zu bewundern und deren Lebensweisen kennen zu lernen. Die Gründer des Parks haben sich unglaubliche Mühe gegeben, den Gästen einen Lehrpfad zur internationalen Flora zu präsentieren und ich muss sagen, es ist sehr gelungen. In den fünf kleinen botanischen Themengärten sind über 300 verschiedene Pflanzen von allen Kontinenten zu finden.

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Der Pfand birgt kleine Überraschungen und lehrreiche Attraktionen. So gibt es im „Labor“ Babykrokodile und die Aufzuchtstation. Forscher aus aller Welt kommen hier her, um mehr, über das vom aussterben bedrohte Nil Krokodil, zu erforschen.

Für die kleinen Besucher bieten neben der „Treasure Cave“ und dem toll angelegten, abwechslungsreichen Kletterparadies, die Workshop Stationen das Highlight.

An dieser Stelle: Entertainment: Top

Aber nun zu den Krokodilen:

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Überall, entlang des abwechslungsreich angelegten Rundweg, finden sich Tafeln, die den Besuchern die Gewohnheiten und Lebensweisen der Krokodile, mit kindgerechten Zeichnungen näher bringen. So erzählt eine der ersten Tafeln mit einer netten Geschichte, wie die Krokodile nach Agadir kamen.

„Es war einmal, vor langer Zeit, als ein riesengroßer Fels von einem Berg im Atlas abbrach und mit einem tosendem Geräusch den Berg hinunter donnerte. Es dröhnte so laut, dass ein altes Krokodil, dass im Süden, Nahe der Grenze zu Mauretanien lebte, aufgerüttelt wurde und davon eilte, weil es dachte das Dröhnen käme von einer großen Herde. Als das Krokodil zum Ort des Geschehens kam, fand es natürlich nicht die Beute der Herde, die es erwartete. Aber das Krokodil war nicht enttäuscht, als es den Felsen, in der Form eines Gesichtes (eines Löwen), dass seinen Weg durch das Afrikanische Flachland während seiner Kindheit kreuzte, entdeckte.
In der Überzeugung, dass der Fels auf der gegenüberliegenden Seite des großen Gewässers liegen blieb, beschloss es, sich hier mit der Familie nieder zu lassen. So kam es, dass viele Krokodile in Drarga, in der Agadir Provinz, ihren Lebensraum fanden.“
(Übersetzung der Tafel, die auf französisch und englisch bereit gestellt wird)

Seit den 1970er Jahren allerdings, sind Krokodile in Marokko ausgestorben. Grund dafür ist nicht nur die Trockenheit. Auch das Jagen für das beliebte Krokodilleder, hat diese Spezies in Marokko ausgerottet.

Für die Krokodile, die in einer Aufzucht in Djerba (Tunesien) geboren und bereits als Jungtiere nach Agadir gebracht wurden, war es wohl so etwas wie „nach Hause kommen“. Mit der Motivation, die vom aussterben bedrohte Spezies der Nil Krokodile zu schützen und Aufklärung zu betreiben, erbauten die Gründer einen natürlichen Lebensraum für die Tiere. Der Croco Park wurde, nach zwei-jähriger Bauphase, 2015 eröffnet.

Die Spezies, die heute im Cocapark beheimatet ist, sind ausschließlich Nil Krokodile, die bis zu 7 Meter lang und einer Tonne schwer werden können. Der Park wurde perfekt auf die Tiere zugeschnitten und bietet alle Elemente, die ein Krokodil für den Wohlfühlfaktor benötigt. Stein- und Sandstrände am Rande der großzügig angelegten Naturpools inklusive den nötigen Wasserfällen und Steinhöhlen, die bei Bedarf mit Wärmelampen geheizt werden.

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Tatsächlich hält das Plakat, was es verspricht. Als Besucher im Croco Park bekommt man unzählige Krokodile in natürlichem Lebensraum und einen lehrreichen Rundweg mit einer tollen Flora geboten.

Mit dem Hintergrund und der Motivation der Gründer würde ich den Croco Park in Agadir als TOP bewerten wollen. Die Tiere haben einen artgerechten Lebensraum erhalten und werden vor Wilderei und Trockenheit geschützt. Laut den Info’s, die man im Park bekommt, wird das Futter nicht nur strengstens kontrolliert, es wird auch darauf geachtet, dass jedes Tier seinen Teil abbekommt. Natürlich hat das nichts mit einem Leben in freier Natur zu tun, aber um das Nil Krokodil vor dem Aussterben zu schützen, macht der Croco Park einen tollen Job.

Mein Fazit: Croco Park Agadir: Top

 

Meine Reiseempfehlungen:

  • günstige Flüge nach Agadir gibt es von Ryan Air*
  • Über booking.com** findet man auch in Agadir das ein oder andere nette Riadh
  • Der Lonely Planet** ist ein super Reiseführer für Marokko
  • Beste Reisezeit:
    • Küstenregion Marokkos (Norden/Nordwesten): April bis November
    • Marrakesch (Inland): September bis Mai
    • Atlasgebirge (Hochlage): März, April, Mai, Oktober, November
    • Westsahara Küstenregion (Südwesten) (Agadir): April bis November

Alle Bilder aus dem Croco Park Agadir und aus Marokko findest Du in der AfiMIA Galerie.

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