Around Jamaica #1 – St. James & Trelawny

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von Montego Bay bis Rio Bueno

Wir starten unsere Reise in Montego Bay, im Parish St. James, wo sich der internationale Flughafen, der Donald Sangster Airport befindet und die meisten Urlauber ihre Reise in Jamaica beginnen. Die heutige Tour wird sich im Parish St. James bis nach Rio Bueno im Parish Trelawny umschauen.

Montego Bay

ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hier tobt das echte Leben und definitiv ist hier vor allem Vorsicht geboten. Mittlerweile ist MoBay, wie die Einheimischen ihre Stadt liebevoll nennen, die Stadt mit der höchsten Mord- und Kriminalitätsrate des Landes und überholt damit sogar Kingston. Dazu und auch mehr zu meiner Erfahrung in dieser Beziehung später mehr.

Man kann behaupten, dass die Stadt geteilt ist. In dem Touristenviertel entlang der Gloucester Avenue, auch Hip Strip genannt, reihen sich Souvenirshop an Souvenirshop. Die Touristenattraktionen sind definitiv der Doctor’s Cave, ein Beachclub, der hauptsächlich von Tagesurlaubern und den Gästen des dazugehörigen Hotels aufgesucht und das Margaritaville das am Tag von den Touristen und am Abend auch gerne mal von der local Upper Class besucht wird. Wenn gerade mal kein Kreuzfahrtschiff am Hafen anlegt, ist der Hip Strip nahezu leer gefegt und nur wenige Urlauber und auch Locals kommen hier her. An Kreuzfahrttagen wimmelt es von Besuchern und Taxis und vom echten Jamaica ist hier wenig zu spüren.
Wer das echte MoBay kennen lernen möchte, so wie ich, ist hier definitiv falsch, denn die Shopbesitzer sind meist Zuwanderer aus Indien und die einzigsten Jamaikaner, die man hier zu sehen bekommt, möchten einem entweder ein Taxi oder Ganja andrehen.

Je weiter man nach Dowtown kommt, desto authentischer wird es. Die Gloucester Ave entlang, durch den hübsch angelegten Park, in dem sich am Sonntag die Einheimischen treffen, weiter am Walter Fletcher Beach, dem öffentlichen Strand der Stadt, an den lokalen Bars und Restaurants und dem Fort Montego vorbei, wo man neben dem kleinen crafts market noch drei Kanonen findet, bis nach Downtown. Schon eingangs wird es turbulent und schnell hat man einen ganz netten Jamaikaner an der Backe, der einem beim gehen, ein bisschen was über die Geschichte der Stadt erzählt und einem den Weg weist. Schon ist man 10 US Dollar los. Wenn man das möchte, passt es, aber man sollte zumindest wissen, dass hier selten jemand etwas für umsonst macht. Ich bin anfangs natürlich auch darauf rein gefallen. Rückt man die Kohle dann nicht raus, kann es schnell unangenehm werden.
Downtown hat definitiv Charme und wenn man sich nicht irgendwie planlos zeigt, kann man auch echt etwas kennen lernen. Das Stadtzentrum wird geprägt vom Sam Sharpe Square. Ein sehr schöner Platz, der mit dem National Heroes Monument und dem daneben liegenden Cage geziert wird. Beides kulturelle Stetten und Wichtig in der Geschichte Jamaica’s. Sam Sharpe, Nationalheld und Anführer der Christmas Rebellion 1831. The Cage ist das damalige Gefängnis, in dem vor allem Sklaven, unter menschenunwürdigen Bedingungen unter gebracht wurden. Neben der Kultur, die man hier geboten bekommt, gibt es entlang der Market Street Richtung Hafen zahlreiche fliegende Händler, die ihr frisches Obst, Gemüse, Nüsse und andere Naschereien und den überragenden Peanut Porridge zu echt günstigen Preisen anbieten. Jeden Samstag findet hier der Wochenmarkt statt, aber auch unter der Woche, sind die Händler vereinzelt zu finden.
Am Ende der Market Street ist dann der Crafts Market. Nach meinem Empfinden, nach Kingston, der zweitgrößte der Insel. Die Händler bieten mal mehr mal weniger schöne Handarbeiten zu total überteuerten Preisen an. Dennoch findet man vereinzelt ganz nette, außergewöhnliche Stücke.
Zurück in Downtown ist sicherlich die Church Street erwähnenswert. Hier steht die Kirche der Stadt, die St. James Parish church, die schönste Kirche der Insel, wie es heißt. Die Gegend ist nicht sehr historisch angelegt und es geht genauso chaotisch zu, wie im Rest der Stadt.
Viel weiter sollte man dann auch nicht versuchen, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, denn die Nachbarschaft hier ist nicht mehr so friedlich. Zwar geht es meist um Bandenkriege und die Jungs jagen sich gegenseitig, aber Touristen werden auch gerne mal ausgeraubt.
Als ich im Februar 2016 in Montego Bay war fand hier gerade Wahlkampf statt, denn die Nationalwahlen standen vor der Tür. Gefühlt jeder Jamaikaner war auf den Beinen und unterstütze entweder die „Orangenen“, die PNP oder die „Grünen“, die JPL. An jenem Abend fand ein Auftritt des heutigen Präsidenten Andrew Holness statt und ich hatte mir überlegt, das Spektakel mal live anzuschauen. Aus welchem Grund auch immer, habe ich es nicht getan, was im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung war, denn an diesem Abend kam es bei der Veranstaltung zu einer Schießerei und drei Menschen kamen ums Leben. Ich habe das Ganze im lokalen Fernsehen verfolgt. Die Veranstaltung wurde natürlich sofort abgebrochen, aber leider ist dieses Thema wohl an der Tagesordnung in Montego Bay.
Alles in allem ist es keine besonders schöne Stadt, allerdings lernt man hier den Charme des Jamaikanischen Großstadtleben kennen lernen, dass nun mal Teil der Insel ist.
MoBay ist zwar nicht die Hauptstadt, dennoch sitzen hier wohl die einflussreichsten Menschen der Insel, wie ich es von einem Einheimischen erfahren durfte. Auch die Gegend um Montego Bay ist sicherlich die Reichste der Insel. In der Umgebung findet man zahlreiche 5 Sterne Hotels und einen Golf Platz. Dieser ist nach wie vor in englischem Besitz und die englische Königsfamilie ist wohl Stammgast in dieser Gegend. Auch zahlreiche Promis kommen, unter anderem, in dieser Gegend unter, wenn sie Jamaica besuchen.

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Montego Bay, Jamaica

Rose Hall Great House**

Die Reise geht weiter Richtung Osten. Nächster Stopp: Rose Hall Great House**
Ein ganz einzigartiger Ort, wie ich finde. Das Haus hat eine lange und interessante Geschichte, die es überall nach zu lesen gibt, aber hier den Rahmen sprengen würde. Was ich an diesem Haus viel interessanter finde, ist die Geschichte, um die Mistress Ann Palmer, die eine mehrfache Sklavenmörderin auf dem damaligen Gut war und heute noch in dem Haus umher spuken soll. Man möchte an solche Dinge glauben, oder eben nicht, Fakt ist aber, dass es in dem Haus eine ganz einzigartige Stimmung hat und sofern man ein bisschen empfänglich für solche Geschichten ist, wird es schnell etwas spooky.

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Rose Hall Great House Nahe Montego Bay, Jamaica

Greenwood Great House**

Ein Stück weiter gibt es direkt das nächste Great House. Das Greenwood. Zur Zeit der Sklaverei gab es mehrere hundert Great Häuser auf der Insel. Heute ist keines mehr bewohnt und nur noch wenige sind in ihrem Ursprung erhalten, bzw. wurden aufwendig renoviert und sind heute für Besucher geöffnet.

Falmouth

Weiter geht die Reise nach Trelawny. Nächster Stopp: Falmouth.
Eine ganz tolle, historisch erhaltene, authentische und nicht sehr aufgeregte Stadt im Norden Jamaica’s. Vor wenigen Jahren noch war Falmouth die Stadt, die von Kreuzfahrtschiffen angefahren wurde. Zwar wurde der Hafen 2011 nochmal ausgebaut, dennoch ist es hier zumeist eher ruhig, denn die Kreuzfahrer stranden heute mehr in Montegeo Bay und Ocho Rios.
Man kann sich in der Stadt ohne Probleme bewegen, ohne Angst vor Gaunern. Im Gegenteil. Ich durfte in der Stadt eine der schönsten Erfahrungen auf der Insel machen. In einem kleinen Café habe ich eine ältere Dame kennen gelernt. Ihr Vater Jamaikaner und ihre Mutter Deutsche, erzählte sie. Wir hatten eine ganz nette Zeit zusammen und Sie erzählte mir ihre durchaus interessante Lebensgeschichte. Als wir uns verabschiedeten, schenkte sie mir noch eine Flasche Rum, die sie in der Zwischenzeit heimlich von ihrem Carer besorgen ließ. Ganz tolle und nette alte Dame. Auch als ich mich im Ort verfahren habe, waren direkt ein paar Jungs, die auf der Straße chillten am Start und zeigten mir den richtigen Weg, ohne dafür etwas zu wollen.
Die Stadt selbst ist klein und schnell erkundet. Mit Sicherheit aber ein stop over wert.
Falmouth hat eine reichhaltige Geschichte, angefangen von der Zuckerindustrie und Sklaverei, bis hin zu den historischen Gebäuden, wie das Courthouse oder der Polizeistation, die heute noch sehr gut erhalten und in Betrieb sind.
In der Stadtmitte befindet sich der Albert George Market, wo früher die Sklavenauktionen statt fanden und die Afrikaner, die am Hafen abgeladen wurden, von einem der zahlreichen Farmer der Great Häuser „ersteigert“ wurde. Heute unvorstellbar. Steht man in dem Markt, der heute ein reiner Lebensmittel- und Haushaltswarenmarkt ist und überlegt sich, wie es hier mal gewesen sein muss, hat der Ort etwas sehr bedrückendes und zugleich faszinierendes.

Glistening Waters**

Zum Glück hat das heute ein Ende und wir können uns einem Naturschauspiel widmen, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe. Am Rande von Falmouth gibt es eine kleine Bucht, die sogenannte Glistening Waters. Wie der Name schon vermuten lässt, leuchtet hier das Wasser im Dunkeln, wenn es bewegt wird. Ein Naturschauspiel, dass es so in der Welt nur vier weitere male gibt. Die Ausprägung in Falmouth ist aber wohl am stärksten. Einen Eindruck bekommt man in dem Film „the Beach“, wo sich Leo mit seiner Freundin im grün glitzernden Wasser bei Nacht bewegt. Das gibt es wirklich und war nicht nur ein Filmeffekt.
Die beste Zeit ist, wenn das Wetter ruhig ist. Bei Regen ist das Spektakel nochmal ein Stück beeindruckender, denn die Regentropfen leuchten, wenn sie auf das Wasser tropfen. Nach heftigem Regen und Sturm ist es nicht zu empfehlen, auch nicht wenn zu viel los ist, in der Lagune, denn dann ist der Boden aufgewühlt und das Wasser leuchtet nicht besonders hell.

Cockpit Country

Auch das Inland von Trelawny ist ein Spektakel für sich. Das Cockpit Country.
Von Falmouth fährt man durch kleine Dörfer, die einem das richtige Jamaica ein Stückchen näher bringen, bis nach Albert Town. Auf dem Weg kommt man in Sherwood vorbei. Hier ist Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, geboren und aufgewachsen. Seine Familie lebt nach wie vor in dem idyllischen Örtchen.
In Albert Town beginnt eine Gegend, wo weit und breit keine Siedlungen zu finden sind. Hintergrund: Die Gegend ist geprägt von Limestone Höhlen und unbewohnbaren Bergen. Viele der Höhlen sind nicht begehbar, doch ich hatte das große Glück eine der begehbaren Caves in der Nähe von Albert Town kennen zu lernen. Natürlich darf man nur mit ausgebildeten Guides rein, denn man würde sich hoffnungslos verlaufen und nie wieder raus finden. Ein einmaliges Erlebnis. Über Stock und Stein, durch enge Höhlenspalten und den unterirdischen Fluss, in dem die Flusskrebse noch ihre Ruhe haben, bis auf die paar Füße, die ab und an vorbei marschieren, in die absolute Dunkelheit. Der reine Wahnsinn.
Zum Abschluss, nach der ansengenden Tour ist es sehr zu empfehlen, in einem der kleinen Dörfchen in einer Bar einzukehren und echtes jamaikanisches Essen zu genießen, denn nur in den Gegenden, wo wenig Touristen hin kommen, gibt es das richtig gute Zeug zu lokalen Preisen.

Duncans & Rio Bueno

Zurück an der Küsten gibt es auf der heutigen Reise noch zwei kleine Örtchen im Parish Trelawny zu entdecken: Duncans und Rio Bueno. Nicht sehr spektakulär, um ehrlich zu sein, dennoch definitiv ein stop over wert. Duncans, ein kleines, im Berg liegendes Dorf, weit weg vom Massentourismus. Die Einheimischen verbringen ihre Zeit am Wochenende am Jacob Taylor Beach.
Rio Bueno, ein Stück weiter Richtung Osten, ist ein kleines Fischerdorf an der Küste. Hier kann man den Fischern tatsächlich noch bei ihrer Arbeit zu sehen und natürlich gibt es hier den Fisch fangfrisch. Das Highlight in Rio Bueno, das Lobster Bowl. Ein ganz nettes Restaurant, in dem es wohl den besten Lobster der Insel geben soll.

Das waren auch schon einige der Highlights in St. James und Trelawny.
Die nächste Tour führt nach Hanover, das kleine Parish an der Nordwestküsten und Westmoreland im Westen Jamaicas.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.

 

Welcome to Jamaica

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Warum Jamaica? Was ist so besonders an der kleinen Insel in der Karibik? Diese Frage habe ich mir vor Jahren auch gestellt. Bekannt ist Jamaica definitiv für Reggae, der damals von Bob Marley in die ganze Welt gebracht wurde, Rum und Ganja. Das Land hat aber noch viel mehr zu bieten, als Rum, Reggae und Ganja.
In den vergangenen vier Jahren durfte ich die uneingeschränkte Schönheit und das Leben auf der Insel kennen lernen. Eine einzigartige Erfahrung in einem einzigartigen Land. Dazu aber mehr in den kommenden Blogs.

Heute möchte ich mich mit der Ankunft und den ersten Eindrücken im Paradies beschäftigen…

Die Anreise

Die meisten Urlauber kommen am internationalen Flughafen von Montego Bay an. So auch ich das erste mal vor vier Jahren. Einmal die Einreise hinter sich gebracht, geht es raus in das Haifischbecken. Neben den ganzen Reiseveranstaltern, die auf ihre Gäste warten, gibt es hier zahlreiche „Geschäftsmänner“, die mit ihrem vermeintlich unwiderstehlichen Angebot, Ganja zu kaufen, locken. Zu empfehlen ist das allerdings keineswegs. Als ich damals das erst mal die Insel betrat, war das Zeug noch illegal. Ende 2015 wurde das Ganja aber dekriminalisiert und man darf heute eine bestimmte Menge besitzen und natürlich auch rauchen. Dennoch macht es keinen Sinn, direkt auf das erste Angebot einzugehen. Viel zu teuer und nicht besonders gut.
Je nach gebuchter Reise geht es dann vom sicheren Flughafen in die Urlaubsregionen, meist nach Negril oder Ocho Rios. Dafür sorgen die vielen kleinen Busse, die einem mit Bob Marley auf den bevorstehenden Urlaub einstimmen. Nur wenige reisen in Jamaica individuell, so wie ich es mittlerweile tue. Definitiv lernt man so deutlich mehr vom richtigen Leben auf der Insel kennen. Die individuellen Optionen sind das Taxi oder der Knutsford Express. Es gibt zwar auch die Route Taxis, aber das ist mit Gepäck eher weniger zu empfehlen. Zu groß ist die Gefahr, das man überfallen wird. Das Taxi ist definitiv die teuerste Angelegenheit. Für gerade mal drei Kilometer knöpfen einem die Herrschaften 15 US Dollar ab. Der Knutsford hingegeben, ist eine sehr angenehme Variante sich im Land zu bewegen. Mit Anfahrtsstellen quer über die Insel verteilt, fährt man mit einem recht modernen Bus von A nach B. Allerdings sind die Haltestellen oftmals außerhalb der Ortschaften und der Weg in die Unterkunft muss wiederum individuell gestaltet werden.

Übrigens gibt es bei Condor Airlines* ab und an mega Angebote nach Mondego Bay. Bereits für 150 Euro kann man hier Restplätze ergattern.

Die ersten Eindrücke

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Anzeige: MIA Travel Tipp #7 – Nie wieder Kampf um die Decke

Definitiv Paradies…allerdings mit Tücken.
Das erste, was ich von Jamaica kennen lernte, war Negril. Wie sollte es auch anders sein. Ganz herzlich wird man in Negril, gefühlt von jedem dort lebendem Jamaikaner, empfangen und naiv, wie ich damals war, dachte ich, dass sie einfach nur nett sind. Aber weit gefehlt. Gerade in Negril geht es nur ums Geschäft und so ziemlich alle, die so freundlich wissen möchten, wie man heißt, wo man her kommt und vor allem wie lange man bleibt, wollen einfach nur aus checken, wie viel Zeit ihnen bleibt, ihr Business mit einem zu machen. Sei es irgendwelche total überteuerten Touren, ihre vermeintlich handgemachten und einzigartigen crafts oder eben Ganja. Ganz naiv, bin ich damals zuerst darauf rein gefallen und hatte direkt Ärger mit einem der Budenbesitzer am Negril Beach. Als ich dann aber mit Nachdruck erklärte, dass ich sein „unschlagbares Angebot“ von mehreren hundert Gramm Ganja zu einem massiven Preis nicht wahrnehmen möchte, war er gar nicht mehr so freundlich. Nach der ersten Erfahrung wurde mir auch sehr deutlich von einer deutschen, auf Jamaica lebenden, Reiseleiterin erklärt, was man alles nicht tun sollte. Unter anderem am Abend im Dunkeln am Strand und an der Straße entlang laufen, keine Touren oder Aktivitäten bei irgendwelchen Beachboys buchen, und schon gar kein Ganja kaufen, dass einem gefühlt alle zwei Minuten angeboten wird. Ich fühlte mich gefangen im Paradies, denn ich war so eingeschüchtert, dass ich keinem mehr traute und am Abend Angst hatte, das Hotel zu verlassen. Der erste Eindruck war demnach eher nicht so doll und aus dem Urlaub im Paradies wurde anfangs ein zählen der Tage, bis ich wieder nach Hause durfte. Heute sieht die Sache natürlich ganz anders aus und ich bin froh, dass ich den damaligen Schritt gewagt habe. Denn nach einigen Tagen im paradiesischen Gefängnis, habe ich es nicht mehr aus gehalten und wollte etwas erleben.

Der zweite Eindruck

Ganz geheuer war mir nicht, als ich das erste mal bei Dunkelheit, getrieben von Neugier, wo die laute Musik her kommt, die Beachstrasse entlang bin. Natürlich nicht alleine, denn das wäre tatsächlich etwas unvernünftig gewesen. Es dauerte nicht lange, bis der erste Reggae Boy uns in ein Gespräch verwickelte. Wir hatten zwar eine nette Unterhaltung, aber seine Absicht war klar. Ich möchte nicht behaupten, dass er uns abziehen wollte, aber ganz leer wollte er auch nicht ausgehen. Als dann die Polizei angefahren kam und uns fragte, ob alles okay sei, war er auf einmal wie ausgewechselt. Die Angst stand ihm in den Augen und im Nachhinein erklärte er uns auch, warum. In Jamaica gibt es ein Gesetze, dass die Touristen schützen soll. Hätten wir damals angegeben, dass er uns belästigt, wäre er direkt mit gefahren und hätte die Nacht an einem weniger angenehmen Ort, nämlich dem Knast, verbracht. Durchaus ist Vorsicht geboten, wenn man sich in der Nacht draußen bewegt, gerade in Negril, aber so schlimm, wie es mir prophezeit wurde, war es lange nicht. Einfach mit ein bisschen Verstand und Vernunft an die Sache und das läuft schon. Somit war der zweite Eindruck sehr interessant und weckte mein Interesse auf mehr.

Nachdem ich dann in den restlichen Tagen meines damaligen Aufenthaltes die Schönheit der Insel bei diversen Touren kennen lernen durfte, war es um mich geschehen.
Jamaica polarisiert. Vermutlich ist es so, dass man Jamaica entweder liebt und man kommt immer wieder zurück, oder eben genau das Gegenteil. Einmal mit den Gegebenheiten angefreundet, möchte man mehr erfahren. Zumindest ging es mir so. Mittlerweile kenne ich fast die ganze Insel, habe tolle Menschen kennen gelernt, viel erlebt und mein erster Eindruck, nämlich der, dass ich nach drei Tagen wieder recht unzufrieden nach Hause wollte, hat sich um 360° gedreht.

Hier gehts zu der Blogserie:

Around Jamaica #1 – St. James & Trelawny
Around Jamaica #2 –  Hanover & Westmoreland
Around Jamaica #3 – St. Ann
Around Jamaica #4 – St. Mary
Around Jamaica #5 – St. Catherine & Claredon
Around Jamaica #6 – Manchester & St. Elizabeth
Around Jamaica #7 – St. Andrew
Around Jamaica #8 – St. Andrew & St. Thomas
Around Jamaica #9 – Portland

Jamaica ist mein Reisetipps für 2018.
Beste Reisezeit November bis April.

Irie Jamaica

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  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter