Kroatischer Adventszauber in Zagreb

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Ich war schon einige male in Zagreb und bisher hatte ich immer den Eindruck, dass die Menschen hier zum Lachen in den Keller gehen. Sehr ernste Gesichter und alles dreht sich nur um’s Business im Handels- und Finanzzentrum Kroatiens. Erst der Weihnachtsmarkt in Zagreb hat mir ein anderes Gesicht der Stadt gezeigt und ich durfte eine ganz neue Facette der Kroatischen Hauptstädter kennenlernen.

Kroatien hat viel mit gemacht

Es ist gar nicht nötig so weit in die Geschichte Kroatiens einzutauchen, um zu verstehen, dass die Menschen im Land, und gerade in der Hauptstadt Zagreb, sehr viel mit gemacht haben. So ziemlich alle Ü30 haben einen Krieg vor der eigenen Haustür erlebt. So ist es nur wenig verwunderlich, dass die Fröhlichkeit und die Offenheit der Menschen noch immer etwas getrübt ist.
Im Jahre 1945 verlor Kroatien seine Eigenständigkeit und wurde in die Jugoslawische Republik eingegliedert. Das Land „Jugoslawien“ dürfte vielen von uns noch geläufig sein und nicht selten ist heute noch von „Ex-Jugoslawien“ die Rede. Gerade in Zagreb wurde zur Zeit der Jugoslawischen Republik sehr viel demonstriert und gegen die Regierung in Belgrad (Serbien) gekämpft. 1991 schließlich, als die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien aufgelöst wurde, erhielt Kroatien die Unabhängigkeit wieder und war somit den Angriffen der Jugoslawischen Volksarmee (der verbliebenen Bundesrepublik Jugoslawien – heute Serbien und Montenegro) ausgesetzt. Noch heute sind die Beziehungen zwischen Kroaten und Serben oftmals nicht die Besten und der Nationalstolz der Kroaten bestärkt dieses „Machtverhältnis“. Tatsächlich habe ich die Kroaten als sehr stolz kennen gelernt. Kleine Sticheleien gegenüber den Nachbarn, den Ex-Landsmännern, sind nichts Unübliches.
Nahezu einzigartig ist der Fakt, dass die Bevölkerung in Zagreb aus rund 95% Kroaten besteht. Das so wenige Zugewanderte in einer Hauptstadt leben gibt es wohl, ohne das recherchiert zu haben, in keiner anderen Hauptstadt der Welt, würde ich vermuten.

Viele Wege führen nach Zagreb

Kroatien ist heute eines der beliebtesten Urlaubsländer der Region. Allerdings zieht es die Gäste eher an die Küste nach Split, Dubrovnik, Rijeka oder zum Baden in die schönen Buchten der vorgelagerten Inseln. Obwohl die Hauptstadt touristisch sehr unterschätzt wird, ist genau dieser Tourismus, neben der Pharmaindustrie, der Elektrotechnik und dem Handel, die Haupteinnahmequelle der Wirtschafts- und Finanzmetropole. So ist es nicht verwunderlich, dass Zagreb eine hervorragende Verkehrsanbindung zu bieten hat.

Zug und Fernbusse

Am König-Tomislav-Platz, am Rande des Zentrums befindet sich der Hauptbahnhof. Internationale Direktverbindungen aus Ljubljana (Slowenien) (2,3 h), Budapest (Ungarn), Belgrad (Serbien) und Wien (Österreich) (jeweils 6 h) und München (9 h) kommen hier an. Weitere Reiseziele sind über Villach (Österreich) erreichbar.
Auch innenkroatische Direktverbindungen wie an die Küste nach Split werden von hier bedient.
Sogar Fernbusse von zahlreichen Städten Europas finden ihr Ziel nach Zagreb.

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Straßennetz & Autobahnen

Das Straßennetz wurde in den letzten Jahren hervorragend ausgebaut. Die Autobahn führt direkt in die Stadt und die Verbindungen zu den Küstenregionen, sowie Slowenien und Ungarn sind optimal. Einmal im Zentrum angekommen, bedarf es jede Menge Geduld. Die Stadt ist überfüllt mit Fahrzeugen und es kann gerne mal eine Weile dauern vom einen Ende, zum anderen Ende der Stadt zu gelangen.

Flughafen

Der internationale Flughafen von Zagreb liegt etwa 20 Kilometer außerhalb der Stadt und wurde vor wenigen Jahren richtig auf Vordermann gebracht. Vom ehemaligen Balkan-Flair ist am heutigen Flughafen nichts mehr zu spüren. Hochmodern ragt das neue Terminal aus dem Boden. Die Verbindungen aus zahlreichen Europäischen Städten ist hervorragend und die Anbindung zum Stadtzentrum mit dem Taxi oder den öffentlichen Verkehrsmittel schnell und kostengünstig.

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Zagreb – die Stadt

Die Aufteilung der Stadt macht es uns Besuchern einfach, nicht die Orientierung zu verlieren.

Ausgangspunkt ist der Stadtkern „Kaptol“ (Bischofsstadt) mit dem Herzstück, dem Ban-Jelačić-Platz. Hier befindet sich das Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale mit dem davor liegenden Madonnabrunnen. Der Platz wurde bis zur Unabhängigkeit Kroatiens „Platz der Republik“ genannt und ist heute eine große Fußgängerzone. Hier befindet sich auch die Standseilbahn, die Ober- und Unterstadt miteinander verbindet.

Die Oberstadt „Gornji Grad“ ist die Altstadt mit geschichtsträchtigen Gebäuden und einigen Sehenswürdigkeiten, wie der Lotrščak-Turm, von  dem täglich um 12 Uhr ein Kanonenschuss abgefeuert wird.

Die Unterstadt „Donji Grad“ entwickelte sich erst viel später, als sich im 19. Jahrhundert die Besiedlung nach Süden ausdehnte. Auch in der Neustadt befinden sich neben der einladenden Fußgängerzone mit zahlreichen traditionellen Handwerksgeschäften einige Sehenswürdigkeiten. 

Die Mischung zwischen Tradition, wunderbar historischen Gebäuden und der Moderne ist in Zagreb hervorragend vereint. Über die gesamte Stadt säumen sich Clubs und Bars, die in den alten Gemäuern immer hipper werden und sich auf die neusten Trends einstellen.
Zagreb ist im Grunde immer eine Reise wert, aber besonders zur Adventszeit.

Zauberhafte Adventszeit

Bereits zum dritten mal in Folge wurde der „Advent in Zagreb“ 2018 zum „besten Weihnachtsmarkt Europas“ gekürt. Wer das weihnachtliche Stadtfest in Zagreb bereits erlebt hat, wird sich dieser Wahl sicher anschließen.

Am dem 1. Dezember verwandelt sich Zagreb in ein wahres Winterwunderland mit einem bezaubernden Lichtermeer und Unterhaltung für Jung und Alt. Es wird gefeiert bis zu den heiligen drei Königen am 6. Januar.
Nicht umsonst wurde der Advent in Zagreb bereits zum dritten mal als bester Weihnachtsmarkt Europas ausgezeichnet, denn was uns hier erwartet, ist in der Tat atemberaubend. Kulinarische Erlebnisse, Kunst und Handwerk, aber auch feierliche Events in einer Atmosphäre, wie ich Zagreb vorher noch nicht erlebt habe. Wo sonst das Business vorherrscht, scheint sich die Stadt im Dezember zu verwandeln, um das Jahr gebührend ausklingen zu lassen.

Zentrum des Weihnachtsmarktes bildet die große Freilichtbühne im Herzen der Stadt am Ban-Jelačić-Platz. Täglich werden hier Konzerte von namenhaften lokalen Künstlern gespielt. Auch Newcomer, preisgekrönte Chöre und Orchester finden den Weg auf die Bühne und sorgen für eine bunte und traditionsreiche Unterhaltung bis in die Nacht hinein.

An weiteren 17 Orten über die Stadt verteilt, finden sich Märkte, die zwar nicht so imposant wie der Advent am Ban-Jelačić-Platz ausfallen, aber mindestens genauso beeindrucken.
Sowohl Straßenmusiker, als auch die Künstler auf den kleinen Bühnen, wie sie unter anderem auf dem Europa Platz zu finden sind, verzaubern die Gäste bei kulinarischen Leckereien.
Natürlich geht es nicht nur um Essen, Trinken und Musik. Besonders schön sind die Handwerksbuden mit den ausgefallen und handgemachten Arbeiten. Hier lässt sich sicher ein perfektes Weihnachtsgeschenk für Jedermann finden.

Eines der Highlights ist der überwältigende Eispark auf dem König-Tomislav-Platz. Wer nun mit den üblichen ovalen Eisbahnen und ein bisschen Hintergrundmusik rechnet, wird seine Erwartungen definitiv überdenken müssen. Der riesige Eispark mit Bahnen, die sich über den gesamten Platz erstrecken, werden künstlerisch ins Licht getaucht und dazu passende Musik erhellt das Areal. Für alle Nicht-Schlittschuhläufer sorgen die Hütten entlang der Bahn für das leibliche Wohl.

Ich war 2017 nur einen Abend in Zagreb, ohne zu wissen, was mich überhaupt erwartet und wurde verzaubert von der wunderschön geschmückten Stadt, der ausgelassenen Stimmung auf den vielen Märkten und dem reichhaltigen Angebot an lokalen Köstlichkeiten und der Handwerkskunst. An einem Abend war es mir gar nicht möglich, den Advent in Zagreb richtig kennen zu lernen, aber den ersten Eindruck den ich bekam, hat definitiv nach mehr verlangt. Von Jahr zu Jahr steigert Zagreb das Event noch ein bisschen mehr und ich bin mir sicher, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Auszeichnung drin sein wird.

Eine Übersicht, wo in Zagreb der Advent zu erleben ist, findet ihr auf der offiziellen Homepage von Advent in Zagreb.

Meine Reisempfehlungen für Zagreb:


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