Portoroz und der Süden

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Dober Dan aus Istra
(Guten Tag aus Istrien)

Meine Tour im Süden Sloweniens

Portoroz – der Hafen der Rosen. Schöner könnte ein Name für einen kleinen Badeort ganz in Slowenisch Istrien, im Süden Slowenien’s nicht sein. Badeort, Slowenien, fragst Du Dich… Ganz genau.
Slowenien liegt am Adriatischen Meer, wenn es auch nur 46 Kilometer sind.
Eingekesselt zwischen Italien und Kroatien liegen gleich drei Städte in weniger Entfernung zueinander, die für sich jeweils besonders sind. Von meiner Reise zu diesen drei Adria-Schönheiten und noch mehr möchte ich Euch hier gerne erzählen…

Piran

Wie auch das übrige Slowenien hat die Stadt im venezianischen Stil eine lange und aufregende Geschichte hinter sich. Viele Nationen haben hier ihre Spuren hinterlassen – Deutschland, Österreich, Italien, Kroatien und Jugoslawien. Den Österreichern hat Piran seine Salinen zu verdanken. Im 19. Jahrhundert begann hier die Salzproduktion, die noch heute aktiv ist. Die Salinen und das Salzmuseum können hier besichtigt werden. Ich habe es in der Kürze der Zeit leider nicht geschafft, aber interessant ist es bestimmt. Scheinbar hat das Salz viel zur Konjunktur der Region beigetragen, auch wenn heute der Tourismus die vorherrschende Einnahmequelle darstellt.

Ich habe Piran an einem Sonntag besucht. Über die steil abfallende Landstraße kam ich an einem Parkplatz vorbei, an dem Busse und hunderte von Autos parkten. Wahrscheinlich hätte es Sinn gemacht, das Auto hier abzustellen, aber das wusste ich bis dahin noch nicht. Also bin ich weiter gefahren. Kurz danach kam ich dann an eine Pforte, an der ich ein Parkticket ziehen musste. Die Preise stehen zwar an, aber offen gestanden habe ich nicht wirklich darauf geachtet. Schlussendlich habe ich 5€ pro Stunde Parkgebühren bezahlt, um in Zentrumsnähe parken zu können. Schon ein stolzer Preis…
Gemütlich bin ich dann entlang der Küste die Bucht entlang geschlendert, bis hin zum Tartiniplatz.

Vom Tartiniplatz, dem Zentrum der Stadt schlängeln sich kleine Gassen in die Altstadt von Piran. Die Stadt selbst hat rund 4.000 Einwohner. Mir kam es vor, dass hier jeder Bürger sein eigenes kleines Häuschen in der Altstadt hat. Die kleinen Häuser mit ihren bunten Farben sind sehr hübsch anzusehen und wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte ich gedacht, ich bin in Venedig.
Vom Tartiniplatz geht eine enge Gasse ab, die wieder zur Strandpromenade führt. Kleine Lädchen mit ausgefallenen Handarbeiten und Souvenirs, sowie Eisdielen und kleine Restaurants sind hier zu finden. Klein-Venedig eben…

Altstadt von Piran, Slowenien

Zurück an der Strandpromenade beginnt die Autofreie Zone. An dem heißen Sonntag, an dem ich in der Stadt war, lagen Sonnenanbeter auf den Felsen vor der Küste. Viele Andere hatten Ihre Strandtücher und Liegen einfach auf dem weitläufigen Gehweg ausgebreitet. Auch die Einheimischen, die ihr Häuschen in erster Reihe haben, ließen es sich an diesem Sonntag gut gehen.
Ein Stückchen weiter geht es zum „Strand“. Warum ich den „Strand“ in Gänsefüßchen setzte? Naja, weil Piran an einer Felsenküste liegt, wurde hier einfach eine Betonplatform mit kleinen Leitern zum Einstieg in das Wasser gebaut und als Strand markiert. Nicht gerade mein Fall, aber viele Andere ließen sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen und genossen ihren Sonntag. Zwar wurden die Abstandsregeln weitestgehend eingehalten, doch in diesem Moment habe ich mir die Frage gestellt, wie voll es hier erst sein muss, wenn gerade mal kein Corona unterwegs ist.
Auf der anderen Seite der Strandpromenade reihen sich Restaurants aneinander. Die meisten sind Italiener und Slowenische Hausmannskost wird man hier eher vergeblich suchen.

Mein Fazit: Piran ist eine tolle kleine Stadt, die eigentlich mehr an Italien, als an Slowenien erinnert. Für einen „Tag am Meer“ meiner Meinung nach eher nicht geeignet, aber sicherlich einen Besuch wert. Ich persönlich möchte Piran als eine der schönsten Städte Slowenien’s bezeichnen wollen, vielleicht gerade weil sie so anders ist, wie all das, was ich sonst von Slowenien kenne.

Portoroz

Die Stadt mit dem wunderschönen Namen „Rosenhafen“ gehört zur Gemeinde Piran und liegt rund 4 Kilometer entfernt. Im Winter ist der Ort ein kleines beschauliches Städtchen mit rund 3.000 Einwohnern. Im Sommer hingegen sind wohl fünf mal so viele Menschen in der Stadt. Portoroz ist der Touristenhotspot im Süden Slowenien’s. Vor allem am Wochenende wird die Stadt so richtig voll. Slowenen, aber auch Wochenendurlauber aus Italien kommen nach Portoroz, um es sich gut gehen zu lassen. Im Grunde spielt sich alles an der Küstenstraße und der Strandpromenade ab. Eine historische Altstadt wie in Piran, gibt es nicht.
Ende des 10. Jahrhunderts entstanden in Portoroz Kureinrichtungen und das erste Freibad. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Stadt zur Hauptstadt des Tourismus. Zahlreiche Hotelkomplexe haben sich im Laufe der Jahre hier angesiedelt. Darunter auch Top Hotels wie das Kempinski**. Das mit Abstand beste Hotel der Stadt. Die Gäste haben Zugang zum Exklusiven Strandabschnitt des Meduza Exclusive Club. Extrem bequeme Liegeflächen bis hin zu ganzen Pavillons mit Strandbetten stehen hier zur Miete bereit. Direkt daneben der Meduza Club, der zwar weniger komfortabel ist, aber dennoch zur Entspannung dient. Für 17€ gibt es zwei Strandliegen und einen Sonnenschirm für einen Tag. Auch dieser Strand ist nicht öffentlich. Nur Gäste der 4 Sterne Hotels, zu denen auch das Hotel Marko**, in dem ich mich eingemietet hatte gehört, haben hier Zutritt. Der Strand ist befestigt und begrünt und es gibt keinen Sandstrand. Über Leitern können die Badegäste in das Adriatische Meer eintauchen. Aber Vorsicht… Quallenalarm.
Angrenzend an den Meduza Beach Club, der im Grunde das westliche Ende der Stadt bildet, beginnt die „Partyzone“. Viele Restaurants, Bars und auch Clubs säumen die Strandpromenade bis hin zum öffentlichen Strand von Portoroz, der zwar ebenfalls befestigt, aber mit Sand aufgeschüttet wurde.
Wo Touristen, da auch Einkaufsmöglichkeiten. Diese finden sich auf der Küstenstraße auf der Rückseite der Restaurants und Bars. Zum Shoppen ist Portoroz nicht wirklich geeignet, aber für einen Tag am Strand ist es perfekt.

An der Strandpromenade von Portoroz, Slowenien

Koper

Koper ist die Handelsstadt der Gegend. Hier befindet sich der einzige Hafen Sloweniens. Beim Einfahren in die Stadt wirkt es mehr als eine Großstadt mit Geschäftsgebäuden und Industrie. Je weiter es Richtung Stadtzentrum geht, desto schöner wird es.

Entlang der Promenade spielt sich der Tourismus ab. Hier befinden sich die Restaurants und Hotels der Stadt. Zwar immer noch mit italienischem Einschlag, doch anders als in Piran lässt sich hier auch wieder das ein oder andere slowenische Gericht auf der Karte finden.



Der Yachthafen von Koper, Slowenien

Am Rande der Promenade, bevor es in das Hafenviertel geht, wurde ein Freibad mit Zugang zur Adria eingerichtet. Der begrünte Strandabschnitt war sogar am Montag, als ich in der Stadt war, ziemlich voll. Die Atmosphäre war für meine Begriffe nicht gerade einladend. Wenige Meter weiter liegen die großen Frachtschiffe im Hafen und generell hatte die Aussicht eher etwas von Industriegebiet, als entspanntes Strandfeeling. Naja, den Einheimischen scheint das nichts auszumachen.

Der Strand von Koper, Slowenien

Die Altstadt ist recht klein und sehr gemütlich. Durch die Fußgängerzone geht es bis zum Platz vor der Maria Himmelfahrt Kathedrale und weiter zu einem Aussichtspunkt auf das Hafenviertel, von dem sich das Be- und Entladen der Frachter in Seelenruhe beobachten lässt.

Der Hafen von Koper, Slowenien

Etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet sich die Vina Koper**. Ein riesiges Weingut mit hervorragenden Weinen aus der Region. Das Highlight im Shop der Vina Koper** ist sicherlich die Do-it-Yourself-Weinprobe. Mit einem Ticket, dass man an der Kasse käuflich erwerben kann, können hier die verschiedenen Rot- und Weißweine aus den gekühlten Zapfanlagen getestet werden. Das klingt jetzt vielleicht abgedroschener als es ist. Die Probierecke ist ganz nett eingerichtet und man hatte alle Ruhe, um hier das Angebot des Weingutes durch zu testen. Ich fand’s witzig und tatsächlich das erste mal, dass ich eine solche Weinprobe erlebt habe.

Mein Fazit: wie auch Piran ist Koper keine Stadt, in der ich mehrere Tage Urlaub machen würde, doch für einen Besuch in der Stadt sollte man sich die Zeit auf jeden Fall nehmen, wenn man in der Gegend ist.

Was der Süden sonst noch zu bieten hat…

Nun habe ich Euch von meinem kleinen Ausflug in die drei Städte des Südens erzählt. Auch wenn ich nur drei Tage in der Gegend war, wollte ich mir eines nicht entgehen lassen…

Park Postojnska Jama

Rund 70 Kilometer von Portoroz entfernt, wischen Ljubljana und Portoroz, liegt die zweitgrößte für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhle der Welt. Das Höhlensystem, dass unter dem deutschen Namen „Adelsbeger Grotte“ bekannt ist umfasst unglaubliche 24 Kilometer, wovon gerade mal 5 Kilometer für den Tourismus geöffnet sind. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und… es hat sich gelohnt.
Irgendwie stehe ich auf Höhlen und Grotten und habe auch schon einige Unterwelten dieser Welt erkunden dürfen, aber so etwas Schönes ist mir bisher nicht untergekommen.
Ich möchte hier gar nicht zu viel erzählen, denn das war sich dort darbietet muss man selbst gesehen haben. Nur so viel kann ich sagen: es ist wunderschön…

Adresse: Postojsnka Jama, Jamska cesta 28, 6230 Slowenien
Web: http://www.postojnska-jama.eu
Kleiner Tipp: Bucht Euch ein Online Ticket vorab. Das erspart unter Umständen die Wartezeit.

Postojnska Jama (Adelsberger Grotte), Slowenien

All meine Bilder aus der Postojnska Jama findest Du in der AfiMIA Galerie

Burg Predjana

Zum Park Postojnska Jama gehört die „uneinnehmbare Burg“ Predjama, die rund 9 Kilometer vom Höhleneingang entfernt liegt. Es gibt einen Shuttle zwischen Höhle und Burg, doch wer mit dem Auto da ist, dem ist gut empfohlen, selbst zur Burg zu fahren.
Die Burg ist so einzigartig, weil sie direkt in den Felsen gebaut wurde und an das Höhlensystem anschließt. Das machte es den Burgherren der damaligen Zeit möglich, sich vor Angriffen zu schützen und falls die Bedrohung dann doch mal zu nah kam, sich in die Höhlen zurück zu ziehen. Das ausgefeilte System schien zu funktionieren.
Heute steht die Burg zur Besichtigung offen und mit einem Audio Guide erfährt man alles über die Geschichte der Burg und noch einiges mehr. Übrigens wurde hier einer der vielen Jacky Chan Filme gedreht.

Adresse: Predjama 1, 6230 Predjama, Slowenien
Die Tickets gibt es direkt an der Burg oder als Online Ticket bei http://www.postojnska-jama.eu

Burg Predjana, Slowenien

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für den wunderbaren Süden Slowenien’ wecken.
In diesem Sinne…

Adijo aus Slowenien

Erfahre mehr über Slowenien oder
entdecke meine Bilder in der AfiMIA Galerie

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