Kwaaman & Tacky Falls, Jamaica

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Wir sind am Ende der Reise zu den spektakulären Wasserfällen Jamaica’s angekommen. Die Kwaaman & Tacky Falls haben den ersten Platz in meinem persönlichen Ranking mehr als verdient, weil es um weit mehr geht, als nur um einen Wasserfall. Wer Jamaica’s einzigartige und unberührte Natur erleben möchte, ist hier genau richtig. Genau aus diesem Grund ist dieser Wasserfall auch mein absolutes Highlight der Tour.

Die Kwaaman & Tacky Falls liegen verborgen im Urwald in der Nähe von Robin’s Bay, im Parish St. Mary, im Nordosten der Insel. Der Wasserfall ist ein echter Geheimtipp und so finden sich auch nur wenige Informationen im Netz zu diesem einzigartigen Ort. Ich wurde durch einen winzigen Eintrag im Lonely Planet* auf die Kwaaman & Tacky Falls aufmerksam und für mich war klar: da muss ich hin.

Der Weg ist das Ziel. Kaum passt dieses Satz so gut, wie zu den Kwaaman & Tacky Falls. Ab dem kleinen Ort Robin’s Bay führt ein Weg in den Dschungel. Der anfangs noch recht breite Buschweg wird, je weiter man geht, immer schmaler. Nach einem 30-minütigen Fußmarsch kommt man zu einer Lichtung hoch über dem Meer, mit einer wundervollen Aussicht. Von hier geht es weiter durch den Dschungel abwärts, bis man nach weiteren 20 Minuten an die Stelle gelangt, wo die Kwaaman & Tacky Falls ins Meer fließen. Nun geht das Abenteuer erst richtig los. Von Waldwegen ist hier kaum noch zu sprechen. Über ganz schmale Trampelpfade geht es weiter durch den Dschungel bis zur ersten Überquerung des Flusses. Insgesamt muss man den Fluss einige male überqueren, um ans Ziel zu gelangen. Schon bei der letzten Überquerung ist das Rauschen des Wasserfalls zu hören und sobald sich die Dschungeldichte lichtet, ist es einfach nur ein überwältigender Anblick, der einem geboten wird.
Vor einem liegen die Kwaaman & Tacky Falls in voller Pracht. Manche sagen, das herabfallende Wasser gleicht den Dreadlocks, die in Jamaica von so vielen Einwohnern getragen werden.
Aus 32 Metern stürzt das Wasser in einen kristallklaren Pool, um sich dann weiter über raue Felsen in einen zweiten Pool zu schlängeln. Von hier entsteht der Fluss, den es auf dem Weg mehrfach zu durchqueren gilt.

Fluß der Kwaaman & Tacky Falls, Jamaica
Kwaaman & Tacky Falls, Jamaica

Wissenswertes für Deine Tour zu den Kwaaman & Tacky Falls

Vorab soll gesagt sein, die Tour ist nichts für schwache Nerven und nur für Menschen mit einer anständigen Fitness geeignet. Die rund eineinhalb-Stündige Wanderung geht quer durch den Dschungel über Stock und Stein, durch den Fluß und über schmale Trampelpfade. Kleine Klettereinlagen inklusive.

Eintrittspreis

Es gibt keinen Eintritt. Die Kwaaman & Tacky Falls liegen nicht in Privatbesitz und sind somit öffentlich zugänglich.

Anreise

Mit dem Taxi:
Das Taxi fährt maximal bis Robin’s Bay. Von hier aus geht es nur zu Fuß weiter. Die nächst gelegenen Orte sind Annotto Bay oder Port Maria.

Mit dem Route Taxi:
Genau sagen kann ich das leider nicht, könnte mir aber vorstellen, dass Route Taxis von Annotto Bay in Richtung Robin’s Bay fahren. Das könnt ihr an dem Route Taxi Stand aber ganz einfach in Erfahrung bringen.

Gebuchte Tour:
Es gibt keine Anbieter, die Touren zu den Kwaaman & Tacky Falls anbieten. Wer sich jedoch die Tour nicht im Alleingang zutraut, wird in Robin’s Bay sicherlich einen Local finden, der als Guide zur Verfügung steht. Ich würde schätzen, dass man mit 50-80 USD für eine Wanderung dabei sein kann.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Sicherlich ist das die bequemste, einfachste und vermutlich günstigste Variante nach Robin’s Bay zu gelangen. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Der Fluß muss mehrfach durchquert werden und das könnte Barfuß recht schmerzhaft werden.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Zwar werdet ihr so ziemlich alleine am Wasserfall sein, jedoch würde ich die Wertsachen nicht einfach liegen lassen. Sicher ist sicher.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Die Tour und der Wasserfall liegen zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, sich die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Wanderung zu den Kwaaman & Tacky Falls genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. Einen Tag kann man durchaus einplanen.

Wie ich die Kwaaman & Tacky Falls erlebt habe

Wie bereits erwähnt, wurde ich durch einen winzigen Absatz im Lonely Planet* auf den Wasserfall aufmerksam. Da es aber keinerlei Beschreibungen oder Infos gab, wie man dort eigentlich hin kommt, habe ich mich auf eine Wanderung in’s Ungewisse gemacht. Spätestens als der Weg so schmal wurde und ich vor dem Fluß stand, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt weiter gehen soll. Das Risiko mich im Dschungel gnadenlos zu verlaufen und nicht mehr raus zu finden, hat mich schon etwas beschäftigt. Am Ende hat sich der Weg aber mehr als gelohnt. Ich kann nun behaupten, dass ich das Paradies gesehen habe. Seit ich diesen wundervollen Ort entdeckt habe, gibt für mich einen „best place on Earth“, der vermutlich schwer zu übertreffen sein wird.
Nach rund einem Jahr nach der ersten Tour, bin ich wieder zurück gekehrt und wusste, was auf mich zukommt. Die Wege waren noch verwilderter, als ein Jahr zuvor, doch der Wasserfall war noch immer genau so schön. Die zweite Tour habe ich in der Tat mehr genießen können. Wir haben uns etwas Proviant eingepackt und haben ein Picknick mitten im Dschungel an einem wunderschönen Wasserfall gemacht.
Natürlich möchte ich auch das Baden in dem kristallklaren Pool nicht unerwähnt lassen. Die steilen Felsen sind recht einfach zu beklettern, auch wenn es mich anfangs etwas Überwindung kostete. Ich habe die Kwaaman & Tacky Falls als einen der schönsten Erlebnisse in meinem Leben abgespeichert und würde jederzeit wieder die Wanderung durch den Dschungel machen, um an meinen persönlichen Lieblingsort zu gelangen.
Übrigens bin ich auf dem Weg keiner Menschenseele begegnet, was für mich bedeutet, dass die Kwaaman & Tacky Falls nach wie vor ein unberührtes und unentdecktes Flecken Erde ist.

Mein Fazit: Kwaaman & Tacky Falls

Best Place on Earth… Mein persönlicher Lieblingsort, der nur schwer zu übertreffen sein wird.

Leider, oder auch zum Glück gibt es keine offizielle Website der Kwaaman & Tacky Falls. Es muss also jeder selbst das Abenteuer Erlen, um es zu sehen.

Viel Spaß bei den MKwaaman & Tacky Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Kwaaman & Tacky Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #4 St. Mary

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Scatter Falls, Jamaica

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Das Gold des Ostens. So würde ich die Scatter Falls gerne beschreiben wollen. Gold, weil schwer zu finden und so wertvoll, dass es begehrenswert ist. Die Scatter Falls sind einer der unbekannteren Wasserfälle Jamaica’s. Ganz versteckt liegen sie im Rio Grande Valley im Osten der Insel Nahe Port Antonio.
Nicht nur der Umstand, dass man diesen Ort nicht mit hunderten anderen teilen muss, macht die Scatter Falls zu einem echten Erlebnis. Auch der Wasserfall und die angrenzenden Fox Caves sind ein unvergessliches Abenteuer.

Rund 20 Autominuten Südwestlich von Port Antonio befindet sich die kleine Community Berrydale. Genau hier beginnt das Abenteuer Scatter Falls und Fox Caves. Zunächst muss man mit einem Bambus-Floß den Rio Grande überqueren und über Bananenplantagen und schmale Dschungeltrails eine halbstündige Wanderung unternehmen, bis man die, in Privatbesitz befindlichen Scatter Falls, erreicht.
Zunächst führen die Guides ihre Besucher in die Fox Caves. Eine verwinkelte Kalksteinhöhle, die mit ihren zehn kleinen Kammern ein wahres Naturschauspiel bietet. Teilweise sind die Kammern so klein und schwer zugänglich, dass es einiges an Beweglichkeit benötigt. Für Menschen mit Platzangst würde ich die Fox Caves nicht empfehlen, denn einige Kammern sind tatsächlich so klein, dass gerade mal eine erwachsene Person Platz darin findet. 
Nach dem Besuch der Fox Caves geht es zum spektakulären Wasserfall. An einem steilen Gefälle rast das wütende Wasser in mitten des dicht gewachsenen Dschungel in die Tiefe. So wunderschön und beeindruckend, dass man es fast nicht glauben kann. 

Wenn der Guide dann die Frage stellt „Ready to go up?“ wird es bestimmt nicht nur mir so ergangen sein, dass er ungläubig angesehen wurde. Mir erschien es unmöglich, die Scatter Falls bezwingen zu können, doch zu meiner Überraschung ging es einfacher, als zunächst vermutet. Es braucht sicherlich Konzentration und Mut, doch wenn man erstmal im Wasserfall steht und das Wasser um einen herum tobt, ist es einfach nur wundervoll.
Zum Abschluss der eindrucksvollen Tour geht es über den schmalen Trail wieder zurück nach unten, an einen kleinen Pool unterhalb des Wasserfalls. Das natürliche Becken lädt nach dem Adrenalin-Trip zum Entspannen und Relaxen ein. Ein gelungener Abschluss eines unvergesslichen Abenteuers.

Scatter Falls

Wissenswertes für Deine Tour zu den Scatter Falls

Wie bereits angedeutet, sind die Scatter Falls keine Touristenattraktion, mit einem offiziellen Eingang. Um das Abenteuer zu erleben, müsst ihr in Berrydale nach den Guides fragen, die Euch zu den Scatter Falls führen können. Es werden in der kleinen Community genügend Locals anzutreffen sein, die weiter helfen können.
Übrigens starten von hier auch die Rio-Grande-Bamboo-Rafting Touren. Eine Alternative für den Rückweg.

Eintrittspreis

Einen offiziellen Eintrittspreis gibt es nicht. Ich würde empfehlen, den Preis vor dem Start auszuhandeln. 20 USD pro Person sind hier ein guter Richtwert.
Es geht natürlich nur Barzahlung bei den Guides. Keine Kartenzahlung möglich!

Anreise

Mit dem Taxi:
Ein Taxi von Port Antonio sollte rund 50 USD kosten. Der Fahrer kann dann in Berrydale auf Euch warten. Wichtig ist, das Taxi erst nach der Tour zu zahlen, denn sonst könnte es sein, dass der Fahrer weg ist, wenn ihr zurück kommt.
Falls ihr direkt nach der Tour zu den Scatter Falls noch eine Bamboo-Rafting Tour dran hängen möchtet, wäre ein One-Way Taxi zu empfehlen. Der Preis sollte bei rund 20 USD von Portie liegen.

Mit dem Route Taxi:
Es fahren Route Taxis in die Richtung, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie bis nach Barrydale fahren. Falls das eine Option ist, solltet ihr Euch am Route-Taxi Stand im Zentrum von Port Antonio schlau machen.

Gebuchte Tour:
Die Scatter Falls und Fox Caves sind kein Bestandteil der Standardtouren der Anbieter. Es gibt zwar die ein oder andere Agentur, die Touren anbieten, jedoch würde ich, dem Abenteuer würdig, eine eigene Anreise empfehlen.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Neben den Route Taxis ist das sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat den Vorteil, dass ihr neben den Scatter Falls auch die umwerfende Umgebung auf dem Weg nach Berrydale genießen könnt. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, die spitze und steile Felswand hoch zu klettern. 
Einen Verleih gibt es vor Ort nicht.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Zwar werdet ihr so ziemlich alleine am Wasserfall sein, jedoch würde ich die Wertsachen nicht einfach liegen lassen. Sicher ist sicher.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Scatter Falls und die Fox Caves, den Pool und die Umgebung genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 

Zu guter letzt: Bargeld um die Guides (den Eintritt) zu zahlen. Ein Trinkgeld am Ende der Tour wäre angebracht.

Wie ich die Scatter Falls erlebt habe

Den Ablauf habe ich bereits oben beschrieben und es fällt mir schwer für so viel Schönheit überhaupt Worte zu finden. Schon der Weg über den Rio Grande und durch die dichten Bananenbäume war bereits ein absolutes Highlight. Als ich die Scatter Falls zum ersten mal gesehen habe, war ich absolut überwältigt. Die Guides waren Super und haben uns mit allen Informationen, die es zu den Fox Caves und zum Wasserfall zu erfahren gibt, versorgt. Die Tour war tatsächlich eines meiner schönsten Erlebnisse auf Jamaica und ein wundervoller Ort in wilder und unberührter Natur.

Bananenplantage bei den Scatter Falls

Mein Fazit: Scatter Falls

Ein traumhafter Ort mit einem beeindruckenden Wasserfall, der nach wie vor ein Geheimtipp ist und mit ziemlicher Sicherheit jedem Besucher den Atem raubt.

Leider (oder auch zum Glück) gibt es keine offizielle Website der Scatter Falls.

Viel Spaß bei den MScatter Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Scatter Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #9 Portland

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Reach Falls, Jamaica

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Ich habe wirklich lange überlegt ob die Reach Falls nun Platz zwei oder drei meines persönlichen Jamaica Waterfall Ranking einnehmen. Am Ende habe ich mich für den dritten Platz entschieden, was allerdings nichts mit der Schönheit dieses Ortes, sondern rein mit dem Fakt zu tun hat, dass die Reach Falls, im Vergleich zu den Scatter Falls, eher kommerzialisiert sind. Dennoch möchte ich jedem der in Portland unterwegs ist, einen Besuch bei den Reach Falls ans Herz legen.

Die Reach Falls befinden sich in Portland zwischen dem kleinen Surfer-Örtchen Long Bay und dem östlichsten Zipfel der Insel, dem Morant Point. Bei Manchioneal geht es wenige Kilometer ins Landesinnere, bis am Ende der Straße der Eingang zu den Reach Falls auf die Besucher wartet.
Durch einen kleinen Park geht es zum Wasserfall. Das erste, was man von dem bezaubernden Fleckchen Natur zu sehen bekommt, ist ein ein Naturpool mit silber-schillernden Fischen. Die Guides warten darauf mit ihren Gästen einen lässigen hike durch den Wasserfall zu unternehmen und wie auch alle anderen Wasserfälle auf der Insel, erlebt man hier etwas besonderes. Was die Reach Falls so besonders macht, sind die kleinen Höhlen, durch die man zwar mit etwas Kraft und Mut, jedoch sehr eindrucksvoll hindurch hiken kann. Nach jeder Kaskade erwartet die Besucher tolle Naturpools mit glasklarem Wasser und dem ein oder anderen Tierchen wie kleine Fische oder auch Flusskrebse. Umgeben ist der traumhafte Wasserfall mit seinen Kaskaden von einem dicht bewachsenen Dschungel. Kurzum die Reach Falls sind ein kleines Paradies im Osten Jamaicas.

Reach Falls

Wissenswertes für Deine Tour zu den Reach Falls

Neben dem offiziellen Teil der Reach Falls, die in Privatbesitz liegen und nur durch den offiziellen Eingang erreicht werden können, gibt es einen weitern Teil der nicht in Privatbesitz liegt und eine ebenso eindrucksvolle Kulisse bietet. Dieser Teil ist nur mit Locals, die sich in der Umgebung auskennen zu erreichen, aber vielleicht kommt ihr ja in den Genuss, indem ihr die richtigen Leute in Manchioneal, Long Bay oder gar Port Antonio kennen lernt. Ansonsten ist die offizielle Tour natürlich eine sehr gelungene Alternative.

Eintrittspreis

Mit 10 USD ist der Eintrittspreis zu den Reach Falls im Vergleich zu den übrigen Attraktionen der Insel, einer der günstigsten . Die Guides kosten zwar nicht extra, haben aber nach der Tour ein Trinkgeld verdient.

Anreise

Mit dem Taxi:
Ein Taxi von Port Antonio sollte rund 80 – 100 USD kosten. Der Fahrer wartet dann am Parkplatz, bis ihr von Eurer Tour zurück kommt. Wichtig ist, erst nach der Tour zu zahlen, denn sonst kann es passieren, dass der Fahrer nicht mehr da ist, wenn ihr zurück kommt.
One-Way empfiehlt sich eher nicht, denn an den Reach Falls gibt es keine Taxis für den Rückweg.

Mit dem Route Taxi:
Es fahren Route Taxis von Port Antonio nach Manchioneal. Von hier aus müsstet ihr zu Fuß weiter gehen zu den Reach Falls. Den Fussmarsch würde ich auf rund eine gute Stunde schätzen.

Gebuchte Tour:
In den Touristengebieten gibt es zahlreiche Agenturen die gebuchte Touren zu den Reach Falls anbieten. Da die Möglichkeiten einer eigenständigen Tour jedoch recht einfach und zudem kostengünstiger sind, würde ich eine gebuchte Tour nicht unbedingt empfehlen.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Neben den Route Taxis ist das sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat den Vorteil, dass ihr neben den Reach Falls auch die umliegende Umgebung genießen und noch einen Abstecher zum Beispiel nach Long Bay machen könnt. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, die Höhlen zu bezwingen. 
Einen Verleih habe ich vor Ort nicht in Erinnerung. Könnte aber gut sein, dass es einen gibt.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Es gibt keine Schließfächer am Wasserfall.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Reach Falls und den Pool genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 

Zu guter letzt: Bargeld für den Eintritt und ein Trinkgeld am Ende der Tour für den Guide.

Wie ich die Reach Falls erlebt habe

Als ich im April 2016 bei den Reach Falls war, hat es geregnet. Erst leicht und später in Strömen. Das hat dem ganzen Abenteuer aber keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Der Vorteil an diesem Wetter war sicherlich, dass wir den den Wasserfall für uns ganz alleine hatten.
Gemeinsam mit dem Guide sind wir ganz gemütlich durch Höhlen und Pools nach oben gewandert. Hier und da waren die Becken tief genug um einen Sprung in das kühle, glasklare Wasser zu wagen. Ausreichend Zeit die Schönheit des Wasserfalls ausgiebig genießen zu können. Ich habe mich in diesen Wasserfall und die Umgebung verliebt und möchte die Reach Falls gerne als einen der schönsten Orte, die ich bisher besucht habe, benennen wollen. 

Reach Falls

Mein Fazit: Reach Falls

Ein traumhafter Ort mit einem bezaubernden Wasserfall, der Action und Entspannung bietet.
Leider gibt es keine offizielle Website der Reach Falls, jedoch eine Facebook Fanpage auf der einige Infos und Eindrücke zu finden sind.

Viel Spass bei den Reach Falls!

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Scatter Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #9 Portland

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Mayfield Falls, Jamaica

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Die Mayfield Falls sind ein begehbares Gefälle des Mayfield River, einem Nebenfluss des Cabarita River im Westmoreland Parish im Westen Jamaikas. Genauer gesagt in den Bergen, umgeben von Urwald und weitestgehend unberührter Natur. 

Der frische, glasklare Mayfield River fließt über zwei Wasserfälle und 21 Kaskaden in die Tiefe und in jeder der weiten Stufen befinden sich erfrischende Naturpools. Die einen etwas niedriger, die anderen so tief, dass ein Sprung aus der Höhe völlig risikofrei machbar ist. Oben angekommen kommt dann das Finale: die sogenannte „Washing Machine“. An dieser Stelle befindet sich der höchste Fall der Mayfield Falls. Aus rund drei Metern prasselt das wilde Wassers in den einen Naturpool. Um eine Schleuderpause einzulegen, lädt die kleine Höhle hinter dem Wasserfall ein, in der maximal zwei Personen sitzend platz finden. Hier ist dann auch das Ende der Klettertour und es geht ein kleiner Pfad durch den Dschungel zu Fuß zurück.

Das besondere an den Mayfield Falls, neben dem Wasserfall an sich, ist die Umgebung. Schon die Anreise ist etwas besonderes. Von Negril oder Montego Bay sind es rund eineinhalb Stunden, die die Fahrt zu den Mayfield Falls dauert. Verlässt man die Küste geht es durch kleine Dörfer hoch in die Berge. Die Natur um die Wasserfälle ist weitestgehend unberührt und so findet man die schönsten Pflanzen in der reichhaltigen Flora. Ich durfte bei den Mayfield Falls die „Shy Lady“ kennen lernen. Ein Farn, der die Blätter zusammen zieht, wenn man sie berührt und nach einer kurzen Zeit wieder öffnet.

MayfieldFalls_01
Mayfield Falls, Jamaica

Wissenswertes für Deine Tour zu den Mayfield Falls

Die Mayfield Falls sind in Privatbesitz und es gibt zwei Anbieter, die Touren im Wasserfall anbieten:

Original Mayfield Falls

Die Umgebung mit den Holzhütten ist etwas authentischer. Die typischen Angebote wie Restaurant, Souvenir Shop, Hair Braiding und dieser ganze Spaß gibt es auch hier. Original Mayfield Falls startet etwas weiter oben im Fluss, so dass die Tour etwas kürzer ist, aber viel geht hier nicht verloren.
Hier geht’s zur offiziellen Website der Original Mayfield Falls**

Chukka Tours – Reggae Style Mayfield Falls

Chukka Tours ist einer der Adventure Anbieter der Insel und betreibt noch weitere Attraktionen auf der Insel. Die Einrichtungen sind etwas moderner und die Tour etwas länger.
Hier geht’s zur offiziellen Website von Chukka Tours**

Eintrittspreis

Der Eintrittspreis ist bei beiden Anbietern gleich und liegen bei 20 USD pro Person.
Bei beiden Anbietern stehen Guides für Euer Abenteuer bereit, die Euch mit hilfreichen Tipps durch den Wasserfall helfen. Die Guides sind im Eintrittspreis nicht wirklich enthalten und leben von den Trinkgeldern der Besucher.

Anreise

Mit dem Taxi:
Etwa 120 USD kostet das Taxi von Negril oder Montego Bay zu den Mayfield Falls (hin und zurück). Der Fahrer wartet dann am Eingang auf Euch. Zahlt aber auf keinen Fall im voraus, denn dann ist die Chance, dass er nicht mehr da ist, wenn ihr raus kommt, relativ hoch.

Gebuchte Tour von Negril / Montego Bay:
Es gibt lokale Anbieter, die zwischen 70 USD und 85 USD pro Person verlangen.
Chukka Tours bietet auch pick-ups von Negril an. Mit 85 USD seid ihr dabei. Dafür gibt es ein Mittagessen inklusive.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Das ist sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter um die 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat nebenbei noch den Charme, dass ihr die Umgebung noch etwas erkunden könnt. Dass ihr Euch verfahrt, ist fast unmöglich denn so viele Strassen gibt es in den Bergen nicht.
Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, den Wasserfall hinauf zu wandern.
Bei Bedarf gibt es bei beiden Anbietern Wasserschuhe für 6-7 USD im Verleih.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Im Park selbst gibt es Umkleidekabinen, aber soweit ich weiß, keine Schließfächer.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.
Die Guides sind hier sehr hilfsbereit und ihr spart Euch den Kauf der DVD, den die Photoguides anbieten.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Mayfield Falls, den Pool und die Umgebung genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 

Zu guter letzt: Bargeld um eventuell den Guides ein Trinkgeld zu zahlen. Der Eintritt kann zumindest bei Chukka auch mit Kreditkarte gezahlt werden.

Wie ich die Mayfield Falls erlebt habe

Mit einem Mietauto haben wir uns auf den Weg in die Berge zu den Mayfield Falls gemacht. Der Eingang ist sehr unscheinbar und wären da nicht die Guides an der Straße, hätte ich den Eingang vermutlich glatt übersehen. Die wenigen Autos ließen darauf schließen, dass sehr wenig los ist und so war es auch. Im Grunde hatten wir die Mayfield Falls für uns alleine. Entlang eines Dschungel Pfad über Hängebrücken und vorbei an kleinen Hütten, geht es zum Eingang.
Unser Guide, Taroy war überragend. Er führte uns in unserem Wunschtempo die Wasserfälle hoch und filmte das Ganze mit unserer Kamera, die wir ihm ab und an anvertrauten. Zwischendurch trällerte einen Reggae Song und machte so den Aufstieg zu einem tollen Erlebnis.
Auf etwa halbem Weg überredete mich Taroy den Sprung in einem Pool zu wagen. Obwohl ich eher ein Angsthase bin, was so etwas angeht, habe ich ihm einfach mal vertraut und habe den Sprung gewagt. Die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Wir waren bestimmt zwei Stunden unterwegs, bis wir an der Washing Machine ankamen und hatten danach noch ausgiebig Gelegenheit uns in dem kleinen Park umzusehen und die wilde Natur zu genießen.

Mein Fazit: Mayfield Falls

Nach wie vor ein kleiner Geheimtipp und absolut Erlebenswert.

Viel Spaß bei den Mayfield Falls !

MayfieldFalls_03

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Mayfield Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #2 Westmoreland & Hanover

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Somerset Falls, Jamaica

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Die Somerset Falls befinden sich im wunderschönen Parish Portland im Osten der Insel. Was einst ein heimliches Paradies zeichnete ist heute ein kleiner Park für die ganze Familie, der sich seit Jahren im Auf-, bzw. Umbau befindet. Mehrfach stand ich vor verschlossenen Toren, bis ich 2017 endlich die Gelegenheit hatte, die Somerset Falls zu entdecken. Seit dem war ich nicht mehr da, habe aber gehört, dass mittlerweile alles in Betrieb genommen wurde.

Die Anlage ist recht überschaubar und der erste Blick lässt nicht erahnen, dass man sich hier im Paradies befindet. Nach der Freizeitanlage, die mit einem Pool, Picknickmöglichkeiten, einem Restaurant und zahlreichen Spielmöglichkeiten für Kinder angelegt wurde, führt ein Weg in den Dschungel zum rauschenden Wasserfall.

Auf Holzstegen, entlang des Flusses, der durch die dicken Palmen und Sträucher kaum zu erkennen ist, gelangt man schließlich an einen Bootssteg. Bereits jetzt sollte sich das erste Staunen über die Schönheit dieses Ortes einstellen. Zumindest ging es mir so.
Das flache Becken, das direkt in der Idylle der steilen Felswände und des wildgewachsenen Dschungels liegt raubt einem für eine kurzen Moment den Atem. Sobald man sich wieder gesammelt hat, ist man gespannt auf das, was sich hinter dem donnernden Flüsschen verbirgt. Der Bootsmann wartet auf dem Steg, bis die kleine Fahrt zum eigentlichen Wasserfall beginnen kann. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Mit wenigen, aber kräftigen Ruderschlägen geht es in eine Schlucht, an deren Ende das Wasser aus mehreren Metern Höhe nach unten donnert. Nun ist Mut gefragt, denn die Somerset Falls werden erst zu einem Erlebnis, wenn man nun das Boot verlässt und sich an den Felswänden die Schlucht entlang, bis in die kleine Höhle hinter dem Wasserfall hangelt. Hier wird klar, welche Gewalt das Wasser hat und es braucht einiges an Kraft die wenige Meter zu überwinden. Nichts für schlechte Schwimmer…
Es ist ein beeindruckendes, wenn man sich erstmal durch das wilde Nass in die Höhle gekämpft hat. Getoppt wird das Ganze mit einem Sprung durch den Wasserfall in die Schlucht. Es geht alles so schnell und das Wasser trägt einem zurück in das Becken, wo die Reise los ging. Tatsächlich sollte man gut schwimmen können, um diesen Ritt zu überstehen. An den Seiten ragen die steilen Felswände in die Höhe und das Wasser nimmt keine Rücksicht auf fehlende Schwimmkünste. Voller Adrenalin blickt man nun auf die letzten Minuten zurück und möchte am liebsten nochmal.
Die Somerset Falls sind nicht nur ein wunderschönes Naturschauspiel, sondern auch ein actiongeladenes Erlebnis, wenn man sich erstmal traut. Der Anblick, den man während der wenigen Minuten am Wasserfall verbringt ist atemberaubend und einfach nur bezaubernd.

Pool an den Somerset Falls, Jamaica

Warum die Somerset Falls nur den fünften Platz meines persönlichen Jamaica Waterfall Ranking bekommen, liegt einfach daran, dass die vorderen Wasserfälle noch beeindruckender sind. Es wäre aber sehr schade für jeden, der in Portland unterwegs war und Insel verlässt, ohne die Somerset Falls erlebt zu haben.

Wissenswertes für Deine Tour zu den Somerset Falls

Nachdem der Umbau an den Somerset Falls abschlossen wurde, scheint der Park wieder eine der Attraktionen der Region zu sein. Viele Locals, als auch Touristen kommen hier her, um den Tag am Pool zu genießen und ihr Adrenalin kurzfristig auf Hochtouren zu bringen. Dennoch sind die Somerset Falls ein kleiner Geheimtipp, denn es kommen lange nicht so viele Besucher wie zum Beispiel zu den Dunns River Falls, die sich rund eineinhalb Autostunden entfernt befinden.

Eintrittspreis

Für 20 USD könnt ihr die Somerset Falls und den Pool genießen.
Es gibt zwar ein Restaurant, mitgebrachte Speisen und Getränke sind aber ebenso erlaubt.
Im Eintrittspreis ist ein Ritt zur Schlucht bzw. zum Wasserfall enthalten. Ein kleines Trinkgeld für den Bootsmann wäre jedoch ein sehr feiner Zug.

Anreise

Mit dem Taxi:
Ein Taxi von Port Antonio sollte nicht mehr als 80 USD kosten. Der Fahrer wartet dann am Eingang und bringt Euch nach dem Spaß wieder zurück. Achtung: erst nach der Fahrt zahlen, sonst besteht die Gefahr, dass er nicht wartet.
Eine One-Way Taxi würde ich nicht empfehlen, da ihr eine Abholzeit ausmachen müsstet und ob der Fahrer dann auch wirklich kommt, steht in den Sternen, denn Zuverlässigkeit wird in Jamaica eher klein geschrieben.
Von Ocho Rios oder auch Kingston dürften die Taxi Preise erheblich teurer sein. Vom Westen der Insel würde ich von einer Tour zu den Somerset Falls abraten, denn es würde Stunden dauern, bis ihr erst mal da seid.

Mit dem Route Taxi:
Die Somerset Falls liegen rund 20 Kilometer von Port Antonio Richtung Westen. Bestimmt fahren Route Taxis in diese Richtung, was ich aber nicht mit Sicherheit sagen kann. Fragt einfach mal nach am Route Taxi Stand in Port Antonio. Direction: Buff Bay / Annotto Bay. Auf dem Weg kann euch das Route Taxi dann raus werfen, denn die Somerset Falls liegen direkt an der A4. Die kosten schätze ich bei maximal 5-10 USD.

Gebuchte Tour:
Es gibt lokale Anbieter in allen Touristengebieten in der Region, die Touren zu den Somerset Falls anbieten. Meist in Verbindung mit anderen Attraktionen in der Umgebung um Port Antonio. Für eine solche Tour muss man ab 65 – 85 USD rechnen, je nach dem von wo es los geht.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Neben den Route Taxis ist das sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat den Vorteil, dass ihr neben den Somerset Falls noch einen Abstecher nach Port Antonio oder zum Rio Grande unternehmen könnt. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.
Der Weg ist super einfach. Von Port Antonio Richtung Westen Richtung Buff Bay. Nach rund 20 Kilometern steht ein unübersehbares Schild „Somerset Falls“ am Straßenrand.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, die spitze Felswand entlang zu hangeln. 

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Im Park selbst gibt es Umkleidekabinen, aber soweit ich weiß, gibt es keine Schließfächer.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Somerset Falls ,den Pool und die Umgebung genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 

Zu guter letzt: Bargeld um eventuell den Guides ein Trinkgeld zu zahlen. 2017 konnte der Eintritt ebenfalls nur Bar bezahlt werden. Eventuell hat sich das in der Zwischenzeit geändert.

Wie ich die Somerset Falls erlebt habe

Ich war überwältigt. Das mal vorweg. Außerdem hatte ich nach dem Ritt einen Adrenalinpegel, den ich bisher nur von meinem Fallschirmsprung kannte.
Als ich im Dezember 2017 bei den Somerset Falls war, war der Park an sich noch geschlossen und der Pool leer. Zwar konnte ich schon erahnen, was hier entstehen wird, Besucher waren jedoch noch keine da. Tatsächlich waren wir mit einer weiteren Familie die einzigen Besucher auf dem ganzen Gelände. Ich war überrascht, als wir ins Boot einsteigen sollten und gespannt, was nun auf uns zukommen mag. Alleine der Anblick, als wir durch die Schlucht geschippert wurden, war schon wundervoll, alles weitere war dann einfach nur atemberaubend.

Mein Fazit: Somerset Falls

Ein wunderschöner Ort mit einem paradiesischen Wasserfall, der nach wie vor ein kleiner Geheimtipp ist und mit ziemlicher Sicherheit jedem Besucher den Atem raubt.

Leider gibt es noch keine offizielle Website der Somerset Falls, aber auf der Facebook Seite gibt es einige Eindrücke.

Somerset Falls, Jamaica

Viel Spaß bei den Yomerset Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Somerset Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour: Around Jamaica #9 Portland

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

YS Falls, Jamaica

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Die YS Falls befinden sich im Südwesten der Insel im St. Elizabeth Parish, nicht weit von dem schönen Örtchen Black River entfernt. Der einzige Wasserfall der Region ist ein beliebtes Ausflugsziel für Urlauber die ihre Zeit in Negril und Umgebung verbringen, ist aber auch von Montego Bay sehr gut erreichbar.

YS ist viel mehr als ein Wasserfall. Wo wir an anderen Stellen der Insel die unberührte Natur erleben können, werden wir an den YS Falls eine Oase zum Wohlfühlen finden.

Die Geschichte von YS geht weit zurück und begann mit dem Anbau von Zuckerrohr. In den 50er Jahren startete der heutige Besitzer Tony Browne eine Pferdezucht auf dem weitläufigen Areal, um den Wasserfall 1992 schließlich für den Publikumsverkehr zu öffnen. Die Pferdezucht gibt es nach wie vor. Die Farm ist unglaublich gut gepflegt und so weitreichend, dass man das Ausmaß nur erahnen kann.

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YS Falls, Jamaica

Am Gästeeingang wartet ein Traktor mit einem Anhänger zur Personenbeförderung auf uns, der durch das weitläufige Areal zum Wasserfall fährt. Auf dem Weg begegnen wir immer wieder eindrucksvollen Rindern und Pferden, die auf den Wiesen grasen. Dieser Teil des Gelände ist für Besucher nicht geöffnet. Auf dem Weg wird deutlich, wie gepflegt die Farm ist. Von Jamaikanischen Urwald ist hier keine Spur. Ein ganz schöner Kontrast zu dem, was es sonst auf der Insel zu entdecken gibt.

Rund 10 Minuten fährt der Traktor mit den Gästen durch das kleine Paradies zur Oase und der erste Eindruck ist überwältigend und überraschend zugleich. Zumindest ging es mir so, als ich zum ersten mal die YS Falls erkundete.

Der Pool

Direkt an der Haltestelle empfängt uns ein großer Naturpool. Der Pool ist zwar künstlich angelegt, wird aber von dem Quellwasser der YS Falls gespeist. Der Grund ist mit Kieselsteinen aus dem neben laufenden Flussbett belegt. Um den Pool herum eine Ruheoase mit Liegen, Wiese und kleinen Hütten, die Schatten spenden.

Der Garten

Unterhalb des Wasserfalls befindet sich der weitläufige Garten, geschmückt mit den exotischsten Pflanzen. Die Bänke auf der Wiese laden zu einem Picknick ein. Also nicht vergessen, vor der Tour zu dem YS Falls noch etwas Obst auf dem Markt zu kaufen.

Der Wasserfall

Die YS Falls sind einige kleine Wasserfälle, die in Kaskaden hinab fallen. Die großen Pools auf den einzelnen Ebenen sind meist ruhige Gewässer zum Baden. Auf etwa halber Höhe gibt es die Möglichkeit mit einem Seil einige Meter in die Tiefe in das Becken zu schwingen. Wer sich traut, wird ein adrenalinreiches Erlebnis erfahren.
Je nach Wetterlage kann der Wasserfall sehr wild werden und die Safety Guardes, die entlang des Ufers wachen, werden vor dem Baden warnen. Die Sicherheit ist demnach stets gegeben.
Wer gerne trockenen Fußes die Spitze erklimmen möchte, kann den kleinen Pfad am Ufer wählen, der mit kleinen Aussichtsplattformen und wunderschönen Pflanzen gespickt ist.

Zip Lining

Auf dem Pfad entlang des Wasserfalls geht es bis nach ganz oben, wo die Guides das Geschirr anlegen und uns auf die Reise nach unten schicken. Mit der Zip Line fegen wir einige Meter über dem Wasserfall hinweg, bis wir unten wieder ankommen. Ganz günstig ist der Spaß mit 50 USD aber leider nicht. 

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YS Falls, Jamaica

Wissenswertes für Deine Tour zu den YS Falls

Die YS Falls sind, wie ich bereits erwähnte, in Privatbesitz und auf Tourismus bestens ausgelegt. Der offizielle Eingang ist damit unumgänglich. Auf dem Gelände werden auch Snacks und Souvenirs angeboten. Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen sind selbstverständlich im bestem Zustand vorhanden.

Eintrittspreis

Für 19 USD könnt ihr die YS Falls, den Garten und den Pool genießen.
Das Zip Lining kostet extra und ist mit 50 USD nicht ganz günstig.
Die Safety Guardes stehen zur Sicherheit bereit, unterstützen aber auch, den Wasserfall zu durchqueren (wobei das auch alleine ohne Probleme machbar ist). Ein kleines Trinkgeld wäre in dem Fall natürlich angebracht.

Anreise

Mit dem Taxi:
Etwa 100 USD kostet das Taxi von Negril oder Montego Bay zu den YS Falls (hin und zurück). Der Fahrer wartet dann am Eingang auf Euch. Zahlt aber auf keinen Fall im voraus, denn dann ist die Gefahr, dass er nicht mehr da ist, wenn ihr raus kommt, relativ hoch.

Mit dem Route Taxi:
Von Black River und Montego Bay fahren Route Taxis Richtung YS Falls. Ich habe es selbst noch nicht getestet, wie weit man kommt, aber ich schätze, dass ein kleiner Fußmarsch unumgänglich sein wird. Die Route Taxi Fahrer in Black River werden aber sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen. Von Negril erreicht man Black River ebenfalls mit dem Route Taxi über Savanna La-Mar. Von Treasure Beach müsste das eigentlich auch funktionieren. Fragt einfach mal bei den Einheimischen nach, wenn ihr das in Erwägung zieht. Wer also viel Zeit und Lust auf Abenteuer hat, kann die wilde Fahrt mit dem Route Taxi wählen.

Gebuchte Tour:
Es gibt lokale Anbieter in allen Touristengebieten in der Region, die Touren zu den YS Falls anbieten. Meist in Verbindung mit der Black River Safari. Für eine solche Tour muss man ab 85 USD rechnen (inklusive Verpflegung). YS selbst bietet keinen Pick-up Service an.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Neben den Route Taxis ist das sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat den Vorteil, dass ihr neben den YS Falls noch einen Abstecher in die Bamboo Avenue oder zum Black River machen könnt. Auch die Appleton Rum Estate oder der schöne Ort Maggotty sind nicht weit entfernt. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.
Der Weg ist einfach. Von Back River geht es Richtung Norden immer gerade aus, bis es vor der Bamboo Avenue links abgeht. Übrigens kommt ihr in Middle Quarters an zahlreichen Pepper Shrimp Ständen vorbei. Das ist der einzige Ort auf der Insel, wo ihr das bekommt, also schlagt zu.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, den Wasserfall zu bezwingen. Bei Bedarf werden im Souveniershop auch Wasserschuhe zum Kauf angeboten.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Im Park selbst gibt es Umkleidekabinen, aber soweit ich weiß, gibt es keine Schließfächer.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de* 


Zeit. Ganz wichtig. Um die YS Falls und den Pool genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 
Um den Ausflug perfekt zu machen: Ein Picknick. Auf dem Markt in Savanna La-Mar gibt es alles Mögliche an Früchten für ein Super Picknick. Die Pepper Shrimps gibt es in Middle Quarters auf dem Weg zu den YS Falls.

Zu guter letzt: Bargeld um eventuell den Guides ein Trinkgeld zu zahlen. Soweit ich weiß, kann der Eintritt auch mit Kreditkarte bezahlt werden.

Wie ich die YS Falls erlebt habe

Ich war schon mehrmals da und es war immer super schön. Bei meinem ersten Besuch auf Jamaica habe ich die YS Falls Tour bei der Schweizerin Margot gebucht, die in Negril Touren anbietet. Ich kann Margot nur Wärmstens empfehlen. Einfach bei Alberts nach Margot fragen.
Von Negril sind wir nach Savanna La-Mar auf den Markt, etwas Obst kaufen, um dann direkt die YS Falls anzusteuern. Im Garten haben wir ein Picknick gemacht und konnten die Umgebung genießen. Leider waren die Wasserfälle so wild, dass an diesem Tag die rote Fahne wehte. Die Tage vorher hatte es doll geregnet. Dennoch war der Aufenthalt wunderbar gemütlich und entspannt.
Die Tour ging im Anschluss weiter. Erst zum Mittagessen in die Bamboo Avenue in einem kleinen lokalen Restaurant und dann zur Black River Safari. Alles in Allem kostete die Tour um die 100 USD pro Person.

Mein Fazit: YS Falls

Mal etwas anderes und ein Kontrast zu dem, was man sonst auf der Insel erlebt. Die Wasserfälle sind nicht so eindrucksvoll, wie andere die man auf Jamaica findet, aber das Gelände mit dem Pool und dem Garten sind schon sehr entspannt.

Offizielle Website der YS Falls**: www.ysfalls.com

Viel Spaß bei den YS Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der YS Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour: Around Jamaica #6 Manchester & St. Elizabeth & Around Jamaica #2 Hanover & Westmoreland

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Konoko Falls, Jamaica

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Wie auch die Dunns River Falls befinden sich die Konoko Falls & Park in Ocho Rios, im Norden Jamaica’s. Der weniger bekannte, aber mindestens genau so schöne und erlebnisreiche Wasserfall liegt oberhalb der Stadt und war ebenfalls Schauplatz, des bereits erwähnten Kampfes um das Land zwischen den Spaniern und Engländern. Der Unterschied zu den Dunns River Falls allerdings: Hier werden keine Touristenmassen abgefertigt und die Besucher bekommen für weniger Geld, mehr geboten. Aus diesem Grund würde ich die Konoko Falls sogar als kleinen Geheimtipp empfehlen wollen. Warum er nur Platz 7 in meinem persönlichen Wasserfall Ranking bekommet, liegt einfach daran, dass es noch schönere Orte auf der Insel gibt.

Konoko Falls, Ocho Rios, Jamaica

Botanischer Garten

Direkt am Eingang des Parks werden wir von einem wunderschön angelegten botanischen Garten empfangen. Die wunderschönen tropischen und exotischen Pflanzen, die in allen möglichen Farben blühen und die versteckten Chill-Ecken im Garten lassen glauben, dass so in etwa das Paradies aussehen muss. Eine unglaubliche Ruhe, in der man nur das Vogelgezwitscher und das Geplätscher des Gewässer, in dem die Koi’s baden, bestärken diesen Eindruck noch weiter.

Botanischer Garten bei den Konoko Falls, Ocho Rios, Jamaica
Koi im Botanischen Garten bei den Konoko Falls, Ocho Rios, Jamaica

Zoo

Im direkten Anschluss zum botanischen Garten befindet sich ein kleiner Zoo, in dem exotische Vögel und auch heimische Tiere beheimatet sind. Das Areal ist ganz nett gestaltet und ebenfalls in einem Park angelegt, jedoch finde ich persönlich die Gehege etwas klein. Der Zoo ist sicherlich nicht das Highlight des Parks.

Riesen-Schildkröten im Zoo bei den Konoko Falls, Ocho Rios, Jamaica

Museum

Im Park befindet sich ein kleines Museum, dass mit Bildmaterial und Ausstellungsstücken an die Geschichte Jamaica’s, von den Taino über die spanische und später die englische Eroberung, bis in die heutige Zeit, aufklärt. Klein aber fein ist aus meiner Sicht die richtige Beschreibung für diese kleine Museum.

Wasserfall

Nun kommen wir zum eigentlichen Thema. Dem Wasserfall. Nach dem Park und der anschließenden Event-Area mit Restaurant steht man oberhalb des Wasserfalls und es lässt sich von oben nur erahnen, wie weit es eigentlich nach unten geht.
Wir befinden uns im Dschungel und über eine kleine Brücke überqueren wir den Wasserfall. Über einen schmalen Pfad gelangen wir zu einer Aussichtsplattform, die einen hervorragenden Blick auf Ocho Rios frei gibt.

Blick auf Ocho Rios von den Konoko Falls

Nun geht es entlang des Wasserfall, vorbei an wunderschönen Pflanzen, einen Pfad nach unten. Mit etwas Glück findet man in der floristischen Artenvielfalt sogar den einheimischen Doctor Bird. Am Fuße des Wasserfall angekommen befinden sich Umkleidekabinen, Sanitäre Anlagen und eine kleine Bar. Von hier aus steigt man in den Wasserfall ein, um den climb nach oben zu starten. Leider ist es nicht möglich bis ganz nach oben zu wandern, da zwischendrin unüberwindbare Höhen auftauchen, jedoch ist das begehbare Stück bereits ein einmaliges Erlebnis, das mit Action und Erholung in den kleinen Pools gespickt ist.
Aufgrund der Beschaffenheit ist der Wasserfall recht einfach zu besteigen und bei Bedarf gibt es auch hier Unterstützung von Guides, die für ein Trinkgeld den Weg nach oben umbeschwerlich gestalten.

Konoko Falls, Ocho Rios, Jamaica

Wissenswertes für Deine Tour zu den
Konoko Falls

Die Konoko Falls sind der kleine Geheimtipp und eine hervorragende Alternative zu den Dunns River Falls. Ich hatte das Glück das Areal mit nur ganz wenigen Menschen teilen zu müssen und hatte daher eine traumhafte Zeit, jedoch kann das natürlich auch anders sein. Gerade am Wochenende kommen hier sehr viele Locals her und auch an Kreuzfahrttagen, sprich, wenn ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Ocho liegt, kann es etwas voller werden.

Eintrittspreis

Für 20 USD pro Person könnt ihr die Konoko Falls und Park erleben.
Die Guides sind inklusive, jedoch ist ein Trinkgeld absolut angebracht.

Anreise

Zu Fuß:
Die Konoko Falls sind rund 5 Kilometer vom Zentrum Ocho Rios‘ entfernt. Somit ist ein Fußmarsch in rund einer Stunde durchaus machbar. Vom Zentrum geht es nach Süden Richtung Fernstrasse „Fern Gully“. Ein kleines unscheinbares Schild am Straßenrand zeichnet die Konoko Falls rechts abgehend aus. Zugegeben, es macht nicht den Eindruck, dass hier noch etwas kommen würde, tut es aber… 

Mit dem Taxi:
Vom Zentrum Ocho Rios‘ sollte ein One Way Taxi nicht mehr als 20 USD kosten. Eher günstiger. Für den Rückweg gibt es die Option zu Fuß zu gehen, oder eben im Vorfeld ein Taxi zu bestellen. Am Ausgang warten leider keine Taxis. Auch gibt es die Option ein Taxi zu buchen, was auf Euch wartet. Der Preis liegt hier bei rund 50 USD. Übrigens sind Taxipreise in Jamaica immer verhandelbar (außer natürlich bei Route Taxis).

Mit dem Route Taxi:
Es fahren keine Route Taxis direkt zu den Konoko Falls. Jedoch wäre es eine Option, mit dem Route Taxi bis zur Abbiegung zu fahren und von da aus weiter zu Fuß (etwa 2 KM).

Gebuchte Tour:
Nahezu alle Tourenanbieter in den Hotels und Außerhalb bieten Touren zu den Konoko Falls an. Meist sind diese kombiniert mit anderen Attraktionen in der Umgebung, wie die Dunns River Falls, das Bob Marley Mausoleum in Nine Mile oder die Green Grotto Caves in Runway Bay. Die Preise schwanken je nach Tour, aber 80 USD pro Person müssen mindestens eingeplant werden.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Zwar ist ein Mietwagen auf Jamaica mit etwa 45 USD eine gute Alternative, allerdings lohnt sich das für eine Tour zu den Konoko Falls eher nicht, sofern nicht weitere Touren geplant sind. Ein Scooter hingegen ist mit 20 USD pro Tag eine Überlegung wert.
Aber Achtung: auf Jamaica herrscht Linksverkehr. 

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, den Wasserfall zu bezwingen. Bei Bedarf gibt es an der Hauptstraße, bevor es zu den Dunns River Falls hoch geht, Wasserschuhe für 7 USD zum leihen.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Im Park selbst gibt es Umkleidekabine, jedoch keine Schließfächer. Ihr solltet demnach alles unwichtige im Auto lassen oder Euch mit einem Waterbag ausstatten.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de* 


Zeit. Ganz wichtig. Um die Konoko Falls genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. Das ist bei gebuchten Touren oftmals nicht möglich.

Zu guter letzt: Bargeld um eventuell den Guides ein Trinkgeld zu zahlen. Soweit ich weiß, kann der Eintritt auch mit Kreditkarte bezahlt werden.

Wie ich die Konoko Falls erlebt habe

Ich war von meinem Besuch bei den Konoko Falls sehr positiv überrascht, denn ich habe diese Attraktion völlig unterschätzt. Es wird nur wenig Werbung dafür gemacht und somit war ich auf „nichts besonderes“ eingestellt. Bereits der Gang durch den Botanischen Garten hat mich überwältigt, denn die Natur ist, bis auf die Wege, die eingezogen wurden, völlig unberührt. Ich habe mich sehr gewundert, dass wir den Park so ganz für uns alleine hatten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat und demnach haben wir uns auch sehr lange in diesem kleinen Paradies aufgehalten. Den Zoo habe ich relativ schnell hinter mir gelassen. Als ich dann zum Wasserfall und der kleinen Aussichtsplattform mitten im Dschungel kam, war es um mich geschehen. Ich habe einen wunderbaren Ort entdeckt. 

Mein Fazit: Konoko Falls

Ein total unterschätzter, aber wundervoller Ort, mit einem wunderschönen Wasserfall in der unberührten Natur.

Offizielle Website der Konoko Falls: https://www.konokofalls.com**

Viel Spaß bei den Konoko Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Konoko Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour rund um Ocho Rios: Around Jamaica #3 St. Ann

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es bei Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter
  • Beste Reisezeit: Dezember bis April (November ist Vorsaison und Mai noch Nachsaison)

Dunns River Falls, Jamaica

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Die Dunns River Falls in Ocho Rios, im Norden Jamaica`s, sind mit Abstand die bekanntesten Wasserfälle der Karibik und damit der Publikumsmagnet No. 1 der Insel. Das ist auch der Grund, warum dieser Wasserfall den letzten Platz in meinem persönlichen Jamaica-Waterfall-Ranking einnimmt.
Der wunderschöne Wasserfall selbst hätte sicher einen der vorderen Plätze verdient. Dazu ist er super erreichbar und sicherlich kann ein Besuch ein Highlight eines jeden Jamaica Aufenthalt sein. 

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Dunns River Falls, Jamaica

Leider bekommen die Gäste davon nicht sehr viel mit, aber der Ort ist sehr geschichtsträchtig:
1657 fand in dem Gebiet um die Dunns River Falls der Kampf um Jamaica zwischen den Spaniern, die bisher das Land beanspruchten und den Engländern, die es erobern wollten, statt. Wie weitreichend bekannt, gewannen die Engländer den Kampf und Jamaica wurde zur englischen Kolonie. Bis schließlich 1962 die Unabhängigkeit erteilt wurde.
Heute ist Ocho Rios die am schnellsten wachsende Region der Insel. Neben Montego Bay ist die drittgrößte Stadt Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe und die Umgebung um den Hafen ist bestens auf die Tagestouristen vorbereitet. Die Dunns River Falls befinden sich nur wenige Fahrminuten vom Hafen entfernt und so nutzen sehr viele Kreuzfahrer die Gelegenheit für einen Ausflug. Dabei lernen sie leider nicht wirklich das „echte Jamaica“ kennen.

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Bob Marley Statue im Island Village Shopping Center in Ocho Rios, Jamaica

In der Tat sind die Dunns River Falls auch heute noch ein besonderer Ort. Der Wasserfall wird als ein „lebendes und wachsendes Phänomen“ beschrieben. Durch das mineralische Wasser werden die Oberflächen der Steine stetig erneut und somit verändert. Wir werden das nicht wirklich wahr nehmen können, was wir aber spüren sind die teilweise sehr rutschigen Stellen, wenn wir den Wasserfall hinauf wandern. 

Sogar als Filmkulisse dienten die 138 Meter hohen Dunns River Falls bereits. Ian Flemming, der über Jahre auf der Insel lebte und hier seine James Bond Stories schrieb, wählte die Dunns River Falls für Szenen in Dr. No.

Vielleicht haben die Dunns River Falls tatsächlich einen Platz weiter vorne im Ranking verdient, aber mich persönlich schreckt die Masse an Touristen schon sehr ab. Deshalb möchte ich Euch einen ganz wichtigen Tipp für einen entspannten Ausflug zum bekanntesten Wasserfall der Karibik mit auf den Weg geben: An Tagen, an denen Kreuzfahrtschiffe in Ocho Rios anlegen, wird es unglaublich voll und der climb ist kein Vergnügen mehr. Hand in Hand schlängeln sich die Menschenmassen Flussaufwärts und die Animateure rufen wilde Motivationshymnen. Deshalb achtet auf jeden Fall darauf, dass kein Schiff im Hafen liegt. Ohnehin ist die beste Zeit am Nachmittag, da die meisten Gäste dann schon wieder weg sind.
Nur dann kann die Schönheit dieses Ortes wirklich genossen werden. Die Dunns River Falls münden direkt in das Karibische Meer und wenn ihr etwas Zeit mit bringt, könnt ihr sowohl den artenreichen Park um die Wasserfälle, als auch den Strand genießen.

Übrigens, auf dem Weg zum Ausgang werden wir durch einen kleinen Craft Market (ein Handwerkermarkt mit lokalen Souvenirs) geführt. Ihr werdet nicht überrascht sein, wenn ich Euch verrate, dass die Preise hier nicht die günstigsten sind.

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Dunns River Falls, Jamaica

Wissenswertes für Deine Tour zu den
Dunns River Falls

Die Dunns River Falls sind die beliebteste Touristen-Attraktion Jamaika’s und unter Umständen kann es sehr voll werden. Achtet deshalb unbedingt auf die Zeit. Am besten, wenn kein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Ocho Rios liegt und wenn möglich eher am Nachmittag oder früh am morgen. Dann besteht eine gute Chance, die Dunns River Falls wirklich genießen zu können.

Eintrittspreis

Für 23 USD pro Person könnt ihr die Dunns River Falls und Park erleben.
Die Guides sind inklusive, jedoch ist ein Trinkgeld absolut angebracht.

Mein Tipp: wer nicht unbedingt auf Animation, sondern mehr auf ein entspanntes Erlebnis steht, geht ohne Guide.

Ein weiterer hilfreicher Hinweis dürfte der Hintereingang sein. An der Hauptstraße, bevor es zum Wasserfall geht, gibt es oftmals die Möglichkeit den „Hintereingang“ zu nutzen. Den Preis, den man hier für den Eintritt zahlt, ist etwas günstiger, dafür aber illegal. Am offiziellen Eingang bekommt man ein Armbändchen, was am Hintereingang natürlich nicht der Fall ist. Wird man im Park ohne Bändchen erwischt, war es das mit dem Dunns River Ausflug und der offizielle Eintritt kann nachträglich verlangt werden. Somit wäre der Spaß dann entweder nur von kurzer Dauer oder eben ganz schön teuer. Deshalb würde ich nicht empfehlen, den Hintereingang zu benutzen.

Anreise

Zu Fuß:
Die Dunns River Falls sind rund 5 Kilometer vom Zentrum Ocho Rios` entfernt. Somit ist ein Fußmarsch in rund einer Stunde durchaus machbar. Vom Zentrum geht ihr Ortsausgang Richtung Westen, bis ihr linkerhand das sehr präsente Schild der Dunns River Falls entdeckt. Nun geht der kleine Anstieg von rund 60 Höhenmetern zum Eingang der Wasserfälle. 

Mit dem Taxi:
Vom Zentrum Ocho Rios` sollte ein One Way Taxi nicht mehr als 20 USD kosten. Eher günstiger. Für den Rückweg gibt es die Option zu Fuß zu gehen, oder eben im Vorfeld ein Taxi zu bestellen. Am Ausgang warten leider keine Taxis. Auch gibt es die Option ein Taxi zu buchen, was auf Euch wartet. Der Preis liegt hier bei rund 50 USD. Übrigens sind Taxipreise in Jamaica immer verhandelbar (außer natürlich bei Route Taxis).

Mit dem Route Taxi:
Es fahren keine Route Taxis direkt zu den Dunns River Falls. Jedoch wäre das eine Option, wenn ihr nicht direkt in Ocho Rios wohnt, sondern in der näheren Umgebung. Mit dem Route Taxi nach Ochi und dann weiter zu Fuß. Lasst Euch von dem Route Taxi am Besten an der Straße, wo es zu den Dunns River Falls hoch geht, raus werfen, sonst fahrt ihr bis ins Zentrum und müsst den ganzen Weg zurück (sofern ihr aus Westen kommt).

Gebuchte Tour:
Nahezu alle Tourenanbieter in den Hotels und Außerhalb bieten Touren zu den Dunns River Falls an. Meist sind diese kombiniert mit anderen Attraktionen in der Umgebung, wie das Bob Marley Mausoleum in Nine Mile oder die Green Grotto Caves in Runway Bay. Die Preise schwanken je nach Tour, aber 80 USD pro Person müssen mindestens eingeplant werden.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Zwar ist ein Mietwagen auf Jamaica mit etwa 45 USD eine gute Alternative, allerdings lohnt sich das für eine Tour zu den Dunns River Falls eher nicht, sofern nicht weitere Touren geplant sind. Ein Scooter hingegen ist mit 20 USD pro Tag eine Überlegung wert.
Aber Achtung: auf Jamaica herrscht Linksverkehr. 

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, den Wasserfall zu bezwingen. Bei Bedarf gibt es an der Hauptstraße, bevor es zu den Dunns River Falls hoch geht, Wasserschuhe für 7 USD zum leihen.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Im Park selbst gibt es keine Umkleidekabine. Diese befindet sich auf dem Parkplatz. Ihr solltet demnach alles unwichtige im Auto lassen oder Euch mit einem Waterbag ausstatten.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de* 


Zeit. Ganz wichtig. Um die Dunns River Falls genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. Das ist bei gebuchten Touren oftmals nicht möglich.

Zu guter letzt: Bargeld um eventuell den Guides ein Trinkgeld zu zahlen oder ein Souvenir vom Craft Market mit zu nehmen. Der Eintritt kann auch mit Kreditkarte bezahlt werden.

Wie ich die Dunns River Falls erlebt habe

Mein erster Besuch bei den Dunns River Falls fand über eine gebuchte Tour statt. Ich war zwar beeindruckt von dem Ort, aber auch schnell genervt von den Menschenmassen.

Mein zweiter Besuch hingegen war deutlich entspannter. Mit dem Taxi sind wir von Runway Bay zu den Dunns River Falls gefahren. Es waren zwar einige Menschen da, aber das war okay. Nach einer kurzen Verweildauer am Strand unterhalb des Wasserfalls, haben wir uns auf den Weg nach oben gemacht und ich muss sagen, in Ruhe macht das schon sehr viel Spaß, den nicht immer ganz einfachen Wasserfall zu erklimmen und zwischendurch eine kleine Pause in den Pools einzulegen.

Auf dem Rückweg blieb keine andere Wahl, wie über den Craft Market zu schlendern und tatsächlich bin ich bei meinem ersten Besuch auf einen der Händler rein gefallen. Mit seiner Masche „What’s your name“ hat er mich erwischt. Am Ende hatte ich eine kleine Holzschildkröte mit meinem Namen für einen unfassbaren Preis von 20 USD an der Backe. Klar ich hätte das Ding nicht nehmen müssen, aber mein Mitleid, dass er die Schildkröte jetzt ja nicht mehr verkaufen kann, war dann doch größer und am Ende hatte der Mann ein bisschen was verdient, was sicherlich auch nicht immer ganz einfach ist. Ein zweites mal allerdings, ist mir das nicht passiert.

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Climb auf den Dunns River Falls in Ocho Rios, Jamaica

 

Mein Fazit: Dunns River Falls

Ein wunderschöner Wasserfall an einem geschichtsträchtigen Ort. Leider kein Ort der Gemütlichkeit, sondern mehr der Touristenmassen-Abfertigung. Dennoch ist ein Besuch sicherlich lohnenswert.

Offizielle Website der Dunns River Falls: www.dunnsriverfallsja.com*

 

Viel Spaß bei den Dunns River Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Dunns River Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour rund um Ocho Rios: Around Jamaica #3 St. Ann

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es bei Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter
  • Beste Reisezeit: Dezember bis April (November ist Vorsaison und Mai noch Nachsaison)

Jamaika’s spektakuläre Wasserfälle

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Wenn ich gefragt werde, was man auf Jamaica unbedingt gesehen haben muss, kommen mir vor allem drei Dinge in den Sinn: das richtige Leben abseits des Tourismus, die wundervollen Strände und die spektakulären WASSERFÄLLE.
In meiner Around Jamaica Tour habe ich bereits viele schöne Ecken Jamaika’s erkundet und mit Euch geteilt und natürlich ist die karibische Insel als ganzes Sehens- und erlebenswert, heute allerdings, soll es nur um die Wasserfälle gehen.

Ich möchte euch in den kommenden Wochen gerne auf eine Reise rund um Jamaica, zu den schönsten Wasserfällen der Insel, mitnehmen. Aber nicht nur das. Mit meinen kleinen Tipps möchte ich Eure Reise zu einem einmaligen Erlebnis machen.
Welcher der Wasserfälle mein persönliches Highlight ist, werde ich Euch am Ende verraten, denn die Reise stellt mein ganz persönliches Jamaica-Waterfall-Ranking dar.

Bevor wir uns auf die Reise begeben, noch ein bisschen Background:

Die Entstehung der Insel

Die Entstehung der traumhaften Insel geschah vor zig Millionen Jahren. Keine Angst, ich werde nicht bei Adam und Eva anfangen und Euch mit trockener Geschichte langweilen. Schließlich geht es um Wasserfälle…
Der Osten der Insel ist geprägt von den Blue Mountains, mit dem höchsten Punkt auf 2.256 Metern über dem Meeresspiegel. Die geologischen Strukturen der Bergkette sind in gleicher Form auf Kuba und Hispaniola (Haiti und Dominikanische Republik) zu finden. Deshalb ist davon auszugehen, dass der östliche Teil eine Abspaltung dieser Formation ist.
Der Westliche Teil und das Landesinnere hingegen, entwickelten sich aus Unterwasservulkanen, die durch den fallenden Meeresspiegel an die Oberfläche kamen. Jedoch stieg der Meeresspiegel wieder an und eine mehrere hundert Meter dicke Kalkschicht bildete sich auf dem Vulkangestein. Es ereignete sich vor 8 Millionen Jahren, dass diese Gesteinsmasse wieder die Erdoberfläche eroberte und auf den Osten der Insel traf. So entstand das Paradies.
Die unabhängige Entwicklung ist heute noch deutlich erkennbar. So ist zum Beispiel das Cockpit Country im nördlichen Landesinneren eine Region die von Kilometerweiten Kalksteinhöhlen durchzogen ist.

Warum ich Euch das erzähle?

Während das Wasser im Westen und im Landesinneren mehr unterirdisch stattfindet, sind die schönsten Wasserfälle und Gesteinsformationen im Osten eher überirdisch. Das macht auch ein Blick auf die Karte hervorragend deutlich. Lediglich in den Gebirgen im Westen finden sich vereinzelt die überirdischen Wassermassen. Der Osten hingegen ist geradezu übersät von wunderschönen überirdischen Wasserfällen.

Dann lasst uns mal die spektakulären Wasserfälle Jamaica’s entdecken:

Dunns River Falls

Wir starten in Ocho Rios. Hier befinden sich die Dunns River Falls. Meine persönliche Top 8 der schönsten Wasserfälle auf Jamaica.

Dunns River Falls, Ocho Rios, Jamaica

Die Dunns River Falls in Ocho Rios, im Norden Jamaica`s, sind mit Abstand die bekanntesten Wasserfälle der Karibik und damit der Publikumsmagnet No. 1 der Insel. Das ist auch der Grund, warum dieser Wasserfall den letzten Platz in meinem persönlichen Jamaica-Waterfall-Ranking einnimmt.
Der wunderschöne Wasserfall selbst hätte sicher einen der vorderen Plätze verdient. Dazu ist er super erreichbar und sicherlich kann ein Besuch ein Highlight eines jeden Jamaica Aufenthalt sein. Weiter lesen…

Konoko Falls

Wie auch die Dunns River Falls befinden sich die Konoko Falls & Park in Ocho Rios, im Norden Jamaica’s. Der weniger bekannte, aber mindestens genau so schöne und erlebnisreiche Wasserfall liegt oberhalb der Stadt und war ebenfalls Schauplatz, des bereits erwähnten Kampfes um das Land zwischen den Spaniern und Engländern. Der Unterschied zu den Dunns River Falls allerdings: Hier werden keine Touristenmassen abgefertigt und die Besucher bekommen für weniger Geld, mehr geboten. Aus diesem Grund würde ich die Konoko Falls sogar als kleinen Geheimtipp empfehlen wollen. Warum er nur Platz 7 in meinem persönlichen Wasserfall Ranking bekommet, liegt einfach daran, dass es noch schönere Orte auf der Insel gibt. Weiter lesen…

Konoko Falls, Jamaica

YS Falls

Die YS Falls befinden sich im Südwesten der Insel im St. Elizabeth Parish, nicht weit von dem schönen Örtchen Black River entfernt. Der einzige Wasserfall der Region ist ein beliebtes Ausflugsziel für Urlauber die ihre Zeit in Negril und Umgebung verbringen, ist aber auch von Montego Bay sehr gut erreichbar.
YS ist viel mehr als ein Wasserfall. Wo wir an anderen Stellen der Insel die unberührte Natur erleben können, werden wir an den YS Falls eine Oase zum Wohlfühlen finden. Weiter lesen…

YS Falls, Jamaica

Somerset Falls

Die Somerset Falls befinden sich im wunderschönen Parish Portland im Osten der Insel. Was einst ein heimliches Paradies zeichnete ist heute ein kleiner Park für die ganze Familie.Weiter lesen…

Somerset Falls, Jamaica

Mayfield Falls

Die Mayfield Falls sind ein begehbares Gefälle des Mayfield River, einem Nebenfluss des Cabarita River im Westmoreland Parish im Westen Jamaikas. Genauer gesagt in den Bergen, umgeben von Regenwald und weitestgehend unberührter Natur.Weiter lesen…

Mayfield Falls, Jamaica

Reach Falls

Ich habe wirklich lange überlegt ob die Reach Falls nun Platz zwei oder drei meines persönlichen Jamaica Waterfall Ranking einnehmen. Am Ende habe ich mich für den dritten Platz entschieden, was allerdings nichts mit der Schönheit dieses Ortes, sondern rein mit dem Fakt zu tun hat, dass die Reach Falls, im Vergleich zu den Scatter Falls, eher kommerzialisiert sind. Dennoch möchte ich jedem der in Portland unterwegs ist, einen Besuch bei den Reach Falls ans Herz legen. Weiter lesen…

Reach Falls, Jamaica

Scatter Falls

Das Gold des Ostens. So würde ich die Scatter Falls gerne beschreiben wollen. Gold, weil schwer zu finden und so wertvoll, dass es begehrenswert ist. Die Scatter Falls sind einer der unbekannteren Wasserfälle Jamaica’s. Ganz versteckt liegen sie im Rio Grande Valley im Osten der Insel Nahe Port Antonio. Nicht nur der Umstand, dass man diesen Ort nicht mit hunderten anderen teilen muss, macht die Scatter Falls zu einem echten Erlebnis. Auch der Wasserfall und die angrenzenden Fox Caves sind ein unvergessliches Abenteuer. Weiter lesen…

Scatter Falls, Jamaica

Kwaaman & Tacky Falls

Wir sind am Ende der Reise zu den spektakulären Wasserfällen Jamaica’s angekommen. Die Kwaaman & Tacky Falls haben den ersten Platz in meinem persönlichen Ranking mehr als verdient, weil es um weit mehr geht, als nur um einen Wasserfall. Wer Jamaica’s einzigartige und unberührte Natur erleben möchte, ist hier genau richtig. Genau aus diesem Grund ist dieser Wasserfall auch mein absolutes Highlight der Tour. Die Kwaaman & Tacky Falls. Weiter lesen…

Kwaaman & Tack Falls, Jamaica

Möchtest Du mehr in Jamaica erleben?
Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour rund um das Paradies.

Around Jamaica Tour

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Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es bei Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter
  • Beste Reisezeit: Dezember bis April (November ist Vorsaison und Mai noch Nachsaison)

Party around the World: Jamaica Carnival

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Hört man Jamaica, denkt man wohl zuerst an Rum, Reggae und Strandpartys. Das ist es auch, was Jamaica so bekannt und beliebt gemacht hat. Neben dem Reggae gibt es auf Jamaica allerdings noch einen weiteren Trend, der die karibische Insel zur einer Top Party Location macht. Gerade um die Osterzeit herrscht Ausnahmezustand auf Jamaica. Es ist Karneval…

Byron Lee ließ sich vom Karneval in Trinidad & Tobago inspirieren. Nachdem er die Kultur kennen lernte, beschloss er, dass auch Jamaica den Karneval braucht. So wurde 1990 das erste mal „Jamaica Carnival“ gefeiert. Im Laufe der Jahre hat sich die Kultur etabliert und ist heute eines der größten Events Jamaika’s.

Bevor es an’s feiern geht, hier noch ein paar Fakten zum Jamaikanischen Karneval.

Wir kennen aus Deutschland die Karnevalsvereine mit ihrem Elferrat, den Funkenmariechen und Prunksitzungen und den Umzügen mit den bunt geschmückten Mottowägen. Jeder Verein hat seine eigenen Kostüme und man kann den einen vom anderen Verein recht einfach an den unterschiedlichen Designs unterscheiden.So ähnlich kann man sich die Karnevalskultur auch in Jamaica vorstellen, allerdings gibt es keinen Elferrat und keine Funkenmariechen. Auch gibt es keine Prunksitzungen, bei denen man von den Büttenreden schnell mal gelangweilt sein kann. Auch Verkleidungen zum Pirat, Prinzessin oder Cowboy sind Fehlanzeige.

Okay, vielleicht unterscheidet sich der Jamaica Carnival doch etwas mehr vom Deutschen Karneval, als zu Anfang angenommen.
Im Grunde sind die einzigen Gemeinsamkeiten die verschiedenen Karnevals Vereine – in Jamaica „Carnival Band“ genannt – mit ihren eigenen Kostümdesigns und die Karnevals-Züge. Beides hat nichts mit den Traditionen hierzulande zu tun.

Die Kostüme

Männer sind in der Regel nicht kostümiert, obwohl die Carnival Bands durchaus Kostüme für Männer anbieten. Getragen wird maximal ein Shirt im Vereinsdesign.
Die Kostüme der Frauen sind dafür um so schöner. Knappe, sehr aufwendige Bikini’s, in den tollsten Farben und Kreationen mit einem beeindruckenden und pompösen Federgewand für Rücken, Arme und teilweise sogar an den Beinen. So sieht das traditionelle Kostüm beim Jamaica Carnival aus.

Jede Carnival Band hat ihre eigenen Designs der aufwendigen Federkostüme, die für nicht gerade kleines Geld öffentlich zum Verkauf stehen. Es kann also jeder im entsprechenden Vereinsdesign auflaufen. Für ein Komplett Paket muss man gut 500 Euro und mehr rechnen.
Hat man einmal Carnival auf Jamaica, mit den tollen Kostümen erlebt, möchte man in keine Biene Maja oder Erdbeere mehr rein schlüpfen.

Die Carnival Bands

Heute gibt es in Jamaica fünf „Karnevalsvereine“, wobei es hier keinen Vereinscharakter hat wie wir es kennen. Mehr sind das Organisationen, die eine nach der anderen Party schmeißen.

Jamaica Carnival
Die erste Organisation Jamaika’s, gegründet 1990 von Byron Lee.
Bacchanal Jamaica
1998 gegründet und heute die größte Organisation.
Ocho Rios Carnival
Ein Ableger von All Island Carnival mit dem ersten Event in 2011.
Xaymaca International
Eine ganz junge Organisation, die erst 2017 gegründet wurde.
Xodus Carnival
Die recht junge Organisation, die sich auf Premium Events fokusiert.

Jetzt aber genug mit den Fakten, jetzt wird gefeiert.

Traditionell beginnt die Carnival Saison auf Jamaica, wenn in Deutschland schon wieder alles vorbei ist, nämlich Mitte Februar. Zum Auftakt gibt es eine Opening Party im Kingston Stadium, organisiert von Bacchanal Jamaica. Im Grunde eine reisen Party, bei der die Musik und das Tanzen im Vordergrund stehen.
Im Laufe der kommenden Wochen gibt es diverse Partys in den Clubs in Kingston, Ocho Rios und Montego Bay, wie den „Bacchanal Friday“. Eine wöchentliche Karneval Fete bei der Soca gespielt wird, man aber nur wenige kostümierte Gäste findet.
Auch die anderen Carnival Bands laden zu diversen Soca, Dancehall oder Calypso Events in Clubs und am Strand unter dem Karneval Motto. Hier und da gibt es Straßenparaden, wie auf dem Unigelände in Kingston.

Im Grunde bereitet sich Jamaica ab Mitte Februar auf den Carnival um das Osterwochenende vor.

So feiern die Jamaikaner Karneval…

Bei den Straßenparaden fahren Trucks mit extrem lauer Musik und voll gepackt mit den Feierlustigen, über das Gelände und um das Osterwochende sogar durch die Städte von Kingston und Ocho Rios. Die Trucks sind maximal mit einem Banner des Sponsors geschmückt. Politische Motto’s und aufwendige Statuen gibt es hier keineswegs zu sehen.

Auf die Ohren gibt es Soca, Dancehall und Calypso von teilweise sehr namenhaften Künstlern wie Elephant Man, Bennie Man und vielen anderen. Auch reisen viele Acts aus Trinidad & Tobago für die Event an, um der Meute mit den Calypso Klängen einzuheizen. Reggae hört man eher selten. Die Feierlustigen, die keinen Platz auf einem Truck ergattern konnten, laufen neben dem Zug her und feiern und tanzen, was das Zeug hält. Eine Straßenparade kann gerne mal über mehrere Stunden dauern. Überraschenderweise wird hier nicht sehr viel Alkohol getrunken. Die Trucks und zahlreiche fliegende Straßenverkäufer sorgen für Erfrischungen und hier und da gibt es Wasserwerfer (was für die Damen mit den Federkostümen eher zu vermeiden ist).
Am Ende des Zuges bleiben dann einige Trucks im „Mass Camp“ stehen und die Feiermeute versammelt sich zu einer riesigen Party.

Zum Finale gibt es eine große Road Parade in Ocho Rios, durch die Straßen der Stadt, mit Abschluss im Turtle River Park, organisiert von Ocho Rios Carnival.
Wer schon mal in Ocho Rios war, wird sich vorstellen können, wie die ohnehin schon sehr volle Innenstadt, zu einem kleinen Hexenkessel wird (natürlich ohne Hexen).

Alternativ zu Ocho Rios findet in Kingston „Bacchanal Jamaica“ statt. Die Parade geht durch Uptown, entlang der Hope Road. Dieses Event ist mit Abstand die größte Karnevalsparty auf Jamaica und Gäste aus aller Welt reisen nur für diesen Marsch an. Beeindruckende Federkostüme und jede Menge Party sind hier Programm.

Wer Karneval mal etwas anders erleben möchte, ist in Jamaica genau richtig. Inspiriert von Trinidad & Tobago hat sich eine eigene (jamaikanische) Carnival Kultur entwickelt und von Jahr zu Jahr zieht es mehr Leute auf die Straßen von Ocho Rios und Kingston.

Daten zu den Events und die entsprechenden Kostüme gibt es auf den Webseiten der diversen Carnival Bands zu finden. Also, auf in die Karibik zum Jamaica Carnival…
Gute und günstige Flugverbindungen Frankfurt – Montego Bay gibt es bei Condor* zu finden.

Enjoy Carnival Jamaica

Jamaica Carnival
Video zum Jamaica Carnival bei YouTube

Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du zum Jamaica Carnival reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter :-)
  • Weitere tolle Highlights, die Jamaica ausser dem Carnival zu bieten hat, findest Du in meiner Around Jamaica Tour

Jamaikanische Küche

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Eine kulinarische Entdeckungsreise

So bunt wie die Bevölkerung Jamaika’s, so bunt ist auch die jamaikanische Küche. Mit Einflüssen aus allen Bevölkerungsgruppen, die sich im Laufe der Jahre auf der größten Insel der Antillen nieder gelassen haben, gibt es ein buntes Allerlei auf den Tischen Jamaika’s.

Die ersten Einwohner, die Arawaks, hinterließen Mais-, Maniok- und Süßkartoffelrezepte, die noch heute ziemlich beliebt bei der einheimischen Bevölkerung sind. Auch die Spanier und später die Engländer hinterließen ihre Spuren und mit den einheimischen Früchten und Gemüsearten, sowie den Gewürzen, gibt es heute eine Vielfalt an Gerichten, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Generell ist die jamaikanische Küche pikant und würzig. So entstand auch in Boston Bay, im Osten der Insel, das Nationalgewürz: das Jerk, mit dem heute viele Gerichte verfeinert werden. Neben dem Jerk wird auch Curry und Pfeffer verwendet, um bereits das Frühstück zu einem Geschmackserlebnis werden zu lassen. Ebenso ist Fleisch ein ganz wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. Meist gibt es Hühnchen, aber auch Schwein und Rind werden angeboten. Eine der Spezialitäten kommt von der Ziege. Natürlich ist auch Fisch ein wichtiger Bestandteil der jamaikanischen Küche. Dazu gibt es eine reichhaltige Auswahl an Gemüse und anderen Beilagen.

Wichtig ist es, dass die Gerichte satt machen, denn viele der Einheimischen sind sehr arm und können sich kein teures Fleisch leisten. Deshalb gibt es auch viele Gerichte aus Mehl, Kartoffeln und gekochten Bananen, oder eben solche, die den Magen schnell und vor allem lange füllen.

Bevor die kulinarische Reise durch die Jamaikanische Küche beginnt, möchte ich noch einige einheimische Obst- und Gemüsesorten vorstellen:
Acerola Eine saure Kirsche, die nich mit den üblichen Kirschsorten verwandt ist. Ackee Eine einheimische Frucht, die meist zum Frühstück gegessen wird. Aber Vorsicht. Ist die Ackee noch nicht reif, oder schon überreif, ist sie giftig. Nur die geöffnete Frucht ist bedenkenlos genießbar.
Breadfruit Die Brotfrucht schmeckt nach dem Rösten, wie der Name schon sagt, nach Brot.
Callaloo Das Gemüse sieht ähnlich wie Spinat aus und schmeckt auch ähnlich. Ein beliebtes Gemüse zum Frühstück zusammen mit gekochten Babybananen und Dumpings.
Chocho Eine Art Kürbis.
Coco Eine kleine Knolle mit brauner Schale, die nur geröstet oder gebraten wirklich schmeckt.
Jack Fruit Die Frucht ist sowohl roh als Süßspeise, als auch zum kochen geeignet. Jamaican Apple (Cocoplum) Der Apfel mit seiner tief roten Schale, dem weißen Fruchtfleisch und der Form einer Birne ist nicht sehr geschmackvoll, dafür sehr saftig.
Maniok, Gari, Tapioka, Cassava und Okra Alles Kochgemüse das als Beilage serviert wird.
Pimento Ein Gewürz in Form von kleinen Beeren, das nach Muskatnuss, Zimt, Pfeffer und Gewürznelke zugleich schmeckt.
Plaintain Grüne Kochbananen, die ebenfalls als Beilage dienen.
Soursop (Stachelannone) Aus der stacheligen Frucht entsteht ein leckerer Fruchtsaft. Yam und Arrachacha Die Knollen, ähnlich wie Süßkartoffeln haben ein etwas festeres Fruchtfleisch und werden gekocht oder gebraten als Beilage serviert.

Bananenstrauch
Bananenbaum

Neben den lokalen Früchten, gibt es auf den Märkten natürlich auch viele bekannte Obst- und Gemüsesorten im Angebot. Neben Pine (Ananas), Papa (Papaya), Kokosnuss und diversen Zitrusfrüchten, gibt es Irish Potatoe (Kartoffeln), Ginger (Ingwer) und vieles mehr, dass die lokalen Farmer aus den Bergen zu den Märkten in die Städte bringen.

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Ananasstrauch

Wir arbeiten uns einmal quer durch die jamaikanische Küche und starten mit dem

Frühstück

Schon am morgen geht es meist deftig zu. Das traditionelle und beliebteste Frühstück der Jamaikaner: Ackee & Saltfish (Ackee und Salzfisch) Die Nationalfrucht wird gemeinsam mit Saatfisch gebraten und pikant gewürzt. Optisch schnell mit Rührei zu verwechseln. Geschmacklich aber ein Erlebnis.

Natürlich gibt es noch weitere beliebte Gerichte um in den Tag zu starten:
Banana Peanut Bread (Bananenbrot) Ein weiches, süßes Bot hergestellt aus Bananen. Jamaican Omelette (jamaikanisches Omelett) Das gewöhnliche Omelett wird in der jamaikanischen Variante mit Hühnchen serviert.
Pumpkin Pancake (Kürbis Pfannkuchen) Das Gericht wird nicht nur zum Frühstück, sondern auch als Nachtisch serviert.
Saltfish Fritters (Salzfischpuffer) Ähnlich wie wir die Kartoffelpuffer kennen, gibt es in Jamaika kleine Puffer mit Salzfisch.

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Ackee & Saltfish

Auch sehr beliebt zum Frühstück sind diverse Porridges. Zwar bereiten viele Jamaikaner den gehaltvollen Brei auch zu Hause, aber gerade am morgen findet man in vielen Städten kleine fliegende Händler, die den wahnsinnig leckeren Peanut Porridge in großen Töpfen zu einem günstigen Preis anbieten.

Lunch

Zum Mittagessen gibt es oft nur kleine Snacks, aber auch die haben es in sich.

Hier ein paar Gerichte, die über den Tag gesnackt werden und oft auch in den lokalen Fast Food Ketten „Tastee’s“ und „Juicy Patties“ zu finden sind.
Beef Patties (Rindfleisch Patties) Kleine Blätterteigtaschen gefüllt mit Rindfleisch Saltfish Patties (Salzfisch Patties) Kleine Blätterteigtaschen gefüllt mit Salzfisch Pepper Shrimps (Pfeffergarnelen) Die lokale Spezialität gibt es nur in einer Gegend Jamaika’s, in Middle Quarters, Nähe der Bamboo Avenue.

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Pepper Shrimps

Neben den Patties werden zu Mittag auch gerne Suppen geschlürft. Traditionell gibt es die Suppen to go in allen lokalen Fast Food Ketten und Cook Shops in Styropor Bechern in verschiedenen Größen. Für unseren europäischen Geschmack erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, am Ende aber sehr lecker. In Jamaika gibt es die Suppen nicht als Vorspeise, sondern als warme vollwertige Mahlzeit, die den Magen füllen sollen. Deshalb gibt es auch einige sehr gehaltvolle Suppen im Angebot. Hier ein paar Beispiele der traditionellen Suppen:

Fleischsuppen
Ackee Soup
(Ackeesuppe) Zerdrückte Ackee gemischt mit gesalzenerem Rindfleisch.
Coconut Soup (Kokosnusssuppe) Basierend auf Kokosnussmilch mit gesalzenen Rindfleisch.
Jamaican Kitchen Soup (Jamaikanische Küchensuppe), auch Rich Pig’s Tail Soup genannt, ist eine würzige Suppe mit Schweineschwänzen.
Okra Soup (Okra Suppe) Würzige Okra-Rindfleisch Suppe.
Pepper Pot Soup (Pfeffersuppe) Der Name ist etwas verwirrend, den tatsächlich wird der Pfeffersuppe vor allem Rindfleisch und Krabben hinzu gegeben.
Red Peas Soup (Bohnensuppe) Die beliebteste Suppe Jamaika’s. Das Original Rezept wird mit Rindfleisch serviert, heute gibt es aber viele Varianten, die auch Hühnerfüsse und andere „Reste“ enthalten.

Fischsuppen
Crab Meat Soup
(Krabbenfleisch Suppe) Würzige und reichhaltige Suppe mit Krabbenfleisch.
Fish Tea (Fischsuppe) Pikante Fischsuppe mit Gemüseeinlage.

Gemüsesuppen (vegetarisch)
Split Peas Soup (Bohnensuppe) Cremige Bohnensuppe.
Cream of Potato Soup (Kartoffelsuppe) Cremige Kartoffelsuppe mit ganzen Kartoffelstücken.
Vegetable Chowder (Gemüsesuppe) Dickflüssige und cremige Gemüsesuppe.

Dinner

Am Abend gibt es dann eine vollwertige Mahlzeit. Einige Jamaikaner kochen die lokalen Gerichte zu Hause. Viele jedoch, stillen ihren Hunger an den zahlreichen Cook Shops, die man an jeder Ecke findet. In Touristengebieten schlagen die Cook Shops gerne mal im Preis auf und es gibt in der Regel nur die Standardgerichte Jerk Chicken, Jerk Pork und die beliebtesten Beilagen wie Festival oder Rice & Peas. Je weiter man von den Touristengebieten weg kommt, desto variantenreicher und günstiger wird das Angebot der hausgemachten Leckereien.
Sicher darf man nicht zimperlich sein, wenn man sich in den Cook Shops sein Abendessen besorgt. Auf den ersten Blick wirkt alles sehr unhygienisch und etwas befremdlich. Der Geschmack allerdings ist oft ein Erlebnis und ich persönlich habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, was die Verträglichkeit angeht.

Im folgenden stelle ich einige beliebte und lokale Gerichte vor, die die Jamaikaner zum Abend essen.

Fischgerichte
Fisch ist gerade in Küstennähe ein wichtiger Bestandteil der jamaikanischen Küche. Aufgrund der Vielfalt in der karibischen See fischen viele Familien ihr Abendessen frisch aus dem Meer. Frischen Fisch bekommt man, sofern man keinen Fischer an der Hand hat, auf dem Markt oder sogar am Straßenrand von lokalen Fischern zum Kauf angeboten. Allerdings soll auch erwähnt sein, dass bereits viele Teile der umliegenden See überfischt sind und bereits jetzt ist es notwendig, dass Fisch importiert wird. Gerade der beliebte Salzfisch ist davon betroffen. Auch beim Hummer sollte man ein Auge darauf haben, dass die Meerestiere groß genug sind, denn erst ab einer bestimmten Größe können sich die Krustentiere fortpflanzen. Jamaikaner fischen auch gerne mal zu kleine Hummer und bedrohen so die Art.

Hier ein paar der beliebtesten Fischgerichte:
Boiled Lobster (gekochter Hummer) Nur in Wasser gekochter Hummer mit Knoblauch verfeinert.
Crab Back (gekochte Krabben) Die Krabben werden traditionell in der Krabbenschale serviert.
Curry Shrimp & Curry Lobster (Curry Garnelen & Curry Hummer) In Currysoße gekochte Garnelen oder Hummer.
Escovietch Fish (gebratener Fisch) Würzig gebratener Fisch mit gedünstetem Gemüse.
Jamaican Run Down (die Übersetzung spare ich hier mal aus ;-) ) Gekochte würzige Makrele.
Lobster New Burg (gebratener Hummer) Lecker gebratene Hummerstückchen mit Eigelb und Sherry.
Lobster Salad Plate (Hummersalat) Salat aus Karotten und Kartoffeln mit gekochtem Hummer.
Oven Baked Fish (Ofenfisch) Gebackener Fisch mit einer Panade aus Cornflakes.
Steamed Fish (gedämpfter Fisch) Eines der beliebtesten Fischgerichte Jamaika’s, ebenso mit Gemüsebeilage serviert.

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Steam Fish

Fleischgerichte
In Jamaika werden alle möglichen Tiere zu Fleisch verarbeitet. Am beliebtesten, wie schon gesagt, ist das Hühnchen. Ziege ist das Nationalgericht. Schwein und Rind sind ebenso vertreten. In der Regel wird das Fleisch inklusive Knochen gekocht und serviert. Die Jamaikaner lassen nichts verkommen. Jedes Teil des Tieres wird irgendwie verwendet. Selbst Hühnerfüße in Suppen oder Innereien als vollwertige Fleischmahlzeit.

Chicken (Hühnchen)
Das mit Abstand beliebteste Fleischgericht der Jamaikaner ist das Jerk Chicken. Gegrilltes Hühnchen mit dem lokalen Nationalgewürz verfeinert.

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traditioneller Jerk Chicken Grill

Das Hühnchen gibt es aber nicht nur gegrillt. Auch Stew Chicken und Fried Chicken sind beliebte Gerichte.

Hier gibt es einige traditionelle Hühnchengerichte:
Curry Chicken (Curry Hühnchen) Hühnchenstückchen inklusive Knochen in feiner Curry Soße.
Fried Chicken (gebratenes Hühnchen) Hühnchenstückchen gebraten in einer leckeren Panade.
Jerk Chicken (Jerk Hühnchen) Gegrilltes Hühnchen mit dem lokalen Jerk Gewürz. Stew Chicken (gekochtes Hühnchen) Fast schon ein Eintopf mit gekochten Hühnchen.

Jerk Chicken.jpg
Jerk Chicken

Beef (Rindfleisch)
Rind ist ein recht teures Fleisch. Auch auf Jamaika. Dennoch gibt es einige Bauern, die Rinder züchten und so findet man auf den lokalen Fleischmärkten auch mal eine ganze Kuh von der Decke hängen.

Hier habe ich ein paar der beliebtesten Rindfleischgerichte zusammen gestellt:
Beef Rolls (Rinderrouladen) Das typisch deutsche Gericht gibt es auch in Jamaika in etwas abgewandelter Form.
Meat Pie (Fleischkuchen) Das Gericht hat natürlich nichts mit einem Kuchen zu tun, sondern trägt nur seinen Namen, weil das Rindfleisch im Ofen mit Käse überbacken wird. Eher ein ungewöhnliches Gericht, denn die Zutaten, wie Käse und Rindfleisch sind sehr teuer auf der kleinen Insel.
Read Peas & Cow Skin (Kuhhaut mit roten Bohnen) Wie bereits erwähnt wird hier nichts weg geworfen. Auch aus der Haut der Kuh wird ein traditionelles Gericht gezaubert.
Stew Peas & Rice (Bohneneintopf) Würziger Bohneneintopf mit Reis und Rindfleischstückchen.

Pork (Schwein)
Weiter verbreitet wie Beef ist Schwein. Das hängt nicht zuletzt mit dem Preis für das Fleisch zusammen. Das Schweinefleisch ist nur wenig mit dem europäischen Fleisch zu vergleichen, denn aufgrund der Seltenheit wird hier nicht überzüchtet und man bekommt ein gesundes und gutes Fleisch auf den Tisch.

Hier gibt es ein paar lokale Schweinefleischgerichte:
Callaloo Cook-up (aufgekochter Callaloo) Ein recht irreführender Name für dieses Gericht, denn Hauptbestandteile neben den Callaloo sind gesalzenes Rindfleisch und Salzfisch.
Jerk Pork (gegrilltes Schwein) Mit dem traditionellen Jerk Gewürz
Suckling Pig (Ferkel) Ähnlich wie in Deutschland gibt es das Jamaikanische Spanferkel gefüllt.
Sweet and Sour Pork (Schweinefleisch süß-sauer) Stücke aus Schweinefleisch mit Ananas & Essig zubereitet.

Goat (Ziege)
Neben dem Jerk Chicken das Nationalgericht Jamaika’s. Nahezu jeder Haushalt auf dem Lande hält Ziegen zu Hause und auf der ganzen Insel rennen die Ziegen auf der Straße herum. Obwohl es so viele Ziegen gibt, bieten nur vereinzelte Restaurants das traditionelle Gericht an.
Curry Goat (Curry Ziege) Das gekochte Ziegenfleisch inklusive Knochen bekommt in der traditionellen Currysoße einen ganz eigenen, aber leckeren Geschmack.

Curry Goat.jpg
Curry Goat

Zum Fleisch bekommt man immer eine oder auch mehrere Beilagen serviert.

Avocado Salad (Avocado Salat) Grüner Salat verfeinert mit Avocado, oder als reiner Avocado Salat.
Festival (Festival) Aus Mehl hergestellter frittierte Teigstangen mit einem süßlichen Geschmack.
Jamaican Leaf (Jamaikanisches Blatt) Mit Mehl und Kokosnuss gefülltes Bananenblatt.
Potato Salad (Kartoffelsalat) Ähnlich, wie man es in Deutschland kennt. Gewürfelte, gekochte Kartoffeln mit Ei und Mayodressing.
Rice and Peas (Reis mit Bohnen) Gekochter Reis verfeinert mit Kokosnussmilch und roten Bohnen. Die beliebteste Beilage der Jamaikaner.
Ripe Plaintain / Green Plaintain (Reife oder grüne Kochbanane) Gebratene Kochbanane in Scheiben mit Zimt und Zucker verfeinert.
Yam Stuffing (Yam Füllung) Geschmackvolle Füllung aus Yam für Hühnchen, Fisch oder andere Fleischgerichte. Auch Yam als solches wird gerne als Beilage serviert.

Der Nachtisch darf natürlich nicht fehlen und hier legen die Jamaikaner noch eine Schippe drauf. Neben den süßen Kuchen gibt es einige Leckereien aus lokalen Zutaten. Sehr bliebt sind die verschiednen Buns. Eine Mischung aus Brot und Kuchen, die gerne auch mit Käse gegessen werden. Aber auch Puddings, teilweise in fester Form, fast schon ein Kuchen, sind sehr beliebt.

Hier gibt es einige süße Gerichte:
Cassava Pudding (Maniok Pudding) Gehaltvoller Pudding aus Maniok und Kokosnuss.
Green Banana Pudding (Bananenpudding) Aus grünen Bananen mit Kokosnuss und Vanille.
Hot Cross Bun (heißes süßes Brot) Eine der Hauptzutaten des Hot Cross Bun ist Bier, gemischt mit Honig und Limette.
Plain Cake (Kuchen) Reiner Kuchenteig ohne weitere Zutaten.
Ripe Banana Cake (Bananenkuchen) Aus reifen Bananen gemischt mit Nüssen.
Sweet Potato Pudding (Süßkartoffelpudding) Ein fester Pudding aus Süßkartoffeln, der fast schon die Konsistenz von Kuchen hat, verfeinert mit Zimt.

Kuchen Jamaica Flag.jpg
Kuchen

Drinks

Wo gegessen wird, dürfen gute Drinks nicht fehlen. Auch hier haben die Jamaikaner einige Spezialitäten. Allem voran natürlich der Rum. Dafür ist Jamaika unter anderem schließlich bekannt.
Neben dem harten Stoff gibt es auch zahlreiche weniger starke und alkoholfreie Getränke.

Hier gibt es eine kleine Auswahl:
Beer (Bier) Die lokale Biermarke ist das Red Stripe.
Blue Mountain Coffee (Kaffee) Der geschmackvolle Kaffe aus den Blue Mountains.
Coconut Water (Kokosnusswasser) Direkt trinkfertig aus der Kokosnuss, wird das Fruchtwasser auch gerne mit Rum gemischt.
Fruit Punsch (Fruchtpunsch alkoholfrei) Aufgrund der Vielfalt an Früchten eine Mischung aus einem bunten, gesunden Allerlei.
Ginger Beer (Ingwer Bier) Der Name ist etwas irreführend, denn mit Bier hat das Getränk nichts zu tun. Das Ginger Beer ist eines der beliebtesten Mixgetränke (meist mit Rum) der Jamaikaner.
Ginger Tea (Ingwer Tee) Beliebtes Heißgetränk gerade bei Erkältungen.
Pimento Liquer (Piment Likör) Rumgetränk mit Piment und Zimt.
Rum Punsch (Rum Punsch) Rum gemischt mit süßem Fruchtsirup.
Sour Sop Drink (Sour Sop Getränk) Eine der gesündesten Nationalfrüchte gemischt in einem leckeren Rum Drink.

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Red Stripe

Man sollte meinen, dass diese Vielfalt die Bedürfnisse eines jeden Jamaikaners decken sollte, aber weit gefehlt. Die Rastsafari haben ihre eigenen Küchenregeln.
Die Glaubensgemeinschaft, die in den 30er Jahren aus dem Christentum heraus, in Jamaika entstand und die Göttlichkeit des Haile Selassies lehrt, möchten mit dem westlichen Babylon System nichts zu tun haben.
So entstand das Bedürfnis auf importierte Nahrungsmittel, tierische Produkte, Salz, Alkohol und Tabak zu verzichten. Da die Rastsafari-Bewegung auf Jamaika weit verbreitet ist, ist ebenso die Rastsafari Küche, genannt I-tal sehr beliebt.

Einen kleinen Auszug aus der I-tal Küche habe ich im Folgenden zusammen gestellt:

Frühstück
Gebackene Maismehlfladen, Kurzgebratener Kohl, gebackene Bananen und Bananenpfannkuchen, Maismehl- und Bananenbrei und Ital Toast.Dazu gibt es keinen Kaffee, sondern traditionell Gras (Ganja) Tee.

Mittagessen
Sellerie mit Reis, Gemüsesuppe, Gemüsepfannkuchen, Ganja mit mit gemischten Gemüse und Ganja- und Maissuppe.

Abendessen
Gemüseeintopf, Kartoffel-Nudeln, gemischtes Blattgemüse, Süßkartoffelauflauf, I-tal-Omlette, I-tal-Burger, Bananenchips und Kartoffelbällchen.

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I-tal Gericht

Generell ist I-tal Food nicht nur frei von tierischen Produkten, sondern auch sehr gesund. Alle Gerichte entstehen aus Obst- und Gemüse und ebenso spielt Ganja eine Rolle in der Rastafari-Kochkunst. Auch Getränke werden von lokalen Früchten her gestellt, denn auch hier gilt, alles kommerzielle und alkoholische findet in der I-tal Küche keinen Platz.

Das war es auch schon mit der kulinarischen Reise durch die Küchen Jamaika’s. Gerne teile ich Rezepte auf Anfrage. Ihr erreicht mich
per e-mail unter afimia@afimia.de
auf meiner Facebook Seite https://www.facebook.com/afimiablog/
und im Kontaktformular auf meinem Blog www.afimia.de

Guten Hunger und viel Spaß beim entdecken der jamaikanischen Küche.

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Around Jamaica #9 – Portland

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von Manchioneal bis Buff Bay

Alles hat mal ein Ende und heute gibt es den neunten und vorerst letzten Teil der Around Jamaica Tour. Bekanntlich kommt das Beste zum Schluß und so ist es auch hier. Portland ist für mich persönlich das schönste Parish Jamaica’s. Die Natur ist wunderschön und es gibt eine tolle Atmosphäre in dem Parish im Osten der Insel zu erleben.

Die Abschlusstour startet in dem kleinen Örtchen Manchioneal, führt vorbei an atemberaubenden Wasserfällen und wunderschönen Stränden, dem größten Fluss Jamaica’s, der Stadt Port Antonio, macht einen Abstecher in die John Crow Mountains und endet schließlich an den Sommerset Falls in der Nähe von Buff Bay.

Manchioneal

Der Namensgeber des Ortes Manchioneal ist eine Pflanze namens Manchioneal Tree, der ausschließlich entlang der Küste der Kleinstadt wächst. Ansonsten hat der Fischerort nur wenige Attraktionen zu bieten. Dafür gibt es nicht weit von hier einen der schönsten Wasserfälle der Insel, die Reach Falls.

Der lange, flach in Kaskaden abfallende Wasserfall am Fuße der John Crow Mountains ist einzigartig. Nahezu den gesamten Wasserfall kann man nach oben wandern und neben den natürlichen Pools, mit glasklarem Wasser gibt es hier und da kleine Höhlen, in die man, unter dem Wasserfall durch rein und oben wieder raus klettern kann. Definitiv finden die Reach Falls einen Platz in meinen Top 3 der schönsten Wasserfälle Jamaica’s. Noch dazu kommt, dass hier in der Regel nur wenig Betrieb ist und man das Naturspektakel, mit etwas Glück, ganz für sich alleine hat.

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Reach Falls, Jamaica

Long Bay

Zurück an der Küste geht es weiter nach Long Bay.
Der Name ist hier Programm. Der Long Bay Beach ist mit seinem feinen Sandstrand und der Länge von etwa 1,5 Kilometern einer der Längsten der Insel. Eine weitere Besonderheit sind die extremen Wellen, die an den, bereits teilweise weg gespülten Strand, rein brechen. Der Ort, der vor einigen Jahren noch das Ziel für viele Back Packer war, ist heute eine Hurricane-gefährdete Region. Dennoch kommen immer noch sehr viele zum surfen hier her. Die Wellen sind allerdings nicht zu unterschätzen und definitiv nichts für Anfänger geeignet. Entlang des Strandes gibt es noch einige Bars und Guesthäuser, aber auch hier hat die Natur bereits ziemlich deutlich zugeschlagen.

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Strand von Long Bay, Jamaica

Boston Bay

Ein Stück weiter, entlang der Küste kommen wir nun nach Boston Bay.
Auch hier gibt es einen kleinen Strand, der sehr gut zum surfen geeignet ist, inklusive Surfbrettverleih. Aufgrund der weniger starken Wellen, macht es Sinn, hier erst mal zu üben, bevor man sich an den Long Bay Beach wagt.
Am Wochenende kommen einige Einheimische zum Strand, um auf den Wellen zu reiten und neben der Musik und den guten Vibes die man automatisch mit bekommt, herrscht am Boston Bay Beach eine ganz nette Atmosphäre. Man muss bzw. darf hier damit rechnen, dass man eingebunden wird und bestimmt nur wenig Ruhe findet.

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Strand von Boston Bay, Jamaica

Neben dem Strand ist Boston Bay aber vor allem für das Nationalgewürz Jamaica’s, das Jerk, bekannt. Hier ist die Geburtsstätte der scharfen Gewürzmischung, mit der heute einige Gerichte verfeinert werden. In Boston Bay gibt es demnach den Jerk Center, wo sich die traditionellen Restaurants aneinander reihen. Die Chicken, die zuvor mit dem scharfen Gewürz massiert wurden, kommen hier ganz traditionell auf den Holzrost mit dem darüber liegenden Wellblechplatten zum rösten. Zwar bekommt man hier nicht das beste Jerk Chicken der Insel geboten und relativ teuer ist es obendrein, dennoch lohnt es sich, in Boston Bay einen kleinen Snackstopp einzulegen. Wer kein Hühnchen mag, für den gibt es eine reichliche Auswahl anderer Jerk-Leckereien.

Bevor es nun in die Hauptstadt Portland’s geht, kommt man auf dem Weg an ganz tollen Stränden, um nicht zu sagen, den schönsten Stränden Jamaica’s vorbei.

Blue Lagoon

Zugegeben, die blaue Lagune ist nicht wirklich ein Strand, aber dennoch kann man hier ein tolles Naturwunder bestaunen. Die größte Frischwasserlagune der Welt wird von frischem Quellwasser gespeist, dass sich mit dem Salzwasser der karibischen See vermischt. Dieser Umstand, als auch die Tiefe von rund 60 Metern sorgen für das tiefblaue Wasser, das im Sonnenschein ganz wundervoll leuchtet. Die Lagune ist gesäumt von großen Bäumen, was das Bild noch abrundet.
Offiziell erreicht man die Blue Lagoon nur mit dem Boot oder dem Bambusfloß. Wählt man die romantische Tour mit dem Floß, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass viele Wasserpflanzen in der Lagune zerstört werden. Der „Hintereingang“ ist daher viel schonender für die Umwelt und lässt die Unterwasserwelt heile. Einfach über die Mauer hüpfen und durch den kleinen Dschungelpfad zur Lagune ;-)

Übrigens trug die Blue Lagoon früher den Namen „Blue Hole“, wurde aber aufgrund des Filmes „the Blue Lagoon“, der 1980 hier gedreht wurde, umbenannt.

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Blue Lagoon in Port Antonio, Jamaica

Monkey Island

Von der Blue Lagoon erreicht man mit dem Boot die Monkey Island.
Eine kleine, von Menschen unbewohnte Insel. Hier leben tatsächlich nur Affen. An dem kleinen Strand legt man mit dem Boot an und kann die totale Einsamkeit genießen, zumindest dann, wenn man hier alleine anlegt. Der Ort bietet sich super zum schnorcheln an. Der Sandstrand fällt sehr flach ab und in der unglaublichen Seegraslandschaft, rund um die Insel, findet man neben den tausenden von Seeigeln auch kleine Rochen und andere außergewöhnliche Fische.

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Seegraslandschaft Nahe der Monkey Island in Port Antonio, Jamaica

San San Beach

Zurück an Land geht es weiter zum San San Beach.
Ein kleiner privater und recht exklusiver Strand in einer Bucht gelegen. Ich selbst war noch nicht da und konnte das kleine Idyll nur vom Boot aus bewundern.

Frenchman’s Cove

Einen weiteren Strand, etwas weniger exklusiv, aber ebenso in Privatbesitz gibt es nur wenige Kilometer weiter, den Frenchman’s Cove.
Auch dieser Strand liegt in einer Bucht und das besondere hier sind die Becken, die am Ufer entstanden sind. Der Strand fällt auch hier recht flach ab, desto erstaunlicher ist es, dass es an der Seite und dem angrenzenden Park einige tiefe Naturpools gibt. Bei Bedarf kann man sich am Frenchman’s Cove Strandliegen leihen oder einfach nur in den weißen Sandstrand legen. Die Beachbar inklusive Bedienung am Strand sorgt für das leibliche Wohl.

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Frenchman’s Cove in Port Antonio, Jamaica

Winnifred Beach

Damit nicht genug, gibt es noch einen weiteren Strand vor Port Antonio, den Winnifred Beach.
Der einzig öffentliche Strand der Gegend. Einheimische sorgen dafür, dass der Strand sauber gehalten wird und bitten dafür um eine Spende, die ich natürlich sehr gerne zahle, wenn damit so ein tolles Fleckchen Erde erhalten bleibt. Für mich persönlich ist der Winnifred, mit seinen vielen Bäumen und Palmen und den kleinen Holzhütten, in denen die Beachbars und Restaurants untergebracht sind, einer der schönsten Strände der Insel. Auch die Atmosphäre hier ist eine ganz besondere, wie ich finde. Übrigens lohnt es sich auch hier, den Schnorchel aus zu packen. Nicht weit vom Ufer gibt es einige Felsen, die im Wasser schlummern. Hier tummeln sich einige Korallen und schöne bunte Fische im Seegras, das auch hier recht beeindruckend ist. Zur Brutzeit kommen die Schildkröten an den Winnifred, um ihre Eier abzulegen. Erwischt man also die richtige Zeit, bekommt man dieses Spektakel inklusive.

Port Antonio

Nachdem wir nun alle Strände der Umgebung kennen, geht es in die Stadt Port Antonio.
Wie ich bereits eingangs erwähnte, kommt das Beste zum Schluss und neben den besten Stränden, würde ich auch die Stadt Port Antonio als eine der schönsten Städte Jamaica’s bezeichnen wollen. Die Schönheit geht in dem Alltagstrubel etwas unter, schaut man sich die Stadt aber mal etwas genauer an, stellt man schnell fest, dass es so eine historische Stadt nur noch selten auf Jamaica zu sehen gibt. Die alten Häuser im Kolonialstil, mit den kleinen Holzbalkonen und tollen Verzierungen prägen noch immer Stadtbild.

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Früher lebte Port Antonio vom Bananen- und Kokosnuss Export, die von dem drittgrößten Frachthafen Jamaica’s verschifft wurden. Allmählich entwickelte sich hier der Tourismus, in dem die Reisenden, meist aus den USA, mit den Bananenbooten hier ankamen. Man nennt Port Antonio auch „the birthplace of Jamaica Tourism“. Der Massentourismus blieb allerdings aus. Zum Glück, denn sonst wäre Portie, wie die einheimischen ihre Stadt nennen, nicht das, was es ist.
Natürlich hat Port Antonio alles zu bieten, was der Alltag so benötigt. Vor allem aber, eine enorme Auswahl an Verpflegung jeglicher Art. Street Food in den verschiedensten Varianten. Am Ortseingang gibt es eine Reihe von Cook Shops, wie die kleinen to-go Buden genannt werden, die ebenso einzigartig sind, wie die Attraktionen, die es rund um die Stadt zu entdecken gibt.

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Blick auf Port Antonio bei Sonnenaufgang

Navy Island

Als der Tourismus sich entwickelte, kam Erol Flynn nach Jamaica und ließ ein Hotel auf einer kleinen Insel vor Port Antonio bauen. Erol Flynn’s Navy Island.
Auf der Insel entstanden, neben dem Hotel, einige Luxuscottages und eine Freizeitanlage, die nicht nur für wohlhabende Besucher, sondern ebenso für die einheimische Bevölkerung zugänglich war.
Die Anlage wurde bei einem verheerenden Feuer in den 60er Jahren zerstört und heute sind nur noch die beeindruckenden Ruinen zu bewundern. Die Natur holt sich hier alles zurück und die Überreste verschwinden nach und nach in der wilden Buschlandschaft. Schlägt man sich durch den Busch findet man noch den ein oder anderen Schatz.

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Navy Island in Port Antonio, Jamaica

Folly House

Neben der sehr beeindruckenden Navy Island gibt es eine weitere Ruine in Port Antonio zu erkunden. Das Folly House, in der Nähe des Portland Lighthouse.
Ein wohlhabender Amerikaner erbaute das Haus, mit 60 Zimmern auf zwei Etagen, für sich uns seine Frau. Zum Bau benutzte er Salzwasser, was keine gute Idee war. Denn nur 12 Jahre nach der Fertigstellung fing das Haus an, nach und nach zusammen zu fallen, bis schließlich das Dach einbrach. Die Ruinen kann man heute besichtigen und tatsächlich war es für mich sehr faszinierend, das zusammengefallene, aber dennoch sehr beeindruckende Haus zu erkunden.

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Holy House in Port Antonio, Jamaica

John Crow Mountains

Wir verlassen nun die schönste Stadt Jamaica’s und machen uns auf in die Berge. An den Blue Mountains grenzen die John Crow Mountains, die man am besten von Port Antonio aus erreicht.
Entlang des Rio Grande geht es in die Berge und weiter über Moore Town nach Ginger House. Hier beginnen die Straßen langsam holpriger zu werden. Über Milbank, wo es dann keine Straßen, sondern nur noch Buschwege gibt, erreicht man schließlich Bowden Pen. Als ich 2016 den Trip in die John Crown Mountains machte, hat es die Tage zuvor viel geregnet und so waren die Wege zum Teil überschwemmt. Für wenige Kilometer war ich mit dem kleinen Mietauto über zwei Stunden unterwegs, habe es aber dennoch geschafft, in der kleinen Maroon Community anzukommen und ein paar interessante Tage ausserhalb der Zivilisation zu verbringen.
Ich wollte natürlich nicht die Gelegenheit verpassen, zu erfahren, wie die Maroons heute leben, so führte uns ein ganz netter Einheimischer der Gemeinschaft in den Dschungel.

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John Crow Mountains in Portland, Jamaica

Über den Chunu Chunu Trail, der knapp 15 Kilometer durch den Dschungel führt, kommt man zu einer weiteren Maroon Community, die hier völlig abseits der Zivilisation leben. Sie ernähren sich ausschließlich von Tieren und Pflanzen, die in den Bergen wachsen bzw. leben. Gekocht wird traditionell mit Feuer, kein Gas und schon gar kein Strom. Man fragt sich, wie so manche alltägliche Dinge funktionieren, z.B. Geschirr spülen. Hierzu gibt es eine Pflanze, deren Blätter man anfeuchtet und aneinander reibt. So entsteht ein ganz natürliches Spülmittel, dass auch für die Körperpflege verwendet wird. Auch zum Zähne putzen gibt es eine geeignete Pflanze. Das Wasser kommt aus den Quellen in den Bergen oder das Regenwasser wird aufgefangen.
Es ist faszinierend zu erfahren, dass es in der heutigen Zeit noch Menschen gibt, die unter solchen Umständen leben. Das nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es möchten. In Bowden Pen habe ich einen Hauch vom Maroon Leben erfahren dürfen, aber lange nicht das volle Programm, wobei es in den kleinen Holzhütten, in denen wir übernachteten, bis vor einiger Zeit noch keinen Strom gab. Das wäre sicherlich auch mal eine Erfahrung gewesen.

Scatter Falls & Fox Caves

Auf dem Rückweg in die Zivilisation machen wir einen Stopp in Berridale im Rio Grande Valley und erkunden von hier die Scatter Falls und Fox Caves.
Mit dem Floß überquert man den Rio Grande River und gelangt so auf die andere Seite. Nach einer kurzen Wanderung über die Bananen Plantagen kommt man schließlich zum Eingang der Scatter Falls. Das Areal ist in Privatbesitz und ohne die Erlaubnis des Besitzers kommt man hier nicht weiter.
An dem Wasserfall angekommen, geht das Adrenalin direkt etwas nach oben. Die Scatter Falls sind sehr steil abfallend und es ist ein Erlebnis nach oben zu klettern.

Hat man den Wasserfall einmal bezwungen, geht es weiter in die Fox Caves. Eine kleine, enge Höhle. Die einzelnen Räume sind teilweise so eng, dass man nur alleine rein kann und die Gänge sind so verzweigt, dass man definitiv einen erfahren Guide dabei haben muss, um hier wieder raus zu kommen.
Die Scatter Falls sind nicht sehr bekannt und das mach diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis.

Rio Grande River

Zurück in Berridale kann man eigentlich direkt auf das nächste Floß umsteigen und den Rio Grande River bis an die Küste raften.
Der Rio Grande ist der längste Fluß Jamaica’s und hat seinen Ursprung in den John Crow Mountains. Viele Einheimische bieten hier Rafting Touren an. Wer hier allerdings auf Action hofft, muss vergeblich warten. Der Kapitän lenkt das Floß durch die mal mehr mal weniger starke Strömung, den breiten Fluß bis zur Küste. Alles in allem ist es aber eine eher ruhige Fahrt.

Etwa auf halbem Weg gibt es einen kleinen Strand, an dem sich ein Jamaikaner mit seiner Bar nieder gelassen hat. Er erzählte, dass bereits Johnny Depp hier war und den Strand direkt für eine Privatparty buchte. Ob das stimmt, oder nicht, sei mal dahin gestellt, aber vorstellbar ist es allemal. Die Rafting Tour ist ebenfalls eine ganz besondere Erfahrung. Nur die Natur um sich herum, fährt man den Fluß nach unten. Es gibt auf Jamaica zwar noch mehrere Flüsse, auf denen das Floßrafting angeboten wird, aber definitiv ist der Rio Grade das non-plus-ultra.

Sommerset Falls

Wieder an der Küste, kurz hinter Port Antonio angekommen, geht es direkt weiter zum nächsten Naturspektakel. Die Sommerset Falls.
Der Wasserfall und das umliegende Areal sind in Privatbesitz und waren lange geschlossen. Gerade im November 2017 wurde wieder eröffnet, aber fertig ist der Park vor dem spektakulären Wasserfall noch immer nicht. Das ist aber ganz egal, denn die Sommerset Falls entschädigen für alles.
Mit dem Boot wird man eine enge Schlucht wenige hundert Meter zum Wasserfall gefahren. Biegt man um die Ecke und erblickt zum ersten mal die Wassermassen, die hier mehrere Meter in die Tiefe stürzen, ist das ein ganz atemberaubendes Gefühl. Man sollte ein guter Schwimmer sein, um hier aus dem Boot zu steigen und sich entlang der Felsen in die recht große Höhle hinter dem Wasserfall zu kämpfen. In der Höhle angekommen wird es immer atemberaubender.
Von dem Vorsprung in der Höhle spring man dann in das wilde Becken durch den Wasserfall hindurch, schwimmt die Schlucht zurück bis in das große Becken, wo es mit dem Boot los ging. Der absolute Wahnsinn.

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Sommerset Falls in Portland, Jamaica

Wir haben nun einige Wasserfälle, Städte, Strände und andere Einzigartigkeiten der Insel entdeckt und die Sommerset Falls sind definitiv ein gebührender Abschluss der Around Jamaica Tour.
Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Spaß wie ich, auf meiner kleinen Reise durch das Paradies.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Meine Reiseempfehlungen:

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  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter :-)

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.

 

Around Jamaica #8 – St. Andrew & St. Thomas

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von den Blue Mountains bis zum Morant Point

Kingston ist schon sehr aufregend und turbulent. Nach dem Städtetrip geht es in Teil 8 der Around Jamaica Tour wieder etwas ruhiger zu. Und zwar in den Blue Mountains. Von hier geht die Reise über Port Royal, Bull Bay und Morant Bay bis zum östlichsten Zipfel der Insel, zum Morant Point.

Es gibt viele Wege, die in die Blue Mountains führen, der von Kingston allerdings ist am Besten zu befahren. Über kleine Siedlungen gelangt man schließlich nach Section, wo die Straße langsam holpriger wird und es nur noch mit einem geeigneten Auto weiter geht. Diese Straße führt weiter bis nach Buff Bay an der Küste im Nordosten der Insel. Man kann also über die Blue Mountains die ganze Insel überqueren, sollte dafür aber viel Zeit und Geduld mit bringen.

Bekannt sind die Blue Mountains für die Rastafari Gemeinschaften, die hier leben, die kleinen Siedlungen, mit teilweise ganz tollen Cafe’s und Restaurants, die Wanderwege quer durch den Dschungel inklusive dem Blue Mountain Peek und natürlich für den Blue Mountain Coffee. Das alles, und noch vieles mehr, gibt es heute zu entdecken.

Irish Town

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Wir starten in Irish Town.
Hier gibt es das Café Blue**, ein kleines nettes Café, dass bei den Kingstonern bekannt für seine Sandwiches und Kuchen ist. Von Irish Town geht es über eine kaum zu befahrende Straße zur Mount Zion Hill Community. Eine Rastafari Gemeinschaft, die die Kultur und Religion der Rastafaris mit allen Konsequenzen leben. Einmal in der Woche kommen einige der Gemeinschaft nach Papine (Kingston) um hier ihre traditionelle Zeremonie abzuhalten.

Newcastle

Weiter an der Craighton Coffee Estate** und einem weiteren netten Café, dem EITS Café** vorbei, kommt man schließlich nach Newcastle.
Wir befinden uns bereits auf rund 1.200m Höhe und man mag es kaum glauben, aber hier wird es langsam richtig frisch und von dem karibischen Klima ist nur noch wenig zu spüren. In Newcastle liegt ein Trainingscamp der Jamaica Defense Force. Eigentlich hat man gar keine andere Wahl, als über das Gelände zu fahren, denn die Straße führt mitten über den Hof des Camps. Als ich damals durch gefahren bin, hatten die strammen Soldaten gerade eine Trainingseinheit, bei der ich etwas zusehen konnte.
Von Newcastle gelangt man auch zum zweithöchsten Berg der Insel, zum St.Catherine’s Peek. Etwa eine Stunde ist man von hier zu Fuß unterwegs.

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Cottage in den Blue Mountains, Jamaica

Holywell Nationalpark

Von Newcastle ist es nicht mehr weit zum Holywell Nationalpark.
Auf den rund 120 Hektar bekommt man hier einiges geboten. Es gibt drei Wanderrundwege zwischen 2,5 und 5 Kilometer Länge und jeder für sich ist ein Erlebnis. Von Nutzpflanzen, wie wir sie teilweise aus unseren heimischen Gärten kennen und ganz außergewöhnlichen Pflanzen, die ich hier zum ersten mal gesehen habe, über eine überragende Aussicht bis nach Kingston runter, bis zu kleinen Wasserfällen, ist alles dabei.

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Blick auf Kingston vom Holywell Nationalpark in den Blue Mountains, Jamaica

 

Old Tavern Coffee Estate

Noch ein Stück weiter Richtung Section, kommt man an der Old Tavern Coffee Estate** vorbei. Ein sehr unscheinbares Haus, dass man von der Straße gar nicht sieht, ist die Kaffeeplantage nur anhand der zwei alten, ausgemusterten Traktoren, die an der Straße stehen, zu finden.

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Blue Mountains Nahe Section, Jamaica

Hier hatte ich die Gelegenheit alles über Kaffee zu erfahren. Der Inhaber David lud uns erst zu einer Tasse Kaffee, die er mit Honig süßte ein und erzählte dabei die Geschichte der Plantage. Seine Eltern kamen von England hier her und starteten mit einem Kaffeebohnenstrauch. Nach und nach wurden es immer mehr, so dass das Gelände heute eine mittelgroße Plantage mit rund 600 Sträuchern darstellt. Übrigens gewinnt man aus einem Strauch rund ein Pfund fertigen Kaffee. Die Sträucher liegen am Hang, so dass hier nicht maschinell geerntet werden kann. Nach dem Waschen und der Sortierung nach Güte werden die Bohnen zum Trocknen nach Kingston gefahren. Das würde aufgrund des Klimas in den Bergen nicht funktionieren. Danach kommen die Bohnen zurück in die Berge und werden geröstet. Die Familie legt großen Wert auf Natürlichkeit und somit werden keine Dünger oder sonstige Zusatzstoffe verwendet. Das macht das Geschäft riskant, wie David erzählte. Wird es zu kalt, erfriert die Pflanze, wird es zu warm, verbrennt die Pflanze. Auch zu viel Regen oder Sonne sind nicht gerade förderlich. Die Mischung in den Bergen bietet zwar oft das optimale Klima, dennoch spürt auch David den Klimawandel recht deutlich, sagte er.

Mavis Bank Coffee Factory**

Über weitere Siedlungen geht es auf der anderen Seite des Berges zurück bis nach Mavis Bank zur Mavis Bank Coffee Factory**.
Im Gegensatz zur Old Tavern Coffee Estate geht hier fast alles maschinell. Nach Vereinbarung hatte ich die Gelegenheit die Produktion zu besichtigen und der Produktionsleiter erklärte jeden Schritt vom Setzling bis zur Verpackung. Die rohen Bohnen werden in die Erde gepflanzt und feucht gehalten. Nach etwa drei Wochen sollte der Samen keimen. Die kleinen Setzlinge werden dann an Farmer in den Blue Mountains verkauft, von denen die Mavis Bank Coffee Factory die reifen Bohnen wieder zurück kauft. Das Unternehmen hat demnach keine eigene Plantage, sondern kauft alle Bohnen von lokalen Farmern ein. Je nach dem, in welcher Höhe die Farm liegt, desto mehr oder weniger bekommen die Farmer für ihre Ernte. Je höher, desto besser die Qualität, desto teurer die Bohnen. Nachdem die Farmer also ihre Ernte bei der Fabrik anliefern, werden diese maschinell gereinigt. Danach kommen die gereinigten Bohnen zum trocknen auf das sogenannte „Barbeque“. Eine große Fläche im Freien, in mitten der Fabrik. An sonnigen Tagen reichen vier Stunden aus. Fängt es an zu regnen, dauert es natürlich länger. Nachdem die Bohnen trocken genug sind, werden sie maschinell von der Hülle und dem Staub befreit. Danach müssen sie erst einmal in großen Jutesäcken trocken und dunkel lagern. Die Premium Bohnen lagern bis zu drei Monaten. Danach geht es weiter in die Sortierung, denn sie haben nicht alle die gleiche Größe und teilweise sind auch angegriffene Bohnen darunter, die nicht als ganze Bohnen verkauft werden können. Diese werden dann zur Herstellung des gemahlenen Kaffee verwendet. Die Sortierung erfolgt per Hand. Einige Damen sitzen in einem Raum und sortieren den ganzen Tag Kaffeebohnen. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Eine wahnsinnige Arbeit, wenn man bedenkt, welche Mengen hier umgesetzt werden. Nach der Sortierung geht es weiter in die Röstung. In der Fabrik gibt es zwei Maschinen, die das übernehmen. Danach wird Vakuum verpackt und das „Jablum“ Label mit einer Nähmaschine an die Außenverpackung, einen kleinen Jutesack, genäht. So entsteht also Kaffee. Bedenkt man die Zeit und den Aufwand, der dahinter steckt, ist der Preis, den wir für unseren Kaffee zahlen mehr als gerechtfertigt.

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Kaffeebohnen

Blue Mountain Peek

Von Mavis Bank ist es nicht mehr weit zum Blue Mountain Peek.
Mit 2.256 Metern der höchste Punkt der Insel. Viele Wanderer machen sich schon in den frühen Morgenstunden auf den Weg, um nach der dreistündigen Wanderung pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Berg zu sein.

Port Royal

Wir verlassen die Blue Mountains, eine wahnsinnig tolle Region und wahrscheinlich auch das, was Jamaica so besonders macht und über Kingston geht es zurück an die Küste, nach Port Royal.
Hier liegt die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes begraben.

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Giddy House auf Port Royal, Jamaica

Port Royal kennt man aus den Fluch der Karibik Filmen. Zwar wurde hier nicht gedreht, aber die Geschichten, die man in den Filmen mit bekommt, sind wahr. Tatsächlich war hier die Royal Navy stationiert. Die Lage des königlichen Hafen war perfekt für englische Freibeuter, die Schiffe von Panama nach Spanien ab fingen. Der bekannteste Freibeuter war Henry Morgan, dessen Grab sich auf dem Friedhof in Port Royal befand. Ebenso wird in den Filmen ganz richtig dar gestellt, dass die Piratenhochburg für seine Sittenlosigkeit bekannt war. 1692 wurde die Hafenstadt von einem Erdbeben ziemlich zerstört. Die Hälfte der Halbinsel versank im Treibsand und liegt heute unter dem Meeresspiegel. Etwa die Hälfte der Bevölkerung soll bei dieser Naturkatastrophe ums Leben gekommen sein. Zwar sollte die Stadt und der Hafen wieder aufgebaut werden, aber ein weiteres Erdbeben und mehrere Hurricanes zerstörten den Ort abermals. Heute leben hier rund 2.000 Menschen und Port Royal, der einstig wichtigste Hafen der Karibik, ist heute nur noch ein kleines Fischerdorf und spielt keinerlei Rolle mehr.
Zur Blütezeit war Port Royal eine der reichsten Städte der Welt.
Eine Idee davon bekommt man in der Festung Fort Charles am Rande der Stadt, sowie die Überreste im Ortskern. Ein großer Teil der Festung liegt unter Wasser und sowohl der Zugang zu Nelson’s Quartdeck, der Aussichtspunkt der Festung, als auch das ehemalige Waffenlager, das Giddy House versinken schräg im Boden. Die Kanonen wurden teilweise frei gelegt und liegen rund 3 Meter unter der Meeresoberfläche. Man kann sich in etwa vorstellen, wie es im Meer darunter aussehen muss.

Im Ortskern gibt es noch einige zerfallene Häuser, die darauf hinweisen, dass sich hier tatsächlich sittenlose Piraten herum getrieben haben müssen. Ganz im Gegenteil zu früher hat Port Royal heute die niedrigste Kriminalitätsrate der ganzen Insel. Irgendwie ironisch, dass gerade ein Vorort von Kingston und die ehemalige Piratenhochburg die geringste Kriminalität hat.

Bull Bay

Von diesem historischen Ort geht es weiter nach Bull Bay.
Ein kleiner Ort an der Küste, der vergleichbar ist mit vielen anderen. Die Besonderheit hier sind die enormen Wellen, die den Ort zum Surferparadies machen. Aus diesem Grunde gibt es hier auch eine Surfschule, die Kurse anbieten, oder eben das Equipment verleihen.

Wir überqueren nun die Grenze zu St. Thomas. Vorweg muss ich sagen, dass St. Thomas wohl die am wenigsten touristischste Gegend der Insel ist. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass hier eine gewisse Abneigung gegen Weiße herrscht. Man wird nicht selten mit Whitie beschimpft und sehr schräg angeschaut. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, die Gegend dennoch zu erkunden und dankenswerter Weise durfte ich auch andere Erfahrungen machen.

Morant Bay

Von Bull Bay, entlang der Küste, gelangt man nach schließlich nach Morant Bay.
Die größte Stadt St. Thomas´, einerseits sehr gastfreundlich, andererseits fast etwas fremdenfeindlich. Beide Erfahrungen konnte ich hier machen. Wie ich schon erwähnte, finden es Kids oft ganz faszinierend Weiße zu sehen. So auch geschehen in einem kleinen Burgerladen in Morant Bay. Die Kleine saß da und starrte mich unentwegt an. Als ich sah, dass sie ganz neidisch auf meine Pommes schaute, gab ich sie ihr natürlich ab. Sie war unglaublich zurückhaltend und schüchtern, nahm sie aber dann doch. Dem Ganzen ging voran, dass sie von einem Jungen geärgert wurde und sich offensichtlich nicht zu helfen wußte. Der Junge war dann natürlich sehr baff, als sie zur Entschädigung die Pommes bekam und er leer ausging. Er traute sich in unserem Beisein aber nicht, sie weiter zu ärgern. Morant Bay an sich ist eine recht unaufgeregte Stadt. Es gibt, wie in vielen größeren Städten der Insel, einen Markt im Zentrum und zahlreiche Shops entlang der Hauptstraße. Die Stadt hat keinen besonderen Flair, wie ich finde, aber dennoch war es ganz nett, die Erfahrungen hier mit zu nehmen. Wie unterschiedlich die Menschen hier sein können, habe ich bei einem Abendspaziergang erfahren. Erst in einer kleinen Kneipe, in der wir ganz offen empfangen wurden und sogar das ein oder andere nette Gespräch führten. Nach einem Jerk Chicken von den zahlreichen Straßengrills ging es weiter zu einer Open Air Sound System Party. Ein Einheimischer hing sich an uns ran und erwartete für den Begleitschutz natürlich eine Gegenleistung. Als ich ihm nach dem dritten Bier sagte, dass es nun genug wäre, wurde er recht unfreundlich. Wir hatten uns schon auf den Heimweg gemacht, als wir an einer weiteren Bar vorbei kamen und wiederum eine ganz andere Erfahrung, nämlich die totale Gastfreundschaft, erleben durften. Zusammen mit einer Gruppe Einheimischer ließen wir den Abend ausklingen und wurden auf das ein oder andere Getränk eingeladen. Definitiv ein Abend der Gegensätze und sehr bezeichnend für Morant Bay.

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Holland Beach Nahe Morast Bay, Jamaica

Bath

Auf dem Weg zum Morant Point machen wir einen kleinen Abstecher ins Inland, nach Bath. Der Ort trägt den gleichen Namen, wie Bath in England und ebenso gibt es hier in der Nähe eine Mineralquelle. Schon am Parkplatz warten zahlreiche Guides, die einem zur Quelle führen wollen. Tatsächlich kommt man da aber ganz alleine hin. An der Quelle angekommen gibt es viele, die sich das ganz natürliche Outdoor-Spa gönnen und eine Massage auf dem Stein genießen. Ich persönlich fand es eine ganz eigenartige Atmosphäre, als ich da war. Das mag aber an den Gästen gelegen haben, die gerade vor Ort waren. An sich ist die Quelle ein sehr schöner Ort und die Gelegenheit, ein so natürliches Spa zu besuchen, bekommt man auch nicht alle Tage. In der Nähe hat sich ein Hotel niedergelassen, die sich das mineralische Wasser ebenso zu nutze machen und ein Spa im herkömmlichen Stil eingerichtet haben. Zurück im Ort findet man einen kleinen unscheinbaren botanischen Garten. Viel Exotisches gibt es hier zwar nicht zu entdecken, aber der kleine Park ist ganz nett angelegt und bestimmt ein kleiner Stop over wert.

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Botanischer Garten in Bath, Jamaica

Morant Point

Zum Abschluss der heutigen Reise geht es an den Ostzipfel Jamaica’s, dem Morant Point. Über kleine Dörfer, in denen man die Ablehnung noch deutlicher spürt, kommt man in eine einsame, unbewohnte Gegend, in der die Rinder am Straßenrand grasen und die Ziegen auf der Straße herum rennen. Auf dem Weg zum Ostende kommt man am Holland Beach vorbei. Ein kleiner ganz toller, einsamer Strand. Schade ist, dass hier recht viel Müll angespült wird und es die Einheimischen nicht wirklich interessiert.

Am Zipfel angekommen findet man nichts als eine kleine Kirche, ein kleines Wohnhaus, einen Leuchtturm und vor allem eine wahnsinnige Kulisse. In dem Wohnhaus lebt der Leuchtturmwächter recht einsam. Ich hatte ihn angesprochen, ob es eine Möglichkeit gäbe, auf den Leuchtturm zu gehen und er führte uns nach oben. Man fühlt sich tatsächlich ein bisschen, wie am Ende der Welt angekommen.

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Leuchtturm am Morast Point, Jamaica

Mit diesem Eindruck vom Ende der Welt schließen wir die heutige Reise durch die Blue Mountains und die am wenigsten touristische Region der Insel, St. Thomas ab.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Meine Reiseempfehlungen:

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  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

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Around Jamaica #7 – St. Andrew

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Kingston

Vom Süden der Insel geht es weiter in die Hauptstadt Kingston, im Südosten, im Parish St. Andrew. 2014 war ich das erste mal hier, allerdings nur für einen Tag. Ein Taxifahrer aus dem Norden brachte uns in die Hauptstadt und je später der Tag wurde, desto gestresster wurde er. Sein Ziel war es, unbedingt aus der Stadt wieder raus zu sein, bevor die Dunkelheit einbricht. 2016 habe ich mehrere Tage in Kingston verbracht und ja, man kann sich nicht überall problemlos bewegen, aber so heftig, wie der Taxifahrer es darstellte, ist es nicht wirklich. Im Gegenteil, weiß man wo man hin möchte und wie man sich zu verhalten hat, kann man am Tage, als auch bei Nacht richtig Spaß in der Großstadt haben und einiges entdecken und erleben. Kingston ist das kulturelle und wirtschaftliche Herz der Insel und das spürt man, wo man geht und steht.

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Kingston ist die Stadt in der extrem reich und extrem arm aufeinander treffen. In Mitten der Stadt gibt es eine Straße namens Half Way Tree, die quasi die Grenze zwischen Uptown und Downtown darstellt. In der Regel wird diese unsichtbare Grenze von den Kingstonern nicht überschritten und so leben arm und reich in ihren jeweils eigenen Stadtteilen. Man sollte es aber auf gar keinen Fall verpassen, beide Teile, ausgiebig kennen zu lernen.

Die Teilung der Stadt entstand durch das Erdbeben, dass Kingston 1907 erschütterte. Die Menschen, die es sich leisten konnten, errichteten ihr neues Domizil in Uptown. Downtown entwickelte sich zu einem Gebiet der Rastafari und der Arbeiterklasse. Arbeitslosigkeit und Armut ließ die Kriminalität rapide steigen und so ist heute für viele Menschen jeder Tag im Ghetto ein Kampf ums überleben.

Die heutige Entdeckungstour startet in Uptown, bevor wir dann später zum interessanteren Teil, nach Downtown kommen.

Uptown

Bevor wir den Rundgang in Uptown starten, möchte ich noch ein Erlebnis teilen. In der Nähe von Half Way Tree lebt Gina Smith. Ein Gitarrist, der bereits mit Jimmy Cliff und Ziggy Marley auf der Bühne stand. Er hat quasi jeden Tag open House und in seinem Inna da Yard hängen jeden Tag einige Leute rum, die Gina kennen. Ich hatte die Gelegenheit dabei sein zu dürfen als im Inna da Yard ganz spontanen eine Jam Session statt fand.

Nun beginnen wir aber den Rundgang in Uptown und starten am Half Way Tree, eine Kreuzung an der sich Uptown und Downtown vereinen. Am Straßenrand tummeln sich fliegende Händler, mit allem möglichen. Bereits hier sind die Preise deutlich teurer, wie auf dem Coronation Market in Downtown. Entlang der Hope Road kommt man erst zum Devon House, ein wunderschönes Haus im Kolonialstil, das vom ersten schwarzen Millionär Jamaica’s, George Stiebel erbaut wurde. Im Haus befindet sich heute eines der besten Restaurants der Insel, sowie eine Ausstellung. Viele Kingstoner kommen in den Park vor dem Gebäude, um eine Auszeit vom Trubel in der Stadt und ein hausgemachtes Eis von Davon House Ice Cream zu genießen.

Bob Marley Museum**

Weiter entlang der Hope Road kommt man zum Bob Marley Museum**.

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Bob Marley Grafitty in Kingston, Jamaica

Hier spürt man den Geist Bob Marley’s in seinem einstigen Wohnhaus, in dem er mit seiner Frau Rita lebte. Die Zimmer sind zu meist original erhalten und Exponate, wie Kleidungsstücke, Platten, Musikinstrumente und vieles mehr sind hier ausgestellt. Es wurde sogar sein kleiner Shop, den er in Trench Town eröffnete, in dem er seine gepresste Musik verkaufte, nach gebaut.
Im hinteren Teil des Gebäudes gibt es ein kleines Tonstudio mit dem wohl berühmtesten Einschussloch der Welt. Hier nahm er seine ersten Songs gemeinsam mit den Wailers auf. Tuff Gong in Trench Town kam erst später.
Zwei Tage vor dem legendären One Love Peace Concert, dass 1978 in Kingston statt fand, saß er mit seiner Frau Rita und seinem Manager in dem Studio. Marley hatte damals beim Government beantragt, dass das Konzert für jeden frei zugänglich sein sollte, ohne Eintritt. Er wollte damit die Message transportieren, dass alle Menschen gleich sind, egal ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich. Die Parteien waren sich über diesen Antrag nicht einig und man sagt, dass die Partei, die den Antrag nicht unterstütze, einen Auftragskiller engagierte Bob Marley zu erschießen. Somit würde das Konzert nicht stattfinden und die gegnerische Partei hätte keinen Vorteil bei den nächsten Wahlen gehabt. Wie krank die Politik sein kann, macht dieses Ereignis deutlich. Zum Glück ist der Anschlag nicht geglückt und Bob Marley trat zwei Tage später mit einer Schußwunde am Arm beim One Love Peace Concert auf, dass am Ende tatsächlich für jeden kostenlos war und über 100.000 Menschen kamen.

Wie ich bereits in St. Ann erwähnte, spürt man in Kingston einen deutlicheren Bezug, wie in Marley’s Heimat Nine Mile. In Downtown geht es später weiter.

Hope Garden**

Noch ein Stück weiter die Hope Road entlang, gibt es eine weitere Ruheoase, der Hope Garden**. Auch hier kommen die Kingstoner zum ausspannen her. Der Hope Garden ist ein sehr schön angelegter Park, mit einem kleinen Zoo und zahlreichen Möglichkeiten, die Ruhe zu genießen. Ab und zu finden hier Konzerte statt.

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Hope Garden in Kingston, Jamaica

Am Ende der Hope Road beginnt der Stadtteil Papine. Zusammen mit August Town und Mona ist das die Unigegend Kingston’s. Hier befindet sich die University of the West Indies. Die größte Universität der Insel. Usein Bolt dreht heute noch sein Runden auf dem Campus und mit etwas Glück kann man dem schnellsten Mann der Welt beim Training zu sehen. Ich selbst war kurz vor Ostern in Kingston. Osterzeit ist Carnevalzeit. Demnach durfte ich eine der kleinen Carneval Parraden auf dem Mona Campus mit erleben. Die Trucks mit wahnsinnig lauter Musik, die alles außer Roots Reggae spielen, fahren mehrfach im Kreis und die Feierlustligen laufen hinterher. Tatsächlich entdeckt man das ein oder andere Mädchen mit den typischen Carneval Kostümen, die man aus der Karibik kennt. Am Ende versammeln sich die Trucks auf einem Platz und es gibt eine riesige Party. Definitiv sollte das jeder mal erlebt haben. Das Finale des Carnevals findet am Ostersonntag statt. Die größten Partys gibt es in Kingston und Ocho Rios, aber schon sechs Wochen vorher starten die kleinen Paraden hier und da.

National Stadium

In der Unigegend befindet sich auch das National Stadium. Hier finden zahlreiche kleinere und größere Sportevents statt. Einmal in Kingston, dachte ich mir, würde es sich lohnen ein Fußballspiel anzuschauen. So kam ich zum Länderspiel der Jamaica Reggae Boyz gegen die Nationalmannschaft von Costa Rica zur WM Qualifikation. Mit Pünktlichkeit haben es die Jamaikaner bekanntermaßen nicht wirklich, aber dass sie sogar zu einem Fußballspiel zu spät kommen, hätte ich nicht vermutet. Etwa zur Halbzeit war das Stadion dann voll gefüllt und die Tröten, wie man sie noch von der WM in Südafrika kennt, waren unfassbar laut. Hier gibt es keine Stadionschlachtrufe, oder Gesänge. Tatsächlich hört man nur die Tröten, 90 Minuten lang. Trotzdem ein tolles Erlebnis.

Emancipation Park

Nicht weit vom Stadion befindet sich der Emancipation Park. Ein kleiner, feiner Park mitten in der Stadt, mit einer Laufbahn, zu der viele Kingstoner zum joggen her kommen. Tatsächlich hat der Park aber eine tiefere Bedeutung. Er entstand nach dem Motto „a tribute to Freedom“ und beheimatet die Redemption Skulptur.

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Emancipation Statue im Emancipation Park in Kington, Jamaica

Skyline Drive

Von Papine geht es nun weiter Richtung Skyline Drive. Diese Straße trägt nicht umsonst diesen Namen. Von der Skyline Drive hat man den Blick über die ganze Stadt. Natürlich ist das am Tag schon sehr beeindruckend, bei Nacht allerdings ist es atemberaubend.

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Blick über Kingston bei Nacht

In der Skyline Drive befindet sich der beste Reggae Club der Stadt. Der Bub Club**. Mit einer überragenden Kulisse verbringt man hier den Sonntag Abend bei gepflegtem Roots Reggae. Ganz viel einheimische Rastamänner kommen hier her und tanzen sich im wahrsten Sinne des Wortes in Trance. Definitiv einer meiner besten Abende in Kingston.

Über die Jack’s Hill Road geht es wieder runter nach Half Way Tree und über Cross Roads weiter nach Downtown.

Downtown

Das Zentrum von Downtown bildet der William Grant Park, besser bekannt als „Parade“. Der nördliche und südliche Eingang wird von den Statuen von Norman Manley und Alexander Bustermante bewacht. Rund um Parade tobt das echte Leben.

Ward Theatre

Nördlich von Parade befindet sich das alte Ward Theatre. Das Theater war einst das größte der Karibik. Schon die Fassade ist sehr eindrucksvoll. Bekommt man allerdings die Möglichkeit, das zerfallene Gebäude von innen zu bewundern, ist das ein einmaliges Erlebnis. Ich hatte die Gelegenheit und was sich im inneren verbirgt, ist der Wahnsinn. Ganz alleine steht man in dem verlassenen Gebäude, in dem die Scheinwerfer und Verfolger, die Tribünen und die Deckenleuchter so aussehen, als ob sie erst gestern noch im Einsatz waren.

Kingston Parish Church

Gegenüber, südlich von Parade findet man dann direkt das nächste eindrucksvolle Gebäude, die Kingston Parish Church. Eine der schönsten Kirchen der Insel. Übrigens gibt es unzählige Kirchen in Jamaica, selbst in den kleinsten Ortschaften. Die Jamaikaner sind ein sehr gläubiges Volk, was das Ganze wieder sehr ironisch macht. Auf der einen Seite gibt es hier eine enorme Kriminalität und andererseits sind die Kirchen am Sonntag voll bis in die letzte Reihe.

Coronation Market

Westlich von Parade geht die Queen Street ab, die direkt zum Coronation Market führt. Der Markt ist der größte in der englisch-sprachigen Karibik und das halbe Land kommt hier her zum einkaufen. Bekommt man in MoBay, Ochi, Negril oder anderen Städten der Insel die alltäglichen Dinge (keine Souvenirs) auf der Straße angeboten, haben die Verkäufer diese zu 90 %iger Sicherheit hier günstig eingekauft, um sie in anderen Teilen der Insel teurer zu verkaufen.
Über den Markt zu schlendern, ist tatsächlich ein Erlebnis. Allerdings sollte man jegliche Wertgegenstände zu Hause lassen. Hier geht es meist hektisch und eng zu und schnell ist man sein Hab und Gut los, ohne es zu merken.
An jeder Ecke steht hier die Polizei mit Mannschaftsbussen und schweren Gewähren, denn nicht selten kommt es hier zu Schießereien zwischen den Banden.

Trench Town

Direkt hinter dem Coronation Market kommt man ins Ghetto. Die Stadtteile Jones Town, Denham Town, Tivoli Garden und wohl das bekannteste Ghetto der Welt Trench Town. Oft haben die herunter gekommenen Häuser und Blechhütten hier kein fließendes Wasser und der Strom wird abgezapft. Hier herrschen ganz eigene Gesetze. Ich selbst habe keine negative Erfahrung in Downtown gemacht. Im Gegenteil, hier lernt man das richtige Leben im Ghetto kennen. Wichtig ist, dass man weiß, wie man sich zu verhalten hat. Nicht verloren aussehen, keine Wertgegenstände zur Schau stellen und sich stets umsichtig bewegen.
Trench Town ist am Rande der Stadt. Hier lebte Bob Marley, nachdem er zusammen mit seiner Mutter das zu Hause in Nine Mile verließ. Zusammen mit weiteren Reggae Legenden wie Jimmy Cliff und Peter Tosh, hing er hier herum und hoffte in einem der Record Studios entdeckt zu werden. Wie man heute weiß, hat das funktioniert. Seine Geschichte würde hier den den Rahmen sprengen, aber die Erzählungen haben mich gefesselt. Man kann viel darüber lesen, aber erlebt man die Orte live, spürt man den Geist des berühmtesten Sohn Jamaica’s hier immer noch sehr deutlich.
Später gründete Bob Marley sein eigenes Label Tuff Gong, ebenso in Trench Town. Das Studio und die Plattenproduktion kann man heute besichtigen, inklusive original Equipment von Bob Marley. Das Studio wird immer noch für Aufnahmen genutzt. Für Besucher ist demnach nur geöffnet, wenn keine Aufnahmen statt finden.
Übrigens ist Kingston die größte Musiktalentschmiede und Musikproduktion weltweit. Nicht nur Newcomer und die, die es werden möchten, sondern auch namhafte Künstler wie Shaggy lassen hier ihre mal mehr, mal weniger erfolgreichen Hits produzieren.
Die Stadt, speziell Downtown lebt von und für die Musik. Hier wurde der Reggae geboren und lebt bis heute weiter. Wo man geht und steht spürt man die Vibes und es ist nicht unüblich, dass man nationalen und internationalen Künstlern hier einfach so über die Füße läuft. Ich hatte sogar die Gelegenheit, das Geburtshaus von Dennis Brown zu besuchen. Das Haus wurde beim Hurricane völlig zerstört und nie wieder aufgebaut. Man kann also nur erahnen, wie die Familie hier lebte.
Im Trench Town Culture Yard, wo Führungen von locals angeboten werden, erfährt man alles über das Leben von Bob Marley, kann sein kleines Zimmer, in dem er zusammen mit seiner Frau Rita lebte, bevor er nach Uptown ging, bestaunen und bekommt die Entstehung und Bedeutung des Reggae näher gebracht.

Fleet Street

Zurück über Parade in östliche Richtung kommt man in die Stadtteile Mountainview Gardens, Bournemouth Gardens und Springfield. Ebenso nicht die beste Gegend, allerdings lange nicht so rau wie westlich von Parade. Hier liegt die Fleet Street.

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Fleet Street in Kingston Downtoen, Jamaica

Eigentlich eine Straße, wie jede andere, aber eine Gruppe junger Jamaikaner haben es sich hier zur Aufgabe gemacht, dass Ghetto etwas schöner zu gestalten. Ein Haus, von dem lediglich die Außenwände übrig sind und das für die Müllverbrennung genutzt wurde, haben sich Künstler an den Hauswänden mit sehr eindrucksvollen Gemälden, die die Werte Jamaica’s zeigen, verewigt. Am Eingang steht geschrieben „not just a Ghetto“ und so ist es auch.

Life Yard

Die Jungs haben hier einen kleinen Ort des Friedens namens Life Yard mitten im Ghetto erschaffen. In ihrem kleinen Nutzgarten hinter den Haus haben sie eine Oase angelegt. Der Müll wird hier wieder verwertet und zum Beispiel aus alten Plastikflaschen werden Pflanzenkübel gezaubert.

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Not just a Ghetto in der Fleet Street, Downtoen Jamaica

Um die Ecke befindet sich die Alpha Boys School. Ein reine Jungenschule für gefährdete Jugendliche (wenn sie das nicht alle sind im Ghetto). Die Schule ist Talentschmiede für Musiker. Einige namhafte Talente haben hier ihre Karriere begonnen. Die Jungs präsentieren ihr Können einmal wöchentlich bei öffentlichen Auftritten in der Schule und treten ab und an sogar außerhalb auf. Die Jungs vom Life Yard veranstalten regelmäßig Kino und Trommelabende für die Kids der Alpha Boys School. Eine super Sache und hoffentlich wird das Ghetto so etwas weniger gefährlich für all die Jugendlichen und fordert weniger Opfer.

Wir bleiben noch etwas in Downtown, denn neben Ghetto und Musikkultur gibt es hier noch einiges mehr zu entdecken.

National Heroes Park

Ein kleiner Park, in dem die sieben Nationalhelden Jamaica’s in Form von Statuen und Skulpturen verewigt wurden.
Sir Alexander Bustermante, der erste Premierminister Jamaica’s und Bürgermeister von Kingston und Norman Manley, jamaikanischer Politiker.
Diese beiden Herren waren maßgeblich daran beteiligt, Jamaica in die Unabhängigkeit zu führen.
Marcus Garvey, ebenfalls ein Politiker, der die Schwarzenbewegung „Universal Negro Improvement Accosiation“ gründete.
Granny Nanny, die einzige Frau in der Reihe der Nationalhelden. Sie war die Anführerin der Maroons.
Samuel Sharp, führte den Weihnachtsaufstand in Montego Bay an.
Paul Bogle, führte den Morant Bay Aufstand an und George William Gordon, ein ehemaliger Sklave, der maßgeblich am Morant Bay Aufstand beteiligt war.

National Gallery of Jamaica & Liberty Hall

Kulturell geht es weiter in der National Gallary of Jamaica, die größte Kunstgalerie der Insel und der Liberty Hall, eine Multimedia Ausstellung zu Marcus Garvey. Hier erfährt man alles über die Schwarzenbewegung und zur Person Garvey.

Kingston Harbour

Zum Abschluss der heutigen Tour geht es an den Hafen, südlich von Downtown. Der Kingston Harbour ist der siebtgrößte Hafen weltweit. Hier kommen keine Kreuzfahrtschiffe, wie in MoBay oder Ochi an. Der Hafen wird heute lediglich zum Im- und Export genutzt. Seiner Zeit war es der größte Hafen in der Karibik und Umschlagplatz für alle Transporte von Nord-und Südamerika in den Rest der Welt. Aufgrund der guten Lage Jamaica’s ist Kingston heute noch ein sehr wichtiger Umschlagplatz für den internationalen Handel.

Wie auch viele Frachtschiffe verlassen wir nun die Hauptstadt und beenden die heutige Reise rund um Kingston, im Parish St. Andrew. Eine ganz faszinierende und eindrucksvolle Stadt mit vielen Facetten.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Ihr erreicht mich per
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oder über das Kontaktformular auf meinem Blog unter www.afimia.de

Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.

Around Jamaica #6 – Manchester & St. Elizabeth

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von Christina bis Black River

Weiter geht es mit dem sechsten Teil der „Around Jamaica“ Tour. Die Reise startet im Inland, in Christina in den Dry Harbour Mountains, im Parish Manchester. Über Mandeville geht es weiter in das Parish St. Elizabeth, bis nach Black River. Für mich ist diese Region eine der abwechslungsreichsten der Insel und es gibt ganz viele Orte zu entdecken, die vielen Urlaubern vorenthalten bleiben. Zusammen mit Portland ist diese Region mein persönlicher Favorit.

Christina

Die heutige Reise startet im südlichen Cockpit Country, genauer gesagt, in den Dry Harbour Mountains, in dem kleinen Örtchen Christina.
Leider habe ich es selbst noch nicht nach Christina geschafft. Eigentlich sollte es im April 2016 zum Yam Festival soweit sein. Bei meinem ersten Besuch im Cockpit Coutry hatte ich von dem Festival, dass wohl Leute aus dem ganzen Land an zieht, die mit ihren verkleideten Ziegen anreisen, gehört. Leider fiel das Event letztes Jahr aus. Zwar soll es in der Nähe von Christina noch einen Wasserfall geben, den es zu erkunden gibt, aber auch das habe ich leider noch nicht geschafft. Die Wege in dieser Region sind durchaus beschwerlich. Zwar gibt es offizielle Straßen, aber meist nicht unbedingt gut befahrbar. Wenn man also nicht gerade in der Gegend ist, wird der Weg eine ganz schöne Tortur.

Mandeville

Von den Bergen geht es Richtung Küste und wir machen einen Stopp in Mandeville.
Die Kleinstadt im Landesinneren, auf etwa 650m gelegen ist für mich eine der verrücktesten Städte der Insel. Wahrscheinlich ist es das Große Ganze, was mir hier ganz gut gefällt. Mandeville ist eine der wohlhabendsten Städte Jamaica’s. Einige, die in Kingston leben, haben hier ihren Zweitwohnsitz. Ebenso haben sich viele Rückkehrer, die ihr Geld im Ausland verdient haben, hier nieder gelassen und verbringen ihren Lebensabend in dem kleinen turbulenten Städtchen in Mitten der Insel.
Ich selbst habe letztes Jahr das Osterwochenende in Mandeville verbracht. Am Samstag herrschte noch ein reges Treiben in dem kleinen Ortskern, rund um den Markt. Am Sonntag allerdings war die Stadt wie ausgestorben. Nur ganz wenige Menschen waren auf der Straße. Nur auf einem kleinen Platz in einem Hinterhof, fand ein ganz nettes Event für Kids statt. Der Parkplatz wurde zu einer Rollschuhbahn umgewandelt und die Kinder hatten richtig Spaß. Man konnte sehen, wie sie uns beeindrucken wollen.
Generell finden es Kinder und Jugendliche in den weniger touristischen Gegenden oft ganz beeindruckend Weiße zu sehen. Nicht nur einmal habe ich gemerkt, wie die Kids mich minutenlang anstarrten und wenn ich dann mit ihnen sprach, waren sie ganz zurückhaltend und lächelten verlegen.
Gerade die Tage hatte ich die Gelegenheit, nochmal nach Manedville zu kommen und es ist einfach nur verrückt, im positiven Sinne natürlich. Vor allem der Verkehr. Die Straßen sind voll von Route Taxis, teilweise in drei vier Reihen, obwohl die Straße eigentlich nur für 2 Spuren ausgelegt ist. Dazwischen Massen an Menschen, die zwischen den Autos durch huschen. Am Markt, im Zentrum der Stadt herrscht ein Trubel, wie ich ihn noch nicht gesehen habe. Menschen über Menschen. Eine ganz wunderbare Atmosphäre.
Das Mandeville eine recht wohlhabende Gegend ist, kann man an mehreren Dingen fest machen. Es gibt hier zahlreiche Geschäfte, die es in vielen Teilen der Insel nicht gibt. Zum Beispiel einen von zwei Mega Mart’s. Ein riesiger Supermarkt, in dem es alles, wirklich alles gibt, allerdings sehr teuer, denn viele Dinge sind importiert, oder die Stores im Zentrum, die sehr gut besucht sind. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit habe ich ganz viele Frauen gesehen, die recht teure Spielsachen kauften, natürlich auch importiert.

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In der Nähe von Mandeville gibt es die High Mountain Coffee Factory. Eine kleine Kaffeefabrik, die man nach Vereinbarung besichtigen kann. Diese Region ist nicht unbedingt bekannt für Kaffee und auch ich würde empfehlen, sich dem Thema eher in den Blue Mountains zu widmen.

Alligator Pond

Bevor es nach St. Elizabeth geht, verlassen wir das Inland und machen einen Abstecher an die Küste, nach Alligator Pond.
Man sollte erwarten hier Alligatoren zu finden, dem ist allerdings nicht so. Alligator Pond ist ein kleines Fischerdorf, in dem die Einheimischen aus den umliegenden Städten, wie Mandeville ihr Strandwochenende verbringen. Die Bucht, mit ihrem schwarzen Sandstrand und dem tiefblauen Wasser, zieht auch viele Jugendliche zum surfen an. Ich persönlich finde es in Alligator Pond nicht besonders schön, dafür sehr authentisch.

Lover’s Leap**

Von Alligator Pond überqueren wir die Grenze nach St.Elizabeth und bleiben noch ein wenig an der Küste. Auf dem Weg nach Treasure Beach machen wir einen Stopp am Lover’s Leap**.

Diesen Ort würde ich mit dem Galina Point in St. Mary im Punkto Schönheit, auf die selbe Stufe stellen. Eine überragende Aussicht bietet sich von der Aussichtsplattform auf die steil abfallenden Klippen und das tiefblaue Meer. So schön der Ort ist, so eine traurige Geschichte hat er. Die Legende besagt, dass ein junges Sklavenpaar, das getrennt werden, das Mädchen als Geliebte des Gutsherren dienen und der Junge an ein anderes Great House verkauft werden sollte, sich hier gemeinsam das Leben nahmen und Hand in Hand über die Klippen in die Tiefe stürzten. Eine Statue der Beiden steht in dem angrenzenden, ganz nett angelegten Park.

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Lovers Leap, Nahe Treasure Beach, Jamaica

Treasure Beach

Weiter entlang der Küste Richtung Westen, kommt man nach Treasure Beach.

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Strand von Treasure Beach, Jamaica

Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich zu Treasure Beach eine geteilte Meinung habe. Ich mag die Gegend sehr, denn hier ist ein ganz anderer Flair, wie in allen anderen Gegenden Jamaica’s, allerdings ist die Landschaft und die Natur auf anderen Teilen der Insel deutlich schöner. Definitiv ist Treassure Beach der Ort für Traveller und Back Packer, die ein etwas größeres Budget für ihre Reise mit bringen. Die Gegend ist nicht ganz günstig, aber ich finde es lohnt sich sehr, hier ein paar Tage zu verbringen. Es gibt hier nochmal ein ganz anderes Jamaica zu entdecken, als ich es bisher kennen lernen durften.
Angefangen bei den Stränden in Treasure Beach, die tatsächlich ein Traum sind. Der Calabesh Bay Beach, Frenchman’s Beach, Jack Spratt Beach, Old Wharf Beach und Great Bay Beach sind nicht miteinander verbunden und an all diesen Stränden gibt es unterschiedliches zu entdecken. Der Frenchman’s Beach ist wohl der Bekannteste. Es gibt einige kleine Bars, in denen man schnell Anschluss findet und in den Genuss kommt, die Einheimischen beim Domino spielen etwas besser kennen zu lernen.
Das Stadtzentrum ist relativ klein und es gibt nicht, wie üblich in den Touristengebieten, die ganzen typischen Souvenirshops. Hier kommt man definitiv nicht zum shoppen her. Im Gegenteil, das kleine Städtchen, mit seinem ganz gemütlichen Ambiente, hat etwas inspirierendes. In der Gegend leben viele Europäer, Amerikaner und Kanadier und das spürt man, wenn man hier durch die Straßen läuft, anders wie in anderen Teilen der Insel. Des Weiteren ist Treassure Beach eine der kulinarischen Hauptstädte Jamaicas. Sogar Kochkurse werden in einem der Restaurants angeboten und in einer kleinen Bar durfte ich den besten Bananen-Ingwer Shake der Insel genießen.
Jedes zweite Haus in Treasure Beach bietet eine Übernachtunmöglichkeit und ich schätze, dass es nirgends sonst auf Jamaica so viele Guesthäuser gibt, wie hier. Das Motto der Stadt ist „the Home of Eco Tourism“ und so ist es auch. Da ich es gerne mal etwas ruhiger mag, habe ich mich diesmal für ein kleines privates Guesthouse etwas außerhalb der Stadt entschieden. Das coole daran – neben der Ruhe, die man hier hat – zum Sonnenauf- und Untergang schwimmen hier Delphine vorbei.

Pelican Bar**

In Treasure Beach bieten viele Fischer einen Trip zur Pelicans Bar** an. Ist man einmal in der Gegend ist es ein Muss zu der Bar, mitten auf dem Meer raus zu fahren.

Die Bar ist tatsächlich ein Gebilde aus Holz, dass auf den ersten Blick sehr wacklig aussieht. Es gibt kleine Erfrischungen und eine einmalige Kulisse. Am schönsten ist es bei Sonnenuntergang. Offensichtlich erfreut sich die Bar einem regen Besucherzuwachs, denn als ich vor einigen Tagen nochmal da war, hatte sich der Besuchersteg erneut vergrößert. Ganz nett finde ich, dass man sich im Holz verewigen kann. Der Boden und die Decke ist voll mit Namen aus aller Welt.

Santa Cruz

Von dem einzigartigen Örtchen geht es wieder zurück ins Inland nach Santa Cruz.
Um Treasure Beach gibt es ein wirrwarr an Straßen und die Karten zeigen leider nicht, ob es sich dabei um gute oder schlechte Straßen handelt. Mit etwas Glück erwischt man eine gute Straße und muss nur einigen Schlaglöchern ausweichen. Wählt man allerdings den falschen Weg, schwitzt man nicht von der Temperatur, sondern eher davon, dass man das Auto heile über die Buckelpisten bekommt.
Ich habe vor einigen Tagen eine solche Straße (wenn man das noch Straße nennen kann) erwischt. Als ich vor dem vermeintlich unbezwingbaren Berg mit einer Kraterlandschaft stand, gab es schon kein zurück mehr. Nach mehreren Anläufen und der Hilfe von drei Jamaikanern, die mich anschoben, habe ich es dann aber doch geschafft, den Berg zu bezwingen.

Ist man dann in Santa Cruz angekommen, erlebt man wieder eine Überraschung, wie ich finde. Hier ist das Wirtschaftszentrum des Südwesten Jamaicas. Man erwartet im Landesinneren keine solche Stadt, wenn man die Siedlungen bisher kennen gelernt hat. Ähnlich wie in Mandeville herrscht hier ein reger Trubel, allerdings läuft der Verkehr deutlich zivilisierter ab. Im Ortszentrum gibt es einen Markt und rund herum ganz typische jamaikanische Shops mit Klamotten und anderen Alltagsgegenständen. Ebenso haben sich hier viele Baustoffunternehmen und Autohändler nieder gelassen. Definitiv sollte man sich das quirlige Örtchen Santa Cruz nicht entgehen lassen.

Bamboo Avenue

Auf normalen Straßen geht es weiter in die Bamboo Avenue.

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Bamboo Avenue in Jamaica

Die rund vier Kilometer lange Straße ist gesäumt von Jahrhunderten alten Bambus, die recht eindrucksvoll wie ein Bogen über die Straße wachsen. Die außergewöhnliche Avenue ist sicherlich kein Touristenmagnet, aber bestimmt kommen hier viele vorbei, die auf dem Weg zu den Attraktionen in der Gegend sind. Was viele eher nicht kennen, ist das kleine jamaikanische Restaurant in mitten der Bamboo Avenue, das als Spezialität das lokale Gericht Curry Goat und Curry Chicken anbietet. Man sollte meinen dass Ziege sehr streng schmeckt, aber tatsächlich mit der Curry Sosse, in der die Ziege inklusive Knochen geköchelt wird, schmeckt das typisch jamaikanische Gericht überragend.

Bubbling Springs

Frisch gestärkt geht es weiter zu den Bubbling Springs. Wie ich gelesen habe, soll es hier ein Mineralbad geben. Offen gestanden, ich stand davor, bin aber nicht hinein. Der Eintritt kostet 20 USD und was ich sehen konnte, ist es mehr ein kleiner Wasserpark für Kinder, mit Rutsche und so weiter. Leider konnte ich nicht das ganze Areal sehen und am Eingang war auch niemand, so dass ich die Bubbling Springs einfach links liegen ließ.

Maggotty

Fährt man weiter durch die Berge, über recht enge Straßen, mit zahlreichen Schlaglöchern kommt man in ein Dorf namens Maggotty.

Ohne zu wissen, was es dort wirklich zu entdecken gibt, habe ich einen Stopp eingelegt und den still gelegten und öffentlich zugänglichen Apple Valley Park entdeckt. Hier muss es, als der Park noch in Betrieb war, richtig nett gewesen sein. Die Überreste sind heute noch zu erkennen. Kleine Poollandschaften, künstlich angelegte Wasserfälle und Tretboote auf dem kleinen See. Heute ist alles nur noch eine Ruine und man kann nur erahnen, was sich hier mal abgespielt hat.
Am Ortseingang von Maggotty gibt es noch eine alte Zugbrücke. Ja, tatsächlich gab es auf Jamaica mal einen Zug. Sogar war das Bahnstreckennetz, das erst von Kingston bis Montego Bay und später von Bog-Walk (im Landesinneren) nach Port Antonio (im Osten), das Erste, dass außerhalb Europas und Nordamerikas gebaut wurde, damals noch unter englischer Krone.
Da die Strecken nicht rentabel waren und die Regierung bei der Unterhaltung drauf legte, wurde 1974 die Bog-Walk-Porti Strecke und 1978 auch die MoBay-Kingston Strecke still gelegt. Der Hurricane Allen, der 1980 über das Land fegte und der fünft stärkste seiner Art war, zerstörte weite Teile des Streckennetzes. Der Hurricane Gilbert 1988 gab den Strecken wohl den Rest und so stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob sich eine Wiedereröffnung lohnen würde, auch wenn das mehrfach diskutiert wurde. Die Überreste sind als Ruinen, wie in Maggotty zu bewundern. Die Natur holt sich hier alles zurück und die Brücke ist tatsächlich sehenswert.

Appelton Rum Estate**

Von Maggotty geht es weiter in die Appelton Rum Estate**.
Hier wird der Appelton Rum nach wie vor hergestellt. Die Produktion ist umgeben von riesigen Zuckerrohrplantagen. Das Zuckerrohr wird geerntet und direkt in der Produktion verarbeitet. Früher wurden dazu Esel eingesetzt, die im Kreis liefen und mit dem Geschirr, dass sie um hatten, wurde die Presse bedient, in die das Zuckerrohr gesteckt wurde. Heute geht das natürlich maschinell. Kommt man der Produktion näher, ist der süßliche Geruch vom Zuckerrohr bereits deutlich wahr zu nehmen. Die Produktion ist extrem sauber und mit europäischen Standards zu vergleichen. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass Appelton 2013 von Campari übernommen wurde. Die Marke Appelton bleibt aber bestehen.
Nach der Produktion wird man in den Keller, voll mit Rumfässern, die hier reifen, geführt. Der älteste Rum, der hier jemals lagerte, wurde 100 Jahre gereift und zum 50 jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit (2012) an ganz ausgewählte Personen verteilt. Eine Flasche des edlen Tropfen steht noch im Shop in der Appelton Estate.
Natürlich darf eine Rumverkostung nicht fehlen. Nach der Tour bekommt man die diversen Sorten zur Probe vorgestellt. Tatsächlich ist der ein oder andere gute Rum dabei.

Accompong

Ein weiteres Stück nördlich, weiter rein in die Berge, die Übrigens eine überragende Kulisse bieten, gelangt man in das Dorf Accompong.
Hier gibt es eine der wenigen Maroon Siedlungen der Insel. Die Maroons sind Gemeinschaften, die von den Sklaven gegründet wurden und sich im Inland, meist weit weg von jeglicher Zivilisation zu Farmer Gemeinschaften zusammen geschlossen haben. Natürlich leben sie heute nicht mehr so, wie zur damaligen Zeit, dennoch haben sie sich einige Traditionen bewahrt. Ich hatte in den John Crow Mountains, im Osten der Insel die Gelegenheit einige Tage in einer Maroon Community zu verbringen. Meine Erfahrungen dazu folgen demnach später.

YS Falls**

Wir machen uns auf den Rückweg Richtung Küste. Der nächste Stopp: YS Falls**

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YS Falls in Jamaica

Der sehr schöne Wasserfall befindet sich in mitten einer Farm in Privatbesitz. Mit einem kleinen Bähnchen wird man vom Eingang über die Farm bis zu dem Wasserfall gefahren. Auffällig auf dem Weg sind die schönen Rinder, die rechts und links des Weges grasen. Tatsächlich habe ich solch schöne und vor allem gesund aussehende Rinder nur selten gesehen.
Beim Wasserfall angekommen hat man die Möglichkeit in dem kleinen Park zu chillen, oder eben in den Becken baden zu gehen. Sogar ein klein wenig Action bekommt man geboten, denn wenn man das möchte kann man sich wie Tarzan an einem Seil in eines der tiefen Becken schwingen. Sehr coole Nummer.

Middle Quarters

Nach der Erfrischung wird es erneut Zeit für eine kleine Stärkung in Middle Quarters. In dem kleinen sehr unspektakulären Örtchen gibt es entlang der Straße zahlreiche Damen die ihre Pepper Shrimps anbieten. Tatsächlich ist Middle Quarters der einzige Ort auf der Insel, an dem man die regionale Spezialität angeboten bekommt. Es lohnt sich sehr ein Tütchen für 500 JD (rund 3,50) zum naschen mit zu nehmen.

Black River

Den Abschluss der heutigen Reise machen wir in Black River.

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Black River in Black River Jamaica

Tatsächlich war Black River die erste Stadt der Insel, die Elektrizität hatte, und zwar 1893. Am Ortseingang befindet sich ein kleiner Park. Ein perfekter Ort, um beim Blick auf’s Meer, die Pepper Shrimps von Middle Quarters zu snacken. Kommt man zur richtigen Zeit hängen hier auch die ganzen Jugendlichen herum, die gerade Mittagspause von der Schule haben und beim lunch im Park ihre Freizeit genießen.
Von dem kleinen Park lässt es sich wunderbar durch das kleine Städtchen schlendern. Ich finde Black River, aufgrund der schönen alten Gebäude und der netten Atmosphäre eine der angenehmsten Städte der Insel. Ortsausgang kommt auf eine kleine Brücke unter der der Black River direkt ins Meer fließt. Mit etwas Glück kann man hier Krokodile entdecken. Sollte das nicht der Fall sein, bietet die Black River Safari eine hundertprozentige Möglichkeit.
Mit einem Boot fährt man über den Fluss. Das beeindruckende daran sind nicht nur die Krokodile, die hier zu Hause sind, sondern ebenso, das glasklare Wasser, dass aber tatsächlich schwarz bzw. sehr trübe wirkt. Das kommt von den Pflanzen, die in dem Wasser wuchern. Sie lassen den Fluss schwarz wirken. Die Kulisse bei der Bootstour ist der Wahnsinn.

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Aligator im Black River Jamaica

Nach diesem schönen Abschluss in Black River endet die heutige Reise hier und wie bereits zu Anfang erwähnt, ist diese Region eine der abwechslungsreichsten der Insel. Genau das Richtige für Entdecker…

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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oder über das Kontaktformular auf meinem Blog unter www.afimia.de

Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.