Bled und der Nordwesten

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Dober Dan aus Bled
(Guten Tag aus Bled)

Die letzte Station meiner Slowenien Tour führte mich nach Bled. Bevor ich aber von dem schönen Luftkurort und meinen Erlebnisse erzähle, möchte ich Euch eines nicht vorenthalten: Die Fahrt durch den Triglav Nationalpark…

Der Triglav Nationalpark

Von Portoroz geht es zunächst auf die Autobahn. Nun hat man die Wahl… den direkten Weg über die Autobahn, oder eben durch den zauberhaften Nationalpark. Der direkte Weg ist mit rund 170 km der deutlich schnellere, doch schöner ist die Fahrt durch den Nationalpark. Wie ihr Euch vorstellen könnt, habe ich mich für die Panoramafahrt entschieden.

Nach Portoroz geht es, wie bereits erwähnt, erst einmal auf die Autobahn. Bei Predjama, ganz in der Nähe der Adelsberger Grotte und der Burg Predjama, von der ich in meinem Beitrag Portoroz und der Süden erzählt habe, bin ich von der Autobahn abgefahren. Entlang der Grenze zu Italien ging es zunächst in das Bergdorf Kobarid. Kobarid ist bei Touristen recht bekannt und beliebt. So gibt es hier einige Angebote für Naturerlebnisse wie Rafting, Fahrrad fahren oder auch Wandern.
Weiter ging es von Kobarid Richtung Kranjska Gora. Auch hier gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Einmal, um den Nationalpark herum über die italienische Grenze und wieder zurück nach Slowenien, oder eben entlang des Soca Tals durch den Triglav Nationalpark.
Die Landschaft, die sich hier oben in den Bergen auftut ist wundervoll. Mitten durch den dichten Wald fließen Bergflüsse mit glasklarem Wasser. Die Schönheit ist nahezu unbeschreiblich, aber das Bild beschreibt es ganz gut. Hier und da tut sich ein kleines Dorf auf und es lässt sich erahnen, dass es hier auch im Winter eine wunderschöne Kulisse geben muss.

Landschaft im Triglav Nationalpark, Slowenien

Der Triglav Nationalpark ist offensichtlich ein beliebtes Ziel für Sommersportler. Auf unserem Weg sind wir einigen Rennrad- und Mountainbike Fahrern begegnet. Natürlich gibt es auch einige Anbieter für Rafting auf dem Soca River.
Übrigens, der Triglav ist mit seinen 2.864 m der höchste Berg Slowenien. Ganz so hoch hinaus habe ich es nicht geschafft, aber auf über 1.000m bin ich dann doch gekommen.
Der Weg über das Soca Tal führt bis nach Kranjska Gora. Ein schöner kleiner Ort, besonders beliebt bei Wandertouristen im Sommer und Skitouristen im Winter. Ganz in der Nähe, in Planica findet jedes Jahr das Finale der Skispringer statt. Auch dazu habe ich meine Erlebnisse in meine Beitrag Planica, Planica, Königin aus Schnee geteilt. Ein tolles Event!
Nun ist es nicht mehr weit nach Bled…
Insgesamt war ich mit kleinen Stops hier und da rund 5 Stunden von Portoroz bis Bled unterwegs, aber es hat sich jede Minute mehr als gelohnt.

Bled

Der Luftkurort Bled ist mit seinen knapp über 5.000 Einwohnern eher ein beschaulicher Ort, doch ist er sehr beliebt bei Urlaubern und Tagestouristen. Das Highlight und sicherlich Anziehungsmagnet für viele Besucher ist der Bled See und die darüber gelegene Burg.
Zur Zeit des ehemaligen Jugoslawien diente Bled als Sommerresidenz des jugoslawischen Königshaus und viele hochrangige Politiker und Diplomaten der ehemaligen jugoslawischen Republik waren hier zur Kur.

Zentrum von Bled ist der Bled See. In der Mitte eine kleine Insel mit einer Kapelle, die mit Booten, die an verschiedenen Anlegestellen rund um den See bereit stehen.
Wahrscheinlich ist es auch dem See zu verdanken, dass Bled heute einer der beliebtesten Orte für den Fremdenverkehr ist. Bereits in den 1850er Jahren wurde die klimatisch gute Lage von einem Schweizer Naturheilkundler erkannt und in den 1890ern entstanden erste Kur- und Badeanstalten rund um den See, die auch heute noch Beachtung finden.

Bled See, Slowenien

Zweites Highlight der Stadt ist die Burg von Bled – Blejski Grad. Die Burg thront auf einem Felsen über 100 Meter über dem See. Die Geschichte der Burg reicht bis in das Jahr 1004 zurück. Heute beherbergt die kleine aber feine Burg ein Museum und ein Restaurant. Der Ausblick über den Bled See und die umliegende Landschaft von der Burgterasse ist umwerfend und alleine dafür lohnt sich ein Besuch. Der Eintritt kostet 13 Euro für Erwachsene.
Website: www.blejski-grad.si**

Blejski Grad – Burg von Bled, Slowenien

Meine Unterkunft in Bled

Normal schenke ich meiner Unterkunft nur wenig Aufmerksamkeit, doch in diesem Fall muss ich mal eine Ausnahme machen. Ich habe so eine tolle Übernachtungsmöglichkeit gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Die Pension & Glamping Pipernik** Eine Pension mit normalen Einzel- und Doppelzimmern und… ganz tollen Glamping Hütten. Das Areal ist groß, direkt am Wandrand gelegen und im großzügigen Garten mit kleinem Pool lädt die Unterkunft zum relaxen ein. Jede Hütte ist mit einer eigenen kleinen Küche und einem eigenen Steingrill ausgestattet. Die Ruhe und Frische des Waldes sind einfach nur erholsam. Im Nachhinein war ich etwas enttäuscht, dass ich hier nur zwei Übernachtungen gebucht hatte.
Übrigens gibt es in Bled noch eine weitere tolle Unterkunft. Nicht ganz günstig, aber sicherlich ihren Preis wert. Das Garden Village** in Bled. Ich durfte vor einigen Jahren bei der Eröffnung dabei sein. Übernachtet habe ich dort noch nicht, aber eines Tages werde ich das sicherlich. Das Garden Village** hat verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten von einem Zelt bis Luxus-Baumhäusern. Diesmal war ich mit meiner Buchung leider zu spät dran, denn das Garden Village ist in der Regel über Monate im Voraus ausgebucht.

Mein Tag in Bled

Neben dem Anreisetag hatte ich nur einen Tag in Bled. So musste ich mir gut überlegen, was ich an diesem Tag unternehmen möchte. Entschieden habe ich mich für eine Wanderung entlang der Vintgar Klamm** kombiniert mit einem Besuch am Bled See, einem Abstecher im Dino Park** und einem sehr guten lokalen Abendessen direkt am See. Die Burg von Bled hatte ich bereits zwei mal in der Vergangenheit besucht und habe mir das diesmal gespart.

Wenige Kilometer von Bled befindet sich die Vintgar Klamm**. Eine etwa 2km lange Klamm entlang des Radovna Flusses. Der Eintritt kostet 10 Euro plus die Parkgebühren von 5 Euro.
Entlang des Flusses und den steil abfallenden Felsen schlängelt sich ein Holzsteg durch die Klamm. Die Atmosphäre und die Kulisse ist atemberaubend und ich habe selten so ein wunderbares Naturschauspiel gesehen. In der Regel ist die Klamm zweispurig, doch aufgrund der Corona-Vorkehrungen war die Klamm eine Einbahnstrasse und der Rückweg zum Auto führte durch den Wald und benachbarte Orte. Direkt nach dem Wasserfall und einer kleinen Snackbar am Ausgang geht ein kleiner Waldweg zurück. Alternativ gibt es einen Weg durch die Ortschaften, der ein Stückchen weiter und sicherlich nicht so schön ist, wie der Waldweg.
Ich schätze, dass es die beste Entscheidung war, den einen Tag an der Vintgar Klamm zu verbringen.
Website www.vintgar.si**

Vintgar Klamm, Slowenien

Auf dem Rückweg nach Bled habe ich noch einen Abstecher in den Dino Park am Ortseingang von Bled gemacht. Sicherlich ein Erlebnis für Kinder, aber auch Erwachsene kommen hier auf ihre Kosten. Der Eintritt für Erwachsene kostet in der Regel 15 Euro. Wir hatten das Glück, dass es gerade ein Sonderangebot gab.
Im Park „leben“ 40 Dinosaurier, die sehr beeindruckend dargestellt werden. Teilweise mit Geräuschen und Bewegungen und Erklär-Tafeln zu jedem Dinosaurier.
Website www.dinopark.si**

Dinosaurier im Dino Park Bled, Slowenien

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für Bled und den wunderbaren Nordwesten Slowenien’ wecken.
In diesem Sinne…

Adijo aus Slowenien

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Portoroz und der Süden

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Dober Dan aus Istra
(Guten Tag aus Istrien)

Meine Tour im Süden Sloweniens

Portoroz – der Hafen der Rosen. Schöner könnte ein Name für einen kleinen Badeort ganz in Slowenisch Istrien, im Süden Slowenien’s nicht sein. Badeort, Slowenien, fragst Du Dich… Ganz genau.
Slowenien liegt am Adriatischen Meer, wenn es auch nur 46 Kilometer sind.
Eingekesselt zwischen Italien und Kroatien liegen gleich drei Städte in weniger Entfernung zueinander, die für sich jeweils besonders sind. Von meiner Reise zu diesen drei Adria-Schönheiten und noch mehr möchte ich Euch hier gerne erzählen…

Piran

Wie auch das übrige Slowenien hat die Stadt im venezianischen Stil eine lange und aufregende Geschichte hinter sich. Viele Nationen haben hier ihre Spuren hinterlassen – Deutschland, Österreich, Italien, Kroatien und Jugoslawien. Den Österreichern hat Piran seine Salinen zu verdanken. Im 19. Jahrhundert begann hier die Salzproduktion, die noch heute aktiv ist. Die Salinen und das Salzmuseum können hier besichtigt werden. Ich habe es in der Kürze der Zeit leider nicht geschafft, aber interessant ist es bestimmt. Scheinbar hat das Salz viel zur Konjunktur der Region beigetragen, auch wenn heute der Tourismus die vorherrschende Einnahmequelle darstellt.

Ich habe Piran an einem Sonntag besucht. Über die steil abfallende Landstraße kam ich an einem Parkplatz vorbei, an dem Busse und hunderte von Autos parkten. Wahrscheinlich hätte es Sinn gemacht, das Auto hier abzustellen, aber das wusste ich bis dahin noch nicht. Also bin ich weiter gefahren. Kurz danach kam ich dann an eine Pforte, an der ich ein Parkticket ziehen musste. Die Preise stehen zwar an, aber offen gestanden habe ich nicht wirklich darauf geachtet. Schlussendlich habe ich 5€ pro Stunde Parkgebühren bezahlt, um in Zentrumsnähe parken zu können. Schon ein stolzer Preis…
Gemütlich bin ich dann entlang der Küste die Bucht entlang geschlendert, bis hin zum Tartiniplatz.

Vom Tartiniplatz, dem Zentrum der Stadt schlängeln sich kleine Gassen in die Altstadt von Piran. Die Stadt selbst hat rund 4.000 Einwohner. Mir kam es vor, dass hier jeder Bürger sein eigenes kleines Häuschen in der Altstadt hat. Die kleinen Häuser mit ihren bunten Farben sind sehr hübsch anzusehen und wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte ich gedacht, ich bin in Venedig.
Vom Tartiniplatz geht eine enge Gasse ab, die wieder zur Strandpromenade führt. Kleine Lädchen mit ausgefallenen Handarbeiten und Souvenirs, sowie Eisdielen und kleine Restaurants sind hier zu finden. Klein-Venedig eben…

Altstadt von Piran, Slowenien

Zurück an der Strandpromenade beginnt die Autofreie Zone. An dem heißen Sonntag, an dem ich in der Stadt war, lagen Sonnenanbeter auf den Felsen vor der Küste. Viele Andere hatten Ihre Strandtücher und Liegen einfach auf dem weitläufigen Gehweg ausgebreitet. Auch die Einheimischen, die ihr Häuschen in erster Reihe haben, ließen es sich an diesem Sonntag gut gehen.
Ein Stückchen weiter geht es zum „Strand“. Warum ich den „Strand“ in Gänsefüßchen setzte? Naja, weil Piran an einer Felsenküste liegt, wurde hier einfach eine Betonplatform mit kleinen Leitern zum Einstieg in das Wasser gebaut und als Strand markiert. Nicht gerade mein Fall, aber viele Andere ließen sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen und genossen ihren Sonntag. Zwar wurden die Abstandsregeln weitestgehend eingehalten, doch in diesem Moment habe ich mir die Frage gestellt, wie voll es hier erst sein muss, wenn gerade mal kein Corona unterwegs ist.
Auf der anderen Seite der Strandpromenade reihen sich Restaurants aneinander. Die meisten sind Italiener und Slowenische Hausmannskost wird man hier eher vergeblich suchen.

Mein Fazit: Piran ist eine tolle kleine Stadt, die eigentlich mehr an Italien, als an Slowenien erinnert. Für einen „Tag am Meer“ meiner Meinung nach eher nicht geeignet, aber sicherlich einen Besuch wert. Ich persönlich möchte Piran als eine der schönsten Städte Slowenien’s bezeichnen wollen, vielleicht gerade weil sie so anders ist, wie all das, was ich sonst von Slowenien kenne.

Portoroz

Die Stadt mit dem wunderschönen Namen „Rosenhafen“ gehört zur Gemeinde Piran und liegt rund 4 Kilometer entfernt. Im Winter ist der Ort ein kleines beschauliches Städtchen mit rund 3.000 Einwohnern. Im Sommer hingegen sind wohl fünf mal so viele Menschen in der Stadt. Portoroz ist der Touristenhotspot im Süden Slowenien’s. Vor allem am Wochenende wird die Stadt so richtig voll. Slowenen, aber auch Wochenendurlauber aus Italien kommen nach Portoroz, um es sich gut gehen zu lassen. Im Grunde spielt sich alles an der Küstenstraße und der Strandpromenade ab. Eine historische Altstadt wie in Piran, gibt es nicht.
Ende des 10. Jahrhunderts entstanden in Portoroz Kureinrichtungen und das erste Freibad. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Stadt zur Hauptstadt des Tourismus. Zahlreiche Hotelkomplexe haben sich im Laufe der Jahre hier angesiedelt. Darunter auch Top Hotels wie das Kempinski**. Das mit Abstand beste Hotel der Stadt. Die Gäste haben Zugang zum Exklusiven Strandabschnitt des Meduza Exclusive Club. Extrem bequeme Liegeflächen bis hin zu ganzen Pavillons mit Strandbetten stehen hier zur Miete bereit. Direkt daneben der Meduza Club, der zwar weniger komfortabel ist, aber dennoch zur Entspannung dient. Für 17€ gibt es zwei Strandliegen und einen Sonnenschirm für einen Tag. Auch dieser Strand ist nicht öffentlich. Nur Gäste der 4 Sterne Hotels, zu denen auch das Hotel Marko**, in dem ich mich eingemietet hatte gehört, haben hier Zutritt. Der Strand ist befestigt und begrünt und es gibt keinen Sandstrand. Über Leitern können die Badegäste in das Adriatische Meer eintauchen. Aber Vorsicht… Quallenalarm.
Angrenzend an den Meduza Beach Club, der im Grunde das westliche Ende der Stadt bildet, beginnt die „Partyzone“. Viele Restaurants, Bars und auch Clubs säumen die Strandpromenade bis hin zum öffentlichen Strand von Portoroz, der zwar ebenfalls befestigt, aber mit Sand aufgeschüttet wurde.
Wo Touristen, da auch Einkaufsmöglichkeiten. Diese finden sich auf der Küstenstraße auf der Rückseite der Restaurants und Bars. Zum Shoppen ist Portoroz nicht wirklich geeignet, aber für einen Tag am Strand ist es perfekt.

An der Strandpromenade von Portoroz, Slowenien

Koper

Koper ist die Handelsstadt der Gegend. Hier befindet sich der einzige Hafen Sloweniens. Beim Einfahren in die Stadt wirkt es mehr als eine Großstadt mit Geschäftsgebäuden und Industrie. Je weiter es Richtung Stadtzentrum geht, desto schöner wird es.

Entlang der Promenade spielt sich der Tourismus ab. Hier befinden sich die Restaurants und Hotels der Stadt. Zwar immer noch mit italienischem Einschlag, doch anders als in Piran lässt sich hier auch wieder das ein oder andere slowenische Gericht auf der Karte finden.



Der Yachthafen von Koper, Slowenien

Am Rande der Promenade, bevor es in das Hafenviertel geht, wurde ein Freibad mit Zugang zur Adria eingerichtet. Der begrünte Strandabschnitt war sogar am Montag, als ich in der Stadt war, ziemlich voll. Die Atmosphäre war für meine Begriffe nicht gerade einladend. Wenige Meter weiter liegen die großen Frachtschiffe im Hafen und generell hatte die Aussicht eher etwas von Industriegebiet, als entspanntes Strandfeeling. Naja, den Einheimischen scheint das nichts auszumachen.

Der Strand von Koper, Slowenien

Die Altstadt ist recht klein und sehr gemütlich. Durch die Fußgängerzone geht es bis zum Platz vor der Maria Himmelfahrt Kathedrale und weiter zu einem Aussichtspunkt auf das Hafenviertel, von dem sich das Be- und Entladen der Frachter in Seelenruhe beobachten lässt.

Der Hafen von Koper, Slowenien

Etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet sich die Vina Koper**. Ein riesiges Weingut mit hervorragenden Weinen aus der Region. Das Highlight im Shop der Vina Koper** ist sicherlich die Do-it-Yourself-Weinprobe. Mit einem Ticket, dass man an der Kasse käuflich erwerben kann, können hier die verschiedenen Rot- und Weißweine aus den gekühlten Zapfanlagen getestet werden. Das klingt jetzt vielleicht abgedroschener als es ist. Die Probierecke ist ganz nett eingerichtet und man hatte alle Ruhe, um hier das Angebot des Weingutes durch zu testen. Ich fand’s witzig und tatsächlich das erste mal, dass ich eine solche Weinprobe erlebt habe.

Mein Fazit: wie auch Piran ist Koper keine Stadt, in der ich mehrere Tage Urlaub machen würde, doch für einen Besuch in der Stadt sollte man sich die Zeit auf jeden Fall nehmen, wenn man in der Gegend ist.

Was der Süden sonst noch zu bieten hat…

Nun habe ich Euch von meinem kleinen Ausflug in die drei Städte des Südens erzählt. Auch wenn ich nur drei Tage in der Gegend war, wollte ich mir eines nicht entgehen lassen…

Park Postojnska Jama

Rund 70 Kilometer von Portoroz entfernt, wischen Ljubljana und Portoroz, liegt die zweitgrößte für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhle der Welt. Das Höhlensystem, dass unter dem deutschen Namen „Adelsbeger Grotte“ bekannt ist umfasst unglaubliche 24 Kilometer, wovon gerade mal 5 Kilometer für den Tourismus geöffnet sind. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und… es hat sich gelohnt.
Irgendwie stehe ich auf Höhlen und Grotten und habe auch schon einige Unterwelten dieser Welt erkunden dürfen, aber so etwas Schönes ist mir bisher nicht untergekommen.
Ich möchte hier gar nicht zu viel erzählen, denn das war sich dort darbietet muss man selbst gesehen haben. Nur so viel kann ich sagen: es ist wunderschön…

Adresse: Postojsnka Jama, Jamska cesta 28, 6230 Slowenien
Web: http://www.postojnska-jama.eu
Kleiner Tipp: Bucht Euch ein Online Ticket vorab. Das erspart unter Umständen die Wartezeit.

Postojnska Jama (Adelsberger Grotte), Slowenien

All meine Bilder aus der Postojnska Jama findest Du in der AfiMIA Galerie

Burg Predjana

Zum Park Postojnska Jama gehört die „uneinnehmbare Burg“ Predjama, die rund 9 Kilometer vom Höhleneingang entfernt liegt. Es gibt einen Shuttle zwischen Höhle und Burg, doch wer mit dem Auto da ist, dem ist gut empfohlen, selbst zur Burg zu fahren.
Die Burg ist so einzigartig, weil sie direkt in den Felsen gebaut wurde und an das Höhlensystem anschließt. Das machte es den Burgherren der damaligen Zeit möglich, sich vor Angriffen zu schützen und falls die Bedrohung dann doch mal zu nah kam, sich in die Höhlen zurück zu ziehen. Das ausgefeilte System schien zu funktionieren.
Heute steht die Burg zur Besichtigung offen und mit einem Audio Guide erfährt man alles über die Geschichte der Burg und noch einiges mehr. Übrigens wurde hier einer der vielen Jacky Chan Filme gedreht.

Adresse: Predjama 1, 6230 Predjama, Slowenien
Die Tickets gibt es direkt an der Burg oder als Online Ticket bei http://www.postojnska-jama.eu

Burg Predjana, Slowenien

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für den wunderbaren Süden Slowenien’ wecken.
In diesem Sinne…

Adijo aus Slowenien

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Planica, Planica, Königin aus Schnee!

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Jedes Jahr im März trifft sich die Weltspitze der Skispringer zum Saisonfinale in Planica. Dass Slowenien ein wunderschönes Land ist und die Slowenen wunderbare Menschen sind, habe ich in meinem Artikel Slowenien – Ja, es lohnt sich bereits zum Besten gegeben. Was jetzt aber so besonders an dem Event in Planica ist, möchte ich heute gerne mit Euch teilen.

Vorab soll gesagt sein, dass das Planica-Event nicht nur ein Highlight für absolute Skispungfans ist. Vielmehr ist es eine große Party in einem mega Ambiente mit super netten Menschen, bei dem der Sport natürlich im Vordergrund steht.

Planica ist ein ein Ortsteil des kleinen Städtchen Rateče, nur wenige Kilometer von dem bekannten Wintersportort Kranjska Gora entfernt. Die Umgebung ist sehr idyllisch und nicht nur zum Weltcup eine Reise wert.

Planica wird auch das „Tal der Schanzen“ genannt und auf dem Berg Pocna steht die aktuell zweitgrößte Skisprungschanze der Welt. Jahr für Jahr werden hier Rekorde gebrochen. Gerade beim aktuellen Wettbewerb stellte der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit 253,5 m einen neuen Weltrekord auf, der in den kommenden Tagen nochmal übertroffen werden könnte. Alleine die Vorstellung, über 250 Meter durch die Luft, in eine Masse von Menschen zu fliegen, ist unvorstellbar. Dieses Spektakel sollten wir allerdings den Springern überlassen.
Aber auch als Zuschauer erlebt man hier einzigartige Bilder. Ich durfte ein Skifliegen an einem etwas nebligen Tag erleben. Wenn die Springer aus dem wolkenverhangenen Himmel in die Arena fliegen und die Slowenen ihre Prevc Brüder anfeuern, als gäbe es kein morgen mehr, ist das einfach nur der Wahnsinn.

Bei jedem Sprung über der 200-Metermarke ertönt dann der Ohrwurm „Planica, Planica“. Ein Song, eigens komponiert für das Skifliegen in Planica.

Planica, Planica, snežena kraljica!
Was so viel heißt wie: Planica, Planica, Königin aus Schnee

Planica_02
Wehende Fahnen in der Arena von Planica

Das Programm

Von Donnerstag bis Samstag ist hier volles Programm.
Am Donnerstag gibt es die Qualifikation zum Einzelspringen. Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Freitag statt. Am Samstag ist Teamspringen angesagt und am Sonntag das letzte Einzelspringen der Saison.
Klar ist, dass das Event nichts für Spätaufsteher ist, denn um 9.00 Uhr geht es bereits los.
Gegen 14.00 Uhr ist der Wettbewerb zu Ende. Hier ist aber noch lange nicht Schluss. In dem Besucherareal geht hier die Party, bei guter Live-Musik erst richtig los.

Das Event

Ich denke gerne an meinen letzten Besuch in Planica 2017 zurück:
Das Wetter, ein Traum. Bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein, nach einem tollen Skiflug-Wettbewerb mit Platz 2 für die Deutschen Adler, spielte eine der bekanntesten Cover-Bands Slowenien’s für die Skisprungfans. Ein wunderschöner Tag, umgeben von tollen Menschen, denn mehr Gastfreundschaft wie hier, findet man nur selten.
Das als kurze Zusammenfassung des Skifliegen’s in Planica. Überzeugt?

Rund um das Skifliegen ist das Städtchen Kranjska Gora nicht zu vernachlässigen. Nachdem es auf dem Berg langsam zu Ende geht, gibt es in Kranjska Gora, was übrigens eine kleine idyllische Atmosphäre bietet, zahlreiche Lokale und Bars, in denen es gerne mal in die zweite Runde geht.  Auch hier bilden die Skisprungfans eine Gemeinschaft und es ist völlig egal, aus welchem Land man kommt. Gefeiert wird gemeinsam.

Die Tickets

Die Eintrittspreise sind mit 29 Euro pro Tag ein sehr überschaubarer Preis für das Event. Möchte man es etwas exklusiver und gemütlicher gibt es Tickets für die Tribünen ab 55 Euro. Wenn man aber das echte Feeling möchte, würde ich empfehlen, auf die regulären Stehplatz Tickets zu setzen. Nur so kommt man mit dem Slowenen, die hier natürlich in der totalen Überzahl sind, am Besten on Kontakt und wenn sich die Slowenischen Springer in die Tiefe stützen, darf man das ohrenbetäubende Anfeuern aus nächster Nähe erleben.

Übrigens fahren die Slowenen ziemlich auf die Japanischen Springer ab. Der Geräuschpegel ist kaum zu unterscheiden, ob nun Noriaki Kasai oder Peter Prevc gerade an der Reihe sind.

Die Tickets gibt es bei diversen lokalen Anbietern, wie kompas.si**, MHolidays.si**, petrol.eu**, Slovenske Zeleznice** oder eben in bei Eventim** zu ergattern.

Die Logistik

Wie ihr Euch vorstellen könnt, ist gerade am Samstag und Sonntag die Hölle los auf dem Berg Pocna und eine gute Organisation der Veranstalter ist absolut notwendig. Mehrere 10.000 Besucher strömen zwischen 8.00 und 10.00 Uhr auf das Gelände. Hierzu kann ich nur sagen: well done Ski Accosiation of Slovenia.
Mit Shuttle Bussen von verschiedenen Haltestellen rund um Kranjska Gora geht es auf den Berg. Selbst zum Gelände fahren, würde ich hier eher nicht empfehlen. Zum einen sind die Parkplätze doch sehr begrenzt und zum anderen haben die Shuttle-Busse ganz klar Vorrang. Ein weiterer Vorteil der Busse ist das gesamte Ambiente. Mit Menschen aus allen möglichen Nationen, aber vor allem Slowenen, kann man sich auf der Strecke von rund 15-20 Minuten sehr gut auf das bevorstehende Event einstimmen und bei der Abfahrt wird man mit etwas Glück noch von jungen Künstlern mit der Quetschkommode begleitet und bekommt ein Mini-Konzert gratis.

Auf dem Gelände angekommen, wartet hier ein weitläufiges Areal auf die Besucher. Um einen Platz in der Arena zu ergattern, muss man schon sehr früh da sein. Gegen 7.00 Uhr kommen die ersten Besucher. In den letzten Jahren wurde das Areal ziemlich ausgeweitet, so dass man heute von allen Bereichen eine gute Sicht auf die Schanze hat und ganz entspannt stehen kann.
Natürlich sorgen diverse Getränke- und Essenstände für das leibliche Wohl und im oberen Bereich bieten Händler ihr Merchandising an. Wer noch keine Fahne oder einen verrückten Hut hat, kann sich hier versorgen.

Die Reiseplanung

Aus eigener Erfahrung kann ich hier sagen: der frühe Vogel fängt den Wurm, oder in diesem Fall, bekommt die Unterkunft.
Kranjska Gora ist zwar einer der größeren Orte Slowenien’s, aber mit etwas über 5.000 Einwohnern könnt ihr Euch vorstellen, dass die Auswahl an Unterkünften doch recht begrenzt ist.
Im Ort selbst gibt es zwei größere Hotels, die meist schon Monate zuvor von den Springern und deren Teams ausgebucht sind. Sollte es hier noch freie Zimmer geben, sind diese sehr teuer.

Aber unter der Brücke muss hier niemand schlafen. Da die Region um Kranjska Gora eine recht beliebte Urlaubsregion zur Winterzeit, sowie zur Sommerzeit ist, gibt es zahlreiche Gästehäuser, Ferienwohnungen und Airbnb Unterkünfte.
Aber auch hier sollte man sich tatsächlich frühzeitig (und damit meine ich mehrere Monate im Voraus) bemühen, eine Unterkunft zu ergattern.

Meine Empfehlung hier wäre tatsächlich Airbnb. Lokale Unterkünfte und Ferienwohnungen zu richtig angenehmen Preisen auch zum Planica-Wochenende.

Zur Anreise mit dem Flieger würde ich den Flughafen Ljubljana empfehlen, der rund eine Autostunde entfernt ist. Am Flughafen gibt es einige günstige Autovermietungen.

Zum Abschluss meiner vielleicht etwas außergewöhnlichen Reiseempfehlung möchte ich noch einmal heraus heben, was für ein überragendes Event das Skifliegen zum Weltcup-Finale in Planica doch ist.
Die wunderschöne Umgebung um dem Pocna Berg, mit dem Triglav (dem höchsten Berg Slowenien’s) im Blick, gepaart mit einem tollen Event, bei dem Menschen verschiedenster Nationen gemeinsam eine riesige Party feiern und dazu noch einen meist spannenden und überwältigenden Skiflug-Wettbewerb. Was will man mehr?!

In diesem Sinne: Planica, Planica, snežena kraljica!

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Maribor und der Nordosten

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Dober Dan aus Maribor
(Guten Tag aus Maribor)

Heute möchte ich Euch das schöne Städtchen Maribor und den Nordosten Sloweniens vorstellen.
Wie schon in meinem Blog Slowenien – Ja, es lohnt sich beschrieben, wird Slowenien oft unterschätzt und so ist Maribor noch immer ein kleiner Geheimtipp für Reisen im Sommer, wie im Winter.

Bevor ich meine Erfahrungen aus Maribor mit Euch teile, hier mal ein paar Fakten:
Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens liegt im Nordosten des Landes, nicht weit hinter der Österreichischen Grenze und ganz in der Nähe der bekannten Formel 1 Rennstrecke in Spielfeld. Die Stadt liegt am Fuße des Pohorje (zu Deutsch Bacherngebirge) und am Ufer des Flusses Drava (Deutsch: Drau). Die Studentenstadt Maribor, auch bekannt unter dem deutschen Namen Marburg, beheimatet gerade mal knapp 112.000 Einwohner und ist daher eher beschaulich, aber dennoch nicht langweilig.

Die Geschichte der Stadt ist reichhaltig und ich möchte es nicht verpassen, kurz darauf einzugehen. Die Ereignisse gerade der jüngeren Geschichte sind bei vielen Einheimischen noch sehr präsent und man spürt förmlich die Dankbarkeit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Bis zum ersten Weltkrieg war Maribor Teil der Steiermark und gehörte damit zu Österreich-Ungarn. Daher auch der heutige Name der Region Stejerska. Das sollte sich ändern, als Österreich-Ungarn aufgelöst wurde. Maribor wurde zum einen Teil zur Republik Deutschösterreich und zum anderen Teil zum Staat der Slowenen geteilt.
Im Dritten Reich und der Deutschen Eroberung Jugoslawiens, trieb Hitler auch hier sein Unwesen und besuchte am 26. April 1941 die Stadt. Auf dem berühmten Rathausbalkon hielt er seine Rede. Schon mehrfach bin ich mit Einheimischen durch die Stadt gelaufen und unabhängig voneinander, wiesen sie mich darauf hin, dass das doch der Balkon wäre. Offensichtlich ist dieses Ereignis auch bei der jüngeren Generation noch sehr präsent, auch wenn sie es nicht selbst erlebt haben. Gegenüber des Rathaus gibt es ein Denkmal, dass an die Ermordeten erinnert, die sich gegen das Dritte Reich und für die jugoslawischen Partisanen entschieden haben. Bis vor kurzen trug der Rathausplatz noch den Namen „Adolf-Hitler-Platz“, der nun endlich umbenannt wurde und heute den Namen Glavni trg trägt.
In Maribor-Tenzo befindet sich ein Massengrab, das teilweise ausgehoben wurde, um unter anderem, die Autobahn zu bauen. Die Opferzahl in diesem Massengrab wird auf rund 15.000 geschätzt. Ein Besuch wird schwierig, denn die Gedenkstätte ist nicht wirklich ausgewiesen und teilweise bebaut.
Bekanntermaßen blieb Maribor, bzw. Slowenien, nach dem zweiten Weltkrieg nicht unter der Deutschen Flagge, sondern gesellte sich zum Königreich Jugoslawien.

Nach dem Krieg mauserte sich Maribor zu einem wichtigen industriellen und kulturellen Zentrum Jugoslawiens und erlebte einen Aufschwung.
1991 erklärte Slowenien dann die Unabhängigkeit und die Wirtschaft brach erst einmal zusammen. Mehr und mehr Einwohner wanderten ab. Die Wende und einen neuen Optimismus brachte der Beitritt zur Europäischen Union 2004, die Einführung des Euro und den Beitritt zum Schengener Abkommen 2007.

Vor einigen Jahren noch war Maribor ein recht ödes Städtchen mit nur wenig Unterhaltung, Geschäften in der Innenstadt und Leben in den Straßen. Das ist heute anders. Schauen wir uns mal etwas in Maribor um…

Die Weinkultur

Der Weinbau spielt in der Region um Maribor eine große Rolle.
Am Drava (Drau) Ufer steht die älteste Weinrebe der Welt. Mit über 400 Jahren hat sie es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Im Haus der alten Rebe ist ein schöner kleiner Weinprobierkeller untergebracht. Man sollte es nicht verpassen, hier die Weine der Region zu testen.
Adresse: Das Haus der alten Rebe, Vojašniška 8, 2000 Maribor
Übrigens das Drava Ufer hat sich in den letzten Jahren zu einem entspannten Ausgehviertel gemausert. Zahlreiche Restaurants und Bars zieren das Ufer und laden gerade im Sommer auf einen gemütlichen Abend ein. In der kleinen Gasse, die zum Glavni (dem Rathausplatz) führt hat sich ein kleiner aber sehr feiner Club etabliert, in dem an den Wochenenden rhythmische Salsa geboten wird. Der Club ist recht klein und so feiern die Jungs und Mädels auch gerne vor dem Club. An manchen Abenden ist die kleine Gasse gefüllt mit Menschen, die ein Durchkommen schier unmöglich macht. Ja, gefeiert wird gerne in Maribor…

Die Kulinarik

Auch kulinarisch hat Maribor heute einiges zu bieten. Rund um das Haus der alten Rebe, direkt am Drava Ufer gibt es zahlreiche Bar’s und Restaurants von traditionell, bis teilweise sehr modern. Ich persönlich habe schon fast alle aus probiert und kann alle empfehlen. Steht man mehr auf traditionelle Küche ist der Rancha Grill eine der ersten Adressen. Im recht neuen Jack & Joe gibt es moderne Küche und vor allem ausgefallene Burger. Das Jack & Joe ist an jedem Abend der Woche voll und man muss hier reservieren, um einen Tisch zu bekommen.
Im Zentrum und im Umland tummeln sich zahlreiche Restaurants, in denen man sich die regionale Küche schmecken lassen kann. Einer meiner Top Favoriten ist das Baščaršija Etno House in der Poštna ulica. Ein Bosnisches Restaurant mit viel Fleisch und Gemüse.
Das beste Restaurant, was ich bisher allerdings erleben durfte, ist etwas von Maribor entfernt. Rund 40 Kilometer Richtung Peca Gebirge liegt das Pri Lipi ganz unscheinbar an der Schnellstraße.
Das Gasthaus bereitet regionale Küche aus der Stejerska (Steiermark). Unter anderem werden hier Wild, gebratene Leber (ein Gedicht) und die lokalen Strukli auf die Teller gebracht.
Adresse: Koroska hisa PRI LIPI, Helena kresnik Pazek, Mariborska cesta 12, 2366 Muta

Das Gasthaus Pri Lipi in Muta (in der Nähe von Maribor), Slowenien

Die Partymeile Maribor’s

Wenn wir gerade schon mal in der Poštna ulica waren, können wir uns direkt mit dem Nachtleben beschäftigen. Das findet nämlich hier statt, in der Poststraße. Die verkehrsberuhigte Straße ist eine Allee aus Bar’s und Restaurants. Sogar im Winter kann man unter den Heizstrahlern im Freien sitzen, wenn man das möchte. Im Sommer gibt es am Ende der Straße eine Bühne, auf der am Wochenende regionale und nationale Künstler auftreten und die Straße ist voll von Menschen allen Altersklassen, aber vor allem Studenten, denn Maribor ist ebenso eine Studentenstadt, wie eingangs schon erwähnt.
Einmal im Jahr, im Juni, findet in der ganzen Stadt das Lent-Festival statt. Mehrere Bühnen, über das gesamte Zentrum und am Drava Ufer, beherbergen über zwei Wochen hunderte regionale und nationale Künstler, die mit Musik, Theater und Kleinkunst die Gäste unterhalten. Ein wunderbares Erlebnis, auch wenn man die Sprache nicht unbedingt versteht.

Das Stadtzentrum

Nicht weit von der Poštna ulica geht es in das autofreie Stadtzentrum. Auch hier tummeln sich Restaurant neben Bar. Mein Tipp hier wäre das Restaurant Rožmarin in der Gosposka ulica 8, ebenfalls ein kulinarisches Highlight.
Zwar gibt es mittlerweile einige Shops der großen Ketten, dennoch hat die Innenstadt von Maribor den Charme, mit den kleinen Boutiquen und wunderschönen Häusern nicht verloren. Natürlich findet man hier die ein oder andere Sehenswürdigkeit, wie die Basilika der Mutter der Barmherzigkeit und die Kathedrale von Maribor.
Ebenso im Zentrum befindet sich das Kulturzentrum, in dem hin und wieder Konzerte nationaler und internationaler Künstler statt finden. Ich durfte hier die Slowenische A Capella Gruppe Perpetuum Jazzile live erleben. Ein tolles Erlebnis.

Generell ist das Stadtzentrum zwar recht klein, aber mit den alten Gebäuden und dem gelassenen Flair, mit den vielen kleinen Bar’s und netten Boutiquen, sehr zu empfehlen.
Nicht umsonst wurde Maribor 2012 zur Kulturhauptstadt Europa’s gekürt und unter anderem von Lonely Planet* als eine der Top 10 Destinationen empfohlen.

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Maribor

  • Der Stadtteil Lent ist der älteste Stadtteil Maribor’s, in dem die Reste der Stadtmauer und die berühmten Türme des Stadtwappens zu bewundern sind.
  • Der Platz Slomškov trg vor der Domkirche im Stadtzentrum.
  • Der Platz Glavni trg mit dem berühmten Mariborer Rathaus.
  • Der Platz Grajski trg vor der Mariborer Burg, in der das Heimatmuseum untergebracht ist.
  • Der Botanische Garten der Universität Maribor.
  • Die unberührten Seen Lovrenško, Črno und Ribniško jezero und Wasserfälle Veliki und Mali Šumik, Lobnica im Pohorje-Gebirge.

Der Pohorje (das Bachengebirge)

Der Pohorje am Rande der Stadt ist vor allem durch den Damenweltcup im Downhill-Ski bekannt, denn im Skigebiet Mariborsko Pohorje kommen hier im Februar tausende von Skifans, um der Weltspitze bei der Skiabfahrt zuzujubeln.
Ich hatte schon mehrfach Tickets für dieses Event, aber immer wieder das Pech, dass der Wettbewerb aufgrund des ausbleibenden Schnee’s ausgefallen oder verlegt wurde. Eines der größte Skigebiete Slowenien’s liegt unter 1.000 Metern und so kommt es in den letzten Jahren immer wieder, dass es nur wenig bis gar keinen Schnee gibt.
Dennoch kann ich die Region um den Pohorje sowohl im Winter, als auch im Sommer allen, die auf Natur stehen, sehr empfehlen. Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, oder einfach nur, in einem der Spa’s die Seele baumeln zu lassen, zum Beispiel in einem der bekanntesten Hotels der Stadt, das 4 Sterne Hotel Habakuk und die Natur zu genießen.
Gerne mal wenige Meter vom Hotel Habakuk entfernt befindet sich die Seilbahn, die im Sommer Wanderer und im Winter Ski- & Snowboardfahrer auf den Gipfel bringt.

Generell ist Maribor eine Stadt, die Tradition und Moderne, aber auch Gelassenheit und Aktion vereint.
Das historische Zentrum, mit den wunderschönen alten Gebäuden lädt zum schlendern ein und bietet die Möglichkeit, in die Geschichte einzutauchen. Ausserhalb des Zentrum’s erinnern die vielen typischen Wohnblocks noch an die Zeit Jugoslawiens und die Stimmung in der Stadt und seine Einwohner strahlen heute eine Gelassenheit und Dankbarkeit aus.
Der Pohoje bietet zahlreiche Möglichkeiten für Jung und Alt. So hat zum Beispiel vor wenigen Wochen die längste Zipline Europas hier geöffnet.

Der Nordosten: Der Black Lake

Etwa 30 Kilometer von Maribor entfernt befindet sich ein weiteres Paradies für Wanderer. Der Black Lake. Ein künstlich angelegter, schwarzer See mit einer atemberaubenden Atmosphäre und ein Ort der Ruhe. Von der Straße führt ein kleiner Holzsteg durch den Wald und nach etwa 30 Minuten Fußmarsch liegt der schwarze See in der vollen Bracht mitten in der Natur.

Der Nordosten: Der Baumwipfelpfad

Rund 50 Kilometer von Maribor entfernt liegt das Rogla Gebirge, das bisher vor allem bei Wanderern und Fahrradfahrern bekannt war. Seit einiger Zeit gibt es hier nun auch einen absoluten Tourismusmagneten: der Baumwipfelpfad. Ein Kilometerlanger Holzsteg, der über den Baumkronen durch den Wald führt. So ist der neu angelegte Pfad nicht nur bei Gästen aus dem Ausland, sondern auch bei den Einheimischen sehr beliebt.

Der Nordosten: Die Unterwelt von Peca

Für dieses Highlight muss man etwas weiter in den Westen fahren. Rund 70 Kilometer von Maribor entfernt ist eine alte Bergbaumiene, die bis in die 90er Jahre aktiv war, doch heute für Besucher geöffnet ist. Ein altes Bergwerk klingt erst einmal nicht sehr spannend, doch in der Unterwelt von Peca gibt es gleich zwei Arten, die alte Berkwerkskultur zu erkunden.
Die Miene ist heute geflutet und so ist es den Besuchern möglich die wunderbare Unterwelt mit dem Boot zu erkunden. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Mienenzug geht es tief hinab in den Berg, um dann mit einem kleinen Zweimann-Boot durch das Gewirr der Gänge zu paddeln.
Ein andere Möglichkeit, den oberen Teil des Berges zu erkunden ist mit dem Fahrrad. Die geführte Fahrradtour durch das Bergwerk mit kleineren Pausen und Ausflügen in die Geschichte des Bergbaus ist auch für nicht besonders geübte Radfahrer machbar. Für Radprofis allerdings gibt es auch die Downhill-Touren durch den Berg. Das habe ich mir bisher aber nicht zugetraut…
Sowohl mit dem Boot , als auch mit dem Fahrrad durfte ich das Bergwerk schon von innen erleben und kann es nur jedem weiter empfehlen.
Adresse: Unterwelt der Pretzen (Peca), Podzemlje Pece – Touristcni rudnik in muzje, Glancik 6, 2392 Mezica

Ich hoffe, ich konnte Eurer Interesse für Maribor wecken und verabschiede mich in diesem Sinne aus der zweitgrößten Stadt Slowenien’s.

Adijo aus Slowenien

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Slowenien – Ja, es lohnt sich…

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Oft habe ich gehört “Ach ja, Slowenien. Lohnt es sich überhaupt dort hin zu reisen?” Ich sage Ja, es lohnt sich sogar sehr. Slowenien wird total unterschätzt und definitiv gehört das Land zu meinen Top5. Warum das so ist… Ganz einfach…

Slowenien is so etwas, wie das Tor nach Südosteuropa mit Einflüssen aus Österreich und den Balkan Staaten. Eine Mischung aus ex-jugoslawischer / Balkan Tradition und dem fortschrittlicherem Westeuropa. Die Geschichte der Region ist sehr reichhaltig und spielt im Alltag tatsächlich noch eine große Rolle. Auch in Slowenien, obwohl man sich hier vom “Balkan” eher distanzieren möchte und die Einwohner es nicht sehr gerne hören, das Slowenien als Land im Balkan bezeichnet wird, auch wenn das geografisch gesehen zum Teil so ist. Tatsächlich lässt sich die slowenische Mentalität aber nur wenig mit der, der anderen ex-jugoslawischen Ländern vergleichen. Das macht es für mich zu etwas Besonderem.

Die Mentalität

Slowenien grenzt im Norden an Österreich und im Süden an Kroatien, im Westen zu einem kleinen Teil an Italien und im Osten an Ungarn. Jedoch haben die Slowenen nach meinen Erfahrungen, wenig mit ihren Nachbarn gemein. Die Mentalität der Slowenen ist eine ganz besondere, wie ich finde. Mit einer Gelassenheit und Lebensfreude wird man ganz herzlich und offen empfangen. Die Natur und die Freizeit spielen eine große Rolle und es wird gearbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt. Tradition und Moderne werden im Alltag vereint, so findet man zum Beispiel junge Slowenen, die mit dem Akkordeon die Menschen bei Events unterhalten und im Radio trällern oft die heimischen Künstler ihre Volksmusik. Die Freizeit und die Tradition sind wichtig und das ist auch gut so.

Das Land, die Natur und das Klima

Slowenien ist mit rund 20.300 km2 Gesamtfläche und rund 2,1 Mio. Einwohnern ein kleines Land mit sehr viel Platz für die Natur. Die größten Städte sind Ljubljana (Hauptstadt) und Maribor, wobei man sich die Städte nicht als Metropolen, sondern mehr als idyllische Städtchen vorstellen kann. Es gibt ausserdem viele kleine Städte und Dörfer, mitten in der Natur. Wenn man die Autobahn entlang fährt, ist man umgeben von Wäldern, Feldern und Bergen. Idylle pur und es nicht verwunderlich, dass der Wohlfühlfaktor in diesem Ambiente entsprechend hoch ist. Mehr als die Hälfte des Landes sind mit Wald bedeckt und im Südwesten, bei Koper, Piran und Portoroz grenzt Slowenien an das Adriatische Meer. Die Vielfalt der Berge und Wälder mit ihren Wasserfällen und Höhlen und dem Meer bieten alle erdenkliche Freizeitaktivitäten. Von Wandern, Rudern, Fahrrad fahren und Baden im Sommer bis Wintersport ist alles dabei, denn auch das Klima spielt hier perfekt mit. Im Sommer wird es bis zu 35°C und im Winter hat man Schnee in den höheren Lagen. Leider wird der Schnee in den letzten Jahren immer weniger und so kommt es, dass einige, in den vergangenen Jahren, belebte Skigebiete heute fast nur noch Sommeraktivitäten bieten.

Schon vor einigen Jahren bin ich das erst mal nach Slowenien gereist und fand es auf den ersten Blick ein tolles Land. Seit etwa vier Jahren bin ich regelmäßig dort und durfte schon viele tolle Ecken des Landes kennen lernen. Meine persönlichen Highlights:

Maribor

Maribor ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Das Zentrum ist nicht besonders groß, aber aufgrund der Universität doch sehr belebt. Es gibt zahlreiche Restaurants und Bars und besonders im Sommer lässt es sich in der Poštna ulica oder am Drava Ufer ganz nett den Abend verbringen. Im Zentrum findet man einige kleine Shops und Boutiquen, die zum bummeln einladen. Auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit lässt sich in der historischen Stadt mit seiner reichhaltigen Geschichte entdecken.

Die Region um den Pohorje, den höchsten Berg der Gegend, ist eigentlich ein Skigebiet. Hier findet auch der Ski-Damen-Weltcup statt, sofern Schnee liegt, denn auch hier schlägt der Klimawandel seit einigen Jahren zu und so mußte der Weltcup in den letzten Jahren mehrfach abgesagt werden. Maribor ist sowohl im Sommer, mit dem zahlreichen Freizeitangebot und der coolen Abendatmosphäre, als auch im Winter ein echtes Highlight.

In meinem Artikel Maribor und der Nordosten erzähle ich Euch einiges über die Geschichte der Stadt, aber auch was es im Umland von Maribor alles zu entdecken gibt.

Sonnenaufgang auf dem Pohoje, Slowenien

Kranjska Gora und die Region

Die Region um Kranjska Gora ist ein wahres Naturerlebnis.
Nicht weit von Kranjska Gora erhebt sich der Triglav in die Höhe. Der höchste Berg Sloweniens und zugleich Symbol des Landeswappens. Östlich des Triglav liegt die Stadt Bled und hier befindet sich das Touristenhighlight Sloweniens. Die Burg von Bled mit dem Bleder See zu Ihrem Fusse und der Kapelle auf einer kleinen Insel mitten auf dem See.
Auf dem Rückweg von Bled nach Kranjska Gora kommt man am Wasserfall Pericnik vorbei. Ein spektakulärer Wasserfall, der über 100 Meter in die Tiefe stürzt und man in den Felsen hinter dem Wasser entlang wandern kann. Einfach atemberaubend.
Einmal im Jahr erweckt das Städtchen Kranjska Gora zum Leben, wenn die Skispringer aus aller Welt zum Saisonfinale in Planica antreten. Neben dem sportlichen Event steht hier natürlich das Feiern im Vordergrund, denn das können die Slowenen…

Neben den beiden Highlights gibt es zahlreiche kleine Dörfer, die definitiv einen Besuch wert sind. Hier gibt es noch kleine, ganz traditionelle Restaurants mit einheimischer Küche. Man muss nicht lange suchen, bis man fündig wird.
Für dieses Jahr steht die Küste Sloweniens auf meiner Liste. Den Erzählungen nach soll das die schönste Region Sloweniens sein.

Alles in Allem wird Slowenien und seine Attraktivität sehr unterschätzt und eine Reise lohnt sich sehr. Neben Natur, gutem Essen, jede Menge Abwechslung und einer umwerfenden Gastfreundschaft findet man hier viele Orte der Ruhe zum Ausspannen, in welcher Form auch immer.

Slowenien ist mein Reisetipp für 2018.
https://choices-of-life.com/reisetipps/reisetipps-2018/#comment-274**

Also, auf nach Slowenien und viel Spaß.

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