Bled und der Nordwesten

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Dober Dan aus Bled
(Guten Tag aus Bled)

Die letzte Station meiner Slowenien Tour führte mich nach Bled. Bevor ich aber von dem schönen Luftkurort und meinen Erlebnisse erzähle, möchte ich Euch eines nicht vorenthalten: Die Fahrt durch den Triglav Nationalpark…

Der Triglav Nationalpark

Von Portoroz geht es zunächst auf die Autobahn. Nun hat man die Wahl… den direkten Weg über die Autobahn, oder eben durch den zauberhaften Nationalpark. Der direkte Weg ist mit rund 170 km der deutlich schnellere, doch schöner ist die Fahrt durch den Nationalpark. Wie ihr Euch vorstellen könnt, habe ich mich für die Panoramafahrt entschieden.

Nach Portoroz geht es, wie bereits erwähnt, erst einmal auf die Autobahn. Bei Predjama, ganz in der Nähe der Adelsberger Grotte und der Burg Predjama, von der ich in meinem Beitrag Portoroz und der Süden erzählt habe, bin ich von der Autobahn abgefahren. Entlang der Grenze zu Italien ging es zunächst in das Bergdorf Kobarid. Kobarid ist bei Touristen recht bekannt und beliebt. So gibt es hier einige Angebote für Naturerlebnisse wie Rafting, Fahrrad fahren oder auch Wandern.
Weiter ging es von Kobarid Richtung Kranjska Gora. Auch hier gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Einmal, um den Nationalpark herum über die italienische Grenze und wieder zurück nach Slowenien, oder eben entlang des Soca Tals durch den Triglav Nationalpark.
Die Landschaft, die sich hier oben in den Bergen auftut ist wundervoll. Mitten durch den dichten Wald fließen Bergflüsse mit glasklarem Wasser. Die Schönheit ist nahezu unbeschreiblich, aber das Bild beschreibt es ganz gut. Hier und da tut sich ein kleines Dorf auf und es lässt sich erahnen, dass es hier auch im Winter eine wunderschöne Kulisse geben muss.

Landschaft im Triglav Nationalpark, Slowenien

Der Triglav Nationalpark ist offensichtlich ein beliebtes Ziel für Sommersportler. Auf unserem Weg sind wir einigen Rennrad- und Mountainbike Fahrern begegnet. Natürlich gibt es auch einige Anbieter für Rafting auf dem Soca River.
Übrigens, der Triglav ist mit seinen 2.864 m der höchste Berg Slowenien. Ganz so hoch hinaus habe ich es nicht geschafft, aber auf über 1.000m bin ich dann doch gekommen.
Der Weg über das Soca Tal führt bis nach Kranjska Gora. Ein schöner kleiner Ort, besonders beliebt bei Wandertouristen im Sommer und Skitouristen im Winter. Ganz in der Nähe, in Planica findet jedes Jahr das Finale der Skispringer statt. Auch dazu habe ich meine Erlebnisse in meine Beitrag Planica, Planica, Königin aus Schnee geteilt. Ein tolles Event!
Nun ist es nicht mehr weit nach Bled…
Insgesamt war ich mit kleinen Stops hier und da rund 5 Stunden von Portoroz bis Bled unterwegs, aber es hat sich jede Minute mehr als gelohnt.

Bled

Der Luftkurort Bled ist mit seinen knapp über 5.000 Einwohnern eher ein beschaulicher Ort, doch ist er sehr beliebt bei Urlaubern und Tagestouristen. Das Highlight und sicherlich Anziehungsmagnet für viele Besucher ist der Bled See und die darüber gelegene Burg.
Zur Zeit des ehemaligen Jugoslawien diente Bled als Sommerresidenz des jugoslawischen Königshaus und viele hochrangige Politiker und Diplomaten der ehemaligen jugoslawischen Republik waren hier zur Kur.

Zentrum von Bled ist der Bled See. In der Mitte eine kleine Insel mit einer Kapelle, die mit Booten, die an verschiedenen Anlegestellen rund um den See bereit stehen.
Wahrscheinlich ist es auch dem See zu verdanken, dass Bled heute einer der beliebtesten Orte für den Fremdenverkehr ist. Bereits in den 1850er Jahren wurde die klimatisch gute Lage von einem Schweizer Naturheilkundler erkannt und in den 1890ern entstanden erste Kur- und Badeanstalten rund um den See, die auch heute noch Beachtung finden.

Bled See, Slowenien

Zweites Highlight der Stadt ist die Burg von Bled – Blejski Grad. Die Burg thront auf einem Felsen über 100 Meter über dem See. Die Geschichte der Burg reicht bis in das Jahr 1004 zurück. Heute beherbergt die kleine aber feine Burg ein Museum und ein Restaurant. Der Ausblick über den Bled See und die umliegende Landschaft von der Burgterasse ist umwerfend und alleine dafür lohnt sich ein Besuch. Der Eintritt kostet 13 Euro für Erwachsene.
Website: www.blejski-grad.si**

Blejski Grad – Burg von Bled, Slowenien

Meine Unterkunft in Bled

Normal schenke ich meiner Unterkunft nur wenig Aufmerksamkeit, doch in diesem Fall muss ich mal eine Ausnahme machen. Ich habe so eine tolle Übernachtungsmöglichkeit gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Die Pension & Glamping Pipernik** Eine Pension mit normalen Einzel- und Doppelzimmern und… ganz tollen Glamping Hütten. Das Areal ist groß, direkt am Wandrand gelegen und im großzügigen Garten mit kleinem Pool lädt die Unterkunft zum relaxen ein. Jede Hütte ist mit einer eigenen kleinen Küche und einem eigenen Steingrill ausgestattet. Die Ruhe und Frische des Waldes sind einfach nur erholsam. Im Nachhinein war ich etwas enttäuscht, dass ich hier nur zwei Übernachtungen gebucht hatte.
Übrigens gibt es in Bled noch eine weitere tolle Unterkunft. Nicht ganz günstig, aber sicherlich ihren Preis wert. Das Garden Village** in Bled. Ich durfte vor einigen Jahren bei der Eröffnung dabei sein. Übernachtet habe ich dort noch nicht, aber eines Tages werde ich das sicherlich. Das Garden Village** hat verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten von einem Zelt bis Luxus-Baumhäusern. Diesmal war ich mit meiner Buchung leider zu spät dran, denn das Garden Village ist in der Regel über Monate im Voraus ausgebucht.

Mein Tag in Bled

Neben dem Anreisetag hatte ich nur einen Tag in Bled. So musste ich mir gut überlegen, was ich an diesem Tag unternehmen möchte. Entschieden habe ich mich für eine Wanderung entlang der Vintgar Klamm** kombiniert mit einem Besuch am Bled See, einem Abstecher im Dino Park** und einem sehr guten lokalen Abendessen direkt am See. Die Burg von Bled hatte ich bereits zwei mal in der Vergangenheit besucht und habe mir das diesmal gespart.

Wenige Kilometer von Bled befindet sich die Vintgar Klamm**. Eine etwa 2km lange Klamm entlang des Radovna Flusses. Der Eintritt kostet 10 Euro plus die Parkgebühren von 5 Euro.
Entlang des Flusses und den steil abfallenden Felsen schlängelt sich ein Holzsteg durch die Klamm. Die Atmosphäre und die Kulisse ist atemberaubend und ich habe selten so ein wunderbares Naturschauspiel gesehen. In der Regel ist die Klamm zweispurig, doch aufgrund der Corona-Vorkehrungen war die Klamm eine Einbahnstrasse und der Rückweg zum Auto führte durch den Wald und benachbarte Orte. Direkt nach dem Wasserfall und einer kleinen Snackbar am Ausgang geht ein kleiner Waldweg zurück. Alternativ gibt es einen Weg durch die Ortschaften, der ein Stückchen weiter und sicherlich nicht so schön ist, wie der Waldweg.
Ich schätze, dass es die beste Entscheidung war, den einen Tag an der Vintgar Klamm zu verbringen.
Website www.vintgar.si**

Vintgar Klamm, Slowenien

Auf dem Rückweg nach Bled habe ich noch einen Abstecher in den Dino Park am Ortseingang von Bled gemacht. Sicherlich ein Erlebnis für Kinder, aber auch Erwachsene kommen hier auf ihre Kosten. Der Eintritt für Erwachsene kostet in der Regel 15 Euro. Wir hatten das Glück, dass es gerade ein Sonderangebot gab.
Im Park „leben“ 40 Dinosaurier, die sehr beeindruckend dargestellt werden. Teilweise mit Geräuschen und Bewegungen und Erklär-Tafeln zu jedem Dinosaurier.
Website www.dinopark.si**

Dinosaurier im Dino Park Bled, Slowenien

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für Bled und den wunderbaren Nordwesten Slowenien’ wecken.
In diesem Sinne…

Adijo aus Slowenien

Erfahre mehr über Slowenien oder
entdecke meine Bilder in der AfiMIA Galerie

Planica, Planica, Königin aus Schnee!

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Jedes Jahr im März trifft sich die Weltspitze der Skispringer zum Saisonfinale in Planica. Dass Slowenien ein wunderschönes Land ist und die Slowenen wunderbare Menschen sind, habe ich in meinem Artikel Slowenien – Ja, es lohnt sich bereits zum Besten gegeben. Was jetzt aber so besonders an dem Event in Planica ist, möchte ich heute gerne mit Euch teilen.

Vorab soll gesagt sein, dass das Planica-Event nicht nur ein Highlight für absolute Skispungfans ist. Vielmehr ist es eine große Party in einem mega Ambiente mit super netten Menschen, bei dem der Sport natürlich im Vordergrund steht.

Planica ist ein ein Ortsteil des kleinen Städtchen Rateče, nur wenige Kilometer von dem bekannten Wintersportort Kranjska Gora entfernt. Die Umgebung ist sehr idyllisch und nicht nur zum Weltcup eine Reise wert.

Planica wird auch das „Tal der Schanzen“ genannt und auf dem Berg Pocna steht die aktuell zweitgrößte Skisprungschanze der Welt. Jahr für Jahr werden hier Rekorde gebrochen. Gerade beim aktuellen Wettbewerb stellte der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit 253,5 m einen neuen Weltrekord auf, der in den kommenden Tagen nochmal übertroffen werden könnte. Alleine die Vorstellung, über 250 Meter durch die Luft, in eine Masse von Menschen zu fliegen, ist unvorstellbar. Dieses Spektakel sollten wir allerdings den Springern überlassen.
Aber auch als Zuschauer erlebt man hier einzigartige Bilder. Ich durfte ein Skifliegen an einem etwas nebligen Tag erleben. Wenn die Springer aus dem wolkenverhangenen Himmel in die Arena fliegen und die Slowenen ihre Prevc Brüder anfeuern, als gäbe es kein morgen mehr, ist das einfach nur der Wahnsinn.

Bei jedem Sprung über der 200-Metermarke ertönt dann der Ohrwurm „Planica, Planica“. Ein Song, eigens komponiert für das Skifliegen in Planica.

Planica, Planica, snežena kraljica!
Was so viel heißt wie: Planica, Planica, Königin aus Schnee

Planica_02
Wehende Fahnen in der Arena von Planica

Das Programm

Von Donnerstag bis Samstag ist hier volles Programm.
Am Donnerstag gibt es die Qualifikation zum Einzelspringen. Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Freitag statt. Am Samstag ist Teamspringen angesagt und am Sonntag das letzte Einzelspringen der Saison.
Klar ist, dass das Event nichts für Spätaufsteher ist, denn um 9.00 Uhr geht es bereits los.
Gegen 14.00 Uhr ist der Wettbewerb zu Ende. Hier ist aber noch lange nicht Schluss. In dem Besucherareal geht hier die Party, bei guter Live-Musik erst richtig los.

Das Event

Ich denke gerne an meinen letzten Besuch in Planica 2017 zurück:
Das Wetter, ein Traum. Bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein, nach einem tollen Skiflug-Wettbewerb mit Platz 2 für die Deutschen Adler, spielte eine der bekanntesten Cover-Bands Slowenien’s für die Skisprungfans. Ein wunderschöner Tag, umgeben von tollen Menschen, denn mehr Gastfreundschaft wie hier, findet man nur selten.
Das als kurze Zusammenfassung des Skifliegen’s in Planica. Überzeugt?

Rund um das Skifliegen ist das Städtchen Kranjska Gora nicht zu vernachlässigen. Nachdem es auf dem Berg langsam zu Ende geht, gibt es in Kranjska Gora, was übrigens eine kleine idyllische Atmosphäre bietet, zahlreiche Lokale und Bars, in denen es gerne mal in die zweite Runde geht.  Auch hier bilden die Skisprungfans eine Gemeinschaft und es ist völlig egal, aus welchem Land man kommt. Gefeiert wird gemeinsam.

Die Tickets

Die Eintrittspreise sind mit 29 Euro pro Tag ein sehr überschaubarer Preis für das Event. Möchte man es etwas exklusiver und gemütlicher gibt es Tickets für die Tribünen ab 55 Euro. Wenn man aber das echte Feeling möchte, würde ich empfehlen, auf die regulären Stehplatz Tickets zu setzen. Nur so kommt man mit dem Slowenen, die hier natürlich in der totalen Überzahl sind, am Besten on Kontakt und wenn sich die Slowenischen Springer in die Tiefe stützen, darf man das ohrenbetäubende Anfeuern aus nächster Nähe erleben.

Übrigens fahren die Slowenen ziemlich auf die Japanischen Springer ab. Der Geräuschpegel ist kaum zu unterscheiden, ob nun Noriaki Kasai oder Peter Prevc gerade an der Reihe sind.

Die Tickets gibt es bei diversen lokalen Anbietern, wie kompas.si**, MHolidays.si**, petrol.eu**, Slovenske Zeleznice** oder eben in bei Eventim** zu ergattern.

Die Logistik

Wie ihr Euch vorstellen könnt, ist gerade am Samstag und Sonntag die Hölle los auf dem Berg Pocna und eine gute Organisation der Veranstalter ist absolut notwendig. Mehrere 10.000 Besucher strömen zwischen 8.00 und 10.00 Uhr auf das Gelände. Hierzu kann ich nur sagen: well done Ski Accosiation of Slovenia.
Mit Shuttle Bussen von verschiedenen Haltestellen rund um Kranjska Gora geht es auf den Berg. Selbst zum Gelände fahren, würde ich hier eher nicht empfehlen. Zum einen sind die Parkplätze doch sehr begrenzt und zum anderen haben die Shuttle-Busse ganz klar Vorrang. Ein weiterer Vorteil der Busse ist das gesamte Ambiente. Mit Menschen aus allen möglichen Nationen, aber vor allem Slowenen, kann man sich auf der Strecke von rund 15-20 Minuten sehr gut auf das bevorstehende Event einstimmen und bei der Abfahrt wird man mit etwas Glück noch von jungen Künstlern mit der Quetschkommode begleitet und bekommt ein Mini-Konzert gratis.

Auf dem Gelände angekommen, wartet hier ein weitläufiges Areal auf die Besucher. Um einen Platz in der Arena zu ergattern, muss man schon sehr früh da sein. Gegen 7.00 Uhr kommen die ersten Besucher. In den letzten Jahren wurde das Areal ziemlich ausgeweitet, so dass man heute von allen Bereichen eine gute Sicht auf die Schanze hat und ganz entspannt stehen kann.
Natürlich sorgen diverse Getränke- und Essenstände für das leibliche Wohl und im oberen Bereich bieten Händler ihr Merchandising an. Wer noch keine Fahne oder einen verrückten Hut hat, kann sich hier versorgen.

Die Reiseplanung

Aus eigener Erfahrung kann ich hier sagen: der frühe Vogel fängt den Wurm, oder in diesem Fall, bekommt die Unterkunft.
Kranjska Gora ist zwar einer der größeren Orte Slowenien’s, aber mit etwas über 5.000 Einwohnern könnt ihr Euch vorstellen, dass die Auswahl an Unterkünften doch recht begrenzt ist.
Im Ort selbst gibt es zwei größere Hotels, die meist schon Monate zuvor von den Springern und deren Teams ausgebucht sind. Sollte es hier noch freie Zimmer geben, sind diese sehr teuer.

Aber unter der Brücke muss hier niemand schlafen. Da die Region um Kranjska Gora eine recht beliebte Urlaubsregion zur Winterzeit, sowie zur Sommerzeit ist, gibt es zahlreiche Gästehäuser, Ferienwohnungen und Airbnb Unterkünfte.
Aber auch hier sollte man sich tatsächlich frühzeitig (und damit meine ich mehrere Monate im Voraus) bemühen, eine Unterkunft zu ergattern.

Meine Empfehlung hier wäre tatsächlich Airbnb. Lokale Unterkünfte und Ferienwohnungen zu richtig angenehmen Preisen auch zum Planica-Wochenende.

Zur Anreise mit dem Flieger würde ich den Flughafen Ljubljana empfehlen, der rund eine Autostunde entfernt ist. Am Flughafen gibt es einige günstige Autovermietungen.

Zum Abschluss meiner vielleicht etwas außergewöhnlichen Reiseempfehlung möchte ich noch einmal heraus heben, was für ein überragendes Event das Skifliegen zum Weltcup-Finale in Planica doch ist.
Die wunderschöne Umgebung um dem Pocna Berg, mit dem Triglav (dem höchsten Berg Slowenien’s) im Blick, gepaart mit einem tollen Event, bei dem Menschen verschiedenster Nationen gemeinsam eine riesige Party feiern und dazu noch einen meist spannenden und überwältigenden Skiflug-Wettbewerb. Was will man mehr?!

In diesem Sinne: Planica, Planica, snežena kraljica!

Erfahre mehr über Slowenien oder
entdecke meine Bilder in der AfiMIA Galerie

Slowenien – Ja, es lohnt sich…

Dieser Artikel enthält Werbelinks (sogenannte Affiliate-Werbung).  Die Links sind mit * gekennzeichnet. Kaufst du über einen dieser Links ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich NICHT teurer und du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen. Vielen Dank. Links mit ** gekennzeichnet sind nicht gesponserte Werbung.

Oft habe ich gehört “Ach ja, Slowenien. Lohnt es sich überhaupt dort hin zu reisen?” Ich sage Ja, es lohnt sich sogar sehr. Slowenien wird total unterschätzt und definitiv gehört das Land zu meinen Top5. Warum das so ist… Ganz einfach…

Slowenien is so etwas, wie das Tor nach Südosteuropa mit Einflüssen aus Österreich und den Balkan Staaten. Eine Mischung aus ex-jugoslawischer / Balkan Tradition und dem fortschrittlicherem Westeuropa. Die Geschichte der Region ist sehr reichhaltig und spielt im Alltag tatsächlich noch eine große Rolle. Auch in Slowenien, obwohl man sich hier vom “Balkan” eher distanzieren möchte und die Einwohner es nicht sehr gerne hören, das Slowenien als Land im Balkan bezeichnet wird, auch wenn das geografisch gesehen zum Teil so ist. Tatsächlich lässt sich die slowenische Mentalität aber nur wenig mit der, der anderen ex-jugoslawischen Ländern vergleichen. Das macht es für mich zu etwas Besonderem.

Die Mentalität

Slowenien grenzt im Norden an Österreich und im Süden an Kroatien, im Westen zu einem kleinen Teil an Italien und im Osten an Ungarn. Jedoch haben die Slowenen nach meinen Erfahrungen, wenig mit ihren Nachbarn gemein. Die Mentalität der Slowenen ist eine ganz besondere, wie ich finde. Mit einer Gelassenheit und Lebensfreude wird man ganz herzlich und offen empfangen. Die Natur und die Freizeit spielen eine große Rolle und es wird gearbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt. Tradition und Moderne werden im Alltag vereint, so findet man zum Beispiel junge Slowenen, die mit dem Akkordeon die Menschen bei Events unterhalten und im Radio trällern oft die heimischen Künstler ihre Volksmusik. Die Freizeit und die Tradition sind wichtig und das ist auch gut so.

Das Land, die Natur und das Klima

Slowenien ist mit rund 20.300 km2 Gesamtfläche und rund 2,1 Mio. Einwohnern ein kleines Land mit sehr viel Platz für die Natur. Die größten Städte sind Ljubljana (Hauptstadt) und Maribor, wobei man sich die Städte nicht als Metropolen, sondern mehr als idyllische Städtchen vorstellen kann. Es gibt ausserdem viele kleine Städte und Dörfer, mitten in der Natur. Wenn man die Autobahn entlang fährt, ist man umgeben von Wäldern, Feldern und Bergen. Idylle pur und es nicht verwunderlich, dass der Wohlfühlfaktor in diesem Ambiente entsprechend hoch ist. Mehr als die Hälfte des Landes sind mit Wald bedeckt und im Südwesten, bei Koper, Piran und Portoroz grenzt Slowenien an das Adriatische Meer. Die Vielfalt der Berge und Wälder mit ihren Wasserfällen und Höhlen und dem Meer bieten alle erdenkliche Freizeitaktivitäten. Von Wandern, Rudern, Fahrrad fahren und Baden im Sommer bis Wintersport ist alles dabei, denn auch das Klima spielt hier perfekt mit. Im Sommer wird es bis zu 35°C und im Winter hat man Schnee in den höheren Lagen. Leider wird der Schnee in den letzten Jahren immer weniger und so kommt es, dass einige, in den vergangenen Jahren, belebte Skigebiete heute fast nur noch Sommeraktivitäten bieten.

Schon vor einigen Jahren bin ich das erst mal nach Slowenien gereist und fand es auf den ersten Blick ein tolles Land. Seit etwa vier Jahren bin ich regelmäßig dort und durfte schon viele tolle Ecken des Landes kennen lernen. Meine persönlichen Highlights:

Maribor

Maribor ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Das Zentrum ist nicht besonders groß, aber aufgrund der Universität doch sehr belebt. Es gibt zahlreiche Restaurants und Bars und besonders im Sommer lässt es sich in der Poštna ulica oder am Drava Ufer ganz nett den Abend verbringen. Im Zentrum findet man einige kleine Shops und Boutiquen, die zum bummeln einladen. Auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit lässt sich in der historischen Stadt mit seiner reichhaltigen Geschichte entdecken.

Die Region um den Pohorje, den höchsten Berg der Gegend, ist eigentlich ein Skigebiet. Hier findet auch der Ski-Damen-Weltcup statt, sofern Schnee liegt, denn auch hier schlägt der Klimawandel seit einigen Jahren zu und so mußte der Weltcup in den letzten Jahren mehrfach abgesagt werden. Maribor ist sowohl im Sommer, mit dem zahlreichen Freizeitangebot und der coolen Abendatmosphäre, als auch im Winter ein echtes Highlight.

In meinem Artikel Maribor und der Nordosten erzähle ich Euch einiges über die Geschichte der Stadt, aber auch was es im Umland von Maribor alles zu entdecken gibt.

Sonnenaufgang auf dem Pohoje, Slowenien

Kranjska Gora und die Region

Die Region um Kranjska Gora ist ein wahres Naturerlebnis.
Nicht weit von Kranjska Gora erhebt sich der Triglav in die Höhe. Der höchste Berg Sloweniens und zugleich Symbol des Landeswappens. Östlich des Triglav liegt die Stadt Bled und hier befindet sich das Touristenhighlight Sloweniens. Die Burg von Bled mit dem Bleder See zu Ihrem Fusse und der Kapelle auf einer kleinen Insel mitten auf dem See.
Auf dem Rückweg von Bled nach Kranjska Gora kommt man am Wasserfall Pericnik vorbei. Ein spektakulärer Wasserfall, der über 100 Meter in die Tiefe stürzt und man in den Felsen hinter dem Wasser entlang wandern kann. Einfach atemberaubend.
Einmal im Jahr erweckt das Städtchen Kranjska Gora zum Leben, wenn die Skispringer aus aller Welt zum Saisonfinale in Planica antreten. Neben dem sportlichen Event steht hier natürlich das Feiern im Vordergrund, denn das können die Slowenen…

Neben den beiden Highlights gibt es zahlreiche kleine Dörfer, die definitiv einen Besuch wert sind. Hier gibt es noch kleine, ganz traditionelle Restaurants mit einheimischer Küche. Man muss nicht lange suchen, bis man fündig wird.
Für dieses Jahr steht die Küste Sloweniens auf meiner Liste. Den Erzählungen nach soll das die schönste Region Sloweniens sein.

Alles in Allem wird Slowenien und seine Attraktivität sehr unterschätzt und eine Reise lohnt sich sehr. Neben Natur, gutem Essen, jede Menge Abwechslung und einer umwerfenden Gastfreundschaft findet man hier viele Orte der Ruhe zum Ausspannen, in welcher Form auch immer.

Slowenien ist mein Reisetipp für 2018.
https://choices-of-life.com/reisetipps/reisetipps-2018/#comment-274**

Also, auf nach Slowenien und viel Spaß.

20140612_163245

Erfahren mehr über Slowenien oder
entdecke meine Bilder in der AfiMIA Galerie