Planica, Planica, Königin aus Schnee!

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Jedes Jahr im März trifft sich die Weltspitze der Skispringer zum Saisonfinale in Planica. Dass Slowenien ein wunderschönes Land ist und die Slowenen wunderbare Menschen sind, habe ich in meinem Artikel Slowenien – Ja, es lohnt sich bereits zum Besten gegeben. Was jetzt aber so besonders an dem Event in Planica ist, möchte ich heute gerne mit Euch teilen.

Vorab soll gesagt sein, dass das Planica-Event nicht nur ein Highlight für absolute Skispungfans ist. Vielmehr ist es eine große Party in einem mega Ambiente mit super netten Menschen, bei dem der Sport natürlich im Vordergrund steht.

Planica ist ein ein Ortsteil des kleinen Städtchen Rateče, nur wenige Kilometer von dem bekannten Wintersportort Kranjska Gora entfernt. Die Umgebung ist sehr idyllisch und nicht nur zum Weltcup eine Reise wert.

Planica wird auch das „Tal der Schanzen“ genannt und auf dem Berg Pocna steht die aktuell zweitgrößte Skisprungschanze der Welt. Jahr für Jahr werden hier Rekorde gebrochen. Gerade beim aktuellen Wettbewerb stellte der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit 253,5 m einen neuen Weltrekord auf, der in den kommenden Tagen nochmal übertroffen werden könnte. Alleine die Vorstellung, über 250 Meter durch die Luft, in eine Masse von Menschen zu fliegen, ist unvorstellbar. Dieses Spektakel sollten wir allerdings den Springern überlassen.
Aber auch als Zuschauer erlebt man hier einzigartige Bilder. Ich durfte ein Skifliegen an einem etwas nebligen Tag erleben. Wenn die Springer aus dem wolkenverhangenen Himmel in die Arena fliegen und die Slowenen ihre Prevc Brüder anfeuern, als gäbe es kein morgen mehr, ist das einfach nur der Wahnsinn.

Bei jedem Sprung über der 200-Metermarke ertönt dann der Ohrwurm „Planica, Planica“. Ein Song, eigens komponiert für das Skifliegen in Planica.

Planica, Planica, snežena kraljica!
Was so viel heißt wie: Planica, Planica, Königin aus Schnee

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Wehende Fahnen in der Arena von Planica

Das Programm

Von Donnerstag bis Samstag ist hier volles Programm.
Am Donnerstag gibt es die Qualifikation zum Einzelspringen. Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Freitag statt. Am Samstag ist Teamspringen angesagt und am Sonntag das letzte Einzelspringen der Saison.
Klar ist, dass das Event nichts für Spätaufsteher ist, denn um 9.00 Uhr geht es bereits los.
Gegen 14.00 Uhr ist der Wettbewerb zu Ende. Hier ist aber noch lange nicht Schluss. In dem Besucherareal geht hier die Party, bei guter Live-Musik erst richtig los.

Das Event

Ich denke gerne an meinen letzten Besuch in Planica 2017 zurück:
Das Wetter, ein Traum. Bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein, nach einem tollen Skiflug-Wettbewerb mit Platz 2 für die Deutschen Adler, spielte eine der bekanntesten Cover-Bands Slowenien’s für die Skisprungfans. Ein wunderschöner Tag, umgeben von tollen Menschen, denn mehr Gastfreundschaft wie hier, findet man nur selten.
Das als kurze Zusammenfassung des Skifliegen’s in Planica. Überzeugt?

Rund um das Skifliegen ist das Städtchen Kranjska Gora nicht zu vernachlässigen. Nachdem es auf dem Berg langsam zu Ende geht, gibt es in Kranjska Gora, was übrigens eine kleine idyllische Atmosphäre bietet, zahlreiche Lokale und Bars, in denen es gerne mal in die zweite Runde geht.  Auch hier bilden die Skisprungfans eine Gemeinschaft und es ist völlig egal, aus welchem Land man kommt. Gefeiert wird gemeinsam.

Die Tickets

Die Eintrittspreise sind mit 29 Euro pro Tag ein sehr überschaubarer Preis für das Event. Möchte man es etwas exklusiver und gemütlicher gibt es Tickets für die Tribünen ab 55 Euro. Wenn man aber das echte Feeling möchte, würde ich empfehlen, auf die regulären Stehplatz Tickets zu setzen. Nur so kommt man mit dem Slowenen, die hier natürlich in der totalen Überzahl sind, am Besten on Kontakt und wenn sich die Slowenischen Springer in die Tiefe stützen, darf man das ohrenbetäubende Anfeuern aus nächster Nähe erleben.

Übrigens fahren die Slowenen ziemlich auf die Japanischen Springer ab. Der Geräuschpegel ist kaum zu unterscheiden, ob nun Noriaki Kasai oder Peter Prevc gerade an der Reihe sind.

Die Tickets gibt es bei diversen lokalen Anbietern, wie kompas.si**, MHolidays.si**, petrol.eu**, Slovenske Zeleznice** oder eben in bei Eventim** zu ergattern.

Die Logistik

Wie ihr Euch vorstellen könnt, ist gerade am Samstag und Sonntag die Hölle los auf dem Berg Pocna und eine gute Organisation der Veranstalter ist absolut notwendig. Mehrere 10.000 Besucher strömen zwischen 8.00 und 10.00 Uhr auf das Gelände. Hierzu kann ich nur sagen: well done Ski Accosiation of Slovenia.
Mit Shuttle Bussen von verschiedenen Haltestellen rund um Kranjska Gora geht es auf den Berg. Selbst zum Gelände fahren, würde ich hier eher nicht empfehlen. Zum einen sind die Parkplätze doch sehr begrenzt und zum anderen haben die Shuttle-Busse ganz klar Vorrang. Ein weiterer Vorteil der Busse ist das gesamte Ambiente. Mit Menschen aus allen möglichen Nationen, aber vor allem Slowenen, kann man sich auf der Strecke von rund 15-20 Minuten sehr gut auf das bevorstehende Event einstimmen und bei der Abfahrt wird man mit etwas Glück noch von jungen Künstlern mit der Quetschkommode begleitet und bekommt ein Mini-Konzert gratis.

Auf dem Gelände angekommen, wartet hier ein weitläufiges Areal auf die Besucher. Um einen Platz in der Arena zu ergattern, muss man schon sehr früh da sein. Gegen 7.00 Uhr kommen die ersten Besucher. In den letzten Jahren wurde das Areal ziemlich ausgeweitet, so dass man heute von allen Bereichen eine gute Sicht auf die Schanze hat und ganz entspannt stehen kann.
Natürlich sorgen diverse Getränke- und Essenstände für das leibliche Wohl und im oberen Bereich bieten Händler ihr Merchandising an. Wer noch keine Fahne oder einen verrückten Hut hat, kann sich hier versorgen.

Die Reiseplanung

Aus eigener Erfahrung kann ich hier sagen: der frühe Vogel fängt den Wurm, oder in diesem Fall, bekommt die Unterkunft.
Kranjska Gora ist zwar einer der größeren Orte Slowenien’s, aber mit etwas über 5.000 Einwohnern könnt ihr Euch vorstellen, dass die Auswahl an Unterkünften doch recht begrenzt ist.
Im Ort selbst gibt es zwei größere Hotels, die meist schon Monate zuvor von den Springern und deren Teams ausgebucht sind. Sollte es hier noch freie Zimmer geben, sind diese sehr teuer.

Aber unter der Brücke muss hier niemand schlafen. Da die Region um Kranjska Gora eine recht beliebte Urlaubsregion zur Winterzeit, sowie zur Sommerzeit ist, gibt es zahlreiche Gästehäuser, Ferienwohnungen und Airbnb Unterkünfte.
Aber auch hier sollte man sich tatsächlich frühzeitig (und damit meine ich mehrere Monate im Voraus) bemühen, eine Unterkunft zu ergattern.

Meine Empfehlung hier wäre tatsächlich Airbnb. Lokale Unterkünfte und Ferienwohnungen zu richtig angenehmen Preisen auch zum Planica-Wochenende.

Zur Anreise mit dem Flieger würde ich den Flughafen Ljubljana empfehlen, der rund eine Autostunde entfernt ist. Am Flughafen gibt es einige günstige Autovermietungen.

Zum Abschluss meiner vielleicht etwas außergewöhnlichen Reiseempfehlung möchte ich noch einmal heraus heben, was für ein überragendes Event das Skifliegen zum Weltcup-Finale in Planica doch ist.
Die wunderschöne Umgebung um dem Pocna Berg, mit dem Triglav (dem höchsten Berg Slowenien’s) im Blick, gepaart mit einem tollen Event, bei dem Menschen verschiedenster Nationen gemeinsam eine riesige Party feiern und dazu noch einen meist spannenden und überwältigenden Skiflug-Wettbewerb. Was will man mehr?!

In diesem Sinne: Planica, Planica, snežena kraljica!

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Dober Dan aus Maribor

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(Guten Tag aus Maribor)

Heute möchte ich Euch das schöne Städtchen Maribor vorstellen.
Wie schon in meinem Blog Slowenien – Ja, es lohnt sich beschrieben, wird Slowenien oft unterschätzt und so ist Maribor noch immer ein kleiner Geheimtipp.

Bevor wir uns die Stadt genauer anschauen, hier mal ein paar Fakten:
Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens liegt im Nordosten des Landes, nicht weit hinter der Österreichischen Grenze, am Fuße des Pohorje (zu Deutsch Bacherngebirge) und am Ufer der Drau. Maribor, auch bekannt unter dem deutschen Namen Marburg, beheimatet gerade mal knapp 112.000 Einwohner und ist daher eher beschaulich, aber dennoch nicht langweilig.

Die Geschichte der Stadt ist reichhaltig und ich möchte es nicht verpassen, kurz darauf einzugehen. Die Ereignisse gerade der jüngeren Geschichte sind bei vielen Einheimischen noch sehr präsent und man spürt förmlich die Dankbarkeit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Bis zum ersten Weltkrieg war Maribor Teil der Steiermark und gehörte damit zu Österreich-Ungarn. Das sollte sich ändern, als Österreich-Ungarn aufgelöst wurde. Maribor wurde zum einen Teil zur Republik Deutschösterreich und zum anderen Teil zum Staat der Slowenen geteilt.
Im Dritten Reich und der Deutschen Eroberung Jugoslawiens, trieb Hitler auch hier sein Unwesen und besuchte am 26. April 1941 die Stadt. Auf dem berühmten Rathausbalkon hielt er seine Rede. Schon mehrfach bin ich mit Einheimischen durch die Stadt gelaufen und unabhängig voneinander, wiesen sie mich darauf hin, dass das doch der Balkon wäre. Offensichtlich ist dieses Ereignis auch bei der jüngeren Generation noch sehr präsent, auch wenn sie es nicht selbst erlebt haben. Gegenüber des Rathaus gibt es ein Denkmal, dass an die Ermordeten erinnert, die sich gegen das Dritte Reich und für die jugoslawischen Partisanen entschieden haben.
In Maribor-Tenzo befindet sich ein Massengrab, das teilweise ausgehoben wurde, um unter anderem, die Autobahn zu bauen. Die Opferzahl in diesem Massengrab wird auf rund 15.000 geschätzt. Ein Besuch wird schwierig, denn die Gedenkstätte ist nicht wirklich ausgewiesen und teilweise bebaut.
Bekanntermaßen blieb Maribor, bzw. Slowenien, nach dem zweiten Weltkrieg nicht unter der Deutschen Flagge, sondern gesellte sich zum Königreich Jugoslawien.

Nach dem Krieg mauserte sich Maribor zu einem wichtigen industriellen und kulturellen Zentrum Jugoslawiens und erlebte einen Aufschwung.
1991 erklärte Slowenien dann die Unabhängigkeit und die Wirtschaft brach erst einmal zusammen. Mehr und mehr Einwohner wanderten ab. Die Wende und einen neuen Optimismus brachte der Beitritt zur Europäischen Union 2004 und die Einführung des Euro’s und den Beitritt zum Schengener Abkommen 2007.

Vor einigen Jahren noch war Maribor ein recht ödes Städtchen mit nur wenig Unterhaltung, Geschäften in der Innenstadt und Leben in den Straßen. Das ist heute anders. Schauen wir uns mal etwas in Maribor um…

Die Weinkultur

Der Weinbau spielt in der Region um Maribor eine große Rolle.
Am Drau Ufer ist die älteste Weinrebe der Welt zu finden. Mit über 400 Jahren hat sie es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Im Haus der alten Rebe ist ein schöner kleiner Weinprobierkeller untergebracht. Man sollte es nicht verpassen, hier die Weine der Region zu testen.
Adresse: Das Haus der alten Rebe, Vojašniška 8, 2000 Maribor

Die Kulinarik von Maribor

Auch kulinarisch hat Maribor heute einiges zu bieten. Rund um das Haus der alten Rebe, direkt am Drau Ufer gibt es zahlreiche Bar’s und Restaurants von traditionell, bis teilweise sehr modern. Ich persönlich habe schon fast alle aus probiert und kann alle empfehlen. Steht man mehr auf traditionelle Küche ist der Rancha Grill eine der ersten Adressen. Im recht neuen Jack & Joe gibt es moderne Küche und vor allem ausgefallene Burger. Das Jack & Joe ist an jedem Abend der Woche voll und man muss hier reservieren, um einen Tisch zu bekommen.
Im Zentrum und im Umland tummeln sich zahlreiche Restaurants, in denen man sich die regionale Küche schmecken lassen kann. Einer meiner Top Favoriten ist das Baščaršija Etno House in der Poštna ulica.

Die Partymeile Maribor’s

Wenn wir schon mal in der Poštna ulica sind, können wir uns direkt mit dem Nachtleben beschäftigen. Das findet nämlich hier statt. Die verkehrsberuhigte Straße ist rechts und links mit Bar’s und Restaurants gesäumt. Sogar im Winter kann man unter den Heizstrahlern im Freien sitzen, wenn man das möchte. Im Sommer gibt es am Ende der Straße eine Bühne, auf der am Wochenende regionale und nationale Künstler auftreten und die Straße ist voll von Menschen allen Altersklassen, aber vor allem Studenten, denn Maribor ist ebenso eine Studentenstadt.
Einmal im Jahr, im Juni, findet in der ganzen Stadt das Lent-Festival statt. Mehrere Bühnen, über das gesamte Zentrum und am Drau Ufer, beherbergen über zwei Wochen hunderte regionale und nationale Künstler, die mit Musik, Theater und Kleinkunst die Gäste unterhalten. Ein wunderbares Erlebnis, auch wenn man die Sprache nicht unbedingt versteht.

Das Stadtzentrum

Nicht weit von der Poštna ulica geht es in das autofreie Stadtzentrum. Auch hier tummeln sich Restaurant neben Bar. Mein Tipp hier wäre das Restaurant Rožmarin in der Gosposka ulica 8.
Zwar gibt es mittlerweile einige Shops der großen Ketten, dennoch hat die Innenstadt von Maribor den Charme, mit den kleinen Boutiquen und wunderschönen Häusern nicht verloren. Natürlich findet man hier die ein oder andere Sehenswürdigkeit, wie die Basilika der Mutter der Barmherzigkeit und die Kathedrale von Maribor.
Ebenso im Zentrum befindet sich das Kulturzentrum, in dem hin und wieder Konzerte nationaler und internationaler Künstler statt finden. Ich durfte hier die Slowenische A Capella Gruppe Perpetuum Jazzile live erleben. Ein tolles Erlebnis.

Generell ist das Stadtzentrum zwar recht klein, aber mit den alten Gebäuden und dem gelassenen Flair, mit den vielen kleinen Bar’s und netten Boutiquen, sehr zu empfehlen.
Nicht umsonst wurde Maribor 2012 zur Kulturhauptstadt Europa’s gekürt und unter anderem von Lonely Planet* als eine der Top 10 Destinationen empfohlen.

Die Top-Sehenswürdigkeiten

  • Der Stadtteil Lent ist der älteste Stadtteil Maribor’s, in dem die Reste der Stadtmauer und die berühmten Türme des Stadtwappens zu bewundern sind.
  • Der Platz Slomškov trg vor der Domkirche im Stadtzentrum.
  • Der Platz Glavni trg mit dem berühmten Mariborer Rathaus.
  • Der Platz Grajski trg vor der Mariborer Burg, in der das Heimatmuseum untergebracht ist.
  • Der Botanische Garten der Universität Maribor.
  • Die unberührten Seen Lovrenško, Črno und Ribniško jezero und Wasserfälle Veliki und Mali Šumik, Lobnica im Pohorje-Gebirge.

Weitere Sehenswürdigkeiten gibt es in den gängigsten Reiseführern von Kompass* oder Marco Polo* zu entdecken.

Der Pohorje

Der Pohorje am Rande der Stadt ist vor allem durch den Damenweltcup im Downhill-Ski bekannt, denn im Skigebiet Mariborsko Pohorje kommen hier im Februar tausende von Skifans, um der Weltspitze bei der Skiabfahrt zuzujubeln.
Ich hatte schon mehrfach Tickets für das Event, aber immer wieder das Pech, dass der Wettbewerb aufgrund des ausbleibenden Schnee’s ausgefallen oder verlegt wurde. Das größte Skigebiet Slowenien’s liegt unter 1.000 Metern und so kommt es in den letzten Jahren immer wieder, dass es nur wenig bis gar keinen Schnee gibt.
Dennoch kann ich die Region um den Pohorje sowohl im Winter, als auch im Sommer allen, die auf Natur stehen, sehr empfehlen. Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, oder einfach nur, in einem der Spa’s die Seele baumeln zu lassen und die Natur zu genießen.

Generell ist Maribor eine Stadt, die Tradition und Moderne vereint.

Das historische Zentrum, mit den wunderschönen alten Gebäuden lädt zum schlendern ein und bietet die Möglichkeit, in die Geschichte einzutauchen. Ausserhalb des Zentrum’s erinnern die vielen typischen Wohnblocks noch an die Zeit Jugoslawien und die Stimmung in der Stadt und seine Einwohner strahlen heute eine Gelassenheit und Dankbarkeit aus.

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für Maribor wecken und verabschiede mich in diesem Sinne aus der zweitgrößten Stadt Slowenien’s.

Adijo aus Slowenien

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Slowenien – Ja, es lohnt sich…

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Oft habe ich gehört “Ach ja, Slowenien. Lohnt es sich überhaupt dort hin zu reisen?” Ich sage Ja, es lohnt sich sogar sehr. Slowenien wird total unterschätzt und definitiv gehört das Land zu meinen Top 5. Warum das so ist… Ganz einfach…

Slowenien is so etwas, wie das Tor nach Südosteuropa mit Einflüssen aus Österreich und den Balkan Ländern und daher eine Mischung aus ex-jugoslawischer / Balkan Tradition und dem fortschrittlicherem Westeuropa. Die Geschichte der Region ist sehr reichhaltig und spielt im Alltag tatsächlich noch eine große Rolle. Auch in Slowenien, obwohl man sich hier vom “Balkan” eher distanzieren möchte und die Einwohner hören es nicht sehr gerne, das Slowenien als Land im Balkan bezeichnet wird, auch wenn das geografisch gesehen zum Teil so ist. Tatsächlich lässt sich die slowenische Mentalität aber nur wenig mit der, der anderen ex-jugoslawischen Ländern vergleichen. Das macht es für mich zu etwas Besonderem.

Die Mentalität

Slowenien grenzt im Norden an Österreich und im Süden an Kroatien, im Westen zu einem kleinen Teil an Italien und im Osten an Ungarn. Jedoch haben die Slowenen nach meinen Erfahrungen, wenig mit ihren Nachbarn gemein. Die Mentalität der Slowenen ist eine ganz besondere, wie ich finde. Mit einer Gelassenheit und Lebensfreude wird man ganz herzlich und offen empfangen. Die Natur und die Freizeit spielen eine große Rolle und es wird gearbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt. Tradition und Moderne werden im Alltag vereint, so findet man zum Beispiel junge Slowenen, die mit dem Akkordeon die Menschen bei Events unterhalten und im Radio trällern oft die heimischen Künstler ihre Volksmusik. Die Freizeit und die Tradition sind wichtig und das ist auch gut so.

Das Land, die Natur und das Klima

Slowenien ist mit rund 20.300 km2 Gesamtfläche und rund 2,1 Mio. Einwohnern ein kleines Land mit sehr viel Platz für die Natur. Die größten Städte sind Ljubljana (Hauptstadt) und Maribor, wobei man sich die Städte nicht als Metropolen, sondern mehr als idyllische Städtchen vorstellen kann. Es gibt ausserdem viele kleine Städte und Dörfer, mitten in der Natur. Wenn man die Autobahn entlang fährt, ist man umgeben von Wäldern, Feldern und Bergen. Idylle pur und es nicht verwunderlich, dass der Wohlfühlfaktor in diesem Ambiente entsprechend hoch ist. Mehr als die Hälfte des Landes sind mit Wald bedeckt und im Südwesten, bei Koper und Portoroz grenzt Slowenien an das Adriatische Meer. Die Vielfalt der Berge und Wälder mit ihren Wasserfällen und dem Meer bieten alle erdenkliche Freizeitaktivitäten. Von Wandern, Rudern, Fahrrad fahren und Baden im Sommer bis Wintersport ist alles dabei, denn auch das Klima spielt hier perfekt mit. Im Sommer wird es bis zu 35°C und im Winter hat man Schnee in den höheren Lagen. Leider wird der Schnee in den letzten Jahren immer weniger und so kommt es, dass einige, in den vergangenen Jahren, belebte Skigebiete heute fast nur noch Sommeraktivitäten bieten.

Schon vor einigen Jahren bin ich das erst mal nach Slowenien gereist und fand es auf den ersten Blick ein tolles Land. Seit etwa vier Jahren bin ich regelmäßig dort und durfte schon viele tolle Ecken des Landes kennen lernen. Meine persönlichen Highlights:

Maribor

Maribor ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Das Zentrum ist nicht besonders groß, aber aufgrund der Universität doch sehr belebt. Es gibt zahlreiche Restaurants und Bars und besonders im Sommer lässt es sich in der Poštna ulica ganz nett den Abend verbringen. Das ist eine verkehrsberuhigte Straße, in der sich Bar neben Restaurant reiht und am Ende der wenige hundert Meter langen Straße steht eine Bühne, an der es am Wochenende sogar live Musik gibt. Im Zentrum findet man einige kleine Shops und Boutiquen, die zum bummeln einladen.
Einmal im Sommer findet am Drau Ufer, am Rande des Zentrums, ein Festival statt. Mehrere Bühnen beherbergen lokale und internationale Künstler. Ein super nettes Festival und ein tolles Erlebnis.

Die Region um den Pohorje, den höchsten Berg der Gegend, ist eigentlich ein Skigebiet. Hier findet auch der Ski-Damen-Weltcup statt, sofern Schnee liegt, denn auch hier schlägt der Klimawandel seit einigen Jahren zu und so mußte der Weltcup in den letzten Jahren mehrfach abgesagt werden. Maribor ist sowohl im Sommer, mit dem zahlreichen Freizeitangebot und der coolen Abendatmosphäre, als auch im Winter ein echtes Highlight.

Kranjska Gora und die Region

Die Region um Kranjska Gora ist ein wahres Naturerlebnis.
Nicht weit von Kranjska Gora erhebt sich der Triglav in die Höhe. Der höchste Berg Sloweniens und zugleich Symbol des Landeswappens. Östlich des Triglav liegt die Stadt Bled und hier befindet sich das Touristenhighlight Sloweniens. Die Burg von Bled mit dem Bleder See zu Ihrem Fusse und der Kapelle auf einer kleinen Insel mitten auf dem See.
Auf dem Rückweg von Bled nach Kranjska Gora kommt man am Wasserfall Pericnik vorbei. Ein spektakulärer Wasserfall, der über 100 Meter in die Tiefe stürzt und man in den Felsen hinter dem Wasser entlang wandern kann. Einfach atemberaubend.
Einmal im Jahr erweckt das Städtchen Kranjska Gora zum Leben, wenn die Skispringer aus aller Welt zum Saisonfinale in Planica antreten. Neben dem sportlichen Event steht hier natürlich das Feiern im Vordergrund, denn das können die Slowenen…

Neben den beiden Highlights gibt es zahlreiche kleine Dörfer, die definitiv einen Besuch wert sind. Hier gibt es noch kleine, ganz traditionelle Restaurants mit einheimischer Küche. Man muss nicht lange suchen, bis man fündig wird.
Für dieses Jahr steht die Küste Sloweniens auf meiner Liste. Den Erzählungen nach soll das die schönste Region Sloweniens sein.

Alles in Allem wird Slowenien und seine Attraktivität sehr unterschätzt und eine Reise lohnt sich sehr. Neben Natur, gutem Essen, jede Menge Abwechslung und einer umwerfenden Gastfreundschaft findet man hier viele Orte der Ruhe zum Ausspannen, in welcher Form auch immer.

Slowenien ist mein Reisetipp für 2018.
https://choices-of-life.com/reisetipps/reisetipps-2018/#comment-274**

Also, auf nach Slowenien und viel Spaß.

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