Around Jamaica #9 – Portland

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von Manchioneal bis Buff Bay

Alles hat mal ein Ende und heute gibt es den neunten und vorerst letzten Teil der Around Jamaica Tour. Bekanntlich kommt das Beste zum Schluß und so ist es auch hier. Portland ist für mich persönlich das schönste Parish Jamaica’s. Die Natur ist wunderschön und es gibt eine tolle Atmosphäre in dem Parish im Osten der Insel zu erleben.

Die Abschlusstour startet in dem kleinen Örtchen Manchioneal, führt vorbei an atemberaubenden Wasserfällen und wunderschönen Stränden, dem größten Fluss Jamaica’s, der Stadt Port Antonio, macht einen Abstecher in die John Crow Mountains und endet schließlich an den Sommerset Falls in der Nähe von Buff Bay.

Manchioneal

Der Namensgeber des Ortes Manchioneal ist eine Pflanze namens Manchioneal Tree, der ausschließlich entlang der Küste der Kleinstadt wächst. Ansonsten hat der Fischerort nur wenige Attraktionen zu bieten. Dafür gibt es nicht weit von hier einen der schönsten Wasserfälle der Insel, die Reach Falls.

Der lange, flach in Kaskaden abfallende Wasserfall am Fuße der John Crow Mountains ist einzigartig. Nahezu den gesamten Wasserfall kann man nach oben wandern und neben den natürlichen Pools, mit glasklarem Wasser gibt es hier und da kleine Höhlen, in die man, unter dem Wasserfall durch rein und oben wieder raus klettern kann. Definitiv finden die Reach Falls einen Platz in meinen Top 3 der schönsten Wasserfälle Jamaica’s. Noch dazu kommt, dass hier in der Regel nur wenig Betrieb ist und man das Naturspektakel, mit etwas Glück, ganz für sich alleine hat.

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Reach Falls, Jamaica

Long Bay

Zurück an der Küste geht es weiter nach Long Bay.
Der Name ist hier Programm. Der Long Bay Beach ist mit seinem feinen Sandstrand und der Länge von etwa 1,5 Kilometern einer der Längsten der Insel. Eine weitere Besonderheit sind die extremen Wellen, die an den, bereits teilweise weg gespülten Strand, rein brechen. Der Ort, der vor einigen Jahren noch das Ziel für viele Back Packer war, ist heute eine Hurricane-gefährdete Region. Dennoch kommen immer noch sehr viele zum surfen hier her. Die Wellen sind allerdings nicht zu unterschätzen und definitiv nichts für Anfänger geeignet. Entlang des Strandes gibt es noch einige Bars und Guesthäuser, aber auch hier hat die Natur bereits ziemlich deutlich zugeschlagen.

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Strand von Long Bay, Jamaica

Boston Bay

Ein Stück weiter, entlang der Küste kommen wir nun nach Boston Bay.
Auch hier gibt es einen kleinen Strand, der sehr gut zum surfen geeignet ist, inklusive Surfbrettverleih. Aufgrund der weniger starken Wellen, macht es Sinn, hier erst mal zu üben, bevor man sich an den Long Bay Beach wagt.
Am Wochenende kommen einige Einheimische zum Strand, um auf den Wellen zu reiten und neben der Musik und den guten Vibes die man automatisch mit bekommt, herrscht am Boston Bay Beach eine ganz nette Atmosphäre. Man muss bzw. darf hier damit rechnen, dass man eingebunden wird und bestimmt nur wenig Ruhe findet.

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Strand von Boston Bay, Jamaica

Neben dem Strand ist Boston Bay aber vor allem für das Nationalgewürz Jamaica’s, das Jerk, bekannt. Hier ist die Geburtsstätte der scharfen Gewürzmischung, mit der heute einige Gerichte verfeinert werden. In Boston Bay gibt es demnach den Jerk Center, wo sich die traditionellen Restaurants aneinander reihen. Die Chicken, die zuvor mit dem scharfen Gewürz massiert wurden, kommen hier ganz traditionell auf den Holzrost mit dem darüber liegenden Wellblechplatten zum rösten. Zwar bekommt man hier nicht das beste Jerk Chicken der Insel geboten und relativ teuer ist es obendrein, dennoch lohnt es sich, in Boston Bay einen kleinen Snackstopp einzulegen. Wer kein Hühnchen mag, für den gibt es eine reichliche Auswahl anderer Jerk-Leckereien.

Bevor es nun in die Hauptstadt Portland’s geht, kommt man auf dem Weg an ganz tollen Stränden, um nicht zu sagen, den schönsten Stränden Jamaica’s vorbei.

Blue Lagoon

Zugegeben, die blaue Lagune ist nicht wirklich ein Strand, aber dennoch kann man hier ein tolles Naturwunder bestaunen. Die größte Frischwasserlagune der Welt wird von frischem Quellwasser gespeist, dass sich mit dem Salzwasser der karibischen See vermischt. Dieser Umstand, als auch die Tiefe von rund 60 Metern sorgen für das tiefblaue Wasser, das im Sonnenschein ganz wundervoll leuchtet. Die Lagune ist gesäumt von großen Bäumen, was das Bild noch abrundet.
Offiziell erreicht man die Blue Lagoon nur mit dem Boot oder dem Bambusfloß. Wählt man die romantische Tour mit dem Floß, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass viele Wasserpflanzen in der Lagune zerstört werden. Der „Hintereingang“ ist daher viel schonender für die Umwelt und lässt die Unterwasserwelt heile. Einfach über die Mauer hüpfen und durch den kleinen Dschungelpfad zur Lagune ;-)

Übrigens trug die Blue Lagoon früher den Namen „Blue Hole“, wurde aber aufgrund des Filmes „the Blue Lagoon“, der 1980 hier gedreht wurde, umbenannt.

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Blue Lagoon in Port Antonio, Jamaica

Monkey Island

Von der Blue Lagoon erreicht man mit dem Boot die Monkey Island.
Eine kleine, von Menschen unbewohnte Insel. Hier leben tatsächlich nur Affen. An dem kleinen Strand legt man mit dem Boot an und kann die totale Einsamkeit genießen, zumindest dann, wenn man hier alleine anlegt. Der Ort bietet sich super zum schnorcheln an. Der Sandstrand fällt sehr flach ab und in der unglaublichen Seegraslandschaft, rund um die Insel, findet man neben den tausenden von Seeigeln auch kleine Rochen und andere außergewöhnliche Fische.

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Seegraslandschaft Nahe der Monkey Island in Port Antonio, Jamaica

San San Beach

Zurück an Land geht es weiter zum San San Beach.
Ein kleiner privater und recht exklusiver Strand in einer Bucht gelegen. Ich selbst war noch nicht da und konnte das kleine Idyll nur vom Boot aus bewundern.

Frenchman’s Cove

Einen weiteren Strand, etwas weniger exklusiv, aber ebenso in Privatbesitz gibt es nur wenige Kilometer weiter, den Frenchman’s Cove.
Auch dieser Strand liegt in einer Bucht und das besondere hier sind die Becken, die am Ufer entstanden sind. Der Strand fällt auch hier recht flach ab, desto erstaunlicher ist es, dass es an der Seite und dem angrenzenden Park einige tiefe Naturpools gibt. Bei Bedarf kann man sich am Frenchman’s Cove Strandliegen leihen oder einfach nur in den weißen Sandstrand legen. Die Beachbar inklusive Bedienung am Strand sorgt für das leibliche Wohl.

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Frenchman’s Cove in Port Antonio, Jamaica

Winnifred Beach

Damit nicht genug, gibt es noch einen weiteren Strand vor Port Antonio, den Winnifred Beach.
Der einzig öffentliche Strand der Gegend. Einheimische sorgen dafür, dass der Strand sauber gehalten wird und bitten dafür um eine Spende, die ich natürlich sehr gerne zahle, wenn damit so ein tolles Fleckchen Erde erhalten bleibt. Für mich persönlich ist der Winnifred, mit seinen vielen Bäumen und Palmen und den kleinen Holzhütten, in denen die Beachbars und Restaurants untergebracht sind, einer der schönsten Strände der Insel. Auch die Atmosphäre hier ist eine ganz besondere, wie ich finde. Übrigens lohnt es sich auch hier, den Schnorchel aus zu packen. Nicht weit vom Ufer gibt es einige Felsen, die im Wasser schlummern. Hier tummeln sich einige Korallen und schöne bunte Fische im Seegras, das auch hier recht beeindruckend ist. Zur Brutzeit kommen die Schildkröten an den Winnifred, um ihre Eier abzulegen. Erwischt man also die richtige Zeit, bekommt man dieses Spektakel inklusive.

Port Antonio

Nachdem wir nun alle Strände der Umgebung kennen, geht es in die Stadt Port Antonio.
Wie ich bereits eingangs erwähnte, kommt das Beste zum Schluss und neben den besten Stränden, würde ich auch die Stadt Port Antonio als eine der schönsten Städte Jamaica’s bezeichnen wollen. Die Schönheit geht in dem Alltagstrubel etwas unter, schaut man sich die Stadt aber mal etwas genauer an, stellt man schnell fest, dass es so eine historische Stadt nur noch selten auf Jamaica zu sehen gibt. Die alten Häuser im Kolonialstil, mit den kleinen Holzbalkonen und tollen Verzierungen prägen noch immer Stadtbild.

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Früher lebte Port Antonio vom Bananen- und Kokosnuss Export, die von dem drittgrößten Frachthafen Jamaica’s verschifft wurden. Allmählich entwickelte sich hier der Tourismus, in dem die Reisenden, meist aus den USA, mit den Bananenbooten hier ankamen. Man nennt Port Antonio auch „the birthplace of Jamaica Tourism“. Der Massentourismus blieb allerdings aus. Zum Glück, denn sonst wäre Portie, wie die einheimischen ihre Stadt nennen, nicht das, was es ist.
Natürlich hat Port Antonio alles zu bieten, was der Alltag so benötigt. Vor allem aber, eine enorme Auswahl an Verpflegung jeglicher Art. Street Food in den verschiedensten Varianten. Am Ortseingang gibt es eine Reihe von Cook Shops, wie die kleinen to-go Buden genannt werden, die ebenso einzigartig sind, wie die Attraktionen, die es rund um die Stadt zu entdecken gibt.

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Blick auf Port Antonio bei Sonnenaufgang

Navy Island

Als der Tourismus sich entwickelte, kam Erol Flynn nach Jamaica und ließ ein Hotel auf einer kleinen Insel vor Port Antonio bauen. Erol Flynn’s Navy Island.
Auf der Insel entstanden, neben dem Hotel, einige Luxuscottages und eine Freizeitanlage, die nicht nur für wohlhabende Besucher, sondern ebenso für die einheimische Bevölkerung zugänglich war.
Die Anlage wurde bei einem verheerenden Feuer in den 60er Jahren zerstört und heute sind nur noch die beeindruckenden Ruinen zu bewundern. Die Natur holt sich hier alles zurück und die Überreste verschwinden nach und nach in der wilden Buschlandschaft. Schlägt man sich durch den Busch findet man noch den ein oder anderen Schatz.

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Navy Island in Port Antonio, Jamaica

Folly House

Neben der sehr beeindruckenden Navy Island gibt es eine weitere Ruine in Port Antonio zu erkunden. Das Folly House, in der Nähe des Portland Lighthouse.
Ein wohlhabender Amerikaner erbaute das Haus, mit 60 Zimmern auf zwei Etagen, für sich uns seine Frau. Zum Bau benutzte er Salzwasser, was keine gute Idee war. Denn nur 12 Jahre nach der Fertigstellung fing das Haus an, nach und nach zusammen zu fallen, bis schließlich das Dach einbrach. Die Ruinen kann man heute besichtigen und tatsächlich war es für mich sehr faszinierend, das zusammengefallene, aber dennoch sehr beeindruckende Haus zu erkunden.

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Holy House in Port Antonio, Jamaica

John Crow Mountains

Wir verlassen nun die schönste Stadt Jamaica’s und machen uns auf in die Berge. An den Blue Mountains grenzen die John Crow Mountains, die man am besten von Port Antonio aus erreicht.
Entlang des Rio Grande geht es in die Berge und weiter über Moore Town nach Ginger House. Hier beginnen die Straßen langsam holpriger zu werden. Über Milbank, wo es dann keine Straßen, sondern nur noch Buschwege gibt, erreicht man schließlich Bowden Pen. Als ich 2016 den Trip in die John Crown Mountains machte, hat es die Tage zuvor viel geregnet und so waren die Wege zum Teil überschwemmt. Für wenige Kilometer war ich mit dem kleinen Mietauto über zwei Stunden unterwegs, habe es aber dennoch geschafft, in der kleinen Maroon Community anzukommen und ein paar interessante Tage ausserhalb der Zivilisation zu verbringen.
Ich wollte natürlich nicht die Gelegenheit verpassen, zu erfahren, wie die Maroons heute leben, so führte uns ein ganz netter Einheimischer der Gemeinschaft in den Dschungel.

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John Crow Mountains in Portland, Jamaica

Über den Chunu Chunu Trail, der knapp 15 Kilometer durch den Dschungel führt, kommt man zu einer weiteren Maroon Community, die hier völlig abseits der Zivilisation leben. Sie ernähren sich ausschließlich von Tieren und Pflanzen, die in den Bergen wachsen bzw. leben. Gekocht wird traditionell mit Feuer, kein Gas und schon gar kein Strom. Man fragt sich, wie so manche alltägliche Dinge funktionieren, z.B. Geschirr spülen. Hierzu gibt es eine Pflanze, deren Blätter man anfeuchtet und aneinander reibt. So entsteht ein ganz natürliches Spülmittel, dass auch für die Körperpflege verwendet wird. Auch zum Zähne putzen gibt es eine geeignete Pflanze. Das Wasser kommt aus den Quellen in den Bergen oder das Regenwasser wird aufgefangen.
Es ist faszinierend zu erfahren, dass es in der heutigen Zeit noch Menschen gibt, die unter solchen Umständen leben. Das nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es möchten. In Bowden Pen habe ich einen Hauch vom Maroon Leben erfahren dürfen, aber lange nicht das volle Programm, wobei es in den kleinen Holzhütten, in denen wir übernachteten, bis vor einiger Zeit noch keinen Strom gab. Das wäre sicherlich auch mal eine Erfahrung gewesen.

Scatter Falls & Fox Caves

Auf dem Rückweg in die Zivilisation machen wir einen Stopp in Berridale im Rio Grande Valley und erkunden von hier die Scatter Falls und Fox Caves.
Mit dem Floß überquert man den Rio Grande River und gelangt so auf die andere Seite. Nach einer kurzen Wanderung über die Bananen Plantagen kommt man schließlich zum Eingang der Scatter Falls. Das Areal ist in Privatbesitz und ohne die Erlaubnis des Besitzers kommt man hier nicht weiter.
An dem Wasserfall angekommen, geht das Adrenalin direkt etwas nach oben. Die Scatter Falls sind sehr steil abfallend und es ist ein Erlebnis nach oben zu klettern.

Hat man den Wasserfall einmal bezwungen, geht es weiter in die Fox Caves. Eine kleine, enge Höhle. Die einzelnen Räume sind teilweise so eng, dass man nur alleine rein kann und die Gänge sind so verzweigt, dass man definitiv einen erfahren Guide dabei haben muss, um hier wieder raus zu kommen.
Die Scatter Falls sind nicht sehr bekannt und das mach diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis.

Rio Grande River

Zurück in Berridale kann man eigentlich direkt auf das nächste Floß umsteigen und den Rio Grande River bis an die Küste raften.
Der Rio Grande ist der längste Fluß Jamaica’s und hat seinen Ursprung in den John Crow Mountains. Viele Einheimische bieten hier Rafting Touren an. Wer hier allerdings auf Action hofft, muss vergeblich warten. Der Kapitän lenkt das Floß durch die mal mehr mal weniger starke Strömung, den breiten Fluß bis zur Küste. Alles in allem ist es aber eine eher ruhige Fahrt.

Etwa auf halbem Weg gibt es einen kleinen Strand, an dem sich ein Jamaikaner mit seiner Bar nieder gelassen hat. Er erzählte, dass bereits Johnny Depp hier war und den Strand direkt für eine Privatparty buchte. Ob das stimmt, oder nicht, sei mal dahin gestellt, aber vorstellbar ist es allemal. Die Rafting Tour ist ebenfalls eine ganz besondere Erfahrung. Nur die Natur um sich herum, fährt man den Fluß nach unten. Es gibt auf Jamaica zwar noch mehrere Flüsse, auf denen das Floßrafting angeboten wird, aber definitiv ist der Rio Grade das non-plus-ultra.

Sommerset Falls

Wieder an der Küste, kurz hinter Port Antonio angekommen, geht es direkt weiter zum nächsten Naturspektakel. Die Sommerset Falls.
Der Wasserfall und das umliegende Areal sind in Privatbesitz und waren lange geschlossen. Gerade im November 2017 wurde wieder eröffnet, aber fertig ist der Park vor dem spektakulären Wasserfall noch immer nicht. Das ist aber ganz egal, denn die Sommerset Falls entschädigen für alles.
Mit dem Boot wird man eine enge Schlucht wenige hundert Meter zum Wasserfall gefahren. Biegt man um die Ecke und erblickt zum ersten mal die Wassermassen, die hier mehrere Meter in die Tiefe stürzen, ist das ein ganz atemberaubendes Gefühl. Man sollte ein guter Schwimmer sein, um hier aus dem Boot zu steigen und sich entlang der Felsen in die recht große Höhle hinter dem Wasserfall zu kämpfen. In der Höhle angekommen wird es immer atemberaubender.
Von dem Vorsprung in der Höhle spring man dann in das wilde Becken durch den Wasserfall hindurch, schwimmt die Schlucht zurück bis in das große Becken, wo es mit dem Boot los ging. Der absolute Wahnsinn.

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Sommerset Falls in Portland, Jamaica

Wir haben nun einige Wasserfälle, Städte, Strände und andere Einzigartigkeiten der Insel entdeckt und die Sommerset Falls sind definitiv ein gebührender Abschluss der Around Jamaica Tour.
Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Spaß wie ich, auf meiner kleinen Reise durch das Paradies.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Ihr erreicht mich per
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oder über das Kontaktformular auf meinem Blog unter www.afimia.de

Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter :-)

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.

 

Around Jamaica #6 – Manchester & St. Elizabeth

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von Christina bis Black River

Weiter geht es mit dem sechsten Teil der „Around Jamaica“ Tour. Die Reise startet im Inland, in Christina in den Dry Harbour Mountains, im Parish Manchester. Über Mandeville geht es weiter in das Parish St. Elizabeth, bis nach Black River. Für mich ist diese Region eine der abwechslungsreichsten der Insel und es gibt ganz viele Orte zu entdecken, die vielen Urlaubern vorenthalten bleiben. Zusammen mit Portland ist diese Region mein persönlicher Favorit.

Christina

Die heutige Reise startet im südlichen Cockpit Country, genauer gesagt, in den Dry Harbour Mountains, in dem kleinen Örtchen Christina.
Leider habe ich es selbst noch nicht nach Christina geschafft. Eigentlich sollte es im April 2016 zum Yam Festival soweit sein. Bei meinem ersten Besuch im Cockpit Coutry hatte ich von dem Festival, dass wohl Leute aus dem ganzen Land an zieht, die mit ihren verkleideten Ziegen anreisen, gehört. Leider fiel das Event letztes Jahr aus. Zwar soll es in der Nähe von Christina noch einen Wasserfall geben, den es zu erkunden gibt, aber auch das habe ich leider noch nicht geschafft. Die Wege in dieser Region sind durchaus beschwerlich. Zwar gibt es offizielle Straßen, aber meist nicht unbedingt gut befahrbar. Wenn man also nicht gerade in der Gegend ist, wird der Weg eine ganz schöne Tortur.

Mandeville

Von den Bergen geht es Richtung Küste und wir machen einen Stopp in Mandeville.
Die Kleinstadt im Landesinneren, auf etwa 650m gelegen ist für mich eine der verrücktesten Städte der Insel. Wahrscheinlich ist es das Große Ganze, was mir hier ganz gut gefällt. Mandeville ist eine der wohlhabendsten Städte Jamaica’s. Einige, die in Kingston leben, haben hier ihren Zweitwohnsitz. Ebenso haben sich viele Rückkehrer, die ihr Geld im Ausland verdient haben, hier nieder gelassen und verbringen ihren Lebensabend in dem kleinen turbulenten Städtchen in Mitten der Insel.
Ich selbst habe letztes Jahr das Osterwochenende in Mandeville verbracht. Am Samstag herrschte noch ein reges Treiben in dem kleinen Ortskern, rund um den Markt. Am Sonntag allerdings war die Stadt wie ausgestorben. Nur ganz wenige Menschen waren auf der Straße. Nur auf einem kleinen Platz in einem Hinterhof, fand ein ganz nettes Event für Kids statt. Der Parkplatz wurde zu einer Rollschuhbahn umgewandelt und die Kinder hatten richtig Spaß. Man konnte sehen, wie sie uns beeindrucken wollen.
Generell finden es Kinder und Jugendliche in den weniger touristischen Gegenden oft ganz beeindruckend Weiße zu sehen. Nicht nur einmal habe ich gemerkt, wie die Kids mich minutenlang anstarrten und wenn ich dann mit ihnen sprach, waren sie ganz zurückhaltend und lächelten verlegen.
Gerade die Tage hatte ich die Gelegenheit, nochmal nach Manedville zu kommen und es ist einfach nur verrückt, im positiven Sinne natürlich. Vor allem der Verkehr. Die Straßen sind voll von Route Taxis, teilweise in drei vier Reihen, obwohl die Straße eigentlich nur für 2 Spuren ausgelegt ist. Dazwischen Massen an Menschen, die zwischen den Autos durch huschen. Am Markt, im Zentrum der Stadt herrscht ein Trubel, wie ich ihn noch nicht gesehen habe. Menschen über Menschen. Eine ganz wunderbare Atmosphäre.
Das Mandeville eine recht wohlhabende Gegend ist, kann man an mehreren Dingen fest machen. Es gibt hier zahlreiche Geschäfte, die es in vielen Teilen der Insel nicht gibt. Zum Beispiel einen von zwei Mega Mart’s. Ein riesiger Supermarkt, in dem es alles, wirklich alles gibt, allerdings sehr teuer, denn viele Dinge sind importiert, oder die Stores im Zentrum, die sehr gut besucht sind. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit habe ich ganz viele Frauen gesehen, die recht teure Spielsachen kauften, natürlich auch importiert.

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In der Nähe von Mandeville gibt es die High Mountain Coffee Factory. Eine kleine Kaffeefabrik, die man nach Vereinbarung besichtigen kann. Diese Region ist nicht unbedingt bekannt für Kaffee und auch ich würde empfehlen, sich dem Thema eher in den Blue Mountains zu widmen.

Alligator Pond

Bevor es nach St. Elizabeth geht, verlassen wir das Inland und machen einen Abstecher an die Küste, nach Alligator Pond.
Man sollte erwarten hier Alligatoren zu finden, dem ist allerdings nicht so. Alligator Pond ist ein kleines Fischerdorf, in dem die Einheimischen aus den umliegenden Städten, wie Mandeville ihr Strandwochenende verbringen. Die Bucht, mit ihrem schwarzen Sandstrand und dem tiefblauen Wasser, zieht auch viele Jugendliche zum surfen an. Ich persönlich finde es in Alligator Pond nicht besonders schön, dafür sehr authentisch.

Lover’s Leap**

Von Alligator Pond überqueren wir die Grenze nach St.Elizabeth und bleiben noch ein wenig an der Küste. Auf dem Weg nach Treasure Beach machen wir einen Stopp am Lover’s Leap**.

Diesen Ort würde ich mit dem Galina Point in St. Mary im Punkto Schönheit, auf die selbe Stufe stellen. Eine überragende Aussicht bietet sich von der Aussichtsplattform auf die steil abfallenden Klippen und das tiefblaue Meer. So schön der Ort ist, so eine traurige Geschichte hat er. Die Legende besagt, dass ein junges Sklavenpaar, das getrennt werden, das Mädchen als Geliebte des Gutsherren dienen und der Junge an ein anderes Great House verkauft werden sollte, sich hier gemeinsam das Leben nahmen und Hand in Hand über die Klippen in die Tiefe stürzten. Eine Statue der Beiden steht in dem angrenzenden, ganz nett angelegten Park.

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Lovers Leap, Nahe Treasure Beach, Jamaica

Treasure Beach

Weiter entlang der Küste Richtung Westen, kommt man nach Treasure Beach.

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Strand von Treasure Beach, Jamaica

Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich zu Treasure Beach eine geteilte Meinung habe. Ich mag die Gegend sehr, denn hier ist ein ganz anderer Flair, wie in allen anderen Gegenden Jamaica’s, allerdings ist die Landschaft und die Natur auf anderen Teilen der Insel deutlich schöner. Definitiv ist Treassure Beach der Ort für Traveller und Back Packer, die ein etwas größeres Budget für ihre Reise mit bringen. Die Gegend ist nicht ganz günstig, aber ich finde es lohnt sich sehr, hier ein paar Tage zu verbringen. Es gibt hier nochmal ein ganz anderes Jamaica zu entdecken, als ich es bisher kennen lernen durften.
Angefangen bei den Stränden in Treasure Beach, die tatsächlich ein Traum sind. Der Calabesh Bay Beach, Frenchman’s Beach, Jack Spratt Beach, Old Wharf Beach und Great Bay Beach sind nicht miteinander verbunden und an all diesen Stränden gibt es unterschiedliches zu entdecken. Der Frenchman’s Beach ist wohl der Bekannteste. Es gibt einige kleine Bars, in denen man schnell Anschluss findet und in den Genuss kommt, die Einheimischen beim Domino spielen etwas besser kennen zu lernen.
Das Stadtzentrum ist relativ klein und es gibt nicht, wie üblich in den Touristengebieten, die ganzen typischen Souvenirshops. Hier kommt man definitiv nicht zum shoppen her. Im Gegenteil, das kleine Städtchen, mit seinem ganz gemütlichen Ambiente, hat etwas inspirierendes. In der Gegend leben viele Europäer, Amerikaner und Kanadier und das spürt man, wenn man hier durch die Straßen läuft, anders wie in anderen Teilen der Insel. Des Weiteren ist Treassure Beach eine der kulinarischen Hauptstädte Jamaicas. Sogar Kochkurse werden in einem der Restaurants angeboten und in einer kleinen Bar durfte ich den besten Bananen-Ingwer Shake der Insel genießen.
Jedes zweite Haus in Treasure Beach bietet eine Übernachtunmöglichkeit und ich schätze, dass es nirgends sonst auf Jamaica so viele Guesthäuser gibt, wie hier. Das Motto der Stadt ist „the Home of Eco Tourism“ und so ist es auch. Da ich es gerne mal etwas ruhiger mag, habe ich mich diesmal für ein kleines privates Guesthouse etwas außerhalb der Stadt entschieden. Das coole daran – neben der Ruhe, die man hier hat – zum Sonnenauf- und Untergang schwimmen hier Delphine vorbei.

Pelican Bar**

In Treasure Beach bieten viele Fischer einen Trip zur Pelicans Bar** an. Ist man einmal in der Gegend ist es ein Muss zu der Bar, mitten auf dem Meer raus zu fahren.

Die Bar ist tatsächlich ein Gebilde aus Holz, dass auf den ersten Blick sehr wacklig aussieht. Es gibt kleine Erfrischungen und eine einmalige Kulisse. Am schönsten ist es bei Sonnenuntergang. Offensichtlich erfreut sich die Bar einem regen Besucherzuwachs, denn als ich vor einigen Tagen nochmal da war, hatte sich der Besuchersteg erneut vergrößert. Ganz nett finde ich, dass man sich im Holz verewigen kann. Der Boden und die Decke ist voll mit Namen aus aller Welt.

Santa Cruz

Von dem einzigartigen Örtchen geht es wieder zurück ins Inland nach Santa Cruz.
Um Treasure Beach gibt es ein wirrwarr an Straßen und die Karten zeigen leider nicht, ob es sich dabei um gute oder schlechte Straßen handelt. Mit etwas Glück erwischt man eine gute Straße und muss nur einigen Schlaglöchern ausweichen. Wählt man allerdings den falschen Weg, schwitzt man nicht von der Temperatur, sondern eher davon, dass man das Auto heile über die Buckelpisten bekommt.
Ich habe vor einigen Tagen eine solche Straße (wenn man das noch Straße nennen kann) erwischt. Als ich vor dem vermeintlich unbezwingbaren Berg mit einer Kraterlandschaft stand, gab es schon kein zurück mehr. Nach mehreren Anläufen und der Hilfe von drei Jamaikanern, die mich anschoben, habe ich es dann aber doch geschafft, den Berg zu bezwingen.

Ist man dann in Santa Cruz angekommen, erlebt man wieder eine Überraschung, wie ich finde. Hier ist das Wirtschaftszentrum des Südwesten Jamaicas. Man erwartet im Landesinneren keine solche Stadt, wenn man die Siedlungen bisher kennen gelernt hat. Ähnlich wie in Mandeville herrscht hier ein reger Trubel, allerdings läuft der Verkehr deutlich zivilisierter ab. Im Ortszentrum gibt es einen Markt und rund herum ganz typische jamaikanische Shops mit Klamotten und anderen Alltagsgegenständen. Ebenso haben sich hier viele Baustoffunternehmen und Autohändler nieder gelassen. Definitiv sollte man sich das quirlige Örtchen Santa Cruz nicht entgehen lassen.

Bamboo Avenue

Auf normalen Straßen geht es weiter in die Bamboo Avenue.

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Bamboo Avenue in Jamaica

Die rund vier Kilometer lange Straße ist gesäumt von Jahrhunderten alten Bambus, die recht eindrucksvoll wie ein Bogen über die Straße wachsen. Die außergewöhnliche Avenue ist sicherlich kein Touristenmagnet, aber bestimmt kommen hier viele vorbei, die auf dem Weg zu den Attraktionen in der Gegend sind. Was viele eher nicht kennen, ist das kleine jamaikanische Restaurant in mitten der Bamboo Avenue, das als Spezialität das lokale Gericht Curry Goat und Curry Chicken anbietet. Man sollte meinen dass Ziege sehr streng schmeckt, aber tatsächlich mit der Curry Sosse, in der die Ziege inklusive Knochen geköchelt wird, schmeckt das typisch jamaikanische Gericht überragend.

Bubbling Springs

Frisch gestärkt geht es weiter zu den Bubbling Springs. Wie ich gelesen habe, soll es hier ein Mineralbad geben. Offen gestanden, ich stand davor, bin aber nicht hinein. Der Eintritt kostet 20 USD und was ich sehen konnte, ist es mehr ein kleiner Wasserpark für Kinder, mit Rutsche und so weiter. Leider konnte ich nicht das ganze Areal sehen und am Eingang war auch niemand, so dass ich die Bubbling Springs einfach links liegen ließ.

Maggotty

Fährt man weiter durch die Berge, über recht enge Straßen, mit zahlreichen Schlaglöchern kommt man in ein Dorf namens Maggotty.

Ohne zu wissen, was es dort wirklich zu entdecken gibt, habe ich einen Stopp eingelegt und den still gelegten und öffentlich zugänglichen Apple Valley Park entdeckt. Hier muss es, als der Park noch in Betrieb war, richtig nett gewesen sein. Die Überreste sind heute noch zu erkennen. Kleine Poollandschaften, künstlich angelegte Wasserfälle und Tretboote auf dem kleinen See. Heute ist alles nur noch eine Ruine und man kann nur erahnen, was sich hier mal abgespielt hat.
Am Ortseingang von Maggotty gibt es noch eine alte Zugbrücke. Ja, tatsächlich gab es auf Jamaica mal einen Zug. Sogar war das Bahnstreckennetz, das erst von Kingston bis Montego Bay und später von Bog-Walk (im Landesinneren) nach Port Antonio (im Osten), das Erste, dass außerhalb Europas und Nordamerikas gebaut wurde, damals noch unter englischer Krone.
Da die Strecken nicht rentabel waren und die Regierung bei der Unterhaltung drauf legte, wurde 1974 die Bog-Walk-Porti Strecke und 1978 auch die MoBay-Kingston Strecke still gelegt. Der Hurricane Allen, der 1980 über das Land fegte und der fünft stärkste seiner Art war, zerstörte weite Teile des Streckennetzes. Der Hurricane Gilbert 1988 gab den Strecken wohl den Rest und so stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob sich eine Wiedereröffnung lohnen würde, auch wenn das mehrfach diskutiert wurde. Die Überreste sind als Ruinen, wie in Maggotty zu bewundern. Die Natur holt sich hier alles zurück und die Brücke ist tatsächlich sehenswert.

Appelton Rum Estate**

Von Maggotty geht es weiter in die Appelton Rum Estate**.
Hier wird der Appelton Rum nach wie vor hergestellt. Die Produktion ist umgeben von riesigen Zuckerrohrplantagen. Das Zuckerrohr wird geerntet und direkt in der Produktion verarbeitet. Früher wurden dazu Esel eingesetzt, die im Kreis liefen und mit dem Geschirr, dass sie um hatten, wurde die Presse bedient, in die das Zuckerrohr gesteckt wurde. Heute geht das natürlich maschinell. Kommt man der Produktion näher, ist der süßliche Geruch vom Zuckerrohr bereits deutlich wahr zu nehmen. Die Produktion ist extrem sauber und mit europäischen Standards zu vergleichen. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass Appelton 2013 von Campari übernommen wurde. Die Marke Appelton bleibt aber bestehen.
Nach der Produktion wird man in den Keller, voll mit Rumfässern, die hier reifen, geführt. Der älteste Rum, der hier jemals lagerte, wurde 100 Jahre gereift und zum 50 jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit (2012) an ganz ausgewählte Personen verteilt. Eine Flasche des edlen Tropfen steht noch im Shop in der Appelton Estate.
Natürlich darf eine Rumverkostung nicht fehlen. Nach der Tour bekommt man die diversen Sorten zur Probe vorgestellt. Tatsächlich ist der ein oder andere gute Rum dabei.

Accompong

Ein weiteres Stück nördlich, weiter rein in die Berge, die Übrigens eine überragende Kulisse bieten, gelangt man in das Dorf Accompong.
Hier gibt es eine der wenigen Maroon Siedlungen der Insel. Die Maroons sind Gemeinschaften, die von den Sklaven gegründet wurden und sich im Inland, meist weit weg von jeglicher Zivilisation zu Farmer Gemeinschaften zusammen geschlossen haben. Natürlich leben sie heute nicht mehr so, wie zur damaligen Zeit, dennoch haben sie sich einige Traditionen bewahrt. Ich hatte in den John Crow Mountains, im Osten der Insel die Gelegenheit einige Tage in einer Maroon Community zu verbringen. Meine Erfahrungen dazu folgen demnach später.

YS Falls**

Wir machen uns auf den Rückweg Richtung Küste. Der nächste Stopp: YS Falls**

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YS Falls in Jamaica

Der sehr schöne Wasserfall befindet sich in mitten einer Farm in Privatbesitz. Mit einem kleinen Bähnchen wird man vom Eingang über die Farm bis zu dem Wasserfall gefahren. Auffällig auf dem Weg sind die schönen Rinder, die rechts und links des Weges grasen. Tatsächlich habe ich solch schöne und vor allem gesund aussehende Rinder nur selten gesehen.
Beim Wasserfall angekommen hat man die Möglichkeit in dem kleinen Park zu chillen, oder eben in den Becken baden zu gehen. Sogar ein klein wenig Action bekommt man geboten, denn wenn man das möchte kann man sich wie Tarzan an einem Seil in eines der tiefen Becken schwingen. Sehr coole Nummer.

Middle Quarters

Nach der Erfrischung wird es erneut Zeit für eine kleine Stärkung in Middle Quarters. In dem kleinen sehr unspektakulären Örtchen gibt es entlang der Straße zahlreiche Damen die ihre Pepper Shrimps anbieten. Tatsächlich ist Middle Quarters der einzige Ort auf der Insel, an dem man die regionale Spezialität angeboten bekommt. Es lohnt sich sehr ein Tütchen für 500 JD (rund 3,50) zum naschen mit zu nehmen.

Black River

Den Abschluss der heutigen Reise machen wir in Black River.

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Black River in Black River Jamaica

Tatsächlich war Black River die erste Stadt der Insel, die Elektrizität hatte, und zwar 1893. Am Ortseingang befindet sich ein kleiner Park. Ein perfekter Ort, um beim Blick auf’s Meer, die Pepper Shrimps von Middle Quarters zu snacken. Kommt man zur richtigen Zeit hängen hier auch die ganzen Jugendlichen herum, die gerade Mittagspause von der Schule haben und beim lunch im Park ihre Freizeit genießen.
Von dem kleinen Park lässt es sich wunderbar durch das kleine Städtchen schlendern. Ich finde Black River, aufgrund der schönen alten Gebäude und der netten Atmosphäre eine der angenehmsten Städte der Insel. Ortsausgang kommt auf eine kleine Brücke unter der der Black River direkt ins Meer fließt. Mit etwas Glück kann man hier Krokodile entdecken. Sollte das nicht der Fall sein, bietet die Black River Safari eine hundertprozentige Möglichkeit.
Mit einem Boot fährt man über den Fluss. Das beeindruckende daran sind nicht nur die Krokodile, die hier zu Hause sind, sondern ebenso, das glasklare Wasser, dass aber tatsächlich schwarz bzw. sehr trübe wirkt. Das kommt von den Pflanzen, die in dem Wasser wuchern. Sie lassen den Fluss schwarz wirken. Die Kulisse bei der Bootstour ist der Wahnsinn.

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Aligator im Black River Jamaica

Nach diesem schönen Abschluss in Black River endet die heutige Reise hier und wie bereits zu Anfang erwähnt, ist diese Region eine der abwechslungsreichsten der Insel. Genau das Richtige für Entdecker…

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.