Mauritius

Mauritius

Ein TraIm Winter hat es mich nach Mauritius verschlagen. Ich wollte mich selbst von der These, die einst Mark Twain aufstellte, überzeugen.

„Zuerst wurde Mauritius geschaffen, dann das Paradies.
Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius.“
(Mark Twain)

Ich hatte mich im Vorfeld nur wenig mit der kleinen Insel im indischen Ozean beschäftigt, dazu blieb mir aber ausreichend Zeit und ich habe sie genutzt. Nicht nur die Traumstrände und die wunderbare Landschaft des Black River Gorges Nationalpark, oder die reichhaltige Kultur, die auf der Insel zu entdecken ist. Ich habe die Zeit ebenso genutzt, um etwas über die Geschichte Mauritius zu erfahren. Gelegenheit dazu gibt es in einigen Museen, unter anderem das Blue Penny Museum in Port Louis oder das L’Aventure du Sucre, eigentlich eine stillgelegte Zuckerfabrik, die heute als Museum dient, in dem idyllischen Ort Pamplemousses.
Weil ich die Entstehung und die Geschichte als einen ganz wichtigen Teil eines Landes sehe, möchte ich Euch ein paar Einzelheiten nicht vorenthalten. Wen das nicht interessiert, kann diesen Teil einfach überspringen…

MAURITIUS – DIE GESCHICHTE

Entdeckt wurde die unbevölkerte Insel von den Portugiesen um 1500, die die Insel nicht als Kolonie, sondern lediglich als einen Stützpunkt für sich beanspruchten.
Im Jahre 1598 wurde die Insel von den Holländern in Besitz genommen und zum ersten mal bekam das Eiland einen Namen: Mauritius, abgeleitet von dem Namen des holländischen Prinzen Moritz von Oranien (lat. Mauritius). Besiedelt wurde Mauritius aber erst viel später nämlich im Jahre 1638. Das Leben auf der paradiesischen Insel war nicht einfach, so hatten die holländischen Besetzer stets mit Zyklonen, Dürren, Plagen, Krankheit und Epidemien zu kämpfen. So gaben die Holländer die Insel im Jahr 1710 wieder auf.

Statue von Paul & Virginie in Mauritius

Von nun an machten sich Seeräuber auf der Insel breit und trieben ihr Unwesen. Sie zerstörten weitestgehend die Fauna und Flora und so starb unter den Seeräubern auch der einheimische Vogel, der Dodo aus, dazu später mehr.
Im Jahre 1715, nur 5 Jahre nachdem die Holländer die Insel verlassen haben, wurde Mauritius von den Franzosen erobert und kurzerhand in „Ile de France“ umbenannt. Rund 20 Jahre später ernannten die Eroberer Port Louis zur Hauptstadt und die Industrie begann zu florieren. Die Französische Ostindienkompanie importierte Sklaven aus Afrika und Madagaskar und ließ von ihnen Zuckerrohrplantagen anlegen und bewirtschaften. Ein Denkmal der Sklavenarbeit findet sich heute im Norden der Insel. In Pamplemousses liegt der Sklavenfriedhof, mit einer eindrucksvollen Geschichte. Die Sklaverei wurde in Mauritius sogar bis ins 20. Jahrhundert unter den Teppich gekehrt. Es gab nur ein einziges Grab, in dem die Plantagenbesitzer sich ihrer verstorbenen Sklaven entledigten. Heute erinnert an dieses dunkle Kapitel eine Statue mit schmalem Körper und abstrahiertem Gesicht. 2015 wurde der Sklavenfriedhof offiziell als historisch bedeutsamer Ort benannt und ein Antrag bei der UNESCO sieht vor, diesen Friedhof in die Liste der Weltkulturerbe aufzunehmen.
Nach dem sogenannten Mauritiusfeldzug, den die Briten für sich entscheiden konnten, kam es 1810 zu einem Machtwechsel. Die Briten eroberten die Insel und gaben ihr ihren ursprünglichen Namen „Mauritius“ zurück. Die Briten nahmen allerdings nur wenig Einfluss, so blieb zum Beispiel auch die französische Sprache den Insulanern erhalten. Nachdem 1835 die Sklavenarbeit verboten wurde, setze eine Masseneinwanderung aus Indien ein, denn die Sklaven waren nicht mehr bereit für ihre ehemaligen Feldherren zu arbeiten. Das übernahmen ab diesem Zeitpunkt die Kontraktarbeiter aus Indien, deren Einwanderung etwas später dann doch gestoppt wurde. Die Inder stellten zu diesem Zeitpunkt fast die Hälfte der Bevölkerung.
Die Industrie beschränkte sich zu dieser Zeit rein auf den Anbau und die Verarbeitung von Zucker. Zahlreiche Zuckerfabriken entstanden zu dieser Zeit auf der Insel und das Geschäft florierte, so dass sogar eine Eisenbahnstrecke eigens für den Zuckertransport gebaut wurde.
Am 12. März 1968 wurde Mauritius, gemeinsam mit der Nachbarinsel Rodrigues, schlussendlich die Unabhängigkeit erteilt. Heute ist die Bevölkerung ist recht gemischt: rund zwei Drittel stammen vom indischen Subkontinent und werden heute als „Indomauritier“ bezeichnet. Die „Kreolen“, die fast ein Drittel stellen, stammen aus Afrika und Madagaskar, die ihren Weg als Sklaven nach Mauritius fanden. Nur ein geringer Teil ist chinesische Abstammung – die Sinomauritier, bzw. europäschischer/südafrikanischer Abstammung – die Frankomauriter. Ureinwohner gibt es nicht, denn wie eingangs erwähnt, wurde die Insel von den Portugiesen unbesiedelt entdeckt.

MAURITIUS – DIE GEOGRAPHIE

Mauritius, ein Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozean, entstanden aus einem Vulkan, was auch heute noch an den schwarzen Steinen, die überall auf der Insel zu finden sind, erkennbar ist. Ein bewaldeter Vulkankrater lässt sich im Landesinneren bei Curepipe bewundern.
Der Strand hingegen ist aus hellem bis weißem Sand.

Der Vulkan von Mauritius

Zum Inselstaat gehören neben Mauritius auch die Inseln Rodrigues, die Cargados-Carajos-Inseln und die Agalega-Inseln, als auch die kleinen Inseln Amber Islands, Coin de Mire (übrigens eine der Sehenswürdigkeiten im Norden) und Round Islands.
Gelegen ist das Paradies östlich von Madagaskar und nur einen „Katzensprung“ von der französischen Insel Réunion entfernt.
Die Hauptstadt ist Port Louis mit knapp 150.000 Einwohnern

MAURITIUS – DIE SPRACHE

Die offizielle Landessprache ist Englisch. Auch Französisch wird in den Behörden akzeptiert, bzw. scheint sogar die inoffizielle Landessprache zu sein. Gesprochen wird auf der Insel unter den Einheimischen allerdings meist kreolisch. Erstaunlich ist das Schulsystem. Unterrichtet wird in Französisch und Englisch. Kreolisch, der eigentlichen Sprache der Einheimischen, wird im Schulsystem wenig Bedeutung beigemessen.

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MAURITIUS – DIE MUSIK

Wie in jedem afrikanischen Land legt man auch auf Mauritius sehr viel Wert auf die Musik. So gibt es hier die sogenannte „Séga-Music“. Eine Mischung aus Salsa, karibischem Calypso, gepaart mit den afrikanischen Wurzeln, die mit viel Trommelklängen verbunden sind.
Der Tanz ist einfach, so verlassen die Füße den Boden bei dem Tanz zu keinem Zeitpunkt. Der Legende nach stammt diese Weise von den Sklaven, die aufgrund ihrer Fußfesseln nur eine bedingte Beinfreiheit hatten. Der Rest des Körpers ist allerdings in ständiger Bewegung. Die Hüfte spielt beim Séga-Dance eine wesentliche Rolle.
Der berühmteste aller lokalen Musiker „Kaya“, der die Séga-Rhytmen mit Reggae kombinierte und so den benachteiligten Kreolen des Landes eine Stimme gab, löste mit seinem Tod in einer Gefängniszelle eine kleine Revolution unter den Benachteiligten Kreolen aus, die das ganze als einen Akt von Rassismus sahen. Noch heute, 15 Jahre nach dem Tod von Kaya, ist er eine Legende auf der Insel und wenigstens seine Vision lebt in der Musik weiter.

MAURITIUS – DIE RELIGION(EN)

Die Religionen sind breit gestreut und man trifft so ziemlich jede Weltreligion auf Mauritius an. Den größten Teil stellen die Hindus, was auch an den zahlreichen, wunderschön anzusehenden Hindu-Tempeln zu erkennen ist.
Erstaunlicherweise leben die verschiedenen Ethnien sehr friedlich zusammen. So scheint es auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen wir jedoch klar, dass die Ethnien sich in „ihre Gebiete“ zurück ziehen und sogar in der Hauptstadt Port Louis nur bedingt vermischen.
Alles in allem geht es jedoch recht friedlich zu und es köchelt hier lediglich unter der Oberfläche.

Hindu Tempel auf Mauritius

MAURITIUS – DER VERKEHR UND DIE ÖFFENTLICHEN

Die einst erbaute Eisenbahnstrecke ist längst Geschichte. Sie wurde nach dem Einbruch der Zuckerindustrie nach nur einigen Jahren Betrieb, wieder eingestellt. Vereinzelt ist das Schienennetz heute noch zu entdecken.
Die beste Fortbewegungsart, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden, ist sicherlich das Auto.. Zahlreiche Autovermietungen bieten anständige Fahrzeuge zu Konditionen um die 30-45 Euro pro Tag an. Je länger die Mietdauer, desto günstiger die Tarife. Es bietet sich an, einen internationalen Führerschein mit sich zu führen, denn unter Umständen verlangt die Polizei bei allgemeinen Verkehrskontrollen danach. Ansonsten gilt Vorsicht beim Fahren, denn die Einheimischen Fahrer nehmen nur wenig Rücksicht und aus einer einst zweispurigen Straße werden schnell mal vier Spuren. Ein Überbleibsel aus der englischen Kollionalzeit ist der Linksverkehr.

Wer kein Auto mieten und dennoch die Insel erkunden möchte, dem steht der öffentliche Busverkehr zur Verfügung. Das öffentliche Verkehrsnetz spannt sich über die gesamte Insel, wenn auch mehrere Umstiege nötig sind. Die Busse werden vorwiegenrund d von den Einheimischen genutzt, doch ist es kein Problem für Reisende dieses Fortbewegungsmittel in Betracht zu ziehen. Eine sehr gute Auskunft über die Busverbindungen gibt es auf www.mauritius-buses.com**. Zwar gibt es keinen festen Fahrplan, doch zeigt die Website, welche Verbindungen und Umsteigepunkte zu wählen sind, um von A nach B zu gelangen und gibt zumindest eine Zeitspanne an, wie die Busse abfahren sollten.

Bus fahren auf Mauritius

Alternativ gibt es in den Touristengebieten zahlreiche Taxis. Die Preise sind verhältnismäßig zu den Bussen recht happig. Für eine Strecke von rund 10 Kilometern zahlt man 700 MRU, was umgerechnet rund 17 Euro sind. Der Bus hingegen fährt für 5 Euro.

MAURITIUS – INDUSTRIE & WIRTSCHAFT

Ihren Reichtum, zumindest im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern, erlangte Mauritius durch die Zuckerindustrie, die nicht immer von Glück gesegnet war. So zerstörten Wirbelstürme mehrfach die Ernte und die Regierung war gezwungen, weitere Geschäftsfelder zu entwicklen. So kamen die Textil-, Finanz- und natürlich die Tourismusbrache hinzu.

Die Haupteinnahmequellen der Insel bestehen heute nach wie vor aus der Zuckerindustrie und natürlich dem Tourismus. Der Textilhandel ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil, doch in der Konkurrenz zu China keine Option auf Wachstum. Dennoch schlägt einem manchen das Shopping Herz höher, bei den zahlreichen Möglichkeiten, die es auf der Insel gibt. Übrigenslassen auch heute noch einige International Markenunternehmen ihre Waren auf Mauritius produzieren. Die Schnäppchen gibt es dann in den lokalen Outlets zu ergattern.
Ein weiteres Geschäftsfeld, was es allerdings nur bedingt auf den internationalen Markt geschafft hat, sind die Produzenten von Modellschiffen, die in den kleinen Produktionen in diffiziler Handarbeit gefertigt werden. Unter anderen bietet das Unternehmen Historic Marine in Goodlands einen Einblick in die kleine aber sehr feine Produktion.

MAURITIUS – DAS KLIMA UND DIE BESTE REISEZEIT

Hauptreisezeit ist Dezember bis April. Im Winter ist das Klima auf Mauritius heiß und feucht. Zudem besteht das Risiko in einen Zyklon, einen Tropensturm zu geraten, die auf Mauritius nicht selten sind. Tägliche Regenschauer sind keine Seltenheit, doch dauern sie nur wenige Minuten, bis danach wieder die Sonne scheint.
Auf den Wetterbericht kann man sich hier wenig bis gar nicht verlassen. Es ist, wie es ist.

MAURITIUS – FAUNA UND FLORA

Die Tierwelt Mauritius’ ist Artenreich und auch wenn der heimische Dodo vor vielen Jahren, wie auch andere Tierarten auf der Insel ausgerottet wurden ist es der MWF, der Mauritius Wildlife Foundation gelungen, einige Arten nach zu züchten.
Das einzige übrig gebliebene heimische Säugetier ist der Maskarenenn-Flughund der in der Abenddämmerung recht gut zu sichten ist. Neben den vielen Kleinsäugern findet man in den abgelegenen Wäldern sogar Hirsche und Wildschweine, hauptsächlich im Osten der Insel.
Einst bedroht, doch durch die MWF wieder belebt sind die Riesenschildkröten, die in ihren sicheren Gehegen der MWF hausen. Im Norden gibt es unweit des Strandes einen Spot der mit Wasserschildkröten besiedelt ist und ein Highlight für Schnorchler darstellt. Einen Spot für Delphin- und Walbeobachtung zieht die Touristen in den Westen den Insel, wobei das Vorgehen aus meiner Sicht höchst umstritten sein sollte. Die sensiblen Delphine werden unter den Touristenmassen einem enormen Stress ausgesetzt. Dennoch ist die Tour bei allen Anbietern im Programm und offensichtlich interessieren sich nur wenige um die Gesundheit der so wunderbaren Geschöpfe.
Am Artenreichsten ist wohl die Vogelwelt, mit ihrem Star, dem Mauritiusfalke. Bird Watching ist im Black River Großes Nationalpark sehr gut möglich.

DIE LEGENDE UNTER DEN TIEREN: DER DODO

Einst ein heimischer Vogel, der als eine Riesentaube durchgehen könnte, doch flugunfähig war, wurde von den Seeräubern, die den Vogel wohl als besonders schmackhaft empfanden, und kurzerhand Dodo (dumm) nannten, innerhalb kürzester Zeit ausgerottet. Eine Nachbildung ist heute im Natural Historic Museum in Port Louis zu sehen, wobei von Kritikern davon ausgegangen wird, dass der tatsächliche Vogel etwas kleiner war.
Der Dodo ist das Souvenir der Insel und in jedem, noch nicht einmal gut sortierten Souvenierladen, gibt es einen Dodo aus Holz, Keramik, oder auch Kunststoff als kleines Mitbringsel.

Wie auch die Tierwelt ist auch die Flora der Insel sehr Artenreich. Am typischsten ist wohl die Banyanfeige, die aufgrund ihrer feurig roten Blüten auch der Flammenbaum genannte wird und zahlreiche Straßenränder schmückt.
Die beste Möglichkeit sich einen Überblick über die Flora auf Mauritius zu verschaffen bietet ein Ausflug in den Botanischen Garten von Pamplemousses. Zwar ist hier nur wenig beschildert, doch die Guides, die bereits für 50 MRU eine Führung geben sind sehr hilfsbereit in der Aufklärung.

Der Dodo von Mauritius
Die Flora von Mauritius

MAURITIUS – DIE SICHERHEIT

Mauritius ist eines der reichsten afrikanischen Länder und so hält sich auch die Arbeitslosen-, und Kriminalitätsrate in Grenzen. Lediglich in der Hauptstadt Port Louis kommt es zu gravierenden Vorfällen durch Drogenhandel, Prostitution oder Raubüberfälle und das in der Regel auch nur bei Nacht.
Frauen ist es in der Regel kein Problem, alleine unterwegs zu sein, doch nach Einruch der Dunkelheit sollte das dann doch vermieden werden.

MAURITIUS – DIE KÜCHE

Die Mauritische Küche ist eine Mischung aus französischer, indischer und chinesischer Küche mit afrikanischen Einflüssen, gepaart mit frischen regionalen Zutaten. Landestypisch ist die kreolische Küche, die eher als pikant durchgeht.
Typisch sind Reis und Nudeln, die als Beilagen auf den Tisch kommen. Dazu gibt es Meeresfrüchte, gerne mit Curry. Auch Fleisch wird gerne gegessen. Im Osten zählen Hirsch und Wildschwein zu den Spezialitäten. Auf der ganzen Insel beliebt sind Hummer, Calamari und Oktopus. Auch Muscheln gibt es auf fast jeder gut sortierten Speisekarte der einheimischen Fischlokale.
Als Aperitif gibt es einen Ti-Punsch. Ein Cocktail mit Rum, der zwar lokal hergestellt, aber keine Konkurrenz zum karibischen Rum darstellt, Limiten und Zucker, ähnlich einem Caipirinha. Das lokale Bier, das die Einheimischen gerne schon zum Mittagessen trinken ist das Phönix, durchaus trinkbar und angenehm im Geschmack.
Angebote gibt es auf der Insel zahlreiche. Nicht nur die Restaurants, sondern auch die Straßenimbisse sind durchaus beachtenswert. Bieten sie die einheimische Küche zu günstigen Preisen.

GUT ZU WISSEN

BEKLEIDUNG

Die Mauritier legen durchaus Wert auf Etikette, so ist Strandkleidung auch nur da zu tragen, wo es angemessen ist, nämlich am Strand. Leicht bekleidete Touristen in der Öffentlichkeit (außer am Strand) müssen mit üblen Reaktionen rechnen. Übrigens ist Nacktbaden oder Oben-Ohne-Sonnen an öffentlichen Stränden verboten.

VERHALTENSREGELN IN DEN TEMPELN

Die vielen wunderschönen Hindutempel, aber auch Häuser der anderen Ethnien sind sicherlich sehenswert, allerdings gibt es einige Verhaltensregeln.
So müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Schuhe im Tempel sind absolut tabu und unter Umständen werden den Besuchern auch Lederartikel, wie Gürtel abgelegt. In den Moscheen wird teilweise eine Kopfbedeckung verlangt. Also am Besten habt ihr stets einen Schal im Gepäck.
Übrigens ist das Fotografieren in den Tempeln, sowie das Berühren der Statuen nicht gestattet.

WAS TUN AUF MAURITIUS

Das Sportangebot ist vielfältig. Neben Golf stehen Wandern und sämtliche Wassersportarten ganz oben auf der Liste. Wem Sport unter der heißen Sonne zu anstrengend ist, kann sich dem Shopping zuwenden, denn auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Unvermeidbar ist ein Ausflug in die Natur, z.B. zu einem der Highlights, der siebenfarbigen Erde im Westen der Insel.
Wer die Kultur kennen lernen möchte, hat auch hier ausgiebig die Gelegenheit. Ob in einem der Tempel oder bei einem Ausflug zu Land und Leuten.

WIE BEZAHLEN AUF MAURITIUS

Die Landeswährung ist die Mauritische Rupie (MRU). Die Rupie ist an den Euro gebunden, um einen schwankenden Wechselkurs zu vermeiden. Sogar das Bezahlen in Euro ist mancherorts problemlos möglich und manchmal sogar gewünscht.
Ein gängiges Zahlungsmittel sind die Kreditkarten Visa und Mastercard. In den weniger touristischen Gebieten wird allerdings Barzahlung bevorzugt. Die Straßenlokale akzeptieren ohnehin nur Bargeld.
Geldwechsel ist in den Touristengegenden problemlos möglich und die meisten Hotels bieten Geldwechsel, allerdings zu recht schlechten Konditionen an.

TRINKGELD

Trinkgeld geben ist nicht unbedingt üblich auf Mauritius. Dennoch wird es natürlich bei gutem Service gerne gesehen. In machen hochpreisigen Restaurants wird von vorn herein eine Servicegebühr erhoben, dass das Trinkgeld bereits einschließt.

HOTEL & UNTERKUNFT

Eigentlich widme ich dem Hotel bzw. der Unterkunft in meinem Blog nur wenig Aufmerksamkeit, möchte diesmal aber gerne eine Ausnahme machen. Offen gestanden, war ich mir vor der Anreise nicht sicher, was auf mich zukommen wird, so waren doch die Bewertungen des Sealife Resort und Spa** in dem kleinen Ort Calodyne an der Nordküste, eher bescheiden. Die Kommentare in den gängigen Portalen reichten von Renovierungslärm, bis schlechtes Essen, aber sauber soll es sein und der Service gut. Also sah ich das Risiko als überschaubar.
Schlussendlich war ich zufrieden und das ist die Hauptsache. Dennoch möchte ich Euch ein paar Details nicht vorenthalten:
Der erste Eindruck, bei der Anreise, nach einem rund 12-Stunden Nachtflug war schonmal ganz gut. Die Frühstückszeit war gerade beendet, doch das Personal stellte uns umgehend einen Kaffe und einen kleinen Frühstückssnack zur Verfügung. Nachdem wir sogar vor der Zeit schon auf unser Zimmer durften und dann auch noch die Wahl hatten, waren meine Bedenken weg. Das Zimmer, zwar klein, dafür frisch renoviert und minimalistisch eingerichtet, absolut in Ordnung. Ein riesiges Bad und ein quasi begehbarer Kleiderschrank haben mich dann überzeugt.
Nach kurzem Erkunden der kleinen Anlage lobte ich direkt die familiäre und super entspannte, ruhige Atmosphäre, denn die kleine hoteleigene Bucht machte einen sehr gemütlichen Eindruck, was sich am ersten Strandtag auch bestätigen sollte. Von Renovierungslärm war nichts mehr zu hören, obwohl die Renovierungsarbeiten offensichtlich noch nicht beendet sind, was sich aus den Baumaterialien auf dem ein oder anderen Balkon schließen lässt.
Beim Abendessen habe ich dann den ersten Eindruck gewonnen, wie die Uhren hier wirklich ticken. Das Management, dass das Hotel wohl erst vor Kurzem übernommen hat, ist sehr strikt in der Kleiderordnung. So kommen Männer nur mit langen Hosen und geschlossenen Schuhen in den Restaurantbereich. In den kommenden Tagen wurde mir klar, was hier läuft. Der Manager, der offensichtlich sehr viel Wert auf Etikette legt, doch einigen Kleinigkeiten wenig Beachtung schenkt, möchte aus dem Drei Sterne Plus mehr machen, als es eigentlich ist. So werden von den sehr aufmerksamen Kellnern und Kellnerinnen zwar die Stoffservietten in den Schoß gelegt, doch dass diese Flecken haben, die beim Waschen wohl nicht entfernt werden konnten, wird wenig Beachtung geschenkt. Es scheint, dass das Restaurant und der Service das Aushängeschild des Hotels sein sollen. Die Angestellten machen in Punkto Service tatsächlich einen hervorragenden Job und sind in Freundlichkeit und Aufmerksamkeit kaum zu übertreffen.
Je näher es Richtung Weihnachten ging wurde das Hotel voller (und ich rede hier nicht von ausgebucht). Je voller es wurde je mehr stießen die Kapazitäten an seine Grenzen. Zu wenig Besteck und Teller, schlussendlich ging dann sogar noch das Wasser aus und die Gäste saßen für einige Zeit so ziemlich auf dem Trockenen. Es gibt also noch einiges zu tun und eine gute Etikette reicht eben nicht aus.
Das Essen ist zwar verbesserungswürdig, aber durchaus okay. Das Küchenpersonal gibt sich zumindest die beste Mühe, doch von kulinarischen Köstlichkeiten ist hier nicht zu sprechen. Auch hier ist mehr Schein als Sein das Motto. Das Anrichten ist perfekt gelungen, doch die Qualität liegt eben auf einem drei Sterne Niveau.
So, das muss genügen zum Hotel. Abschließend möchte ich noch sagen, lasst Euch nicht von den schlechten Kommentaren zum Sealife Resort und Spa** abschrecken, es ist was es ist und man bekommt das, was man bezahlt, nämlich ein Drei Sterne Plus Hotel auf Mauritius.

MAURITIUS ENTDECKEN

Mauritius ist kein Urlaubsland, dass sich für einen reinen Strandurlaub anbietet. Viel zu facettenreich und sehenswert ist die Insel und ihre reichhaltige Kultur, Fauna und Flora.
In meinen Artikeln möchte ich Euch gerne das Mauritius zeigen, wie ich es erlebt habe.

I ride my Bike:
von Calodyne bis Grand Baie

Zugegeben sind Fahrradtouren aus Mauritius, selbst für Hobbyradler, wie ich es bin, eine kleine Herausforderung. Die Temperaturen sind extrem hoch und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit macht das Radeln nicht gerade angenehmer, wie Ihr an meinem knallroten Kopf zur linken erkennen könnt. Dennoch sind kleine Strecken, wie die, die ich Euch jetzt gerne beschreiben möchte, durchaus auch für Ungeübte machbar.
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Mit dem Bus nach Goodlands

Entlang der Nordküste fährt die Buslinie 95 bis nach Goodlands. Ja, die kleine Ortschaft, rund 20 Kilometer von Grand Baie entfernt, heißt tatsächlich so und läuft total unter dem Radar der Touristen. Nur wenige verschlägt es hier hin, doch ist ein Abstecher nicht nur an den Markttagen eine Tour wert.
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Ein Tag in Pamplemousses

Als ich die Landkarte studierte, viel mit ein Ort mit einem witzigen Namen ins Auge: Pamplemousses. 
Die Kleinstadt zwischen Grand Baie und Port Louis ist tatsächlich nach den grapefruite-ähnlichen Zitrusbäumen benannt, die seinerzeit die Holländer auf die Insel brachten.
Schlussendlich war es aber nicht der Name, der mich zu einem Auslug nach Pamplemousses bewegte. Weiter lesen…

Land und Leute auf Mauritius

Land und Leute… kann man das nicht überall auf Mauritius kennen lernen? Wahrscheinlich schon. Auf meinem Trip nach Curepipe durfte ich das wunderbare Land und die Menschen jedoch von einer anderen Seite erleben, als es mir im Rest der Insel möglich war. Weiter lesen…

Ich habe das Paradies gefunden

Zauberhafte Strände, türkisblaues Wasser, leuchtend blühende Pflanzen und Bäume und eine außergewöhnliche Vogelwelt, das kannte ich bereits von Mauritius, aber das Paradies habe ich mir dann doch irgendwie anders vorgestellt.
Am Ende habe ich das Paradies dann doch noch gefunden.Weiter lesen…

Entdecke alle Bilder aus Mauritius in der AfiMIA Galerie

Meine Reiseempfehlungen für Mauritius

Anreise

Für Mauritius würde ich tatsächlich eine Pauschalreisebuchung empfehlen. Bei meiner Recherche hat sich diese Variante als die günstigere Alternative heraus gestellt.

Auf Travel Scout 24* kannst Du den Vergleich machen und pauschale oder individuelle Angebote rechnen.

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Unterkunft

Dem Hotel habe ich in meinem Bericht bereits einen ausführlichen Abschnitt gewidmet. Weitere tolle Unterkünfte findest Du auf HolidayCheck*

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REISEFÜHRER

Der Lonely Planet* ist ein super Reiseführer für Marokko. Eine gute Alternative gib’t von Marco Polo**.

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beste reisezeit

Eigentlich lässt sich Mauritius das ganze Jahr durch gut bereisen. Obwohl ich im Dezember eigentlich in der Regenzeit da war, hatte ich nur an zwei Tagen einen Regenschauer, der nach einer Stunde wieder vorbei war.

Viel Spaß auf Mauritius

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