Ich habe das Paradies gefunden

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Zuerst wurde Mauritius geschaffen,
dann das Paradies.
Aber das Paradies war nur

eine Kopie von Mauritius.“

(Mark Twain)

Zauberhafte Strände, türkisblaues Wasser, leuchtend blühende Pflanzen und Bäume und eine außergewöhnliche Vogelwelt, das kannte ich bereits von Mauritius, aber das Paradies habe ich mir dann doch irgendwie anders vorgestellt.
Schon Tage zuvor habe ich mich auf den Trip in den Black River Georges Nationalpark gefreut und habe am Ende des Tages sogar das Paradies gefunden.
Wahrscheinlich war es nicht das, was Mark Twain beschrieb, doch für mich war es genau das.

Hier möchte ich von meinem absoluten Highlight während meiner Mauritius-Reise erzählen. Eine Tour von Calodyne nach Chamarel, ein Besuch im Curious Corner und der siebenfarbigen Erde, ein Rumtasting in der Rhumerie de Chamarel, eine Fahrt durch den Black River Gorges Nationalpark und einen krönenden Abschluss am Grand Bassin.

Von Calodyne nach Chamarel

Calodyne liegt im Norden der Insel, ganz in der Nähe von Grand Baie. Der Highway über das Hochland führt in den Südwesten, in den bekannten Touristenort Flic en Flac.
Von hier aus geht es über schmale Serpentinen nach Chamarel.
Für die gerade mal 75 Kilometer von Calodyne nach Chamarel ging allerdings doch etwas mehr Zeit drauf, als ich vermutet hatte. Mit dem Auto war ich knappe eineinhalb Stunden unterwegs. Doch die lange Fahrt hat sich mehr als gelohnt.

Chamarel

Der kleine Ort mit gerade mal 700 Einwohnern liegt in mitten des Riviére-Noire-Waldes. Ein Überbleibsel aus dem ehemals Kaffee-, Indigo-, Baumwolle- und Zuckeranbau ist eine kleine Kaffeeplantage, die den Arabica heute noch zum Verbrauch auf der Insel produziert.
Viele Inselbesucher erleben Chamarel nur auf der Durchreise zur siebenfarbigen Erde, ohne einen Zwischenstop einzulegen, doch damit verpassen sie etwas sehr paradiesisches:

Die Aussichtsterrasse bei Chamarel

Der Viewpoint liegt direkt an der Hauptstrasse und bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die Südwestküste. Hinter den Pinienwäldern ragt der Le Morne aus dem strahlend blauen Wasser. Ein Blick zum verlieben und vor allem zum verweilen.
Dieses Panorama hat sich das Restaurant Le Chamarel** zu Nutze gemacht. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, hier einen kleinen Zwischenstopp einzulegen und einen Kaffee auf der Terrasse des Restaurants zu genießen. Ein Ort zum verlieben. Das denken sich wohl auch die Vögelchen, die hier wunderbar zu beobachten sind.
Übrigens war die Terrasse schon mehrfach Kulisse von Werbespots und auch die Serie „Traumschiff“ machte hier schon Station.

Blick vom Café de Chamarel auf die Südwestküste Mauritius
Vogelwelt am Cafe de Chamarel, Mauritius

Curious Corner

Nur ein Katzensprung vom Café de Chamarel** entfernt liegt die kleine Welt der optischen Täuschungen, genannt Curious Corner**. Ich war mir nicht ganz sicher, ob sich der Eintritt von 375 MRU (knapp 10 EUR) wirklich lohnt, oder ob es nur eine Touriabzocke ist. Ist es nicht. Es ist super witzig und das Team im Curious Corner** ist top.
Ein kleiner Funfact am Rande. Im Garten stehen ein riesiger Tisch und Stuhl, der die Besucher an die Welt von Alice im Wunderland erinnert. Auch für Alice tat sich hinter den Spiegeln eine neue Welt auf und sie war es auch, die dem Dodo, dem heute ausgestorben mautitischen Vogel, zur weltweiten Berühmtheit verhalf, in dem er in der Geschichte an einem Wettlauf teilnahm. So schließt sich der Kreis.
Ich möchte hier nicht zu viel verraten und jedem Besucher die Kuriositäten, die das Kabinett bereit hält, selbst entdecken lassen. So viel soll gesagt sein. Ich hatte einen Riesen Spaß.
Hier eine kleine Kostprobe.

Seven Colored Earth Geopark

Gegenüber von Curious Corner befindet sich der Eingang zur meistbesuchten Attraktion Mauritius’: die siebenfarbige Erde von Chamarel / Seven Colored Earth

Das Areal ist in Privatbesitz und um überhaupt zur siebenfarbigen Erde zu gelangen, führt eine hervorragend ausgebaute Straße durch den Geopark. Der Eintritt wird am Kassenhäuschen an der Zufahrt zum Geopark (gegenüber Curious Corner) entrichtet und man zahlt je nach Package, denn ausser der siebenfarbigen Erde gibt es im Geopark noch weitere Attraktionen.
Der Eintritt zur siebenfarbigen Erde ist mit 250 MRU (rund 6 EUR) sehr angebracht, wie ich finde.
In der Regel fahren die Gäste mit dem Mietwagen, Taxi, oder dem Bus der örtlichen Touranbieter durch den Park. Wanderer habe ich nur sehr wenige gesehen. Bei den heißen Temperaturen und der prallen Sonne ist das wahrscheinlich auch nicht gerade ein Zuckerschlecken.

Chamarel Waterfall

Auf der Fahrt durch den Geopark, der an sich schon ein Augenschmaus ist, kommt man nach wenigen Kilometern zum Chamarel Waterfall Viewpoint. Diese „Attraktion“ ist im Eintritt inbegriffen und kostet demnach nichts extra. Die Terrasse bietet einen freien Blick auf den Chamarel Waterfall der aus dem Berg heraus rund 100 Meter in die Tiefe stürzt. Über einen kleinen Stufen-Pfad durch den Wald gelangt man zur zweiten Ebene der Aussichtsplattform. Von hier oben ist der Blick fast noch ein bisschen schöner und offensichtlich schrecken die steilen Stufen viele Besucher dann doch ab, denn hier oben ist deutlich weniger los.
Der Blick auf den Wasserfall, der doch in recht weiter Ferne liegt, ist atemberaubend. Selbst aus der Entfernung sind die tosenden Wassermassen noch zu hören und der Wunsch dem Wasserfall etwas näher zu kommen, war nicht nur bei mir recht groß.

Chamarel Waterfall, Mauritius

Siebenfarbige Erde

Nur rund fünf Fahrmituten weiter wartet nun die Hauptattraktion des Geoparks auf seine Besucher: die siebenfarbige Erde.
Der Parkplatz war an diesem Tag ziemlich voll, doch ich gehe davon aus, dass es völlig egal ist, wann man hier her kommt, es wird vermutlich immer viel los sein.
Vorbei am Kassenhäuschen, an dem man das Ticket nochmal vorzeigen muss, geht es dann über eine Waldpfad auf eine Aussichtsterasse und nun liegt sie vor den Besuchern: die siebenfarbige Erde in ihrer vollkommenen Schönheit und löste zumindest bei mir eine Faszination aus.
An der Besucherplattform, wie soll es anders sein, befindet sich eine Snackbar. Der Blick von hier ist zwar schon wunderschön, doch läuft man den kleinen Pfad entlang zur Plattform an der Rückseite, finde ich die Aussicht fast noch besser. Erstaunlicherweise verlaufen sich die Besuchermassen und es ist super angenehm im Park um die siebenfarbige Erde herum zu spazieren.

Siebenfarbige Erde auf Mauritius

Die Farben und ihre Entstehung

Die sieben Farben, die da wären Rot, Braun, Violett, Grün, Blau, Lila und Gelb, sind aus einem einfachen und doch faszinierenden Naturphänomen heraus entstanden.
Wie auch der Rest der Insel ist diese entzückende Hügellandschaft vulkanischen Ursprungs. Durch die Umwandlung der Basaltlava in Minerale und den klimatischen Einflüssen wurden alle wasserlöslichen Bestandteile aus der Erde ausgewaschen und es blieb das rötliche-schwarze Eisenoxid und das bläulich-violette-grünblaue Aluminiumoxid übrig, die sich wiederum vermischten und so entstanden die sieben Farben von Chamarel. Je nach Sonneneinstrahlung können sich die Farben leicht verändern. Optisch wirkt das es, als wäre die Erde aus Sand, was übrigens auch vielen Besuchern erzählt wird, die dann für teuer Geld eine Probe kaufen, tatsächlich ist es jedoch Lavagestein.

Siebenfarbige Erde auf Mauritius

Die Rhumerie de Chamarel

Nach dem Besuch im Geopark geht die Reise weiter. Erst durch das beschauliche Örtchen Chamarel, dann weiter zur Rhumerie de Chamarel**, die nur wenige Fahrmituten vom Geopark entfernt liegt.
Auf Mauritius gibt es noch einige Rumfabriken. Die Rhumerie de Chamarel** ist hingegen eine der bekanntesten und hervorragend auf Besucher eingerichtet.
Am Eingang müssen die Besucher ein Eintrittsgeld entrichten und dürfen dafür an einer geführten Tour durch die kleine aber feine Produktion teilnehmen. Ich persönlich fand die Tour ganz interessant, denn ausser der Herstellung erzählen die Guides einiges zum Anbau und der Herkunft des Rohstoffes, dem Zuckerrohr.
Als Zwischenstopp gibt es einen Rhumcocktail aufs Haus, bevor es dann in die Destillerie und weiter zur Rhumprobe geht. Eine ganz nette Geste, wie ich finde.

Rumcocktail in der Rhumerie de Chamarel, Mauritius

Bei der Rumprobe werden neun verschiedene Rumorten ausgeschenkt. Die Probiererlein sind zwar nur ganz klein, doch neun davon, können so manchen gestanden Mann aus der Bahn werfen. Ich musste noch Auto fahren und konnte leider keinen der kleinen Köstlichkeiten probieren, doch ich habe mir sagen lassen, dass der ein oder andere sehr schmackhafte Rum dabei war.
Natürlich stehen im Shop alle Rumsorten, die in der Rhumerie de Chamarel** hergestellt werden, auch zum Verkauf.

Rumsorten in der Rhumerie de Chamarel, Mauritius

Der Black River Gorges Nationalpark

Wir treten langsam die Heimreise an und zurück geht es nicht über die Küste, bzw. das Hochland, wie wir gekommen sind, sondern durch den wunderschönen Black River Gorges Nationalpark. Wer die Zeit und Lust hat hier wandern zu gehen, wird sich noch mehr dieser Schönheit entdecken, doch eine Fahrt mit dem Auto ist bereits ein Erlebnis. Die schmalen Straßen führen über Berg und Tal und außer Bäume und Sträucher ist weit und breit nichts zu sehen.
Etwa auf halben Weg geht eine kleine, unscheinbare Einfahrt in den Wald. Ein kleines Schild mit der Aufschrift „to Waterfall“ hat mein Interesse geweckt. Interessanterweise habe ich in keinem Reiseführer gelesen, dass es hier etwas zu sehen gibt. Gibt es aber, sofern man auf Wasserfälle und eine schöne Aussicht steht.
An dem Parkplatz geht ein Weg in einen weitläufigen Park und weiter zu einem Viewpoint auf die Alexandra Falls. Ähnlich wie die Chamarel Waterfalls stürzen die Wassermassen in weiter Entfernung in die Tiefe. Zudem bekommt man hier noch den freien Blick auf die Ostküste geboten.
Zurück auf der Hauptstraße schlängelt sich der Weg weiter über die schmalen Straßen, bis zu eiener großen Kreuzung. Hier endet der Back River Gorges Nationalpark und das Grand Bassin ist bereits ausgeschildert. Auf zur nächsten Station…

Black River Gorges Nationalpark, Mauritius
Alexandra Falls im Black River Gorges Nationalpark, Mauritius

Das Grand Bassin

Ich habe in dem Buch 111 Orte auf Mauritius die man gesehen haben muss*, was ich übrigens wärmstens empfehlen kann, über das Grand Bassin, als eine Pilgerstätte gelesen, zu der zum am Tag des Neumondes nach dem gregorianischen Kalender, tausende gläubige Hindus pilgern. Erst einmal habe ich vom Grand Bassin nicht sehr viel erwartet. Beschrieben war es als ein heiliger See mit einem nahe gelegenen Tempel. Klingt erstmal nicht sehr spektakulär und wenn es nicht ohnehin auf unserem Weg gelegen hätte, wäre ich wahrscheinlich gar nicht hin gefahren, was im Nachhinein ein großes Versäumnis gewesen wäre. Ich habe das Grand Bassin als einen irgendwie magischen Ort erlebt. Eingangs steht eine 33 Meter hohe Shiva Statue, die an sich schon sehr beeindruckend ist. Das Grand Bassin, ein See der mit der verschiedenen Hindugöttern geschmückt ist, auf dem die Blumen schwimmen, die Besucher Shiva mitgebracht haben und im Hintergrund ein Tempel thront, war an diesem späten Nachmittag fast leer. Nur eine Familie wandelte von Gottheit zu Gottheit. Die Ruhe und die Energie, die an diesem Ort zu spüren war, hatte auf mich eine faszinierende und magische Wirkung. Ich konnte eine unbeschreibliche Schwingung spüren. Ich kann es nur ganz schwer beschreiben und ich weiß, es hört sich doch sehr spirituell an, doch das einzige, was ich am Grand Bassin spürte, war wirkliche innere Zufriedenheit. Ein ganz toller Ort, der mir, samt dem Gefühl, sicher lange in Erinnerung bleiben wird und an den ich gerne zurück denke.

Grand Bassin, Mauritius

Das war meine kleine Reise ins Paradies. Ein perfekter Tag mit einem wunderschönen Abschluss. Bestimmt hatte Mark Twain nicht von diesen Orten gesprochen, als er das Paradies fand, doch wie ich eingangs erwähnte, war für mich diese Mischung und was ich an diesem Tag erleben durfte, das Paradies.

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I ride my Bike: von Calodyne bis Grand Baie, Mauritius

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Calodyne

So heißt der kleine unscheinbare Ort, in dem sich das Hotel Sealife Resort und Spa* versteckt und Ausgangspunkt für meine Unternehmungen sein sollte. Das Örtchen hat außer einer Tankstelle, einem kleinen, gut sortierten Supermarkt, einigen Beautyläden, einem kleinen Italiener und einem Baumarkt nicht wirklich viel zu bieten, doch konnte ich hier die Ruhe genießen, die ich in den üblichen Touristenorten vergeblich hätte suchen müssen.
Ich bin auf Mauritius… dem Paradies, wie Mark Twain es einst beschrieb.
Um aus Calodyne raus zu kommen, habe ich zunächst kein Auto gemietet, oder bin mit dem öffentlichen Bus gefahren, mit dem man übrigens problemlos in die nächst gelegenen Städte (mit Geldautomat, den gibt es hier nämlich nicht), oder, mit Umsteigen, sogar über die ganze Insel kommt. Ich habe ich mich für eine Mini-Fahrradtour entschieden.

Übrigens: Nähres zu den öffentlichen Buslinien habe ich Euch auf der Mauritius Startseite hinterlassen.

Mit dem Fahrrad von Calodyne nach Grand Baie

Zugegeben sind Fahrradtouren aus Mauritius, selbst für Hobbyradler, wie ich es bin, eine kleine Herausforderung. Die Temperaturen sind extrem hoch und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit macht das Radeln nicht gerade angenehmer, wie Ihr an meinem knallroten Kopf zur linken erkennen könnt. Dennoch sind kleine Strecken, wie die, die ich Euch jetzt gerne beschreiben möchte, durchaus auch für Ungeübte machbar.

Kurz zu den Streckendetails:
Distanz: rund 15 Kilometer einfach
Schwierigkeit: meist eben mit wenig Steigung

Los geht es in dem Ort Calodyne, die Hauptstraße entlang Richtung Westen. Fahrradwege gibt es auf Mauritius nicht. Wo die Auto- und Busfahrer gegenseitig nur wenig Rücksicht aufeinander nehmen, wird auf Fahrräder tatsächlich etwas sorgfältiger eingegangen, was ich zunächst nicht vermutet hätte.

Cap Malheureux

Den ersten Stop habe ich in Cap Malheureux gemacht, der bereits nach wenigen Kilometern erreicht war, doch für eine kurze Rast durchaus Wert scheinte. Das Kap, an dem in grauer Vorzeit zahlreiche Schiffe ihr Unglück fanden, ist auch als „Unglückskap“ bekannt. Von Unglück kann hier heute keine Rede mehr sein. Zu idyllisch ist das Fleckchen und Schiffe legen hier schon lange nicht mehr an.

In den frühen Morgenstunden verschlägt es die Fischer und Dorfbewohner hier her, um ihren Fang des Tages zu machen, oder einfach nur die Ruhe und den malerischen Blick auf die Coin de Mire zu genießen, bevor es dann am späten Vormittag von Touristen nur so wimmelt. Denn in dem kleinen unscheinbaren Ort Cap Malheureux liegt direkt an der Hauptstrasse, an der Küste, die berühmte Kapelle Notre Dame Auxiliatrice, die mit ihrem leuchten roten Dach eine Traumkulisse für alle Verliebten darstellt. So kommt es wohl vor, dass frisch Vermählte ihre Hochzeit in der Kapelle nachstellen, obwohl das natürlich nicht erlaubt ist.

Die Fischer von Cap Malheureux, Mauritius
Kapelle Notre Dame Auxiliatrice in Cap Malheureux, Mauritius

Coin de Mire

Auf dem Weg zur nächsten Station ging es weiter entlang der Hauptstraße. Der Blick auf das Meer ist zu großen Teilen von Hotels und Mietvillen verbaut. Doch ein kleiner, nett angelegter Park kurz vor dem Örtchen Perybére bietet ein wunderbares Panorama auf den Coin de Mire. Die kleine Insel, die rund fünf Kilometer vom Festland im Meer thront, gleicht der Optik eines Schiffsegels. 167 Meter ragt der Fels am höchsten Punkt aus dem stahlblauen Wasser.
Das unbegehbare Naturreservat beheimatet nicht nur den tropischen Weißschwanzvogel, der auf Mauritius als bedroht gilt, auch Wale sollen hier gelegentlich gesichtet werden.
Zudem ist ein Ausflug zum Coin de Mire eine beliebte Tour für Taucher, die vom Strand von Perybére aus mit dem Boot starten.

Coin de Mire, Mauritius

Übrigens befindet sich zwischen Cap Malheureux und Perybére das Hotel Coin de Mire*, was mir einen ganz netten Eindruck macht und ebenfalls in einer eher ruhigen Gegend liegt.

Perybére

Nach dem Panorama-Blick ging die Tour weiter Richtung Westen und bereits nach wenigen Kilometern war bereits die nächste Station in Sicht. Ein Erfrischungsstop am Strand von Perybére. Am Strand von Perybére gibt es eigentlich nicht besonders viel zu sehen, doch eine Sehenswürdigkeit gibt es dann doch. Hier betreibt der bislang einzige Sandkünstler auf Mauritius, Sanjay sein Freiluftattelier und zaubert Kunstwerke aus Sand, die nach wenigen Tagen von Wind und Wasser zerstört werden und er sich an sein neues Werk macht. Zudem gibt es hier eine kleine Erfrischung aus frischen, kühlen Früchten, ob eine Kokosnuss oder Ananas, das frische Obst wirkte als Energieschub auf der kleinen Radtour bei knapp über 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 80%.

Grand Baie

Nach einer kurzen Erfrischung ging es dann in die letzte Etappe nach Grand Baie. Der Weg führte mich vorbei an einem kleinen Hindu-Tempel, bevor es in das Gewühl der größten Stadt des Nordens ging. Schon Eingangs wird klar, hier hat sich der Tourismus bereits vollends ausgebreitet. Ein Restaurant reiht sich an das nächste und Hotels und Gästehäuser scheinen gut besucht.
Hier endete meine kleine Radtour und es war an der Zeit, mich in der Stadt umzusehen. Meine Eindrücke und was es hier alles zu sehen gibt, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Essen, Trinken und Nachtleben

Die Patisserie Marimootoo

Direkt am Ortseingang, von Perybére kommend, befindet sich die beste Patisserie der Insel, wie es heißt. Bekannt für die „langue de belle more“ – „Schwiegermutters Zunge“. Blätterteig gefüllt mit einer Vanille Creme. Die Kreation, als auch der Name stammen wohl vom einstigen Ladenbesitzer, der das Gebäck tatsächlich nach seiner Schwiegermutter benannte. Die muss wohl sehr nett gewesen sein, schätze ich. Heute wird das Geschäft von der Tochter des einstigen Gründers geführt, die die Filiale von Curepipe nach Grand Baie verlegte und das Konzept etwas modernisierte. Die Rezepte der „Schwiegermutters Zunge“ sind jedoch unverändert geblieben.

Der Banana Beach Club

Grand Baie ist ebenso als Partystadt bekannt und so bietet die legendärste Bar der Insel die Gelegenheit auf einen gepflegten Partyabend in ungezwungener Atmosphäre. Unaufdringliche Mauritier mischen sich unter das Tourivolk und es gibt jeden Abend Musik vom DJ und am Wochenende sogar Live-Musik. Der Banana Beach Club zeigt sich in seinen Ursprüngen, als Bambushütte mit einem Flammenbaum im Innenhof.

Das Beach House

Der ehemalige südafrikanische Rugby-Nationalspieler Cabous van der Westhuizen kam 2008 nach Mauritius um Urlaub zu machen, verliebte sich, blieb und eröffnete das extrem lässige Beach House. Das Menü bietet eine gute Mischung aus lokalen und südafrikanischen Köstlichkeiten und die Atmosphäre ist sehr ungezwungen. Direkt am Meer mit einem Zugang zum Strand ist das Beach House sicher eine der ersten Adressen in Grand Baie und vielleicht sogar auf Mauritius.
Am Abend verwandelt sich das Beachhouse in eine lockere Bar mit Live Musik an den Wochenenden.

Generell bietet Grand Baie eine Riesen Auswahl an Restaurants und Bars entlang der Hauptstraße Royale Road und der La Salette Road (Richtung SuperU). Am Strand gibt es kreolisches Street Food zu günstigen Preisen. Verdursten und verhungern wird hier wohl niemand müssen.

The Beach House, Grand Baie, Mauritius

Shopping

Neben dem Nachtleben ist Grand Baie bekannt für das reichhaltige Shopping Angebot. Neben Port Louis und Curepipe ist die Stadt das Konsumzentrum der Insel.

Sunset Boulevard

Der Sunset Boulevard direkt an der Hauptstraße, der Royal Road gelegen bietet kleine Boutiquen mit ausgewählter, meist lokaler und hochwertiger Ware.

Grand Baie Bazar

Der Grand Baie Bazar ist das Shopping Eldorado für Touristen. Der Kunsthandwerksmarkt, wie er genannt wird, lockt mit einheimischen Erzeugnissen, aber auch mit Importware aus Thailand.
Neben den zahlreichen Ständen mit Taschen aus Zuckerrohr, Cashmere-Waren oder bunten Kleidern und Sarongs, gibt es einen kleinen Imbiss, der Erfrischungen bereit hält.
Der Grand Bazar ist die beste Adresse der Gegend, um Souvenirs einzukaufen.
Ein kleiner Tipp: das Handeln nicht vergessen… Fixe Preise gibt es hier nicht.

Super U Hypermarket

Der Super U Hypermarket befindet sich auf der Rückseite des Grand Baie Bazar und ist das genaue Gegenteil. Eine kleine Shopping Mall mit Markenartikel macht den Anfang, bevor es dann in den riesigen Supermarkt geht. Hier gibt es definitiv nichts, was es nicht gibt. Übrigens führt der Super U eine hervorragende Bücher- und Magazin-Abteilung. Wohl die beste des Nordens.

Grand Baie Bazar in Grand Baie, Mauritius

Wie ihr seht, hat Grand Baie neben Shopping und Nachtleben nicht besonders viel zu bieten. Die lebendige Stadt ist dennoch ein Ausflug wert, wie ich finde.

Dann wünsche ich allen auf dieser Tour viel Spaß und denkt daran ausreichend zu trinken und Euch vor der sonne zu schützen…

Übrigens… Alle Bilder aus Mauritius findet ihr in meiner AfiMIA Galerie.