Land und Leute auf Mauritius

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Land und Leute… kann man das nicht überall auf Mauritius kennen lernen? Wahrscheinlich schon. Auf meinem Trip nach Curepipe durfte ich das wunderbare Land und die Menschen jedoch von einer anderen Seite erleben, als es mir im Rest der Insel möglich war.

Curepipe

Diese Stadt dürfte den wenigsten Touristen ein Begriff sein. Wenn hier nicht der Trou aux Cerf, ein 100 Meter tiefer Vulkankrater, die Besucher anziehen würde, dürften sich wahrscheinlich nur wenige Mauritius-Reisende in die Stadt verirren.

Curepipe ist tatsächlich die zweitgrößte Stadt der Insel und liegt im Hochland, rund 500 Meter über dem Meeresspiegel. Daher ist das Klima auch eher kühl und regnerisch. Im Laufe der mauritischen Entwicklung hat sich Curepipe zum Handelszentrum der Insel gemausert. Das die Mauritier gerade eine Stadt im Hochland wählten, hat eine einfache Erklärung. Während der Malariaepedemie im Jahre 1867 zogen sich zahlreiche Einwohner aus Port Louis in die Berge zurück, um hier ihre Pfeifen von dem Erreger zu befreien. Sie blieben und mit der Zeit entwickelte sich die Stadt zum zentralen Handelszentrum der Insel und ist es bis heute geblieben.

Was mich genau nach Curepipe gezogen hat, kann ich Euch heute gar nicht mehr so genau sagen, aber ich bin froh, dass ich den Trip gemacht habe, denn sonst hätte ich diese Seite von Mauritius nicht kennen gelernt. Vorab muss ich allerdings sagen, dass die Stadt mit Sicherheit kein Hingucker ist. Im Gegenteil. Sie wirkt extrem herunter gekommen und viele Gebäude gleichen eher einer Ruine. Das regnerische Klima hat hier deutlich seine Spuren hinterlassen. Viele Häuser mit feuchten und extrem schmutzigen Fassaden, teilweise leer stehend und baufällig zeichnen das Stadtbild. Kurios wirken fast schon die bunten Säulen, die im Zentrum in die Höhe ragen. Den Grund für dieses Gebilde und was es darstellen soll, konnte ich nicht wirklich heraus finden.

Die Säulen von Curepipe, Mauritius

Das kleine quirlige Zentrum erstreckt sich rund um den Busbahnhof und im Grunde ist die Stadt ein einziger großer Markt. Direkt hinter dem Busbahnhof befindet sich der Teil, in dem Kleidung und Haushaltswaren angeboten werden. Die engen Gassen gleichen einem Labyrinth und es wimmelt von Menschen, die ihren Einkauf erledigen.
Viel beeindruckender allerdings fand ich persönlich die „Mall“. Hinter dem Frischemarkt mit Obst, Gemüse und Fleisch geht es in ein weiteres Labyrinth mit unzähligen Shops. Kleidung, Spielwaren, Elektronik, Haushaltswaren, einfach alles lässt sich hier finden. Es ist nur schwer zu beschreiben, was sich hier abspielt. Definitiv zeigt sich Mauritius in Curepipe von einer Seite, die an der Küste nicht zu erleben ist.

Statue von Paul und Virginie in Curepipe, Mauritius

Vom Shopping Trubel erholen, das geht in dem kleinen Park im Stadtzentrum, gegenüber des Rathauses.
Was den Park so besonders macht, ist eine Statue von Paul und Virginie.
Die Statue zeigt das berühmteste Liebespaar der Insel. Der Clou dabei ist, dass die beiden nicht wirklich lebten, sondern der Phantasie des französischen Schriftstellers Bernadin de Saint-Pierre entspringen, der in seinem Roman die Tropen zum wahren Paradies auf Erden auszeichnet.
Das Original aus weißem Marmor steht im Blue Penny Museum in Port Louis.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet sich noch eine der bekanntesten Manufakturen für Modellschiffe. Voiliers de l’Océan. Das Unternehmen fertigt, wie auch Historic Marine in Goodlands, von dem ich Euch in meinem zweiten Mauritius-Beitrag berichtete, Modellschiffe in diffiziler Handarbeit. In dem einladenden und weitläufigen Shop können die Schiffe verhältnismäßig günstig erworben werden. Die Angestellten kümmern sich sogar um den Versand nach Europa, falls das typische Souvenir nicht ins Handgepäck passt.
Der Modellschiffbau hat auf Mauritius seit den 70er Jahren Tradition und es gibt einige größere und kleine Manufakturen über die Insel verteilt, wobei die Hochburg in Curepipe liegt.

Der Trou aux Cerfs

Neben dem quirligen Stadtzentrum hat Curepipe eine Sehenswürdigkeit zu bieten, die einige Besucher ins Hochland zieht. Der Trou aux Cerfs. Fakt ist, ohne diesen Vulkan gäbe es die paradiesische Insel Mauritius nicht.
Rund zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums ragt der dicht bewaldete schlafende Vulkan in die Höhe. Rund um den Krater wurde eine asphaltierte, autofreie Straße angelegt, auf der Spaziergänger und Fahrradfahrer dem Trubel der Stadt entfliehen und den faszinierenden Blick ins Innere des Vulkans und das umliegende Hochland werfen können.

Der Trou aux Cers in Curepipe, Mauritius
Der Trou aux Cers in Curepipe, Mauritius

Theoretisch besteht die Möglichkeit in den Krater hinein zu wandern. Praktisch ist der kleine Urwald jedoch rings herum mit einem hohen Zaun abgesperrt. Als wir auf dem Rundweg so entlang spazierten, entdeckten wir ein offenes Türchen im Zaun. Zwei Menschen hatten sich gerade auf dem Weg in den Krater gemacht und wir konnten die Gelegenheit ergreifen, uns ihnen anzuschließen. Der Weg ist superschmal und nicht gerade ungefährlich, doch sehr faszinierend in Mitten eines Vulkans zu wandern, der so dicht bewachsen ist, dass ich mir wie im Urwald vor kam.

Im inneren des Krater des Trou aux Cerfs in Curepipe, Mauritius

Auf dem Weg nach Curepipe

Oft heißt es, der Weg ist das Ziel und so könnte auch der Weg nach Curepipe beschrieben werden. Der Highway durch das Hochland ist bereits eine Reise Wert und wer die Insel von Nord nach Süd erkundet, wird um die zwei berühmten Berge nicht herum kommen.

Die Trois Mamelles

Besser bekannt unter den Spitznamen „die Brustwarzen“. Die Mauritier lieben ihre bildlichen Beschreibungen und von der Ferne gleicht der Berg tatsächlich dem Anblick von Brustwarzen, die aus dem Plateu in die Höhe ragen. Der Berg mit den zwei Gipfeln ist als beliebtes Ausflugsziel für Wanderer bekannt und an der Spitz angekommen, haben sie nicht nur einen atemberaubenden Blick über das Jemen-Tal, auch Fledermäuse, Hirsche und Affen sind hier oben zu beobachten.

Der Pieter Both

Mit seinen 820 Metern ist der Pieter Both der zweithöchster Berg der Insel. Benannt wurde er nach dem ersten niederländischen Generalgouvaneur, der 1615 mit seinem Schiff vor Mauritius kenterte.
Zu erkennen ist der sogenannte „Hausberg von Port Louis“ an seinem ballförmigen Stein auf der Spitze, um den viele phantasievolle Geschichten auf der Insel kursieren. Eine davon erzählt, dass einst ein Milchmann am Fuße des Berges rastete, als er der Fee Syntaka begegnete. Sie versprach ihm, einem spektakulären Feentanz beiwohnen zu dürfen, wenn er das Theater als Geheimnis bewahren könne. Das konnte er nicht. Er brach sein Versprechen, die Erde bebte, Syntaka verschwand und der Milchmann fand sich versteinert auf der Spitze des Berges wieder. Der Pieter Both ist heute ein nicht wegzudenkendes Wahrzeichen der Insel und im Volksmund heißt es, solange die Kugel auf der Spitze des Berges bleibt, geht es Mauritius gut.
Dann hoffen wir mal, dass er noch sehr lange da oben bleibt. In diesem Sinne… viel Spaß in Mauritius.

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