Around Jamaica #8 – St. Andrew & St. Thomas

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von den Blue Mountains bis zum Morant Point

Kingston ist schon sehr aufregend und turbulent. Nach dem Städtetrip geht es in Teil 8 der Around Jamaica Tour wieder etwas ruhiger zu. Und zwar in den Blue Mountains. Von hier geht die Reise über Port Royal, Bull Bay und Morant Bay bis zum östlichsten Zipfel der Insel, zum Morant Point.

Es gibt viele Wege, die in die Blue Mountains führen, der von Kingston allerdings ist am Besten zu befahren. Über kleine Siedlungen gelangt man schließlich nach Section, wo die Straße langsam holpriger wird und es nur noch mit einem geeigneten Auto weiter geht. Diese Straße führt weiter bis nach Buff Bay an der Küste im Nordosten der Insel. Man kann also über die Blue Mountains die ganze Insel überqueren, sollte dafür aber viel Zeit und Geduld mit bringen.

Bekannt sind die Blue Mountains für die Rastafari Gemeinschaften, die hier leben, die kleinen Siedlungen, mit teilweise ganz tollen Cafe’s und Restaurants, die Wanderwege quer durch den Dschungel inklusive dem Blue Mountain Peek und natürlich für den Blue Mountain Coffee. Das alles, und noch vieles mehr, gibt es heute zu entdecken.

Irish Town

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Wir starten in Irish Town.
Hier gibt es das Café Blue**, ein kleines nettes Café, dass bei den Kingstonern bekannt für seine Sandwiches und Kuchen ist. Von Irish Town geht es über eine kaum zu befahrende Straße zur Mount Zion Hill Community. Eine Rastafari Gemeinschaft, die die Kultur und Religion der Rastafaris mit allen Konsequenzen leben. Einmal in der Woche kommen einige der Gemeinschaft nach Papine (Kingston) um hier ihre traditionelle Zeremonie abzuhalten.

Newcastle

Weiter an der Craighton Coffee Estate** und einem weiteren netten Café, dem EITS Café** vorbei, kommt man schließlich nach Newcastle.
Wir befinden uns bereits auf rund 1.200m Höhe und man mag es kaum glauben, aber hier wird es langsam richtig frisch und von dem karibischen Klima ist nur noch wenig zu spüren. In Newcastle liegt ein Trainingscamp der Jamaica Defense Force. Eigentlich hat man gar keine andere Wahl, als über das Gelände zu fahren, denn die Straße führt mitten über den Hof des Camps. Als ich damals durch gefahren bin, hatten die strammen Soldaten gerade eine Trainingseinheit, bei der ich etwas zusehen konnte.
Von Newcastle gelangt man auch zum zweithöchsten Berg der Insel, zum St.Catherine’s Peek. Etwa eine Stunde ist man von hier zu Fuß unterwegs.

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Cottage in den Blue Mountains, Jamaica

Holywell Nationalpark

Von Newcastle ist es nicht mehr weit zum Holywell Nationalpark.
Auf den rund 120 Hektar bekommt man hier einiges geboten. Es gibt drei Wanderrundwege zwischen 2,5 und 5 Kilometer Länge und jeder für sich ist ein Erlebnis. Von Nutzpflanzen, wie wir sie teilweise aus unseren heimischen Gärten kennen und ganz außergewöhnlichen Pflanzen, die ich hier zum ersten mal gesehen habe, über eine überragende Aussicht bis nach Kingston runter, bis zu kleinen Wasserfällen, ist alles dabei.

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Blick auf Kingston vom Holywell Nationalpark in den Blue Mountains, Jamaica

 

Old Tavern Coffee Estate

Noch ein Stück weiter Richtung Section, kommt man an der Old Tavern Coffee Estate** vorbei. Ein sehr unscheinbares Haus, dass man von der Straße gar nicht sieht, ist die Kaffeeplantage nur anhand der zwei alten, ausgemusterten Traktoren, die an der Straße stehen, zu finden.

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Blue Mountains Nahe Section, Jamaica

Hier hatte ich die Gelegenheit alles über Kaffee zu erfahren. Der Inhaber David lud uns erst zu einer Tasse Kaffee, die er mit Honig süßte ein und erzählte dabei die Geschichte der Plantage. Seine Eltern kamen von England hier her und starteten mit einem Kaffeebohnenstrauch. Nach und nach wurden es immer mehr, so dass das Gelände heute eine mittelgroße Plantage mit rund 600 Sträuchern darstellt. Übrigens gewinnt man aus einem Strauch rund ein Pfund fertigen Kaffee. Die Sträucher liegen am Hang, so dass hier nicht maschinell geerntet werden kann. Nach dem Waschen und der Sortierung nach Güte werden die Bohnen zum Trocknen nach Kingston gefahren. Das würde aufgrund des Klimas in den Bergen nicht funktionieren. Danach kommen die Bohnen zurück in die Berge und werden geröstet. Die Familie legt großen Wert auf Natürlichkeit und somit werden keine Dünger oder sonstige Zusatzstoffe verwendet. Das macht das Geschäft riskant, wie David erzählte. Wird es zu kalt, erfriert die Pflanze, wird es zu warm, verbrennt die Pflanze. Auch zu viel Regen oder Sonne sind nicht gerade förderlich. Die Mischung in den Bergen bietet zwar oft das optimale Klima, dennoch spürt auch David den Klimawandel recht deutlich, sagte er.

Mavis Bank Coffee Factory**

Über weitere Siedlungen geht es auf der anderen Seite des Berges zurück bis nach Mavis Bank zur Mavis Bank Coffee Factory**.
Im Gegensatz zur Old Tavern Coffee Estate geht hier fast alles maschinell. Nach Vereinbarung hatte ich die Gelegenheit die Produktion zu besichtigen und der Produktionsleiter erklärte jeden Schritt vom Setzling bis zur Verpackung. Die rohen Bohnen werden in die Erde gepflanzt und feucht gehalten. Nach etwa drei Wochen sollte der Samen keimen. Die kleinen Setzlinge werden dann an Farmer in den Blue Mountains verkauft, von denen die Mavis Bank Coffee Factory die reifen Bohnen wieder zurück kauft. Das Unternehmen hat demnach keine eigene Plantage, sondern kauft alle Bohnen von lokalen Farmern ein. Je nach dem, in welcher Höhe die Farm liegt, desto mehr oder weniger bekommen die Farmer für ihre Ernte. Je höher, desto besser die Qualität, desto teurer die Bohnen. Nachdem die Farmer also ihre Ernte bei der Fabrik anliefern, werden diese maschinell gereinigt. Danach kommen die gereinigten Bohnen zum trocknen auf das sogenannte „Barbeque“. Eine große Fläche im Freien, in mitten der Fabrik. An sonnigen Tagen reichen vier Stunden aus. Fängt es an zu regnen, dauert es natürlich länger. Nachdem die Bohnen trocken genug sind, werden sie maschinell von der Hülle und dem Staub befreit. Danach müssen sie erst einmal in großen Jutesäcken trocken und dunkel lagern. Die Premium Bohnen lagern bis zu drei Monaten. Danach geht es weiter in die Sortierung, denn sie haben nicht alle die gleiche Größe und teilweise sind auch angegriffene Bohnen darunter, die nicht als ganze Bohnen verkauft werden können. Diese werden dann zur Herstellung des gemahlenen Kaffee verwendet. Die Sortierung erfolgt per Hand. Einige Damen sitzen in einem Raum und sortieren den ganzen Tag Kaffeebohnen. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Eine wahnsinnige Arbeit, wenn man bedenkt, welche Mengen hier umgesetzt werden. Nach der Sortierung geht es weiter in die Röstung. In der Fabrik gibt es zwei Maschinen, die das übernehmen. Danach wird Vakuum verpackt und das „Jablum“ Label mit einer Nähmaschine an die Außenverpackung, einen kleinen Jutesack, genäht. So entsteht also Kaffee. Bedenkt man die Zeit und den Aufwand, der dahinter steckt, ist der Preis, den wir für unseren Kaffee zahlen mehr als gerechtfertigt.

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Kaffeebohnen

Blue Mountain Peek

Von Mavis Bank ist es nicht mehr weit zum Blue Mountain Peek.
Mit 2.256 Metern der höchste Punkt der Insel. Viele Wanderer machen sich schon in den frühen Morgenstunden auf den Weg, um nach der dreistündigen Wanderung pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Berg zu sein.

Port Royal

Wir verlassen die Blue Mountains, eine wahnsinnig tolle Region und wahrscheinlich auch das, was Jamaica so besonders macht und über Kingston geht es zurück an die Küste, nach Port Royal.
Hier liegt die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes begraben.

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Giddy House auf Port Royal, Jamaica

Port Royal kennt man aus den Fluch der Karibik Filmen. Zwar wurde hier nicht gedreht, aber die Geschichten, die man in den Filmen mit bekommt, sind wahr. Tatsächlich war hier die Royal Navy stationiert. Die Lage des königlichen Hafen war perfekt für englische Freibeuter, die Schiffe von Panama nach Spanien ab fingen. Der bekannteste Freibeuter war Henry Morgan, dessen Grab sich auf dem Friedhof in Port Royal befand. Ebenso wird in den Filmen ganz richtig dar gestellt, dass die Piratenhochburg für seine Sittenlosigkeit bekannt war. 1692 wurde die Hafenstadt von einem Erdbeben ziemlich zerstört. Die Hälfte der Halbinsel versank im Treibsand und liegt heute unter dem Meeresspiegel. Etwa die Hälfte der Bevölkerung soll bei dieser Naturkatastrophe ums Leben gekommen sein. Zwar sollte die Stadt und der Hafen wieder aufgebaut werden, aber ein weiteres Erdbeben und mehrere Hurricanes zerstörten den Ort abermals. Heute leben hier rund 2.000 Menschen und Port Royal, der einstig wichtigste Hafen der Karibik, ist heute nur noch ein kleines Fischerdorf und spielt keinerlei Rolle mehr.
Zur Blütezeit war Port Royal eine der reichsten Städte der Welt.
Eine Idee davon bekommt man in der Festung Fort Charles am Rande der Stadt, sowie die Überreste im Ortskern. Ein großer Teil der Festung liegt unter Wasser und sowohl der Zugang zu Nelson’s Quartdeck, der Aussichtspunkt der Festung, als auch das ehemalige Waffenlager, das Giddy House versinken schräg im Boden. Die Kanonen wurden teilweise frei gelegt und liegen rund 3 Meter unter der Meeresoberfläche. Man kann sich in etwa vorstellen, wie es im Meer darunter aussehen muss.

Im Ortskern gibt es noch einige zerfallene Häuser, die darauf hinweisen, dass sich hier tatsächlich sittenlose Piraten herum getrieben haben müssen. Ganz im Gegenteil zu früher hat Port Royal heute die niedrigste Kriminalitätsrate der ganzen Insel. Irgendwie ironisch, dass gerade ein Vorort von Kingston und die ehemalige Piratenhochburg die geringste Kriminalität hat.

Bull Bay

Von diesem historischen Ort geht es weiter nach Bull Bay.
Ein kleiner Ort an der Küste, der vergleichbar ist mit vielen anderen. Die Besonderheit hier sind die enormen Wellen, die den Ort zum Surferparadies machen. Aus diesem Grunde gibt es hier auch eine Surfschule, die Kurse anbieten, oder eben das Equipment verleihen.

Wir überqueren nun die Grenze zu St. Thomas. Vorweg muss ich sagen, dass St. Thomas wohl die am wenigsten touristischste Gegend der Insel ist. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass hier eine gewisse Abneigung gegen Weiße herrscht. Man wird nicht selten mit Whitie beschimpft und sehr schräg angeschaut. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, die Gegend dennoch zu erkunden und dankenswerter Weise durfte ich auch andere Erfahrungen machen.

Morant Bay

Von Bull Bay, entlang der Küste, gelangt man nach schließlich nach Morant Bay.
Die größte Stadt St. Thomas´, einerseits sehr gastfreundlich, andererseits fast etwas fremdenfeindlich. Beide Erfahrungen konnte ich hier machen. Wie ich schon erwähnte, finden es Kids oft ganz faszinierend Weiße zu sehen. So auch geschehen in einem kleinen Burgerladen in Morant Bay. Die Kleine saß da und starrte mich unentwegt an. Als ich sah, dass sie ganz neidisch auf meine Pommes schaute, gab ich sie ihr natürlich ab. Sie war unglaublich zurückhaltend und schüchtern, nahm sie aber dann doch. Dem Ganzen ging voran, dass sie von einem Jungen geärgert wurde und sich offensichtlich nicht zu helfen wußte. Der Junge war dann natürlich sehr baff, als sie zur Entschädigung die Pommes bekam und er leer ausging. Er traute sich in unserem Beisein aber nicht, sie weiter zu ärgern. Morant Bay an sich ist eine recht unaufgeregte Stadt. Es gibt, wie in vielen größeren Städten der Insel, einen Markt im Zentrum und zahlreiche Shops entlang der Hauptstraße. Die Stadt hat keinen besonderen Flair, wie ich finde, aber dennoch war es ganz nett, die Erfahrungen hier mit zu nehmen. Wie unterschiedlich die Menschen hier sein können, habe ich bei einem Abendspaziergang erfahren. Erst in einer kleinen Kneipe, in der wir ganz offen empfangen wurden und sogar das ein oder andere nette Gespräch führten. Nach einem Jerk Chicken von den zahlreichen Straßengrills ging es weiter zu einer Open Air Sound System Party. Ein Einheimischer hing sich an uns ran und erwartete für den Begleitschutz natürlich eine Gegenleistung. Als ich ihm nach dem dritten Bier sagte, dass es nun genug wäre, wurde er recht unfreundlich. Wir hatten uns schon auf den Heimweg gemacht, als wir an einer weiteren Bar vorbei kamen und wiederum eine ganz andere Erfahrung, nämlich die totale Gastfreundschaft, erleben durften. Zusammen mit einer Gruppe Einheimischer ließen wir den Abend ausklingen und wurden auf das ein oder andere Getränk eingeladen. Definitiv ein Abend der Gegensätze und sehr bezeichnend für Morant Bay.

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Holland Beach Nahe Morast Bay, Jamaica

Bath

Auf dem Weg zum Morant Point machen wir einen kleinen Abstecher ins Inland, nach Bath. Der Ort trägt den gleichen Namen, wie Bath in England und ebenso gibt es hier in der Nähe eine Mineralquelle. Schon am Parkplatz warten zahlreiche Guides, die einem zur Quelle führen wollen. Tatsächlich kommt man da aber ganz alleine hin. An der Quelle angekommen gibt es viele, die sich das ganz natürliche Outdoor-Spa gönnen und eine Massage auf dem Stein genießen. Ich persönlich fand es eine ganz eigenartige Atmosphäre, als ich da war. Das mag aber an den Gästen gelegen haben, die gerade vor Ort waren. An sich ist die Quelle ein sehr schöner Ort und die Gelegenheit, ein so natürliches Spa zu besuchen, bekommt man auch nicht alle Tage. In der Nähe hat sich ein Hotel niedergelassen, die sich das mineralische Wasser ebenso zu nutze machen und ein Spa im herkömmlichen Stil eingerichtet haben. Zurück im Ort findet man einen kleinen unscheinbaren botanischen Garten. Viel Exotisches gibt es hier zwar nicht zu entdecken, aber der kleine Park ist ganz nett angelegt und bestimmt ein kleiner Stop over wert.

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Botanischer Garten in Bath, Jamaica

Morant Point

Zum Abschluss der heutigen Reise geht es an den Ostzipfel Jamaica’s, dem Morant Point. Über kleine Dörfer, in denen man die Ablehnung noch deutlicher spürt, kommt man in eine einsame, unbewohnte Gegend, in der die Rinder am Straßenrand grasen und die Ziegen auf der Straße herum rennen. Auf dem Weg zum Ostende kommt man am Holland Beach vorbei. Ein kleiner ganz toller, einsamer Strand. Schade ist, dass hier recht viel Müll angespült wird und es die Einheimischen nicht wirklich interessiert.

Am Zipfel angekommen findet man nichts als eine kleine Kirche, ein kleines Wohnhaus, einen Leuchtturm und vor allem eine wahnsinnige Kulisse. In dem Wohnhaus lebt der Leuchtturmwächter recht einsam. Ich hatte ihn angesprochen, ob es eine Möglichkeit gäbe, auf den Leuchtturm zu gehen und er führte uns nach oben. Man fühlt sich tatsächlich ein bisschen, wie am Ende der Welt angekommen.

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Leuchtturm am Morast Point, Jamaica

Mit diesem Eindruck vom Ende der Welt schließen wir die heutige Reise durch die Blue Mountains und die am wenigsten touristische Region der Insel, St. Thomas ab.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Ihr erreicht mich per
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Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

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Around Jamaica #7 – St. Andrew

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Kingston

Vom Süden der Insel geht es weiter in die Hauptstadt Kingston, im Südosten, im Parish St. Andrew. 2014 war ich das erste mal hier, allerdings nur für einen Tag. Ein Taxifahrer aus dem Norden brachte uns in die Hauptstadt und je später der Tag wurde, desto gestresster wurde er. Sein Ziel war es, unbedingt aus der Stadt wieder raus zu sein, bevor die Dunkelheit einbricht. 2016 habe ich mehrere Tage in Kingston verbracht und ja, man kann sich nicht überall problemlos bewegen, aber so heftig, wie der Taxifahrer es darstellte, ist es nicht wirklich. Im Gegenteil, weiß man wo man hin möchte und wie man sich zu verhalten hat, kann man am Tage, als auch bei Nacht richtig Spaß in der Großstadt haben und einiges entdecken und erleben. Kingston ist das kulturelle und wirtschaftliche Herz der Insel und das spürt man, wo man geht und steht.

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Kingston ist die Stadt in der extrem reich und extrem arm aufeinander treffen. In Mitten der Stadt gibt es eine Straße namens Half Way Tree, die quasi die Grenze zwischen Uptown und Downtown darstellt. In der Regel wird diese unsichtbare Grenze von den Kingstonern nicht überschritten und so leben arm und reich in ihren jeweils eigenen Stadtteilen. Man sollte es aber auf gar keinen Fall verpassen, beide Teile, ausgiebig kennen zu lernen.

Die Teilung der Stadt entstand durch das Erdbeben, dass Kingston 1907 erschütterte. Die Menschen, die es sich leisten konnten, errichteten ihr neues Domizil in Uptown. Downtown entwickelte sich zu einem Gebiet der Rastafari und der Arbeiterklasse. Arbeitslosigkeit und Armut ließ die Kriminalität rapide steigen und so ist heute für viele Menschen jeder Tag im Ghetto ein Kampf ums überleben.

Die heutige Entdeckungstour startet in Uptown, bevor wir dann später zum interessanteren Teil, nach Downtown kommen.

Uptown

Bevor wir den Rundgang in Uptown starten, möchte ich noch ein Erlebnis teilen. In der Nähe von Half Way Tree lebt Gina Smith. Ein Gitarrist, der bereits mit Jimmy Cliff und Ziggy Marley auf der Bühne stand. Er hat quasi jeden Tag open House und in seinem Inna da Yard hängen jeden Tag einige Leute rum, die Gina kennen. Ich hatte die Gelegenheit dabei sein zu dürfen als im Inna da Yard ganz spontanen eine Jam Session statt fand.

Nun beginnen wir aber den Rundgang in Uptown und starten am Half Way Tree, eine Kreuzung an der sich Uptown und Downtown vereinen. Am Straßenrand tummeln sich fliegende Händler, mit allem möglichen. Bereits hier sind die Preise deutlich teurer, wie auf dem Coronation Market in Downtown. Entlang der Hope Road kommt man erst zum Devon House, ein wunderschönes Haus im Kolonialstil, das vom ersten schwarzen Millionär Jamaica’s, George Stiebel erbaut wurde. Im Haus befindet sich heute eines der besten Restaurants der Insel, sowie eine Ausstellung. Viele Kingstoner kommen in den Park vor dem Gebäude, um eine Auszeit vom Trubel in der Stadt und ein hausgemachtes Eis von Davon House Ice Cream zu genießen.

Bob Marley Museum**

Weiter entlang der Hope Road kommt man zum Bob Marley Museum**.

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Bob Marley Grafitty in Kingston, Jamaica

Hier spürt man den Geist Bob Marley’s in seinem einstigen Wohnhaus, in dem er mit seiner Frau Rita lebte. Die Zimmer sind zu meist original erhalten und Exponate, wie Kleidungsstücke, Platten, Musikinstrumente und vieles mehr sind hier ausgestellt. Es wurde sogar sein kleiner Shop, den er in Trench Town eröffnete, in dem er seine gepresste Musik verkaufte, nach gebaut.
Im hinteren Teil des Gebäudes gibt es ein kleines Tonstudio mit dem wohl berühmtesten Einschussloch der Welt. Hier nahm er seine ersten Songs gemeinsam mit den Wailers auf. Tuff Gong in Trench Town kam erst später.
Zwei Tage vor dem legendären One Love Peace Concert, dass 1978 in Kingston statt fand, saß er mit seiner Frau Rita und seinem Manager in dem Studio. Marley hatte damals beim Government beantragt, dass das Konzert für jeden frei zugänglich sein sollte, ohne Eintritt. Er wollte damit die Message transportieren, dass alle Menschen gleich sind, egal ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich. Die Parteien waren sich über diesen Antrag nicht einig und man sagt, dass die Partei, die den Antrag nicht unterstütze, einen Auftragskiller engagierte Bob Marley zu erschießen. Somit würde das Konzert nicht stattfinden und die gegnerische Partei hätte keinen Vorteil bei den nächsten Wahlen gehabt. Wie krank die Politik sein kann, macht dieses Ereignis deutlich. Zum Glück ist der Anschlag nicht geglückt und Bob Marley trat zwei Tage später mit einer Schußwunde am Arm beim One Love Peace Concert auf, dass am Ende tatsächlich für jeden kostenlos war und über 100.000 Menschen kamen.

Wie ich bereits in St. Ann erwähnte, spürt man in Kingston einen deutlicheren Bezug, wie in Marley’s Heimat Nine Mile. In Downtown geht es später weiter.

Hope Garden**

Noch ein Stück weiter die Hope Road entlang, gibt es eine weitere Ruheoase, der Hope Garden**. Auch hier kommen die Kingstoner zum ausspannen her. Der Hope Garden ist ein sehr schön angelegter Park, mit einem kleinen Zoo und zahlreichen Möglichkeiten, die Ruhe zu genießen. Ab und zu finden hier Konzerte statt.

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Hope Garden in Kingston, Jamaica

Am Ende der Hope Road beginnt der Stadtteil Papine. Zusammen mit August Town und Mona ist das die Unigegend Kingston’s. Hier befindet sich die University of the West Indies. Die größte Universität der Insel. Usein Bolt dreht heute noch sein Runden auf dem Campus und mit etwas Glück kann man dem schnellsten Mann der Welt beim Training zu sehen. Ich selbst war kurz vor Ostern in Kingston. Osterzeit ist Carnevalzeit. Demnach durfte ich eine der kleinen Carneval Parraden auf dem Mona Campus mit erleben. Die Trucks mit wahnsinnig lauter Musik, die alles außer Roots Reggae spielen, fahren mehrfach im Kreis und die Feierlustligen laufen hinterher. Tatsächlich entdeckt man das ein oder andere Mädchen mit den typischen Carneval Kostümen, die man aus der Karibik kennt. Am Ende versammeln sich die Trucks auf einem Platz und es gibt eine riesige Party. Definitiv sollte das jeder mal erlebt haben. Das Finale des Carnevals findet am Ostersonntag statt. Die größten Partys gibt es in Kingston und Ocho Rios, aber schon sechs Wochen vorher starten die kleinen Paraden hier und da.

National Stadium

In der Unigegend befindet sich auch das National Stadium. Hier finden zahlreiche kleinere und größere Sportevents statt. Einmal in Kingston, dachte ich mir, würde es sich lohnen ein Fußballspiel anzuschauen. So kam ich zum Länderspiel der Jamaica Reggae Boyz gegen die Nationalmannschaft von Costa Rica zur WM Qualifikation. Mit Pünktlichkeit haben es die Jamaikaner bekanntermaßen nicht wirklich, aber dass sie sogar zu einem Fußballspiel zu spät kommen, hätte ich nicht vermutet. Etwa zur Halbzeit war das Stadion dann voll gefüllt und die Tröten, wie man sie noch von der WM in Südafrika kennt, waren unfassbar laut. Hier gibt es keine Stadionschlachtrufe, oder Gesänge. Tatsächlich hört man nur die Tröten, 90 Minuten lang. Trotzdem ein tolles Erlebnis.

Emancipation Park

Nicht weit vom Stadion befindet sich der Emancipation Park. Ein kleiner, feiner Park mitten in der Stadt, mit einer Laufbahn, zu der viele Kingstoner zum joggen her kommen. Tatsächlich hat der Park aber eine tiefere Bedeutung. Er entstand nach dem Motto „a tribute to Freedom“ und beheimatet die Redemption Skulptur.

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Emancipation Statue im Emancipation Park in Kington, Jamaica

Skyline Drive

Von Papine geht es nun weiter Richtung Skyline Drive. Diese Straße trägt nicht umsonst diesen Namen. Von der Skyline Drive hat man den Blick über die ganze Stadt. Natürlich ist das am Tag schon sehr beeindruckend, bei Nacht allerdings ist es atemberaubend.

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Blick über Kingston bei Nacht

In der Skyline Drive befindet sich der beste Reggae Club der Stadt. Der Bub Club**. Mit einer überragenden Kulisse verbringt man hier den Sonntag Abend bei gepflegtem Roots Reggae. Ganz viel einheimische Rastamänner kommen hier her und tanzen sich im wahrsten Sinne des Wortes in Trance. Definitiv einer meiner besten Abende in Kingston.

Über die Jack’s Hill Road geht es wieder runter nach Half Way Tree und über Cross Roads weiter nach Downtown.

Downtown

Das Zentrum von Downtown bildet der William Grant Park, besser bekannt als „Parade“. Der nördliche und südliche Eingang wird von den Statuen von Norman Manley und Alexander Bustermante bewacht. Rund um Parade tobt das echte Leben.

Ward Theatre

Nördlich von Parade befindet sich das alte Ward Theatre. Das Theater war einst das größte der Karibik. Schon die Fassade ist sehr eindrucksvoll. Bekommt man allerdings die Möglichkeit, das zerfallene Gebäude von innen zu bewundern, ist das ein einmaliges Erlebnis. Ich hatte die Gelegenheit und was sich im inneren verbirgt, ist der Wahnsinn. Ganz alleine steht man in dem verlassenen Gebäude, in dem die Scheinwerfer und Verfolger, die Tribünen und die Deckenleuchter so aussehen, als ob sie erst gestern noch im Einsatz waren.

Kingston Parish Church

Gegenüber, südlich von Parade findet man dann direkt das nächste eindrucksvolle Gebäude, die Kingston Parish Church. Eine der schönsten Kirchen der Insel. Übrigens gibt es unzählige Kirchen in Jamaica, selbst in den kleinsten Ortschaften. Die Jamaikaner sind ein sehr gläubiges Volk, was das Ganze wieder sehr ironisch macht. Auf der einen Seite gibt es hier eine enorme Kriminalität und andererseits sind die Kirchen am Sonntag voll bis in die letzte Reihe.

Coronation Market

Westlich von Parade geht die Queen Street ab, die direkt zum Coronation Market führt. Der Markt ist der größte in der englisch-sprachigen Karibik und das halbe Land kommt hier her zum einkaufen. Bekommt man in MoBay, Ochi, Negril oder anderen Städten der Insel die alltäglichen Dinge (keine Souvenirs) auf der Straße angeboten, haben die Verkäufer diese zu 90 %iger Sicherheit hier günstig eingekauft, um sie in anderen Teilen der Insel teurer zu verkaufen.
Über den Markt zu schlendern, ist tatsächlich ein Erlebnis. Allerdings sollte man jegliche Wertgegenstände zu Hause lassen. Hier geht es meist hektisch und eng zu und schnell ist man sein Hab und Gut los, ohne es zu merken.
An jeder Ecke steht hier die Polizei mit Mannschaftsbussen und schweren Gewähren, denn nicht selten kommt es hier zu Schießereien zwischen den Banden.

Trench Town

Direkt hinter dem Coronation Market kommt man ins Ghetto. Die Stadtteile Jones Town, Denham Town, Tivoli Garden und wohl das bekannteste Ghetto der Welt Trench Town. Oft haben die herunter gekommenen Häuser und Blechhütten hier kein fließendes Wasser und der Strom wird abgezapft. Hier herrschen ganz eigene Gesetze. Ich selbst habe keine negative Erfahrung in Downtown gemacht. Im Gegenteil, hier lernt man das richtige Leben im Ghetto kennen. Wichtig ist, dass man weiß, wie man sich zu verhalten hat. Nicht verloren aussehen, keine Wertgegenstände zur Schau stellen und sich stets umsichtig bewegen.
Trench Town ist am Rande der Stadt. Hier lebte Bob Marley, nachdem er zusammen mit seiner Mutter das zu Hause in Nine Mile verließ. Zusammen mit weiteren Reggae Legenden wie Jimmy Cliff und Peter Tosh, hing er hier herum und hoffte in einem der Record Studios entdeckt zu werden. Wie man heute weiß, hat das funktioniert. Seine Geschichte würde hier den den Rahmen sprengen, aber die Erzählungen haben mich gefesselt. Man kann viel darüber lesen, aber erlebt man die Orte live, spürt man den Geist des berühmtesten Sohn Jamaica’s hier immer noch sehr deutlich.
Später gründete Bob Marley sein eigenes Label Tuff Gong, ebenso in Trench Town. Das Studio und die Plattenproduktion kann man heute besichtigen, inklusive original Equipment von Bob Marley. Das Studio wird immer noch für Aufnahmen genutzt. Für Besucher ist demnach nur geöffnet, wenn keine Aufnahmen statt finden.
Übrigens ist Kingston die größte Musiktalentschmiede und Musikproduktion weltweit. Nicht nur Newcomer und die, die es werden möchten, sondern auch namhafte Künstler wie Shaggy lassen hier ihre mal mehr, mal weniger erfolgreichen Hits produzieren.
Die Stadt, speziell Downtown lebt von und für die Musik. Hier wurde der Reggae geboren und lebt bis heute weiter. Wo man geht und steht spürt man die Vibes und es ist nicht unüblich, dass man nationalen und internationalen Künstlern hier einfach so über die Füße läuft. Ich hatte sogar die Gelegenheit, das Geburtshaus von Dennis Brown zu besuchen. Das Haus wurde beim Hurricane völlig zerstört und nie wieder aufgebaut. Man kann also nur erahnen, wie die Familie hier lebte.
Im Trench Town Culture Yard, wo Führungen von locals angeboten werden, erfährt man alles über das Leben von Bob Marley, kann sein kleines Zimmer, in dem er zusammen mit seiner Frau Rita lebte, bevor er nach Uptown ging, bestaunen und bekommt die Entstehung und Bedeutung des Reggae näher gebracht.

Fleet Street

Zurück über Parade in östliche Richtung kommt man in die Stadtteile Mountainview Gardens, Bournemouth Gardens und Springfield. Ebenso nicht die beste Gegend, allerdings lange nicht so rau wie westlich von Parade. Hier liegt die Fleet Street.

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Fleet Street in Kingston Downtoen, Jamaica

Eigentlich eine Straße, wie jede andere, aber eine Gruppe junger Jamaikaner haben es sich hier zur Aufgabe gemacht, dass Ghetto etwas schöner zu gestalten. Ein Haus, von dem lediglich die Außenwände übrig sind und das für die Müllverbrennung genutzt wurde, haben sich Künstler an den Hauswänden mit sehr eindrucksvollen Gemälden, die die Werte Jamaica’s zeigen, verewigt. Am Eingang steht geschrieben „not just a Ghetto“ und so ist es auch.

Life Yard

Die Jungs haben hier einen kleinen Ort des Friedens namens Life Yard mitten im Ghetto erschaffen. In ihrem kleinen Nutzgarten hinter den Haus haben sie eine Oase angelegt. Der Müll wird hier wieder verwertet und zum Beispiel aus alten Plastikflaschen werden Pflanzenkübel gezaubert.

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Not just a Ghetto in der Fleet Street, Downtoen Jamaica

Um die Ecke befindet sich die Alpha Boys School. Ein reine Jungenschule für gefährdete Jugendliche (wenn sie das nicht alle sind im Ghetto). Die Schule ist Talentschmiede für Musiker. Einige namhafte Talente haben hier ihre Karriere begonnen. Die Jungs präsentieren ihr Können einmal wöchentlich bei öffentlichen Auftritten in der Schule und treten ab und an sogar außerhalb auf. Die Jungs vom Life Yard veranstalten regelmäßig Kino und Trommelabende für die Kids der Alpha Boys School. Eine super Sache und hoffentlich wird das Ghetto so etwas weniger gefährlich für all die Jugendlichen und fordert weniger Opfer.

Wir bleiben noch etwas in Downtown, denn neben Ghetto und Musikkultur gibt es hier noch einiges mehr zu entdecken.

National Heroes Park

Ein kleiner Park, in dem die sieben Nationalhelden Jamaica’s in Form von Statuen und Skulpturen verewigt wurden.
Sir Alexander Bustermante, der erste Premierminister Jamaica’s und Bürgermeister von Kingston und Norman Manley, jamaikanischer Politiker.
Diese beiden Herren waren maßgeblich daran beteiligt, Jamaica in die Unabhängigkeit zu führen.
Marcus Garvey, ebenfalls ein Politiker, der die Schwarzenbewegung „Universal Negro Improvement Accosiation“ gründete.
Granny Nanny, die einzige Frau in der Reihe der Nationalhelden. Sie war die Anführerin der Maroons.
Samuel Sharp, führte den Weihnachtsaufstand in Montego Bay an.
Paul Bogle, führte den Morant Bay Aufstand an und George William Gordon, ein ehemaliger Sklave, der maßgeblich am Morant Bay Aufstand beteiligt war.

National Gallery of Jamaica & Liberty Hall

Kulturell geht es weiter in der National Gallary of Jamaica, die größte Kunstgalerie der Insel und der Liberty Hall, eine Multimedia Ausstellung zu Marcus Garvey. Hier erfährt man alles über die Schwarzenbewegung und zur Person Garvey.

Kingston Harbour

Zum Abschluss der heutigen Tour geht es an den Hafen, südlich von Downtown. Der Kingston Harbour ist der siebtgrößte Hafen weltweit. Hier kommen keine Kreuzfahrtschiffe, wie in MoBay oder Ochi an. Der Hafen wird heute lediglich zum Im- und Export genutzt. Seiner Zeit war es der größte Hafen in der Karibik und Umschlagplatz für alle Transporte von Nord-und Südamerika in den Rest der Welt. Aufgrund der guten Lage Jamaica’s ist Kingston heute noch ein sehr wichtiger Umschlagplatz für den internationalen Handel.

Wie auch viele Frachtschiffe verlassen wir nun die Hauptstadt und beenden die heutige Reise rund um Kingston, im Parish St. Andrew. Eine ganz faszinierende und eindrucksvolle Stadt mit vielen Facetten.

Gerne stehe ich für Fragen und Anregungen rund um Jamaica zur Verfügung und unterstütze mit meinen Erfahrungen bei Deiner nächsten Reise.

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Meine Reiseempfehlungen:

  • Eine gute und meist günstige Flugverbindung gibt es mit Condor* zu ergattern.
  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

MIA Travel Tipp’s für Jamaica:

Mehr MIA Travel Tipp’s gibt’s hier.