Party around the World: Beirut

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Wahrscheinlich steht Beirut bei nur wenigen Menschen auf der Liste der must-see-places. Auch ich hatte die Metropole and der Levanteküste bis vor wenigen Jahren nicht wirklich auf meinem Zettel. In der Zwischenzeit war ich nun schon einige male in Beirut und kann nur jedem, der Lust auf ein Erlebnis inklusive Party hat, empfehlen die Hauptstadt Libanon’s zu besuchen.

Beirut, eine besondere Stadt

Bevor ich näher auf das Nightlife in Beirut eingehe, hier noch einige Eckdaten, die die Stadt so besonders machen:

Libanon liegt im Norden der Arabischen Halbinsel und grenzt im Osten an Syrien. Wenn wir die Schlagworte Arabische Halbinsel und Syrien hören, gehen wir oftmals von einer islamischen, eher konservativen Gesellschaft aus. So zumindest das oft erlebte Bild, das mir begegnete. Viele, mit denen ich über Beirut gesprochen habe, waren dann sehr überrascht, dass Libanon, speziell Beirut, keine wirklich „muslimische Stadt“ ist. 

Die Bevölkerung Beirut’s, die auf rund 1,5 Mio. geschätzt wird, teilt sich ziemlich genau in 50% Christen und 50% Muslime auf. Auch beginnt hier das Wochenende nicht schon am Freitag, wie in vielen anderen arabischen Ländern, sondern so wie in Europa, erst am Samstag.

So wird Beirut auch „die geteilte Stadt“ genannt und tatsächlich könnten die Gegensätze nicht größer sein. Während die muslimische Gesellschaft ihrer Tradition nach geht, ist ein großer Teil der  restlichen Bevölkerung ein ganz besonderes Volk. Die Gesellschaft, wie ich sie kennen lernen durfte, besticht durch Geld und Schönheit. Auffällig ist, dass nahezu alle Frauen einfach nur perfekt aussehen. Nach etwas Recherche habe ich dann auch heraus gefunden, dass es sich hier oft, um nicht zu sagen immer, um keine natürliche Schönheit handelt, sondern tatsächlich die plastische Chirurgie etwas nachhilft. In der Tat habe ich eine solche Welt zuvor nicht kennen gelernt, interessant und aufregend in diese Gesellschaft rein zu schnuppern, ist es aber allemal.

Das Nightlife von Beirut

Zwar hat Beirut einige Sehenswürdigkeiten und eine tolle Atmosphäre zu bieten, aber das soll heute nicht das Thema sein. Denn was die Stadt, neben den Menschen und der Kultur vor allem auszeichnet, ist definitiv das Nightlife, was hier in Perfektion betrieben wird.

Ich durfte schon einige Orte und deren „richtigen“ lokalen Partys kennen lernen, was mir allerdings in Beirut begegnete, ist eines der Highlights meiner „Party around the world“ Tour.

Warum das so ist? Ganz einfach…
Früher war Libanon, aufgrund des Bankwesens als „die Schweiz des Nahen Osten“ bekannt. So gibt es heute noch viele sehr wohlhabende Menschen, die Ihr Geld entsprechend feiern möchten.
Beirut wiederum, trägt den Beinamen „Paris des Nahen Osten“, der durch den Bürgerkrieg und diverse Attentate in jüngster Vergangenheit sehr gelitten hat. Die Stadt ist heute auf dem besten Wege dem einstigen Beinamen wieder alle Ehre zu machen: Wohlhabende Männer scharen wunderschöne Frauen um sich, die in der Regel nicht an ihrer Freizügigkeit sparen. 

Müsste ich die Partyszene Beiruts mit einem Wort beschreiben, würde ich mich für einfach nur „wow“ entscheiden. Das fasst die Stimmung, die Umgebung, die Menschen und vor allem den Fakt, dass wir uns hier im Nahen Osten befinden, wohl am besten zusammen.

Beirut ist zwar über die ganze Woche Nachtaktiv, aber so richtig gefeiert wird von Donnerstag bis Samstag. Unter der Woche gibt es zahlreiche Rooftop Bar’s auf den Dächern über der Stadt, die alle hochmodern, mega schick und sehr stilvoll eingerichtet sind. Das Konzept ist in der Regel simpel. Unter der Woche Restaurant bis 22.00, dann kommt der DJ mit chilligem Elektro in gemäßigter Lautstärke. Am Wochenende verwandeln sich diese Restaurants und Bar’s in die belebtesten Clubs der Stadt. Wahnsinnige Lasershows, sehr gute Musik und überhaupt alles, was eine gute Party aus macht.

Top Locations

BO18

Unter den zahlreichen Locations befinden sich auch sehr einzigartige Clubs, die das Feiererlebnis zu etwas besonderem machen. So zum Beispiel das BO18. Wohl einer der aussergewöhnlichsten Clubs überhaupt. Die Top Location liegt unter der Erde und öffnet Nachts, wenn die Masse so richtig am feiern ist, das Stahldach und gibt den Blick auf den Himmel frei. Am Tag ist der Club als Parkplatz getarnt.

Music Hall

Eine der ersten Adressen Beirut’s ist die Music Hall.
Inhaber ist ein Libanese, der ein sehr cooles Konzept entwickelte, wie ich finde.
Die Music Hall ist aufgebaut wie ein Theater, sprich vorne eine große Bühne, in Stufen ansteigende Ränge mit Sitznischen und ganz oben eine Bar.
Die Sitznischen sind für bis zu acht Personen ausgelegt und es ist unumgänglich hier frühzeitig zu reservieren. Einmal reserviert sind wir mehrere hundert Euro ärmer, denn der Spaß kostet. Dafür gibt es eine Flasche Wodka und zwei Flaschen Tonic Water gratis.
Wer dieses kleine Vermögen nicht ausgeben möchte, hat die Option, sich einen Barstuhl in der obersten Reihe zu mieten. Auch wenn wir nur einen Stuhl reservieren kommen wir mit mehreren Personen rein. Ohne Reservierung, keinen Eintritt.
Die konkreten Preise habe ich nicht mehr genau im Sinn, aber ganz günstig ist dieser Spaß nicht. Allerdings bekommt man schon richtig was geboten.

Gegen 21.00 öffnen sich die Pforten der Music Hall. Wir glühen etwas vor und um 22.00 geht die Show dann los. Es treten meist lokale Künstler, die richtig gute arabische Musik im petto haben, auf und die Libanesen feiern ohne Ende. Ich habe mir sagen lassen, das man die Musik spüren muss. Tatsächlich verstehen wir, wenn wir nicht gerade arabisch sprechen, kein Wort. Allerdings ist der Beat und der Sound schon sehr mitreißend. Die Libanesen feiern in Perfektion. Jeder Stuhl, die Sofas in den Sitzecken und die Gänge werden zur Tanzfläche.

Die Show geht bis etwa 2.00 Uhr und hier ist für viele noch nicht Schluss.
Nachdem die Music Hall ihre Pforten schließt, geht es für die meisten in einem der anderen Clubs weiter. Denn ab 3.00 Uhr geht die Party in Beirut erst richtig los.

Für eine etwas andere, richtig gute Party – erste Adresse Music Hall.

Beirut – Highlight der Party around the World Tour

Fakt ist, bei all dem Exklusiven und Außergewöhnlichen, Geld ist hier kein Thema. Man(n) hat es einfach. Ein Partyabend kann gut und gerne mal mehrere hundert (auch tausend) Euro kosten, was aber nicht daran hindert, dass die Clubs am Wochenende rappelvoll sind. Hier gehen flaschenweise Champagner und hochwertige Spirituosen über die Theke, dessen Preis bei den Besuchern keine Rolle spielt. Die libanesischen Männer und Frauen feiern bis zur Ekstase und man ist von einer geballten Schönheit umgeben. Alles in Allem: Beirut als Partyerlebnis – definitiv ein Highlight der Party around the World Tour.

Viel Spaß bei Eurer Party in Beirut

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Party around the World: Bangkok

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One Night in Bangkok… Das ist das heutige Motto.
Die Jungs von Hang Over haben es vor gemacht und gezeigt, zu was Bangkok alles in der Lage ist. Ganz so heftig ist es mir nicht ergangen, aber so abwegig ist die Story wirklich nicht.

Bangkok ist eine der abgefahrenen Party Locations. Einen Hang Over hatte ich zum Glück nicht, denn sonst könnte ich Euch nicht von einer meiner verrücktesten Nächte erzählen. Auf geht’s nach Bangkok.

Bangkok – die Stadt

Thailands Hauptstadt ist die mit Abstand größte Stadt des Landes und politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Seit Jahren bewegt sich Bangkok zwischen Platz 1 und Platz 3 der meist besuchtesten Städte der Welt. Das liegt wohl daran, dass der Flughafen von Bangkok der Hauptknotenpunkt zwischen Europa und Südost-Asien ist und so ziemlich alle Backpacker die Metropole als Zwischenstopp nutzen.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von knapp 33°C, einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 79% und dem Smog der wie eine Glocke über der Stadt hängt, lässt es sich für uns Europäer ohnehin nicht lange in der Stadt aushalten.

Der kurze Aufenthalt wird oft für Sight Seeing am Tag und Party in der Nach genutzt. Für Sight Seeing sind wir heute aber nicht hier. Wir wollen die Nacht zum Tag machen.

Khaosan Road

Wo vor rund 100 Jahren noch Waren, meist ungekochter, weißer Reis verkauft wurde, wird heute gefeiert. Die „Straße des geschliffenen Reises“ ist das Ziel für Millionen Backpacker und alle Reisenden und auch Einheimische, die eine wilde Party Nacht erleben möchten. Seit den 80er Jahren hat sich die etwa 400 Meter lange Straße zu dem entwickelt was sie heute ist. Am Tag eine zwar geschäftige, aber dennoch ruhige Einkaufsstraße mit zahlreichen Hotels und Hostels, Restaurants und Bars, Straßenhändlern, Tattoo- & Massagestudios und Reisebüros. In der Tat würde man nicht vermuten, dass hier, sobald es dunkel wird, die Puppen tanzen.

Ich hatte mich bei meiner Reise nach Bangkok für ein Hotel, direkt am Rande der Khaosan Road entschieden. Wir kamen früh am Morgen an und alles ging ganz friedlich zu. Den Tag über haben wir uns mit Sight Seeing wach gehalten, um nicht in die Jetlack-Falle zu tappen. Dementsprechend müde waren wir am Abend. Abendessen, noch gemütlich etwas trinken und ab in die Falle, damit wir am nächsten Tag das Nachtleben so richtig auskosten können, dachten wir…
Gegen Mitternacht fingen die Fenster an zu vibrieren und ich hatte das Gefühl, die Meute feiert bei uns im Schlafzimmer. An Schlaf war natürlich nicht zu denken und wir haben uns einfach in das Getümmel gestürzt. Ich konnte es gar nicht fassen. Die Straße hatte sich in eine einzige Partymeile verwandelt, bis schließlich um 3 Uhr die Musik schlagartig aus ging und die Straßenhändler ihre Stände abbauten.

Das ist die Khaosan-Road. Sobald es dunkel wird, rücken die Street-Food Händler an und bauen ihre mobilen Küchen, Tische und Bänke auf und es fängt überall an, zu dampfen und zu duften. Nach und nach gesellen sich hier und da die mobilen DJ’s dazu. Ab 21.00 Uhr ist dann kein Halten mehr. Die Straße ist übersät mit internationalen Reisenden und die Party auf der Straße geht langsam los. Die Musik ist unfassbar laut und die Bars und DJ’s übertönen sich gegenseitig. Je mehr der Alkoholpegel steigt, umso mutiger werden auch die Feiernden. Hier kommen die Händler ins Spiel, die auf der Straße ihre gegrillten Insekten und Skorpione verkaufen.
Die Drinks werden nicht in Gläsern ausgeschenkt. Nein, es gibt kleine Eimerchen, gefüllt mit irgend einem Fusel, gemischt mit zuckersüßem Fruchtsaft. Spätestens hier habe ich mich nicht mehr gewundert, wie es in Bangkok zu einem Hang Over kommen kann.

Dem Trubel entfliehen und doch mitten drin. Das geht auch.
In der näheren Umgebung, eine Straße weiter, geht es etwas ruhiger zu. Kleine mobile Bars, die ihre viel zu starken Cocktails aus ihren Bauwagen-ähnlichen Fahrzeugen ausschenken. Drum herum kleine Tische und Stühle, die irgendwie an Kindermöbel erinnern. Definitiv hat die Ecke etwas besonders und viele nutzen die Bars zum Vorglühen.

Ebenfalls etwas ruhiger geht es in der Parallelstraße zur Khaosan Road zu. Hier finden sich viel Restaurants, Streetfood Stände und gemütliche Bars.
Apropos gemütliche Bar. Eines meiner Highlights war der Besuch in einer Reggae Bar, die sehr versteckt zwischen den beiden Straßen liegt und nur durch ganz enge Gassen erreichbar ist. Ein hervorragender Abschluss für eine verrückte Party-Nacht in der Khaosan Road.

Aber nicht nur in der Khaosan Road wird gefeiert…

Patpong

Das Vergnügungs-und Rotlichviertel Bangkok’s. Wo sich in der Khaosan Road alles um Feiern, Trinken und Party dreht, finden sich hier die berühmt berüchtigten Ping Pong Bars und Rotlichtclubs der Stadt. Tatsächlich spielt sich hier nicht sehr viel auf der Straße ab. Lediglich die Damen locken ihre männlichen (und auch weiblichen) Besucher in die Bars, aber oft ist hier nicht alles, wie es scheint. Stichwort Lady Boys.

Neben den Rotlichtclubs finden sich in Patpong die besten Restaurants der Stadt, sowie zahlreiche Live-Band-Clubs und die, bei einheimischen beliebte Diskothek Lucifer** Abgerundet wird das Ganze mit dem Night Market.

Ich hoffe, ich konnte Euch von One Night in Bangkok überzeugen und wünsche Euch eine mindestens genau so verrückte Nacht, wie ich sie erleben durfte.

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The Frame Dubai – zwischen Kultur und Moderne

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Im April habe ich mal wieder ein paar Tage in Dubai verbracht. Ich weiß gar nicht genau, wie viele male ich schon in der Stadt war, aber die Seite, die ich bei meinem letzten Besuch kennen lernen durfte, war mal wieder etwas Einzigartiges.

In meinem Artikel Dubai – wie alles Begann habe ich bereits von der sehr jungen Geschichte des Emirats am persischen Golf berichtet. Gerade mal 60 Jahre ist es her, dass hier noch keine Wolkenkratzer in den Himmel ragten und die Einwohner sich unter anderem mit der Perlenfischerei ihr Geld verdienten.
Im Dubai Museum, das ich vor einigen Jahren bereits kennen gelernt habe, wurde dieser Teil der Kultur schon recht ansehnlich dargestellt. Nachdem nun aber der Dubai Frame seine Pforten öffnete, wollte ich noch mehr über die Kultur und die Zukunft Dubai’s erfahren.

The Frame Dubai**

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Außenfassade des Frame Dubai**

2013 wurde der Grundstein des Dubai Frame** gelegt. Tatsächlich wunderte ich mich damals schon sehr, dass hier so viel Platz für ein Gebäude in Form eines Rahmen verwendet wird. Damals wusste ich noch nicht, was hier entstehen wird. Um so schöner finde ich die Idee heute.

Am 1. Januar 2018 wurde „The Frame Dubai“** eröffnet und ich habe die Gelegenheit direkt genutzt, mir das Bauwerk, dessen Mantel wohl aus echtem Gold sein soll, mal von innen an zu sehen.

The Frame ist ein überdimensionaler Rahmen, bestehend aus einem Basisgebäude, zwei 150 Meter hohen Türmen und einer 93 Meter langen Brücke. Der „Bilderrahmen“, der genau zwischen Alt- und Neustadt liegt, ist definitiv ein Bauwerk, dass nicht nur wunderschön aussieht, sondern auch noch einen tollen Sinn ergibt. Im Grunde schaut man durch den Bilderrahmen in der einen Richtung in die kulturelle Altstadt und betrachtet man den Rahmen von der anderen Richtung, schaut man in die hochmoderne Neustadt.

Ebenso schön ist das, was sich im Inneren verbirgt. Man geht von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Ich möchte nicht zu viel aus der Zukunft verraten, dass sollt ihr schließlich selbst im Frame entdecken, aber Leute Leute, was hier geplant wird, ist einfach nur unglaublich und das verrückte daran: wenn es jemand verwirklicht, dann Dubai. Schaut’s Euch am Besten selbst mal an. Ich möchte mich heute nämlich mit der Vergangenheit und der Gegenwart beschäftigen.

Nach der recht eindrucksvollen Darstellung der Vergangenheit im ersten Teil des Frame fährt man mit dem Aufzug auf 150 Meter nach oben. Auf der Brücke, die teilweise mit Milchglas ausgelegt ist, dass bei Belastung durchsichtig wird, hat man auf der einen Seite den Blick in die Altstadt und auf der anderen Seite blickt man Richtung Neustadt. Der Unterschied könnte größer nicht sein.

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Blick aus dem Frame in die Altstadt Dubai’s

Die Altstadt ist geprägt von kleinen, maximal fünf-stöckigen Sandstein-Häusern, alles ton in ton, in einem sandigen beige und die Jahre, die dieser Stadtteil ohne Renovierung auf dem Buckel hat, ist den Häusern deutlich anzusehen. Von dem Gewusel und dem Trubel, der hier herrscht, ist von oben nur wenig zu sehen, dazu aber später mehr.

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Blick aus dem Frame in die Neustadt Dubai’s

Blickt man nun auf die andere Seite reiht sich ein Wolkenkratzer neben dem anderen und sämtliche Namen der großen Luxus-Hotels sind von der Ferne zu erkennen. Bedenkt man, dass hier vor 60 Jahren noch fast Nichts war, wird der Anblick noch um einiges beeindruckender. Nicht umsonst habe ich in Dubai als den größten Vergnügungspark der Welt beschrieben.

Ich finde es tatsächlich ganz wunderbar, wie der Architekt es geschafft hat, die Kultur und die Moderne der Stadt zu vereinen. Die Location des Frame könnte nicht besser gewählt sein.

Von der Aussicht aus dem Frame bekommt man Lust, die Altstadt etwas näher kennen zu lernen. Was von oben ganz gut zu erkennen ist, ist der Fake Market, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. In diesem Markt, werden all die Marken, die es in der Dubai Mall für teures Geld im Original gibt, zu einem Schnäppchen-Preis, natürlich als Plagiat angeboten. Es finden regelmäßig Razzien statt, bei denen der Markt geräumt wird, um wenig später in vollem Umfang wieder zu eröffnen. Ich würde natürlich jedem davon abraten, sich hier mir Plagiaten einzudecken.
Den Rest der Altstadt sollte man sich eher aus der Nähe ansehen. Auf geht’s…

Bur Dubai & Dubai Creek

Nachdem es mit dem Aufzug von der Gegenwart wieder Abwärts in die Zukunft geht, wird man von den eindrucksvollsten Visionen überwältigt. Wie gesagt, ich möchte hier nicht zu viel verraten. Mein Trip geht weiter zum Dubai Creek, in die Altstadt Bur Dubai und den Stadtteil Deira.

Am Dubai Creek, ein Arm des persischen Golf, der über die Jahre immer weiter verlängert und vergrößert wurde, liegt die Altstadt Dubai’s. Bur Dubai. Hier ist von dem Öl-Boom und den Wolkenkratzern, dem High-Society Leben und dem unbegrenzten Shopping-Möglichkeiten nichts zu spüren. Das Highlight am Dubai Creek ist der Old Souk – der alte Markt – auf dem neben den arabischen Gewürzen und traditionellen Gewändern, Kleidern, und anderen Accessoires natürlich auch ein ganzer Schwung Kultur zu finden ist. Selbst wenn man ohne Kaufabsichten hier her kommt, lohnt es sich den Souk etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und sich mit der Kultur zu beschäftigen. 

Am Hafen des Dubai Creek liegen und fahren heute noch die Abra’s, die Wassertaxi’s die Bur Dubai mit der anderen Seite Deira verbinden,  sowie die größeren Dhow’s, die heute noch als Transportschiffe zwischen der arabischen Halbinsel und Indien verkehren. Das ist den Dhow’s nicht wirklich zuzutrauen, wenn man sie im Hafen liegen sieht, ist aber tatsächlich so.

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Dubai Creek (Hafen)

Ebenfalls am Dubai Creek liegt die alte Festung Al Fahidi Fort, in dem das Dubai Museum unter gebracht ist. Auch wenn man damit im Frame schon in Berührung gekommen ist, ein Blick in das Museum lohnt sich sehr. Es gibt noch mehr Relikte aus früheren Tagen im Original und einen weiteren Einblick in die Kultur der Stadt.

Al Fahidi District

Nur wenige Minuten vom Al Fahidi Fort entfernt, geht es zum Al Fahidi District, der tatsächlich älteste Stadtteil Dubai’s. Der District wurde Ende des 19. Jahrhunderts von wohlhabenden Textil- und Perlenhändlern gegründet. Hier pulsierte das Leben und Esel und Kamel wanderten neben den arabischen Einheimischen durch die engen Gassen.
Der Sheikh wollte das Viertel ursprünglich abreisen und als Baufläche freigeben, bis sich das englische Königshaus einsetzte, das letzte bisschen Kultur zu erhalten. So wurde aus dem Al Fahidi District, der heute unbewohnt ist, ein Touristendorf, mit zahlreichen kleinen Cafe’s und Souvenir-Lädchen. Davon sollte man sich aber bitte nicht abschrecken lassen, denn was man hier tatsächlich findet ist eine wunderbare Idee der Geschichte. Die Grundmauern wurden zu einem sehr großen Teil erhalten und die Häuser renoviert. Auch die kleinen, verwinkelten Gässchen und Windtürme findet man heute noch so, wie vor über hundert Jahren. Das spannende an der Sache ist, dass man, sobald man durch die Eingangsmauern geht, wie in eine andere Welt abtaucht. „Draußen“ hektischer Trubel und das pulsieren Altstadtleben Dubai’s und „Drinnen“ eine Oase der Ruhe. Man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, gemütlich durch die Gassen zu schlendern und den ein oder anderen Blick in die Schaufenster zu werfen. Zahlreiche Künstler haben sich hier angesiedelt, die ganz besondere Stücke zum Verkauf anbieten. In dem Kaffee-Museum, was etwas versteckt in eine der hinteren Gassen liegt, bekommt man eine schöne Idee der arabischen Kaffee-Kultur. Tasting inklusive. Auch hier gibt es wechselnde Ausstellungen von lokalen, jungen Künstlern, mit teilweise sehr beeindruckenden Werken.

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Al Fahidi District, Dubai

Deira

Nach einem anstrengenden und sehr eindrucksvollen Tag, geht es nach Deira, in dem meine Unterkunft liegt. Sicher bekommt man Richtung Downtown oder am Jumeirah Beach deutlich luxuriösere Unterkünfte und eine moderne Umgebung, dennoch sollte man zumindest einen Blick in diesen Stadtteil werfen. 

Während ich diese Zeilen geschrieben habe, saß ich gerade auf der Terrasse des verhältnismäßig kleinen Hotels und lauschte den Gesängen, der nahe gelegenen Moschee, in der gerade das Abendgebet begann. Genau diese Atmosphäre macht Deia aus.

Die Architektur Deira’s ist nicht mit Downtown, oder den neuen Stadtteilen zu vergleichen. Belegen kann ich das natürlich nicht, aber ich würde behaupten, dass hier nur sehr wenige bis gar kein Gebäude mehr als 20 Stockwerke haben. Hört sich erst mal viel an, betrachtet man allerdings den Burj Khalifa mit seinen 163 Etagen, sind die Gebäude in Deira eher kleinwüchsig. Auch ist die Architektur in dem Stadtteil ist in recht schlichtem, arabischen Stil gehalten. Sehr viel Sandstein und verhältnismäßig wenig Glas. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber das sind dann tatsächlich die 5 Sterne Hotels, die sich erst später hier angesiedelt haben.

Sicher werdet ihr den Clocktower, das Wahrzeichen Deira’s und des früheren Dubai, wieder erkennen, den es im Frame bereits im Video der Vergangenheit zu sehen gab. Kurz nach dem Clocktower befindet sich dann die Moschee, die zum Abendgebet hunderte von Arabern anlockt. Für Besucher ist die Moschee allerdings geschlossen.

Auf der gleichen Straße befindet sich auch die erste Mall der Stadt. Die Deira Mall. Wer sich bereits mit der Dubai Mall oder auch mit der etwas kleineren Mall of the Emirates vertraut gemacht hat, wird eher lächeln. Dennoch würde ich einen kleinen Abstecher empfehlen, denn hier pulsiert das Leben. Offen gestanden, arabische Einheimische findet man hier eher weniger. Mehr ist es das Arbeitervolk, dass in die Deira Mall zum Shoppen kommt. Keine teueren Marken wie Gucci, Versace und Co., dafür bodenständige, erschwingliche Produkte für das „Arbeitervolk“.

Genau diese Menschen sind es auch, die den Stadtteil Deira bevölkern. Zwar findet man hier sehr viele traditionell arabische Ladengeschäfte, aber das hier ansässige Volk sind zu meist Zuwanderer aus Indien, Pakistan, Sri Lanka und Co.
Deira ist auch bekannt für die vielen Dry Hotels und Restaurants, sprich es wird kein Alkohol in den Bars und Restaurants ausgeschenkt. Einige Ausnahmen gibt es natürlich. Ein gutes Beispiel dafür ist das Hofbräuhaus im JW Marriott Hotel. Ja, richtig gelesen… Hofbräuhaus. Ich war bisher zwei mal dort und obwohl im Islam der Alkohol verboten ist, geht hier jede Menge Bier an offensichtliche Araber über den Tisch. Dass die Herren nicht sehr viel vertragen, ist ebenso offensichtlich, denn beide Male habe ich im Hofbräuhaus Eklats zwischen betrunkenen Arabern im Kandura (dem traditionell arabischen Gewand der Herren) erlebt.

Selbst wenn man sich für ein Hotel am Jumeirah Beach oder in Downtown entscheidet, den ersten Eindruck, den man von Dubai bekommt, wenn man über den Internationalen Flughafen einreist, ist in der Tat nicht der, der sich in Downtown und den neueren Stadtteilen bewahrheitet. 

Der Dubai International Airport liegt am Rande von Deira und im Frame hat man sehen können, wie sich der Flughafen in den letzten Jahren zu einem der größten der Welt entwickelte.

Reist man am Tag an, wird man hier auf ein geschäftiges Gewusel treffen. Zahlreiche Menschen sind auf der Straße unterwegs, oft mit einem Schirm, zum Schutz vor der Sonne und der Verkehr ist wohl niergens in der Stadt so heftig, wie in Deira. Während die  Sheikh Zayed Road unglaubliche 6 Spuren in jede Richtung hat, sind die Straßen in Deira maximal dreispurig. Zurecht stellen sich hier Taxi-Fahrer die Frage, wie das wohl funktionieren soll, wenn hier die Expo 2020 stattfindet. Zwangsläufig muss man vom Flughafen durch Deira, um in die Stadt zu gelangen.

Reist man am Abend, bzw. in der Nacht an, wird man von blinkenden Leuchtreklamen an jeder Ecke empfangen. Ganz nach dem Motto „viel hilft viel“, werben die meist traditionell arabischen Geschäfte hier mit vielen leuchtenden Farben. Ist man auf der Suche nach Möbeln im arabischen Stil, oder auch pompösen Brautmoden und Abendkleidern, ist man hier genau richtig.

Es ist spannend mal eine andere Seite von Dubai kennen zu lernen, die man sonst im TV präsentiert bekommt und ich hoffe, ich konnte dazu inspirieren nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten in Downton und den neuen Stadtteilen zu besuchen, sondern auch mal einen Blick in die Kultur der Stadt zu werfen und Bur Dubai, den Dubai Creek und Deira kennen zu lernen. 

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Viel Spaß bei Deinem nächsten
Trip zwischen Kultur und Moderne
in Dubai.

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Party around the World: DUBAI

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Ich hatte in meinem Artikel Dubai – der größte Vergnügungspark der Welt schon mal über das grenzenlose Dubai berichtet. In Punkto Party und Nightlife steht das arabische Emirat am persischen Golf, den Metropolen der Welt in nichts nach.

Die Stadt ist durchaus von der arabischen Gesellschaft und der islamischen Tradition geprägt. Sehr viele Urlauber aus den benachbarten Ländern kommen in die Metropole, um hier Urlaub zu machen und so kommt es, dass sich viele Hotels auf ihre muslimischen Gäste eingestellt haben. Das bedeutet, in vielen, so genannten „Dry Hotels“ gibt es keine Bar und schon gar kein Alkohol.
Möchte man am Abend an der Hotelbar vorglühen, sollte man bei der Buchung unbedingt darauf achten, kein Dry Hotel zu buchen.
Meine persönliche Empfehlung, das Rotana Towers Hotel in der Sheik Sayed Road*. Im Untergeschoss des Hotels ist die Long Bar** untergebracht. Wie der Name schon sagt, gibt es hier die längste Theke Dubai’s. Das Ambiente ist ganz nett und zum vorglühen optimal.

Sollte man dennoch ein solches Dry Hotel erwischt haben, ist das kein Problem. Dubai bietet unzählige Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen und Dank des einigermaßen gut ausgebauten Metronetz und den günstigen Taxi’s, die es zu genüge gibt, kommt man ganz einfach und kostengünstig von A nach B.

Das Wochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten beginnt bereits am Donnerstag Abend. Freitag und Samstag sind Ruhetage, zumindest für diejenigen, die nicht in der Gastronomie arbeiten. Am Sonntag wird die Arbeit dann wieder aufgenommen. Demnach ist die belebteste Partynacht von Donnerstag auf Freitag. Aber eigentlich schläft die Stadt nie so richtig und auch unter der Woche gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen.

So viel zu den Rahmenbedingungen. Was also kann man erwarten, wenn man einen Partytrip nach Dubai bucht?!
Eigentlich alles. Die Partyszene bietet eine unglaubliche Vielfalt und den Möglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass der Spaß nicht ganz günstig ist und ohne Reservierung, zumindest am Wochenende, wird man oft schlechte Karten haben. In der Regel findet die Party in exklusiven Bar’s und Clubs statt, die gerne auch mit einem Restaurant verbunden sind. Legere Alternativen, für den kleineren Geldbeutel, gibt es aber durchaus auch.

Dann lassen wir es mal krachen…

Strandparty am Jumeirah Beach

Eine legere Strandparty mit DJ und eher bodenständigen Ambiente, bekommt man am Jumeirah Beach. Natürlich ist auch hier die Exklusivität, die man überall in Dubai spürt, sehr präsent, allerdings im Vergleich zu den üblichen Locations, geht es hier eher lässig zu. Der DJ spielt elektronische Musik und das Publikum meist junge Europäer und die „Arbeiterklasse“, sprich all die Experts, die in Duabi leben. Traditionelle Araber wird man hier eher weniger bis gar nicht finden. Der Alkohol fließt in Strömen und die Party geht bis 2.00 Uhr. Danach ist Aufräumstimmung angesagt.

Oktoberfest in der Wüste

Das skurrilste sind die diversen Fake Events, die das ganze Jahr über, immer mal wieder statt finden. Eines der erfolgreichsten Events ist das Oktoberfest. Es wird tatsächlich die Band vom Münchner Oktoberfest eingeflogen und auf „ein Prosit der Gemütlichkeit“ gefeiert. Die Deko, lange nicht so aufwendig, aber schon sehr an den Münchner Festzelten orientiert. Der Dresscode, natürlich Dirndl und Lederhosen. Das Bier, standesgemäß aus dem Maßkrug. Beim Essen allerdings werden Abstriche gemacht. Das Händl ist noch am Start, aber bei einer Schweinshaxe hört der Spaß dann auf. Das ist auch okay so. Definitiv ist das Oktoberfest in der Wüste mal ein etwas anderes Erlebnis.

Neben dem Oktoberfest, daß standesgemäß von Mitte September bis Mitte Oktober statt findet, gibt es auch unterjährig zahlreiche Locations, die sich an der Bayrischen Hochkultur orientieren. Im  JW Marriott Hotel im Stadtteil Deira gibt es das, vom Hofbräuhaus München zertifizierte, Hofbräuhaus Dubai. Kann man mal hin gehen, muss man aber nicht. Man sollte die Kirche doch irgendwie im Dorf lassen.

Viel authentischer geht es in der nächsten Alternative zu.

Shisha Bars

Vor allem am Jumeirah Beach und rund um den Souk Madinat gibt es zahlreiche Shisha Bars. Das ist schon eher das Dubai, dass man erwartet. Ganz ohne Dirndl und Lederhosen.
Hier geht es eher etwas gemütlicher zu. Dennoch werden die Locations gerne zum Feiern genutzt. Am Wochenende muss man hier durchaus reservieren, um einen Platz zu ergattern, denn die Bars sind sehr beliebt bei der einheimischen Gesellschaft. Neben den jungen Arabern tummeln sich hier ausländische Gäste und in Dubai lebende Europäer. Was aber vor allem auffällt, sind die mega gestylten Frauen. Auf den ersten Blick eher etwas befremdlich für das Ambiente, erinnert man sich aber daran, dass man in Dubai ist, passt es wiederum.
Getanzt wird in den Shia Bars eher weniger. Bei chilliger Lounge-Musik gibt es leckere Cocktails und natürlich eine Shisha mit den verschiedensten Geschmacksrichtungen.

Nun lassen wir es richtig krachen…

Dubai’s Clubszene

Dubai wäre nicht Dubai, wenn es nicht eine anständige Clubszene gäbe.
Konservativ und langweilig ist hier Fehlanzeige. Ganz im Gegenteil. Die Clubs Dubai’s sind High Society pur. Der Eintritt und die Getränkepreise stehen für meine Begriffe in keinem Verhältnis. Die Locations sind schon sehr exklusiv und auf die Ohren gibt es feinstes House und Electro. Der Dresscode sollte wohl gewählt sein. Gerade die Damen sind extrem gestylt, ganz nach dem Motto: weniger ist mehr.

Entscheidet man sich für einen Clubabend in Dubai, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, und das nicht nur am Wochenende. Generell sind sich die Clubs vom Ambiente und der Musik sehr ähnlich. Der Unterschied macht die Aussicht. Somit ist das 360° im Jumeirah Beach Hotel eine der Top Locations. Aber auch in Downtown und entlang der Sheik Zayed Road gibt es einige beachtenswerte Alternativen. Ich persönlich mag es eher etwas leger und nicht so dekadent, wie es teilweise in den Clubs abgeht, dennoch muss ich zugeben, dass mich der ein oder andere Besuch durchaus fasziniert hat.
Gegen 3.00 Uhr in der Nacht ist in den meisten Locations Schicht und die Stadt wird ruhiger. Im Morgenland gibt es also keine Party bis zum Morgengrauen, ein Erlebnis ist es dennoch.

Mit der Vielfalt und der Exklusivität ist es Dubai mehr als wert, einen Platz in der „Party around the World“ Tour zu widmen.

Enjoy & Rock Dubai…

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Dubai – der größte Vergnügungspark der Welt

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Zugegeben, der offiziell größte Vergnügungspark ist Dubai natürlich nicht. Diesen Titel hält aktuell das World Disney World Resort in Orlando mit 15.000 Hektar inne.
Aber… laut einer Wikipedia Definition passt die Stadt Dubai irgendwie doch wieder:

Auf einem größeren Gelände – check
Denn Dubai Stadt hat eine Fläche von 4.114 km2

mehrere Attraktionen, – check
das höchste Gebäude der Welt, die größte Shopping Mail der Welt, das größte Aquarium der Welt und bald wird es auch das größte Riesenrad der Welt geben. Und das sind nur einige der Attraktionen, aber dazu später mehr.

Fahrgeschäfte, – check
möchte man die Drohnentaxis, die gerade in der Testphase sind als Fahrgeschäft bezeichnen, okay. Ansonsten gibt es noch die „gewöhnlichen“ Fahrgeschäfte, wie Achterbahn, Wasserrutsche und so weiter in den Dubai Parks. Der neuste Clue sind die Zip Lines, über die man die Dubai Marina überqueren kann.

und Shows, Ausstellungen und Museen – check
all das gibt es quer über die Stadt verteilt in den unterschiedlichsten Varianten.

vereinigt oder eine Parkanlage mit erweiterten Möglichkeiten – check
verrückt aber, wahr. Eine Parkanlage mitten in der Wüste mit saftigen Palmen und grünen Wiesen, wie der der Dubai Zoo oder die kleinen öffentlichen Parks mitten in der Stadt.

zur Freizeitgestaltung und Erholung – check
Keine Frage kann man sich die Freizeit über mehrere Tage (sogar Wochen) gestalten, ob das allerdings Erholung ist?! Aber auch zur Erholung gibt es eine Lösung. Natürlich.
Der Jumeirah Beach, die Wüste oder eines der zahlreichen Luxushotels geben hierzu eine Möglichkeit.

Das ist bestimmt eine interessante Betrachtung und eventuell werden sich einige fragen, wie ich darauf komme, Dubai mit einem Vergnügungspark zu vergleichen. Ganz einfach…

Wie in meinem ersten Blog Dubai – wie alles Begann beschrieben, war ich fasziniert als ich das erste mal Dubai kam. Alles war einfach nur groß und hoch und irgendwie auch zu viel. Wenn man sich dann bewusst macht, dass an der gleichen Stelle vor 60 Jahren noch Wüste war, ist das umso beeindruckender. Mit der Zeit durfte ich einige der “Attraktionen” kennen lernen und mehr und mehr wurde mir klar, dass hier nichts wirklich “echt” ist, sondern, wie auch in einem Vergnügungspark, künstlich erschaffen, um die Besucher zu faszinieren und in eine andere Welt zu katapultieren. Das ist zweifelsfrei gelungen.

Ein paar der schrägsten, aber zugleich faszinierendsten Attraktionen möchte ich hier gerne vorstellen:

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Burj Khalifa in Dubai

Allen voran der Burj Khalifa**
Dem höchsten Wolkenkratzer der Welt liegt die Dubai Mall und die Fontäne zu Füßen. Ein beeindruckendes Schauspiel bietet der “ lange dünne” besonders am Abend, denn da glitzert und funkelt der Turm und ein buntes Lichtermeer in tollen Mustern erleuchtet die Nacht. Das Gebäude ist mit seiner Spitze 829,8 Meter hoch. Die höchste begehbare Ebene liegt bei 638m. In den unteren 36 Etagen ist das weltweit erste Armani Hotel untergebracht. Das Hotel ist eine Attraktion für sich. Relativ düster, aber in einem atemberaubenden Design. Die Wände mit Seide bezogen und die Einrichtung von einem unvergleichlichem Design.

Ansonsten ist das Gebäude, oberhalb des Armani Hotels** mit Büros und Suiten ausgestattet. Auf der 124. Ebene “at the Top” befindet sich die untere Aussichtsplattform für Besucher.Mit dem Aufzug wird man in 55 Sekunden nach oben katapultiert. Eine weitere Aussichtsplattform “at the Top / Sky” gibt es auf der Ebene 148 in 555,7 Metern Höhe.

Nach nun einigen malen, die ich nun schon in Dubai war, habe auch ich es endlich geschafft, ganz nach oben zu kommen. Bisher war mit der Eintrittspreis von 120 Euro einfach zu teuer, aber nun bat sich eine gute Gelegenheit. Mein Fazit: Touriattracktion pur, doch dennoch ist es faszinieren von so hoch oben über die Stadt zu blicken.

Die Dubai Mall und das Aquarium**
Die weltgrößte Shoppingmeile bietet nicht nur die teuersten und edelsten Shops, sondern beherbergt auch das größte Aquarium der Welt. Das Acrylglas Becken, das aktuell den Guiness Weltrekord, aufgrund der größten Acrylglac Scheibe inne hält, wird mit Meerwasser aus dem Persischen Golf gespeist und beherbergt über 30.000 Seetiere und Fische. Das Highlight sind wohl die Haie, die einem im Tunnel über dem Kopf umher schwimmen.

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Das Aquarium in der Dubai Mall
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Der Burj Al Arab in Dubai

Der Burj al Arab**
Der “kleine dicke” ist das Wahrzeichen Dubai’s. Das architektonische Wunderwerk ist im Grunde ein Hotel. Die Suiten erstrecken sich über zwei Stockwerke und sind rund 120m2 groß. Hauptattraktion des Hotels ist die Hubschrauberplattform, die schon von einigen Spitzensportlern beworben wurde. Zum Beispiel schlug Boris Becker schon einen Tennisball oder Tiger Woods nutze die Fläche zum Golfabschlag.






Der Souk Madinat Jumeirah
Neben den vielen kleinen Märkten bietet der Souk Madinat zahlreiche Vergütungsmöglichkeiten. In dem Areal sind Hotels, Bars, Restaurants und natürlich ein Markt untergebracht. Die Umgebung wurde mit künstlich angelegten Wasserwegen verschönert und die Abras (die kleinen Wassertaxis) bringen Besucher von A nach B. Auch das erste Theater in Dubai hat hier seinen Platz gefunden. Im größten Konferenzzentrum der Region wird hier jährlich die Dubaier Variante des Wiener Opernballs zelebriert.

Die Skihalle Ski Dubai”**
Wohl eine der verrücktesten Einrichtungen.
Mitten in der Wüsten, im Sommer um die 50 °C Ski fahren. Genau das meinte ich mit “nicht wirklich echt”. Dennoch scheinen vor allem die Einheimischen das Angebot zu nutzen.

Die Museen Dubai’s, allen voran das Dubai Museum**
Im ältesten Gebäude der Stadt, im Al Tahiti Fort, untergebracht, bringt es den Besuchern die Entstehung Dubai’s sehr anschaulich näher. Ein Muss, denn nur hier bekommt man einen Eindruck, wie die Stadt vor 60 Jahren aussah.

Dubai Creek

Die Ursprungsregion. Hier begann alles mit einer kleinen Siedlung von Perlenfischern und später dem Hafen. Heute Anlegestelle der Dhow’s, den Booten, auf denen man gut einen Abend verbringen kann. Mit Speis und Trank, sowie einer Show von Bauchtänzerinnen und Tänzern wird hier für das leibliche Wohl gesorgt.

Dubai Creek

Eines der Highlights, wie ich finde, ist eine Bar, die runde Luftkissenboote mit integriertem Grill anbieten. Grillen auf dem Dubai Creek. Eine nette, aussergewöhnliche Art zu speisen.

Der Dubia Creek spielt auch in meinem Artikel The Frame Dubai – Zwischen Kultur und Moderne ein Rolle. Übrigens eine weitere Attraktion, die man nicht verpassen sollte.

The Palm & The World
Beides künstlich angelegte Inseln in Form einer Palme und der Welt, wie die Namen schon verraten. Das absolute Highlight am Ende der Palme ist mit Abstand das Hotel Atlantis. Ein wahnsinniges Hotel ganz im Stile der versunkenen Stadt.
The World hat sich offensichtlich nicht sehr durch gesetzt. Es hiess wohl, dass sich hier einige Celebrities eine Domizil zu eigen gemacht haben, aber das war wohl nur eine groß angelegte Marketing Aktion.

Das Nightlife
Dubai ist nach wie vor eine arabische Stadt, auch wenn man das aufgrund des multikulturellen Alltags nicht unbedingt ständig präsent hat. Das bedeutet, dass Alkohol eigentlich ein Tabu ist. Aber weit gefehlt. Das Nightlife ist der Wahnsinn und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Von Strandparties mit DJ, über die Music Hall mit lokalen Künstlern, über coole kleine Roof-Top Bars, über Biergärten und Brauhäuser, über lässige Bars bis hin zu Events, wie das Oktoberfest ist dem Nachtleben keine Grenzen gesetzt.
Das Wochenende beginnt Donnerstag Abend. Das ist vor allem die Nacht, in der Dubai nicht schläft. Der Samstag ist nur für einige ein Arbeitstag und der Sonntag ein regulärer Werktag.
Nicht zu unterschätzen, ist auch das massive Restaurant Angebot. Meist in Hotels und Resorts untergebracht, gibt es in Dubai nichts, was es nicht gibt. Um nur ein Highlight zu nennen: das 360°. Ein Restaurant auf der obersten Ebene des Hyatt Hotels**, dass sich dreht und man so während dem Essen einen Blick über die ganze Stadt bekommt, ohne dass man sich von seinem Tisch bewegen muss.

Die Hotellandschaft
Man sollte meinen, dass Hotels nur einen Zweck erfüllen. Gäste beherbergen. Anders in Dubai. Neben den bereits genannten, wie den Burj al Arab**, das Armani** oder das Atlantis** haben sich noch einige nennenswerte Hotels angesiedelt, die wohl in ihrer Erscheinung einzigartig sind. Dubai ist das Paradies für kreative Architekten und so findet man Gebäude, die einfach nur abgefahren sind.
Das ganze Angebot gibt es unter booking.com* zu entdecken. Hier konnte ich ab und an ganz gute Schnäppchen finden.

Last but not least: die Wüste
Nicht weit ausserhalb der Stadt findet man noch den ursprünglichen Zustand des Landes. Weite Wüstenlandschaften, mit goldbraunem Sand und vereinzelt vertrockneten Pflanzen. Ein cooles Erlebnis ist sicherlich eine Wüstensafari, bei der man im Landrover durch die Dünen jagt.

Sollte jetzt der Eindruck entstanden sein, dass ich hier nur touristische Ziele aufgeführt habe, weit gefehlt, denn all diese Orte werden auch von der einheimischen Upperclass besucht. Für die vollkommende Zufriedenheit sorgen die zahlreichen Asiaten und Afrikaner, die alles tun, dass sich die Gäste wohl fühlen und tatsächlich fühlt man sich während des Aufenthalts in Dubai, wie in einem Vergnügungspark, in dem es eine Attraktion nach der anderen zu entdecken gibt.

Also, Viel Spass in Dubai…

Erfahre mehr über die Vereinigten Arabischen Emirate oder
entdecke meine Bilder in der AfiMIA Galerie

Dubai – wie alles Begann

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Heut zu Tage ist Dubai eine der meist besuchtesten Städte weltweit, aber das war nicht immer so. Das Emirat, dass einst von der Perlenfischerei lebte und aus Wüste und kleinen Siedlungen bestand ist seit dem ersten Ölfund 1966 und dem damit beginnenden Bauboom zu einer Mischung aus Faszination und Unwirklichkeit herangewachsen. Leider habe ich die Anfänge nicht live mit erlebt, konnte allerdings in den letzten 5 Jahren während meinen zahlreichen Trips sehr viel über die junge Geschichte und das Leben in Dubai kennen lernen.

Ich kann mich gut an meine erste Reise nach Dubai erinnern. Schon bei der Ankunft am Dubai International Airport stellte sich bei mir eine gewisse Faszination ein. Einfach nur groß, mächtig, prunkvoll, modern und traditionell zugleich. Diese Faszination verstärkte sich zunehmend auf dem Weg vom Flughafen im Stadtteil Deira, über die Sheikh Zayed Road, bis hin um Jumeirah Beach. Ein Wolkenkratzer nach dem anderen und alles leuchtete und funkelte. Dazu die Hitze und Trockenheit der Wüste. Heute, nach 5 Jahren hat sich meine Sicht auf Dubai deutlich relativiert. Meine Erfahrungen, sowie ein bisschen “Geschichtsunterricht” möchte ich mit diesem Blog gerne teilen.

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Blick auf die Dubai Fontäne und Dubai Downtown

Wie alles Begann…

An der Mündung des Dubai Creek – eine 14 km lange Bucht des persischen Golf – existierte schon lange eine kleine Siedlung von Perlentauchern und Fischern, die damals in Beduinenzelten und kleinen Hütten lebten. Mit Entwicklung des Hafens in den 20er Jahren wurde die Region immer attraktiver und Handel- und Seeleute gesellten sich dazu. In den 30er Jahren brach die Perlenfischerei zusammen, konnte aber durch den wachsenden Handelshafen gut kompensiert werden. Der wohl entschiedenste Meilenstein in der Geschichte war der erste Ölfund 1966. Die Vereinigten Arabischen Emirate, wie es heute heisst, gibt es in dieser Form erst seit den 70er Jahren. Damals wie heute unter der Führung des Emirats Abu Dhabi. Wobei die Herrscherfamilie Dubai’s “Al Maktum” traditionell den Premierminister, den Finanz- und Industrieminister, sowie den Verteidigungsminister stellt. Neben der steigenden Ölindustrie, sorgte die sehr liberale Wirtschaftspolitik (man könnte es auch Steueroase nennen) für den Bauboom und liess in Deira und Bur-Dubai das Spektakel beginnen. Den Anfang machte 1979 das World Trade Center, das damals mit seinen 184 Metern das höchste Gebäude der arabischen Welt war. Im Laufe der 90er Jahre – laut dem Emiratis die goldene Zeit – entstand in der Sheikh Zayed Road ein Wolkenkratzer neben dem nächsten und schliesslich wurde 1999 das Burj al Arab, das weltweit erste Sieben Sterne Hotel und heutige Wahrzeichen Dubai’s eingeweiht.

In den vergangenen 20 Jahren gingen die Einnahmen aus der Ölindustrie immer mehr zurück. So liess die Herrscherfamilie Al Maktum in den frühen 2000ern rund um den Burj al Arab das Luxusresort Madinat Jumeirah entstehen, das den Tourismus ankurbeln und die Verluste aus der Ölindustrie kompensieren sollte. Wie man heute sehr eindrucksvoll erkennen kann, ging dieser Plan auf.

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Der Burj Khalifa in Dubai

Schliesslich wurde 2010 das aktuell höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa eingeweiht.

Der Bauboom ist ungebremst, allerdings scheinen die goldenen Zeiten sich gewandelt zu haben. Die einstige Steueroase gibt es in dieser Form nicht mehr und generell scheint Dubai langsam erwachsen zu werden.

Die Arbeiterklasse

Der rasante Wachstum zog im Laufe der Jahre mehrere zehntausend “Glücksuchende” pro Jahr nach Dubai, so dass Emigranten aus aller Welt heute 85% der Bevölkerung ausmachen. Meist kommen die Arbeiter aus Indien, Pakistan und Bangladesh, sowie aus Südasien und Afrika und lassen nicht selten ihre Familien in ihren Heimatländern zurück. Einmal in Dubai angekommen, beginnt das Spiel…
Anfangs war ich beeindruckt, wie gut die Multikulti-Gesellschaft miteinander klar kommt, wo doch Religion und Tradition in den arabischen, aber auch den asiatischen und afrikanischen Ländern eine große Rolle spielt und sich nur selten miteinander vereinen lässt. Nachdem ich aber die Hintergründe kennenlernen durfte, wurde mir einiges klar. Irgendwie mussten die prachtvollen Gebäude ja entstehen, also holte man sich billige Arbeitskräfte aus Indien und Pakistan. Vor wenigen Jahren war es noch der Fall, dass Unternehmen Arbeiter aus den genannten Ländern mit attraktiven Angeboten lockten. Waren diese aber erst mal im Lande, wurde ihnen der Pass abgenommen und zu (teilweise) Hungerlöhnen beschäftigt. Hier wurde glücklicherweise ein Riegel vor geschoben und die Arbeiter unterschreiben heute Ihre Verträge zu Hause und wissen genau, auf was sie sich einlassen, bevor sie einreisen. Was nicht heissen soll, dass die Bezahlung deutlich besser wurde oder der Pass nicht abgegeben wird. Lässt sich ein Arbeiter etwas zu schulden kommen (oder auch nicht), wird es richtig hässlich. Gefängnis, Ausweisung und sogar ein Einreiseverbot können verhängt werden. Und hier geht es nicht um Straftaten. Im Prinzip haben die Emiratis das Glück oder Unglück der Gäste in der Hand. Passt alles, lässt es sich wunderbar leben. Ist das aber nicht der Fall und der Arbeiter verliert seine Beschäftigung, heisst es direkt Ausreise. Unter Umständen kann dann sogar ein Einreiseverbot verhängt werden. Ich selbst durfte einen in Dubai arbeitenden Pakistani kennen lernen, der ausgewiesen und ein einjähriges Einreiseverbot bekam, weil er offensichtlich nicht so machte, wie man es von ihm erwartete.
Das hört sich alles erst mal sehr nach moderner Sklaverei an und zu Anfang und nur wenigen Insights stand ich diesem Vorgehen auch sehr skeptisch gegenüber, allerdings muss ich das heute etwas relativieren. Dass der Pass eingezogen hat, erschreckte mich anfangs sehr, doch Tatsache ist nun mal, dass die Arbeitgeber für die Einreise, das Visum und das uneingeschränkt anständige Verhalten Ihrer Angestellten sozusagen verantwortlich sind. Oftmals kommen die Arbeiter aus armen Ländern mit einem geringen Bildungsstand und um hier eine gewisse Ordnung und Erziehung rein zu bringen, ist es gang und gebe und gar nicht so verwerflich, wie es auf den ersten Blick scheint. Bei “guter Führung” besteht natürlich auch die Möglichkeit in Management Positionen zu wachsen, sich damit ein “besseres” Leben zu erfüllen und die Familie nach zu holen. Bis spätestens zur Rente, denn dann müssen die Gäste das Land wieder verlassen.
Der Effekt aus dieser Vorgehensweise ist sicherlich, dass zum einen der Service in allen Bereichen hervorragend ist. Ich jedenfalls habe bisher kein Land erlebt in dem man zuvorkommender behandelt wird, als in dem kleinen Emirat am persischen Golf. Zum anderen, dass es weder Kriminalität, noch Arbeitslose, noch Obdachlose gibt. Einfach alles scheint perfekt zu sein. Das ist es wohl auch, was Dubai zu einer der meist besuchtesten Städte weltweit macht.

Die Upperclass

Neben dem Emigranten aus den asiatischen und afrikanischen Ländern kommen auch viele Europäer, Kanadier und Nordamerikaner nach Dubai, um das große Geld zu machen. Hier sieht die Situation etwas anders aus. In der Regel findet man die Menschen aus diesen Ländern in Management Positionen oder eben als Selbstständige, die in der goldenen Zeit das Potential erkannten. Ganz interessant war es, als ich vor etwa zwei Jahren auf eine Gruppe junge (deutsche) Männer traf, die einen etwas länger, die anderen erst kurz in Dubai, die mir alle samt einen sehr oberflächlichen Eindruck machten. Das Ganze wurde dann auch bestätigt, als einer der Gruppe erzählte, dass man hier keine wirklichen Freunde finden kann, denn es dreht sich alles nur um den Erfolg. Ich durfte glücklicherweise auch das Gegenteil kennen lernen, allerdings spielt der Erfolgsaspekt schon eine wesentliche Rolle im Alltag. Was aber kein Wunder ist, denn das Leben ist nicht gerade günstig und möchte man auch etwas unternehmen und nicht nur in Sharjah (einem benachbarten Emirat von Dubai) leben, benötigt man schon das nötige Kleingeld.

Die Infrastruktur

Das Wachstum macht sich auch deutlich im Stadtverkehr bemerkbar. Gibt es in Deira (auch old Dubai genannt) meist nur 2-3 spurige Strassen, wurde die Sheikh Zayed Road bereits auf 6 spuren (einseitig) ausgebaut. Die Strassen sind mit einem ausgefeilten Maut System, dem Salik, ausgestattet. Das ist ein Sticker an der Windschutzscheibe und per SMS Service werden die Gebührenstände durch gegeben. Generell läuft in Dubai so ziemlich alles über das Smartphone. Die Telefonnummer ist quasi die Identität der Menschen.

Das öffentliche Verkehrsnetz von Dubai ist vorbildlich. Das ist wohl auch notwendig, denn viele der Arbeiter besitzen gar kein Auto. Dieser Luxus ist nach wie vor der Upperclass vorenthalten. Bekommt ein Arbeiter ein Auto von seinem Arbeitgeber gestellt, ist dies in der Regel mit GPS ausgestattet und der Chef kann jeder Zeit (auch in der Freizeit) nachverfolgen, wo sich der Bursche herumtreibt.
Als Tourist hat man zahlreiche Möglichkeiten von A nach B zu gelangen. Angefangen bei den Linienbussen. Seit 2008 gibt es sogar klimatisierte Haltestellen, die das Warten im Sommer bei 50°C etwas erträglicher machen.
Seit 2009 fährt die fahrerlose Metro im Minutentakt zwischen dem Dubai International Airport und Jebel Ali hin und her.
Für den individuellen Transport gibt es neben den tausenden von Taxis auch Portale wie Uber. Natürlich gibt es auch “Frauentaxis”, die von Frauen für Frauen gesteuert werden und mit ihrem rosa Dach nicht zu übersehen sind.
Auf dem Dubai Creek gibt es die Abras, die zwischen Deira und Bur-Dubai hin und her fahren. Eine sehr interessante Art der Fortbewegung, aber vor allem bekommt man mit dem dem Abra ein kleines Gefühl dafür, wie es hier vor knapp 60 Jahren noch ausgesehen haben muss.

Das waren ein paar kleine Einblicke in die Entstehung des heutigen Dubai’s mit einigen meiner Erfahrungen, die ich den vergangenen 5 Jahren sammeln durfte. Mehr zu Dubai gibt es in meinem Blog Dubai – der größte Vergnügungspark der Welt  zu entdecken.

Viel Spaß in Dubai

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