I ride my Bike: von Calodyne bis Grand Baie, Mauritius

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Calodyne

So heißt der kleine unscheinbare Ort, in dem sich das Hotel Sealife Resort und Spa* versteckt und Ausgangspunkt für meine Unternehmungen sein sollte. Das Örtchen hat außer einer Tankstelle, einem kleinen, gut sortierten Supermarkt, einigen Beautyläden, einem kleinen Italiener und einem Baumarkt nicht wirklich viel zu bieten, doch konnte ich hier die Ruhe genießen, die ich in den üblichen Touristenorten vergeblich hätte suchen müssen.
Ich bin auf Mauritius… dem Paradies, wie Mark Twain es einst beschrieb.
Um aus Calodyne raus zu kommen, habe ich zunächst kein Auto gemietet, oder bin mit dem öffentlichen Bus gefahren, mit dem man übrigens problemlos in die nächst gelegenen Städte (mit Geldautomat, den gibt es hier nämlich nicht), oder, mit Umsteigen, sogar über die ganze Insel kommt. Ich habe ich mich für eine Mini-Fahrradtour entschieden.

Übrigens: Nähres zu den öffentlichen Buslinien habe ich Euch auf der Mauritius Startseite hinterlassen.

Mit dem Fahrrad von Calodyne nach Grand Baie

Zugegeben sind Fahrradtouren aus Mauritius, selbst für Hobbyradler, wie ich es bin, eine kleine Herausforderung. Die Temperaturen sind extrem hoch und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit macht das Radeln nicht gerade angenehmer, wie Ihr an meinem knallroten Kopf zur linken erkennen könnt. Dennoch sind kleine Strecken, wie die, die ich Euch jetzt gerne beschreiben möchte, durchaus auch für Ungeübte machbar.

Kurz zu den Streckendetails:
Distanz: rund 15 Kilometer einfach
Schwierigkeit: meist eben mit wenig Steigung

Los geht es in dem Ort Calodyne, die Hauptstraße entlang Richtung Westen. Fahrradwege gibt es auf Mauritius nicht. Wo die Auto- und Busfahrer gegenseitig nur wenig Rücksicht aufeinander nehmen, wird auf Fahrräder tatsächlich etwas sorgfältiger eingegangen, was ich zunächst nicht vermutet hätte.

Cap Malheureux

Den ersten Stop habe ich in Cap Malheureux gemacht, der bereits nach wenigen Kilometern erreicht war, doch für eine kurze Rast durchaus Wert scheinte. Das Kap, an dem in grauer Vorzeit zahlreiche Schiffe ihr Unglück fanden, ist auch als „Unglückskap“ bekannt. Von Unglück kann hier heute keine Rede mehr sein. Zu idyllisch ist das Fleckchen und Schiffe legen hier schon lange nicht mehr an.

In den frühen Morgenstunden verschlägt es die Fischer und Dorfbewohner hier her, um ihren Fang des Tages zu machen, oder einfach nur die Ruhe und den malerischen Blick auf die Coin de Mire zu genießen, bevor es dann am späten Vormittag von Touristen nur so wimmelt. Denn in dem kleinen unscheinbaren Ort Cap Malheureux liegt direkt an der Hauptstrasse, an der Küste, die berühmte Kapelle Notre Dame Auxiliatrice, die mit ihrem leuchten roten Dach eine Traumkulisse für alle Verliebten darstellt. So kommt es wohl vor, dass frisch Vermählte ihre Hochzeit in der Kapelle nachstellen, obwohl das natürlich nicht erlaubt ist.

Die Fischer von Cap Malheureux, Mauritius
Kapelle Notre Dame Auxiliatrice in Cap Malheureux, Mauritius

Coin de Mire

Auf dem Weg zur nächsten Station ging es weiter entlang der Hauptstraße. Der Blick auf das Meer ist zu großen Teilen von Hotels und Mietvillen verbaut. Doch ein kleiner, nett angelegter Park kurz vor dem Örtchen Perybére bietet ein wunderbares Panorama auf den Coin de Mire. Die kleine Insel, die rund fünf Kilometer vom Festland im Meer thront, gleicht der Optik eines Schiffsegels. 167 Meter ragt der Fels am höchsten Punkt aus dem stahlblauen Wasser.
Das unbegehbare Naturreservat beheimatet nicht nur den tropischen Weißschwanzvogel, der auf Mauritius als bedroht gilt, auch Wale sollen hier gelegentlich gesichtet werden.
Zudem ist ein Ausflug zum Coin de Mire eine beliebte Tour für Taucher, die vom Strand von Perybére aus mit dem Boot starten.

Coin de Mire, Mauritius

Übrigens befindet sich zwischen Cap Malheureux und Perybére das Hotel Coin de Mire*, was mir einen ganz netten Eindruck macht und ebenfalls in einer eher ruhigen Gegend liegt.

Perybére

Nach dem Panorama-Blick ging die Tour weiter Richtung Westen und bereits nach wenigen Kilometern war bereits die nächste Station in Sicht. Ein Erfrischungsstop am Strand von Perybére. Am Strand von Perybére gibt es eigentlich nicht besonders viel zu sehen, doch eine Sehenswürdigkeit gibt es dann doch. Hier betreibt der bislang einzige Sandkünstler auf Mauritius, Sanjay sein Freiluftattelier und zaubert Kunstwerke aus Sand, die nach wenigen Tagen von Wind und Wasser zerstört werden und er sich an sein neues Werk macht. Zudem gibt es hier eine kleine Erfrischung aus frischen, kühlen Früchten, ob eine Kokosnuss oder Ananas, das frische Obst wirkte als Energieschub auf der kleinen Radtour bei knapp über 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 80%.

Grand Baie

Nach einer kurzen Erfrischung ging es dann in die letzte Etappe nach Grand Baie. Der Weg führte mich vorbei an einem kleinen Hindu-Tempel, bevor es in das Gewühl der größten Stadt des Nordens ging. Schon Eingangs wird klar, hier hat sich der Tourismus bereits vollends ausgebreitet. Ein Restaurant reiht sich an das nächste und Hotels und Gästehäuser scheinen gut besucht.
Hier endete meine kleine Radtour und es war an der Zeit, mich in der Stadt umzusehen. Meine Eindrücke und was es hier alles zu sehen gibt, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Essen, Trinken und Nachtleben

Die Patisserie Marimootoo

Direkt am Ortseingang, von Perybére kommend, befindet sich die beste Patisserie der Insel, wie es heißt. Bekannt für die „langue de belle more“ – „Schwiegermutters Zunge“. Blätterteig gefüllt mit einer Vanille Creme. Die Kreation, als auch der Name stammen wohl vom einstigen Ladenbesitzer, der das Gebäck tatsächlich nach seiner Schwiegermutter benannte. Die muss wohl sehr nett gewesen sein, schätze ich. Heute wird das Geschäft von der Tochter des einstigen Gründers geführt, die die Filiale von Curepipe nach Grand Baie verlegte und das Konzept etwas modernisierte. Die Rezepte der „Schwiegermutters Zunge“ sind jedoch unverändert geblieben.

Der Banana Beach Club

Grand Baie ist ebenso als Partystadt bekannt und so bietet die legendärste Bar der Insel die Gelegenheit auf einen gepflegten Partyabend in ungezwungener Atmosphäre. Unaufdringliche Mauritier mischen sich unter das Tourivolk und es gibt jeden Abend Musik vom DJ und am Wochenende sogar Live-Musik. Der Banana Beach Club zeigt sich in seinen Ursprüngen, als Bambushütte mit einem Flammenbaum im Innenhof.

Das Beach House

Der ehemalige südafrikanische Rugby-Nationalspieler Cabous van der Westhuizen kam 2008 nach Mauritius um Urlaub zu machen, verliebte sich, blieb und eröffnete das extrem lässige Beach House. Das Menü bietet eine gute Mischung aus lokalen und südafrikanischen Köstlichkeiten und die Atmosphäre ist sehr ungezwungen. Direkt am Meer mit einem Zugang zum Strand ist das Beach House sicher eine der ersten Adressen in Grand Baie und vielleicht sogar auf Mauritius.
Am Abend verwandelt sich das Beachhouse in eine lockere Bar mit Live Musik an den Wochenenden.

Generell bietet Grand Baie eine Riesen Auswahl an Restaurants und Bars entlang der Hauptstraße Royale Road und der La Salette Road (Richtung SuperU). Am Strand gibt es kreolisches Street Food zu günstigen Preisen. Verdursten und verhungern wird hier wohl niemand müssen.

The Beach House, Grand Baie, Mauritius

Shopping

Neben dem Nachtleben ist Grand Baie bekannt für das reichhaltige Shopping Angebot. Neben Port Louis und Curepipe ist die Stadt das Konsumzentrum der Insel.

Sunset Boulevard

Der Sunset Boulevard direkt an der Hauptstraße, der Royal Road gelegen bietet kleine Boutiquen mit ausgewählter, meist lokaler und hochwertiger Ware.

Grand Baie Bazar

Der Grand Baie Bazar ist das Shopping Eldorado für Touristen. Der Kunsthandwerksmarkt, wie er genannt wird, lockt mit einheimischen Erzeugnissen, aber auch mit Importware aus Thailand.
Neben den zahlreichen Ständen mit Taschen aus Zuckerrohr, Cashmere-Waren oder bunten Kleidern und Sarongs, gibt es einen kleinen Imbiss, der Erfrischungen bereit hält.
Der Grand Bazar ist die beste Adresse der Gegend, um Souvenirs einzukaufen.
Ein kleiner Tipp: das Handeln nicht vergessen… Fixe Preise gibt es hier nicht.

Super U Hypermarket

Der Super U Hypermarket befindet sich auf der Rückseite des Grand Baie Bazar und ist das genaue Gegenteil. Eine kleine Shopping Mall mit Markenartikel macht den Anfang, bevor es dann in den riesigen Supermarkt geht. Hier gibt es definitiv nichts, was es nicht gibt. Übrigens führt der Super U eine hervorragende Bücher- und Magazin-Abteilung. Wohl die beste des Nordens.

Grand Baie Bazar in Grand Baie, Mauritius

Wie ihr seht, hat Grand Baie neben Shopping und Nachtleben nicht besonders viel zu bieten. Die lebendige Stadt ist dennoch ein Ausflug wert, wie ich finde.

Dann wünsche ich allen auf dieser Tour viel Spaß und denkt daran ausreichend zu trinken und Euch vor der sonne zu schützen…

Übrigens… Alle Bilder aus Mauritius findet ihr in meiner AfiMIA Galerie.

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