Ich habe das Paradies gefunden

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Zuerst wurde Mauritius geschaffen,
dann das Paradies.
Aber das Paradies war nur

eine Kopie von Mauritius.“

(Mark Twain)

Zauberhafte Strände, türkisblaues Wasser, leuchtend blühende Pflanzen und Bäume und eine außergewöhnliche Vogelwelt, das kannte ich bereits von Mauritius, aber das Paradies habe ich mir dann doch irgendwie anders vorgestellt.
Schon Tage zuvor habe ich mich auf den Trip in den Black River Georges Nationalpark gefreut und habe am Ende des Tages sogar das Paradies gefunden.
Wahrscheinlich war es nicht das, was Mark Twain beschrieb, doch für mich war es genau das.

Hier möchte ich von meinem absoluten Highlight während meiner Mauritius-Reise erzählen. Eine Tour von Calodyne nach Chamarel, ein Besuch im Curious Corner und der siebenfarbigen Erde, ein Rumtasting in der Rhumerie de Chamarel, eine Fahrt durch den Black River Gorges Nationalpark und einen krönenden Abschluss am Grand Bassin.

Von Calodyne nach Chamarel

Calodyne liegt im Norden der Insel, ganz in der Nähe von Grand Baie. Der Highway über das Hochland führt in den Südwesten, in den bekannten Touristenort Flic en Flac.
Von hier aus geht es über schmale Serpentinen nach Chamarel.
Für die gerade mal 75 Kilometer von Calodyne nach Chamarel ging allerdings doch etwas mehr Zeit drauf, als ich vermutet hatte. Mit dem Auto war ich knappe eineinhalb Stunden unterwegs. Doch die lange Fahrt hat sich mehr als gelohnt.

Chamarel

Der kleine Ort mit gerade mal 700 Einwohnern liegt in mitten des Riviére-Noire-Waldes. Ein Überbleibsel aus dem ehemals Kaffee-, Indigo-, Baumwolle- und Zuckeranbau ist eine kleine Kaffeeplantage, die den Arabica heute noch zum Verbrauch auf der Insel produziert.
Viele Inselbesucher erleben Chamarel nur auf der Durchreise zur siebenfarbigen Erde, ohne einen Zwischenstop einzulegen, doch damit verpassen sie etwas sehr paradiesisches:

Die Aussichtsterrasse bei Chamarel

Der Viewpoint liegt direkt an der Hauptstrasse und bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die Südwestküste. Hinter den Pinienwäldern ragt der Le Morne aus dem strahlend blauen Wasser. Ein Blick zum verlieben und vor allem zum verweilen.
Dieses Panorama hat sich das Restaurant Le Chamarel** zu Nutze gemacht. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, hier einen kleinen Zwischenstopp einzulegen und einen Kaffee auf der Terrasse des Restaurants zu genießen. Ein Ort zum verlieben. Das denken sich wohl auch die Vögelchen, die hier wunderbar zu beobachten sind.
Übrigens war die Terrasse schon mehrfach Kulisse von Werbespots und auch die Serie „Traumschiff“ machte hier schon Station.

Blick vom Café de Chamarel auf die Südwestküste Mauritius
Vogelwelt am Cafe de Chamarel, Mauritius

Curious Corner

Nur ein Katzensprung vom Café de Chamarel** entfernt liegt die kleine Welt der optischen Täuschungen, genannt Curious Corner**. Ich war mir nicht ganz sicher, ob sich der Eintritt von 375 MRU (knapp 10 EUR) wirklich lohnt, oder ob es nur eine Touriabzocke ist. Ist es nicht. Es ist super witzig und das Team im Curious Corner** ist top.
Ein kleiner Funfact am Rande. Im Garten stehen ein riesiger Tisch und Stuhl, der die Besucher an die Welt von Alice im Wunderland erinnert. Auch für Alice tat sich hinter den Spiegeln eine neue Welt auf und sie war es auch, die dem Dodo, dem heute ausgestorben mautitischen Vogel, zur weltweiten Berühmtheit verhalf, in dem er in der Geschichte an einem Wettlauf teilnahm. So schließt sich der Kreis.
Ich möchte hier nicht zu viel verraten und jedem Besucher die Kuriositäten, die das Kabinett bereit hält, selbst entdecken lassen. So viel soll gesagt sein. Ich hatte einen Riesen Spaß.
Hier eine kleine Kostprobe.

Seven Colored Earth Geopark

Gegenüber von Curious Corner befindet sich der Eingang zur meistbesuchten Attraktion Mauritius’: die siebenfarbige Erde von Chamarel / Seven Colored Earth

Das Areal ist in Privatbesitz und um überhaupt zur siebenfarbigen Erde zu gelangen, führt eine hervorragend ausgebaute Straße durch den Geopark. Der Eintritt wird am Kassenhäuschen an der Zufahrt zum Geopark (gegenüber Curious Corner) entrichtet und man zahlt je nach Package, denn ausser der siebenfarbigen Erde gibt es im Geopark noch weitere Attraktionen.
Der Eintritt zur siebenfarbigen Erde ist mit 250 MRU (rund 6 EUR) sehr angebracht, wie ich finde.
In der Regel fahren die Gäste mit dem Mietwagen, Taxi, oder dem Bus der örtlichen Touranbieter durch den Park. Wanderer habe ich nur sehr wenige gesehen. Bei den heißen Temperaturen und der prallen Sonne ist das wahrscheinlich auch nicht gerade ein Zuckerschlecken.

Chamarel Waterfall

Auf der Fahrt durch den Geopark, der an sich schon ein Augenschmaus ist, kommt man nach wenigen Kilometern zum Chamarel Waterfall Viewpoint. Diese „Attraktion“ ist im Eintritt inbegriffen und kostet demnach nichts extra. Die Terrasse bietet einen freien Blick auf den Chamarel Waterfall der aus dem Berg heraus rund 100 Meter in die Tiefe stürzt. Über einen kleinen Stufen-Pfad durch den Wald gelangt man zur zweiten Ebene der Aussichtsplattform. Von hier oben ist der Blick fast noch ein bisschen schöner und offensichtlich schrecken die steilen Stufen viele Besucher dann doch ab, denn hier oben ist deutlich weniger los.
Der Blick auf den Wasserfall, der doch in recht weiter Ferne liegt, ist atemberaubend. Selbst aus der Entfernung sind die tosenden Wassermassen noch zu hören und der Wunsch dem Wasserfall etwas näher zu kommen, war nicht nur bei mir recht groß.

Chamarel Waterfall, Mauritius

Siebenfarbige Erde

Nur rund fünf Fahrmituten weiter wartet nun die Hauptattraktion des Geoparks auf seine Besucher: die siebenfarbige Erde.
Der Parkplatz war an diesem Tag ziemlich voll, doch ich gehe davon aus, dass es völlig egal ist, wann man hier her kommt, es wird vermutlich immer viel los sein.
Vorbei am Kassenhäuschen, an dem man das Ticket nochmal vorzeigen muss, geht es dann über eine Waldpfad auf eine Aussichtsterasse und nun liegt sie vor den Besuchern: die siebenfarbige Erde in ihrer vollkommenen Schönheit und löste zumindest bei mir eine Faszination aus.
An der Besucherplattform, wie soll es anders sein, befindet sich eine Snackbar. Der Blick von hier ist zwar schon wunderschön, doch läuft man den kleinen Pfad entlang zur Plattform an der Rückseite, finde ich die Aussicht fast noch besser. Erstaunlicherweise verlaufen sich die Besuchermassen und es ist super angenehm im Park um die siebenfarbige Erde herum zu spazieren.

Siebenfarbige Erde auf Mauritius

Die Farben und ihre Entstehung

Die sieben Farben, die da wären Rot, Braun, Violett, Grün, Blau, Lila und Gelb, sind aus einem einfachen und doch faszinierenden Naturphänomen heraus entstanden.
Wie auch der Rest der Insel ist diese entzückende Hügellandschaft vulkanischen Ursprungs. Durch die Umwandlung der Basaltlava in Minerale und den klimatischen Einflüssen wurden alle wasserlöslichen Bestandteile aus der Erde ausgewaschen und es blieb das rötliche-schwarze Eisenoxid und das bläulich-violette-grünblaue Aluminiumoxid übrig, die sich wiederum vermischten und so entstanden die sieben Farben von Chamarel. Je nach Sonneneinstrahlung können sich die Farben leicht verändern. Optisch wirkt das es, als wäre die Erde aus Sand, was übrigens auch vielen Besuchern erzählt wird, die dann für teuer Geld eine Probe kaufen, tatsächlich ist es jedoch Lavagestein.

Siebenfarbige Erde auf Mauritius

Die Rhumerie de Chamarel

Nach dem Besuch im Geopark geht die Reise weiter. Erst durch das beschauliche Örtchen Chamarel, dann weiter zur Rhumerie de Chamarel**, die nur wenige Fahrmituten vom Geopark entfernt liegt.
Auf Mauritius gibt es noch einige Rumfabriken. Die Rhumerie de Chamarel** ist hingegen eine der bekanntesten und hervorragend auf Besucher eingerichtet.
Am Eingang müssen die Besucher ein Eintrittsgeld entrichten und dürfen dafür an einer geführten Tour durch die kleine aber feine Produktion teilnehmen. Ich persönlich fand die Tour ganz interessant, denn ausser der Herstellung erzählen die Guides einiges zum Anbau und der Herkunft des Rohstoffes, dem Zuckerrohr.
Als Zwischenstopp gibt es einen Rhumcocktail aufs Haus, bevor es dann in die Destillerie und weiter zur Rhumprobe geht. Eine ganz nette Geste, wie ich finde.

Rumcocktail in der Rhumerie de Chamarel, Mauritius

Bei der Rumprobe werden neun verschiedene Rumorten ausgeschenkt. Die Probiererlein sind zwar nur ganz klein, doch neun davon, können so manchen gestanden Mann aus der Bahn werfen. Ich musste noch Auto fahren und konnte leider keinen der kleinen Köstlichkeiten probieren, doch ich habe mir sagen lassen, dass der ein oder andere sehr schmackhafte Rum dabei war.
Natürlich stehen im Shop alle Rumsorten, die in der Rhumerie de Chamarel** hergestellt werden, auch zum Verkauf.

Rumsorten in der Rhumerie de Chamarel, Mauritius

Der Black River Gorges Nationalpark

Wir treten langsam die Heimreise an und zurück geht es nicht über die Küste, bzw. das Hochland, wie wir gekommen sind, sondern durch den wunderschönen Black River Gorges Nationalpark. Wer die Zeit und Lust hat hier wandern zu gehen, wird sich noch mehr dieser Schönheit entdecken, doch eine Fahrt mit dem Auto ist bereits ein Erlebnis. Die schmalen Straßen führen über Berg und Tal und außer Bäume und Sträucher ist weit und breit nichts zu sehen.
Etwa auf halben Weg geht eine kleine, unscheinbare Einfahrt in den Wald. Ein kleines Schild mit der Aufschrift „to Waterfall“ hat mein Interesse geweckt. Interessanterweise habe ich in keinem Reiseführer gelesen, dass es hier etwas zu sehen gibt. Gibt es aber, sofern man auf Wasserfälle und eine schöne Aussicht steht.
An dem Parkplatz geht ein Weg in einen weitläufigen Park und weiter zu einem Viewpoint auf die Alexandra Falls. Ähnlich wie die Chamarel Waterfalls stürzen die Wassermassen in weiter Entfernung in die Tiefe. Zudem bekommt man hier noch den freien Blick auf die Ostküste geboten.
Zurück auf der Hauptstraße schlängelt sich der Weg weiter über die schmalen Straßen, bis zu eiener großen Kreuzung. Hier endet der Back River Gorges Nationalpark und das Grand Bassin ist bereits ausgeschildert. Auf zur nächsten Station…

Black River Gorges Nationalpark, Mauritius
Alexandra Falls im Black River Gorges Nationalpark, Mauritius

Das Grand Bassin

Ich habe in dem Buch 111 Orte auf Mauritius die man gesehen haben muss*, was ich übrigens wärmstens empfehlen kann, über das Grand Bassin, als eine Pilgerstätte gelesen, zu der zum am Tag des Neumondes nach dem gregorianischen Kalender, tausende gläubige Hindus pilgern. Erst einmal habe ich vom Grand Bassin nicht sehr viel erwartet. Beschrieben war es als ein heiliger See mit einem nahe gelegenen Tempel. Klingt erstmal nicht sehr spektakulär und wenn es nicht ohnehin auf unserem Weg gelegen hätte, wäre ich wahrscheinlich gar nicht hin gefahren, was im Nachhinein ein großes Versäumnis gewesen wäre. Ich habe das Grand Bassin als einen irgendwie magischen Ort erlebt. Eingangs steht eine 33 Meter hohe Shiva Statue, die an sich schon sehr beeindruckend ist. Das Grand Bassin, ein See der mit der verschiedenen Hindugöttern geschmückt ist, auf dem die Blumen schwimmen, die Besucher Shiva mitgebracht haben und im Hintergrund ein Tempel thront, war an diesem späten Nachmittag fast leer. Nur eine Familie wandelte von Gottheit zu Gottheit. Die Ruhe und die Energie, die an diesem Ort zu spüren war, hatte auf mich eine faszinierende und magische Wirkung. Ich konnte eine unbeschreibliche Schwingung spüren. Ich kann es nur ganz schwer beschreiben und ich weiß, es hört sich doch sehr spirituell an, doch das einzige, was ich am Grand Bassin spürte, war wirkliche innere Zufriedenheit. Ein ganz toller Ort, der mir, samt dem Gefühl, sicher lange in Erinnerung bleiben wird und an den ich gerne zurück denke.

Grand Bassin, Mauritius

Das war meine kleine Reise ins Paradies. Ein perfekter Tag mit einem wunderschönen Abschluss. Bestimmt hatte Mark Twain nicht von diesen Orten gesprochen, als er das Paradies fand, doch wie ich eingangs erwähnte, war für mich diese Mischung und was ich an diesem Tag erleben durfte, das Paradies.

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Land und Leute auf Mauritius

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Land und Leute… kann man das nicht überall auf Mauritius kennen lernen? Wahrscheinlich schon. Auf meinem Trip nach Curepipe durfte ich das wunderbare Land und die Menschen jedoch von einer anderen Seite erleben, als es mir im Rest der Insel möglich war.

Curepipe

Diese Stadt dürfte den wenigsten Touristen ein Begriff sein. Wenn hier nicht der Trou aux Cerf, ein 100 Meter tiefer Vulkankrater, die Besucher anziehen würde, dürften sich wahrscheinlich nur wenige Mauritius-Reisende in die Stadt verirren.

Curepipe ist tatsächlich die zweitgrößte Stadt der Insel und liegt im Hochland, rund 500 Meter über dem Meeresspiegel. Daher ist das Klima auch eher kühl und regnerisch. Im Laufe der mauritischen Entwicklung hat sich Curepipe zum Handelszentrum der Insel gemausert. Das die Mauritier gerade eine Stadt im Hochland wählten, hat eine einfache Erklärung. Während der Malariaepedemie im Jahre 1867 zogen sich zahlreiche Einwohner aus Port Louis in die Berge zurück, um hier ihre Pfeifen von dem Erreger zu befreien. Sie blieben und mit der Zeit entwickelte sich die Stadt zum zentralen Handelszentrum der Insel und ist es bis heute geblieben.

Was mich genau nach Curepipe gezogen hat, kann ich Euch heute gar nicht mehr so genau sagen, aber ich bin froh, dass ich den Trip gemacht habe, denn sonst hätte ich diese Seite von Mauritius nicht kennen gelernt. Vorab muss ich allerdings sagen, dass die Stadt mit Sicherheit kein Hingucker ist. Im Gegenteil. Sie wirkt extrem herunter gekommen und viele Gebäude gleichen eher einer Ruine. Das regnerische Klima hat hier deutlich seine Spuren hinterlassen. Viele Häuser mit feuchten und extrem schmutzigen Fassaden, teilweise leer stehend und baufällig zeichnen das Stadtbild. Kurios wirken fast schon die bunten Säulen, die im Zentrum in die Höhe ragen. Den Grund für dieses Gebilde und was es darstellen soll, konnte ich nicht wirklich heraus finden.

Die Säulen von Curepipe, Mauritius

Das kleine quirlige Zentrum erstreckt sich rund um den Busbahnhof und im Grunde ist die Stadt ein einziger großer Markt. Direkt hinter dem Busbahnhof befindet sich der Teil, in dem Kleidung und Haushaltswaren angeboten werden. Die engen Gassen gleichen einem Labyrinth und es wimmelt von Menschen, die ihren Einkauf erledigen.
Viel beeindruckender allerdings fand ich persönlich die „Mall“. Hinter dem Frischemarkt mit Obst, Gemüse und Fleisch geht es in ein weiteres Labyrinth mit unzähligen Shops. Kleidung, Spielwaren, Elektronik, Haushaltswaren, einfach alles lässt sich hier finden. Es ist nur schwer zu beschreiben, was sich hier abspielt. Definitiv zeigt sich Mauritius in Curepipe von einer Seite, die an der Küste nicht zu erleben ist.

Statue von Paul und Virginie in Curepipe, Mauritius

Vom Shopping Trubel erholen, das geht in dem kleinen Park im Stadtzentrum, gegenüber des Rathauses.
Was den Park so besonders macht, ist eine Statue von Paul und Virginie.
Die Statue zeigt das berühmteste Liebespaar der Insel. Der Clou dabei ist, dass die beiden nicht wirklich lebten, sondern der Phantasie des französischen Schriftstellers Bernadin de Saint-Pierre entspringen, der in seinem Roman die Tropen zum wahren Paradies auf Erden auszeichnet.
Das Original aus weißem Marmor steht im Blue Penny Museum in Port Louis.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet sich noch eine der bekanntesten Manufakturen für Modellschiffe. Voiliers de l’Océan. Das Unternehmen fertigt, wie auch Historic Marine in Goodlands, von dem ich Euch in meinem zweiten Mauritius-Beitrag berichtete, Modellschiffe in diffiziler Handarbeit. In dem einladenden und weitläufigen Shop können die Schiffe verhältnismäßig günstig erworben werden. Die Angestellten kümmern sich sogar um den Versand nach Europa, falls das typische Souvenir nicht ins Handgepäck passt.
Der Modellschiffbau hat auf Mauritius seit den 70er Jahren Tradition und es gibt einige größere und kleine Manufakturen über die Insel verteilt, wobei die Hochburg in Curepipe liegt.

Der Trou aux Cerfs

Neben dem quirligen Stadtzentrum hat Curepipe eine Sehenswürdigkeit zu bieten, die einige Besucher ins Hochland zieht. Der Trou aux Cerfs. Fakt ist, ohne diesen Vulkan gäbe es die paradiesische Insel Mauritius nicht.
Rund zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums ragt der dicht bewaldete schlafende Vulkan in die Höhe. Rund um den Krater wurde eine asphaltierte, autofreie Straße angelegt, auf der Spaziergänger und Fahrradfahrer dem Trubel der Stadt entfliehen und den faszinierenden Blick ins Innere des Vulkans und das umliegende Hochland werfen können.

Der Trou aux Cers in Curepipe, Mauritius
Der Trou aux Cers in Curepipe, Mauritius

Theoretisch besteht die Möglichkeit in den Krater hinein zu wandern. Praktisch ist der kleine Urwald jedoch rings herum mit einem hohen Zaun abgesperrt. Als wir auf dem Rundweg so entlang spazierten, entdeckten wir ein offenes Türchen im Zaun. Zwei Menschen hatten sich gerade auf dem Weg in den Krater gemacht und wir konnten die Gelegenheit ergreifen, uns ihnen anzuschließen. Der Weg ist superschmal und nicht gerade ungefährlich, doch sehr faszinierend in Mitten eines Vulkans zu wandern, der so dicht bewachsen ist, dass ich mir wie im Urwald vor kam.

Im inneren des Krater des Trou aux Cerfs in Curepipe, Mauritius

Auf dem Weg nach Curepipe

Oft heißt es, der Weg ist das Ziel und so könnte auch der Weg nach Curepipe beschrieben werden. Der Highway durch das Hochland ist bereits eine Reise Wert und wer die Insel von Nord nach Süd erkundet, wird um die zwei berühmten Berge nicht herum kommen.

Die Trois Mamelles

Besser bekannt unter den Spitznamen „die Brustwarzen“. Die Mauritier lieben ihre bildlichen Beschreibungen und von der Ferne gleicht der Berg tatsächlich dem Anblick von Brustwarzen, die aus dem Plateu in die Höhe ragen. Der Berg mit den zwei Gipfeln ist als beliebtes Ausflugsziel für Wanderer bekannt und an der Spitz angekommen, haben sie nicht nur einen atemberaubenden Blick über das Jemen-Tal, auch Fledermäuse, Hirsche und Affen sind hier oben zu beobachten.

Der Pieter Both

Mit seinen 820 Metern ist der Pieter Both der zweithöchster Berg der Insel. Benannt wurde er nach dem ersten niederländischen Generalgouvaneur, der 1615 mit seinem Schiff vor Mauritius kenterte.
Zu erkennen ist der sogenannte „Hausberg von Port Louis“ an seinem ballförmigen Stein auf der Spitze, um den viele phantasievolle Geschichten auf der Insel kursieren. Eine davon erzählt, dass einst ein Milchmann am Fuße des Berges rastete, als er der Fee Syntaka begegnete. Sie versprach ihm, einem spektakulären Feentanz beiwohnen zu dürfen, wenn er das Theater als Geheimnis bewahren könne. Das konnte er nicht. Er brach sein Versprechen, die Erde bebte, Syntaka verschwand und der Milchmann fand sich versteinert auf der Spitze des Berges wieder. Der Pieter Both ist heute ein nicht wegzudenkendes Wahrzeichen der Insel und im Volksmund heißt es, solange die Kugel auf der Spitze des Berges bleibt, geht es Mauritius gut.
Dann hoffen wir mal, dass er noch sehr lange da oben bleibt. In diesem Sinne… viel Spaß in Mauritius.

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Ein Tag in Pamplemousses

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Nachdem ich kurz nach meiner Ankunft auf der paradiesischen Insel Mauritius, die Landkarte studierte, viel mit ein Ort mit einem witzigen Namen ins Auge: Pamplemousses.
Die Kleinstadt zwischen Grand Baie und Port Louis ist tatsächlich nach den grapefruite-ähnlichen Zitrusbäumen benannt, die seinerzeit die Holländer auf die Insel brachten.
Schlussendlich war es aber nicht der Name, der mich zu einem Auslug nach Pamplemousses bewegte, sondern eine der Hauptattraktionen der Insel, wie es heißt:

Der Botanische Garten von Pamplemousses

Der Sir Seewoosagur Ramgoolan Botanic Garden, benannt nach dem ersten Premierminister des unabhängigen Mauritius, gilt als der ältester Botanischer Garten der Südhalbkugel und soll nach den Kew Gardens in London der zweitbeste der Welt sein.
Ich bin überrascht über diese Auszeichnung, habe ich doch schon Botanische Gärten in anderen Ländern gesehen, die mir persönlich besser gefallen haben. Vermutlich liegt es aber daran, dass die Artenvielfalt in dem Garten von Pamplemousses tatsächlich extrem reichhaltig ist, was, so vermute ich, in anderen Botanischen Gärten, außer den Kew Gardens nicht der Fall ist. Die Optik spielt hier wohl eine ungeordnete Rolle. Recherchiert habe ich das allerdings nicht.

Tatsächlich ist der Sir Seewoosagur Ramgoolan Botanic Garden als eine der Hauptattraktionen der Insel bekannt und ich war auf Besucheranstürme und drängende Menschenmassen eingestellt. Weit gefehlt, mein Besuch im Botanischen Garten war super entspannt. Das Areal ist so weitläufig und clever angelegt, dass es Fleckchen gab, die wir in diesem Moment für uns ganz alleine genießen konnten.

Sir Seewoosagur Ramgoolan Botanic Garden in Pamplemousses, Mauritius

Der ursprüngliche Plan der Franzosen war es, die Ile de France (wie Mauritius einst hieß) zu einer Gewürzinsel zu entwickeln, um sich unabhängiger von den Holländern zu machen, die seinerzeit das Monopol auf den Handel indischer Gewürze hatten. So pflanzte der Botaniker Pierre Poivre einen importierten Gewürznelkenbaum. Als dieser dann auch noch zu blühen begann brach er damit nicht nur das Monopol der Holländer, sondern legte zugleich den Grundstein für den heutigen Botanischen Garten in Pamplemousses.

Auf 37,5 Hektar säumen sich heute heimische und importierte Pflanzen im Park, dessen Pflege über einige Zeit recht vernachlässigt wurde. Zwar wird heute wieder mehr Wert auf das Erscheinungsbild gelegt, doch ich persönlich finde, dass hier noch Luft nach oben ist.

Der Eintritt liegt bei 200 Rupien (knapp 5 Euro) was absolut angemessen ist. Nicht im Verhältnis dazu steht der Preis, den man für die Guides zahlt, die am Eingang bereit stehen und optional für einen Rundgang mit ausführlicher Erklärung gebucht werden können, nämlich 50 Rupien (rund 1,25 Euro).

Meine Highlights des Sir Seewoosagur Ramgoolan Botanic Garden

Die Allee der Persönlichkeiten

Der Sir Seewoosagur Ramgoolan Botanic Garden genießt eine weltweite Bekanntheit. So hat es sich etabliert, dass Persönlichkeiten, die das Land besuchen (vorwiegend aus der Politik) einen Baum in einer im Park angelegten Allee pflanzen. Unter anderem hat sich hier auch Nelson Mandela mit einem Baum verewigt.

Das Riesen-Schildkröten- und Hirschgehege

Am Rande des Gartens, versteckt sich ein Gehege mit Riesen-Schildkröten. Die auf Mauritius einst vom aussterben bedrohten Tiere werden von der MWF, der Mauritius Wildlife Foundation geschützt und auch der Botanische Garten trägt seinen Teil zum Erhalt der wunderschönen Tiere bei.
Direkt nebenan befindet sich ein Gehege mit Hirschen. Hirsche auf Mauritius?! Ganz genau. Im Norden der Insel leben sie in freier Wildbahn in dicht bewaldetem Gebiet.

Die weißen Lotus-Blüten

Der dicht bewachsene Teich mit den weißen Lotusblüten, die eigentlich rosa blühen, sind definitiv ein Highlight des Garten. Wunderschöner Anblick und alleine deshalb lohnt sich der Besuch im Botanischen Garten.

Die Amazonas-Riesenseerosen

Das absolute Highlight ist ein großer Teich mit Amazonas-Risenseerosen, die aus den USA importiert wurden. Bereits im Herbst beginnen die Seerosen sich zu entfalten und sich, wie ein Teller auf dem Teich auszubreiten. Die Seerosen blühen am ersten Tag weiß und am zweiten Tag rosé und das auch nur im Januar. Es ist im Dezember demnach recht unwahrscheinlich eine blühende Amazonas-Riesenseerose zu entdecken, doch  auch ohne Blüten kommt das Auge hier auf seine Kosten.

Die Palmenvielfalt

Der Sir Seewoosagur Ramgoolan Botanic Garden beheimatet unglaubliche 80 verschiedene Palmenarten, darunter auch ganz Besondere, wie die Talipot Palme. Die Talipot Palme wird bis zu 25 Meter hoch und blüht nur einmal in ihrem Leben – nach 30 – 80 Jahren – danach stirbt sie ab. Faszinierend…

Alles in Allem hatte ich vom Botanischen Garten in Pamplemousses durchaus mehr erwartet, doch enttäuscht war ich keineswegs. Es ist ein schöner Ausflug und verbunden, mit der nächten Attraktion in Pamplemousses ein absolut gelungener Tag.

L’Aventure du Sucre

Nach dem Besuch im Botanischen Garten, dachte ich, wenn ich schonmal in der Nähe bin, bietet es sich doch an, noch einen Abstecher in das Zuckermuseum zu unternehmen. Also auf zum Zuckermuseum. Wäre ich der guten Ausschilderung gefolgt, wäre ich auch direkt am Eingang gelandet, ich habe mich jedoch auf meine GPS Map verlassen die mich stattdessen zum Haupteingang der Beau Plan Zuckerfabrik führte. Hier wird nämlich immer noch produziert, allerdings deutlich moderner als damals und in einem neuen Gebäude. Die alte Zuckerfabrik ist heute zu einem Museum umgebaut. Der nette Herr an der Pforte hat mir den Weg zum Besuchereingang erklärt und so war das Ziel dann doch schnell gefunden.

Alte Lokomotive von Mauritius

Das Gelände vor dem Museum war bereits ein erster Hingucker und bot einen kleinen Ausflug in die Mauritische Geschichte. Vor dem Restaurant steht eine alte Lokomotive, deren Wagon zu einem Imbiss umgebaut wurde. Was die Lokomotive hier so besonders macht, möchte ich Euch gerne erzählen.

Um das Jahr 1850 schien die Zuckerindustrie auf Mauritius zu kollabieren, denn das Mauritische Gold wurde per Esel- und Pferdekarren quer über die Insel transportiert. Zu groß waren die Mengen für die verfügbare Kapazität an Transportmitteln. So wurde 1856 der Plan gefaßt ein Eisenbahnnetz über die Insel zu spannen um so den Zuckertransport zu gewährleisten. Gesagt, getan, 6 Jahre später war es dann soweit und es führten immerhin zwei Strecken über die Insel. Weitere folgten in den Jahren darauf.
In den 1950er, knapp 100 Jahre nach der Eröffnung des Eisenbahnnetzes, erschien der Transport per Güterverkehr schon weniger rentabel geworden zu sein, da das Zuckergeschäft immer mehr zu einem saisonalen Produkt wurde und generell die Produktion auf der Insel zurück ging. Bereits 10 Jahre später wurde der Eisenbahnbetrieb eingestellt und ein Überbleibsel, nämlich eine Lokomotive inklusive Wagons ist heute auf dem Gelände der Zuckerfabrik Beau Plan zu bestaunen.

Das Museum L’Aventure du Sucre

Tatsächlich war ich etwas überrascht vom Eintrittspreis von 425 Rupien pro Person, ist das für Mauritius doch verhältnismäßig teuer, doch am Ende kann ich nur bestätigen, was ich im Vorfeld gelesen hatte, nämlich dass dieses Museum eines der besten der Insel ist. Jedenfalls fand ich den Besuch sehr interessant.

Zum Eintrittspreis bekommt man einen Gratis-Audioguide, den man sich per App auf sein Smartphone laden kann. Gar nicht schlecht, wie ich finde.

Los geht die Tour durch das Museum mit einer schönen Ausstellung über die multikulturelle Geschichte der Insel, die stark durch den Zucker geprägt wurde. Man sollte sich etwas Zeit nehmen, und die Geschichte zu entdecken, denn nur so wird man entstehen, wie es zu den verschiedenen Kulturen kommt, die auf der Insel zusammen leben.

Direkt nach dem „Geschichte-Pavillon“ geht es in die alten Betriebshallen und weiter in die verschiedenen Bereiche von Zuckerproduktion und Zuckerrohranbau, bis zu Energie, Wirtschaft und Handel. Der Audi-Guide erklärt was genau an den einzelnen Anlagen passierte und wie aus einem Zuckerrohr schussendlich genießbarer Zucker, oder sogar Rum hergestellt wurde. Die Anlagen sehen aus, als ob sie erst gestern noch in Betrieb waren und das gesamte Museum macht einen hervorragend gepflegten Eindruck.
Zu guter letzt kommt man um die „Boutique“ nicht herum, was aber gar nicht schlimm ist, denn hier hat man die Möglichkeit verschiedene Zuckersorten zu testen und sich ein kleines Rumtasting zu gönnen.

Anlagen im Zuckermuseum L’Aventure du Sucre auf Mauritius

Bis auf diese zwei Attraktionen, die zugleich zu den touristischen Hauptzielen der Insel gehören, hat Pamplemousses nicht wirklich etwas zu bieten. Ein sehr umtouristisches und fast verfallenes Dorf scheint von den Touristengebieten Welten entfernt zu sein. Doch alleine wegen dem Botanischen Garten und dem Zuckermuseum lohnt sich ein Ausflug nach Pamplemousses im Norden der Insel zwischen Grand Baie und Port Louis.

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Mit dem Bus nach Goodlands

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Entlang der Nordküste fährt die Buslinie 95 bis nach Goodlands. Ja, die kleine Ortschaft, rund 20 Kilometer von Grand Baie entfernt, heißt tatsächlich so und läuft total unter dem Radar der Touristen. Nur wenige verschlägt es hier hin, doch ist ein Abstecher nicht nur an den Markttagen eine Tour wert.

Goodlands

Die 20.000 Einwohner Stadt zählt nicht zu den, nach Bevölkerung gemessen, größten Städten der Insel, doch ist sie eines der Handelszentren im Norden und nach Grand Baie die größte Stadt der Region. Hier machen, vor allem an den Markttagen, die Bewohner der gesamten Umgebung ihre Besorgungen.
Entstanden ist die Stadt, wie viele andere auch, durch die Zuckerindustrie. In den 1830er Jahren siedelten sich hier mehrere Zuckerfabriken an. Die letzte schloss erst im Jahr 1994 ihr Pforten.
Das geschäftigen Treiben spielt sich entlang der Hauptstraße bis hin zum Marktplatz bzw. zum Busbahnhof ab. Ein Shop reiht sich an den nächsten, während die (hauptsächlich) Frauen mit ihren glitzernden Saris und Sarongs ihre Besorgungen machen.
Alle zwei Minuten schlängelt sich ein Bus durch die dicht befahrene Hauptstrasse der Kleinstadt und sammelt die Männer und Frauen ein, die an den sehr unscheinbaren Haltestellen, alle maximal 500 Meter, warten. Eine wunderbare Gelegenheit für Gäste, das hektische Treiben zu beobachten und die Stimmung der Kleinstadt Goodlands auf sich wirken zu lassen, so wie ich es getan habe.

Mit dem Bus nach Goodlands

Der Busbahnhof von Goodlands

Reisen wie die Einheimischen, so machen es viele Urlauber, die sich kein Auto mieten, oder exklusiv mit dem Taxi reisen möchten. So auch ich an einem meiner ersten Urlaubstage auf Mauritius.
Bus fahren ist unter den Mauritiern absolut alltäglich, so sind die „Öffentlichen“ auch recht gut frequentiert. Ausser den Sitzplätzen werden auch Stehplätze angeboten. Zum gleichen Preis versteht sich. Zu voll gibt es hier nicht. Ich hatte jedoch das Glück  in einem recht leeren Bus nach Goodlands zu fahren, denn bei den winterlichen Temperaturen von 30°C in einem voll gestopften Bus ohne Klimaanlage kann es recht schnell ungemütlich werden, stelle ich mir vor.

Die Fahrt von gerade mal 7 Kilometer von Calodyne nach Goodlands, die in Europa in guten 10 Minuten zu schaffen ist, dauert auf Mauritius mit dem öffentlichen Bus rund eine halbe Stunde. Warum eine halbe Stunde? Auf jedem Kilometer gibt es mindestens eine Bushaltestelle. Angehalten wird zwar nur, wenn jemand an der Haltestelle wartet, oder ein Fahrgast dem Fahrer ein Stop per Klingel signalisiert, doch das ist in der Regel so gut wie an jeder Station der Fall. Eigentlich eine gute Sache, denn so muss niemand weit zur nächsten Haltestelle laufen und ohnehin hatte ich im Urlaub ja alle Zeit der Welt.
Der Preis für die Kurzstrecke liegt bei 150 Rupien pro Person, das sind umgerechnet rund 3,50 Euro.

Mein Tipp: Erkundigt Euch vor der Reise auf www.mauritius-buses.com** bzgl. der Buslinie, geht zur Haltestelle, die ihr am Besten von den Einheimischen erfragt, steigt in den Bus ein und fragt den Fahrer, ob es nach Goodlands, oder zu jedem anderen beliebigen Ziel, geht. Bestätigt er, setzt ihr euch einfach hin und wartet bis der Kassierer / die Kassiererin zu Euch kommt.
So funktioniert Bus fahren auf Mauritius. Die Mauritier sind ein sehr hilfsbereites Volk und Fragen hilft bei Unklarheiten eh meist am Besten.

Buslinie 95 Richtung bis Goodlands Busbahnhof (Endhaltestelle)
Preis ab Calodyne 150 MRU
Website: www.mauritius-buses.com**

Markt in Goodlands

Der Markt in Goodlands ist nicht für Touristen gemacht, sondern für die Einheimischen. Neben frischem Obst und Gemüse reihen sich die Stände mit Kleidung, Haushalts-, und Badartikel, als auch jegliches Allerlei nebeneinander. Durchaus ist der ein oder andere Standbetreiber darunter, der auch mal ein ganz nettes Souvenir verkauft, die es in den üblichen Souvenir-Shops nicht unbedingt zu finden gibt.
Auf dem Markt herrscht ein reges Treiben und die Einheimischen aus der ganzen Region erledigen ihre Besorgungen. Ungeachtet laufe ich als offensichtlicher Tourist durch die engen Gassen hinter dem Busbahnhof und werde nur selten von den Marktbetreibern „belästigt“. Das kannte ich so von einem Markt auch noch nicht, war aber mal eine ganz nette Erfahrung.

Markt: Dienstag & Freitag 9.00 - 15.00 Uhr

Sehenswertes in Goodlands

Der Hindu Tempel Siva Soopramanier Koviel & Kali Maiya

Der kleine Hindu Tempel in mitten der Stadt ist lange nicht so frequentiert, wie in anderen Teilen der Insel, doch ist er schön anzusehen mit seinen wunderbar farbenfrohen Götterstatuen, die auf den Dächern des Tempels thronen.
Für Besucher ist es kein Problem, den Tempel zu besuchen, doch sind einige Verhaltensregeln absolut zu beachten. Als erstes heißt es: Schuhe ausziehen. Nach Möglichkeit sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Ich hatte leider nichts dabei und wurde auch so geduldet. Absolut tabu ist es zu fotografieren, oder gar die Statuen zu berühren. Selbstverständlich ist, die Gläubigen bei ihrem Ritual nicht zu stören, also am besten so unauffällig wie möglich verhalten.
Die Atmosphäre im Tempel habe ich als eine ganz besondere wahr genommen. Ich kann es noch nicht einmal richtig beschreiben, doch war es etwas anderes, als in einer christlichen Kirche zu stehen.

Hindu Tempel in Goodlands

Die Modellfabrik Historic Marine

Ebenfalls ein unter Touristen recht unbekannter Spot ist die Modellfabrik, die Nachbauten von Schiffen in diffiziler Handarbeit fertigt. Ich entdeckte das Schild „Historic Marine“ an der Hauptstraße und war Neugierig, was sich dahinter verbirgt. Über ein kleines Industriegelände am Ende der Stadt  war am hinteren Ende dann recht unscheinbar das kleine Gebäude zu entdecken. Zögerlich warf ich einen Blick hinein, doch der freundliche Mitarbeiter bat mich direkt hinein.
An die Fabrik, die sich im hinteren Teil befindet, ist ein kleiner Showroom angeschlossen, den Besucher kostenlos besichtigen dürfen. Eigentlich ist es mehr ein kleines Museum. Neben der Titanic sind hier die Black Pearl und viele weitere bekannte Nachbauten berühmter Schiffe zu finden. Wahrheit- und Maßstabsgetreu nachgebaut. Eine umwerfende Arbeit und ein Traum für jeden Schiffsliebhaber.
Nach einem kurzen Rundgang durch den Showroom bot mir der nette Mitarbeiter sogar einen Blick in die Produktion an. In der kleinen, aber feinen Werkstatt sitzen einige Männer und Frauen, die an ihren Schiffen bauen. Wie der Herr mir erzählte, wird hier ein Schiff von einer Person von Anfang bis zum Ende gebaut. Je nach Größe sind die Handwerker bis zu vier Monate mit dem Bau eines Schiffes beschäftigt. Das Schiff auf dem unten stehenden Bild war zum Beispiel so lange in Arbeit, bis es so aussah.
Es bietet sich absolut an, nach dem kleinen Rundgang und dem Einblick in die Produktion ein kleines Trinkgeld in die Tippbox am Ausgang zu werfen, denn so viel Freundlichkeit darf gerne auch belohnt werden.

Modellschiff von Historic Marine in Goodlands, Mauritius

Das Herrenhaus Saint Antoine

Am Rande der Stadt, nachdem man den Markttrubel hinter sich gelassen hat, verbirgt sich auf der linken Seite der alte Familiensitz der Familie von Edmond de Chazal, ein Mann aus Frankreich, der 1835 dieses wunderbare Stück Land erwarb und ein Herrenhaus im Kolonialstil errichten ließ.
Das Haus, das mit den original Möbel und alten Familienfotos eingerichtet ist, steht heute zur Besichtigung und sogar zum Übernachten in einem der vier Gästezimmer offen.
Ich habe gehört, dass es hier den besten Ti-Punch der Insel geben soll.

Auf dem Weg nach Goodlands

Auf dem Weg in das Handelszentrum Goodlands führt die Strecke durch das kleine Fischdörfchen Grand Gaube. Der letzte Touristenort an der Nordküste, bevor es in den Nordosten mit vorwiegend Felsküste geht, die touristisch bisher nicht erschlossen ist.
Hier befindet sich das Hotel Lux*, ein familiengerechtes Resort mit einer Besonderheit: Der Helipad. Von hier aus starten Heilikopterrundflüge über die Nordküsten bis ins Landesinnere hinein. Ganz günstig ist der Spaß allerdings nicht. Für einen 20-minütigen Rundflug zahlt man 200 Euro. Ein ganz exklusives, doch sicherlich einzigartiges Vergnügen, wie ich mir es vorstelle.
Ebenso starten von hier auch die zwei Wasserflugzeuge, die man an der Nordküste gelegentlich zu Gesicht bekommt. Die Leichtflugzeuge dürfen nur bei wenig Wind fliegen, denn sonst wäre der Spaß zu gefährlich. Buchbar ist das Heli-Erlebnis bei www.airmauritius.com** und die Rundflüge mit den Wasserflugzeugen bei www.mautitius-exclusive.de** 

Alles in allem ist Goodlands absolut ein Abstecher wert, wie ich finde. Sicherlich wird man hier keinen ganzen Tag verbringen, selbst an den Markttagen, doch empfehlen möchte ich es allen, die in der Gegend sind und gerne mal einen Abstecher zu Land und Leute machen und die Insel abseits der Touristengegenden kennen lernen möchte.

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I ride my Bike: von Calodyne bis Grand Baie, Mauritius

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Calodyne

So heißt der kleine unscheinbare Ort, in dem sich das Hotel Sealife Resort und Spa* versteckt und Ausgangspunkt für meine Unternehmungen sein sollte. Das Örtchen hat außer einer Tankstelle, einem kleinen, gut sortierten Supermarkt, einigen Beautyläden, einem kleinen Italiener und einem Baumarkt nicht wirklich viel zu bieten, doch konnte ich hier die Ruhe genießen, die ich in den üblichen Touristenorten vergeblich hätte suchen müssen.
Ich bin auf Mauritius… dem Paradies, wie Mark Twain es einst beschrieb.
Um aus Calodyne raus zu kommen, habe ich zunächst kein Auto gemietet, oder bin mit dem öffentlichen Bus gefahren, mit dem man übrigens problemlos in die nächst gelegenen Städte (mit Geldautomat, den gibt es hier nämlich nicht), oder, mit Umsteigen, sogar über die ganze Insel kommt. Ich habe ich mich für eine Mini-Fahrradtour entschieden.

Übrigens: Nähres zu den öffentlichen Buslinien habe ich Euch auf der Mauritius Startseite hinterlassen.

Mit dem Fahrrad von Calodyne nach Grand Baie

Zugegeben sind Fahrradtouren aus Mauritius, selbst für Hobbyradler, wie ich es bin, eine kleine Herausforderung. Die Temperaturen sind extrem hoch und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit macht das Radeln nicht gerade angenehmer, wie Ihr an meinem knallroten Kopf zur linken erkennen könnt. Dennoch sind kleine Strecken, wie die, die ich Euch jetzt gerne beschreiben möchte, durchaus auch für Ungeübte machbar.

Kurz zu den Streckendetails:
Distanz: rund 15 Kilometer einfach
Schwierigkeit: meist eben mit wenig Steigung

Los geht es in dem Ort Calodyne, die Hauptstraße entlang Richtung Westen. Fahrradwege gibt es auf Mauritius nicht. Wo die Auto- und Busfahrer gegenseitig nur wenig Rücksicht aufeinander nehmen, wird auf Fahrräder tatsächlich etwas sorgfältiger eingegangen, was ich zunächst nicht vermutet hätte.

Cap Malheureux

Den ersten Stop habe ich in Cap Malheureux gemacht, der bereits nach wenigen Kilometern erreicht war, doch für eine kurze Rast durchaus Wert scheinte. Das Kap, an dem in grauer Vorzeit zahlreiche Schiffe ihr Unglück fanden, ist auch als „Unglückskap“ bekannt. Von Unglück kann hier heute keine Rede mehr sein. Zu idyllisch ist das Fleckchen und Schiffe legen hier schon lange nicht mehr an.

In den frühen Morgenstunden verschlägt es die Fischer und Dorfbewohner hier her, um ihren Fang des Tages zu machen, oder einfach nur die Ruhe und den malerischen Blick auf die Coin de Mire zu genießen, bevor es dann am späten Vormittag von Touristen nur so wimmelt. Denn in dem kleinen unscheinbaren Ort Cap Malheureux liegt direkt an der Hauptstrasse, an der Küste, die berühmte Kapelle Notre Dame Auxiliatrice, die mit ihrem leuchten roten Dach eine Traumkulisse für alle Verliebten darstellt. So kommt es wohl vor, dass frisch Vermählte ihre Hochzeit in der Kapelle nachstellen, obwohl das natürlich nicht erlaubt ist.

Die Fischer von Cap Malheureux, Mauritius
Kapelle Notre Dame Auxiliatrice in Cap Malheureux, Mauritius

Coin de Mire

Auf dem Weg zur nächsten Station ging es weiter entlang der Hauptstraße. Der Blick auf das Meer ist zu großen Teilen von Hotels und Mietvillen verbaut. Doch ein kleiner, nett angelegter Park kurz vor dem Örtchen Perybére bietet ein wunderbares Panorama auf den Coin de Mire. Die kleine Insel, die rund fünf Kilometer vom Festland im Meer thront, gleicht der Optik eines Schiffsegels. 167 Meter ragt der Fels am höchsten Punkt aus dem stahlblauen Wasser.
Das unbegehbare Naturreservat beheimatet nicht nur den tropischen Weißschwanzvogel, der auf Mauritius als bedroht gilt, auch Wale sollen hier gelegentlich gesichtet werden.
Zudem ist ein Ausflug zum Coin de Mire eine beliebte Tour für Taucher, die vom Strand von Perybére aus mit dem Boot starten.

Coin de Mire, Mauritius

Übrigens befindet sich zwischen Cap Malheureux und Perybére das Hotel Coin de Mire*, was mir einen ganz netten Eindruck macht und ebenfalls in einer eher ruhigen Gegend liegt.

Perybére

Nach dem Panorama-Blick ging die Tour weiter Richtung Westen und bereits nach wenigen Kilometern war bereits die nächste Station in Sicht. Ein Erfrischungsstop am Strand von Perybére. Am Strand von Perybére gibt es eigentlich nicht besonders viel zu sehen, doch eine Sehenswürdigkeit gibt es dann doch. Hier betreibt der bislang einzige Sandkünstler auf Mauritius, Sanjay sein Freiluftattelier und zaubert Kunstwerke aus Sand, die nach wenigen Tagen von Wind und Wasser zerstört werden und er sich an sein neues Werk macht. Zudem gibt es hier eine kleine Erfrischung aus frischen, kühlen Früchten, ob eine Kokosnuss oder Ananas, das frische Obst wirkte als Energieschub auf der kleinen Radtour bei knapp über 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 80%.

Grand Baie

Nach einer kurzen Erfrischung ging es dann in die letzte Etappe nach Grand Baie. Der Weg führte mich vorbei an einem kleinen Hindu-Tempel, bevor es in das Gewühl der größten Stadt des Nordens ging. Schon Eingangs wird klar, hier hat sich der Tourismus bereits vollends ausgebreitet. Ein Restaurant reiht sich an das nächste und Hotels und Gästehäuser scheinen gut besucht.
Hier endete meine kleine Radtour und es war an der Zeit, mich in der Stadt umzusehen. Meine Eindrücke und was es hier alles zu sehen gibt, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Essen, Trinken und Nachtleben

Die Patisserie Marimootoo

Direkt am Ortseingang, von Perybére kommend, befindet sich die beste Patisserie der Insel, wie es heißt. Bekannt für die „langue de belle more“ – „Schwiegermutters Zunge“. Blätterteig gefüllt mit einer Vanille Creme. Die Kreation, als auch der Name stammen wohl vom einstigen Ladenbesitzer, der das Gebäck tatsächlich nach seiner Schwiegermutter benannte. Die muss wohl sehr nett gewesen sein, schätze ich. Heute wird das Geschäft von der Tochter des einstigen Gründers geführt, die die Filiale von Curepipe nach Grand Baie verlegte und das Konzept etwas modernisierte. Die Rezepte der „Schwiegermutters Zunge“ sind jedoch unverändert geblieben.

Der Banana Beach Club

Grand Baie ist ebenso als Partystadt bekannt und so bietet die legendärste Bar der Insel die Gelegenheit auf einen gepflegten Partyabend in ungezwungener Atmosphäre. Unaufdringliche Mauritier mischen sich unter das Tourivolk und es gibt jeden Abend Musik vom DJ und am Wochenende sogar Live-Musik. Der Banana Beach Club zeigt sich in seinen Ursprüngen, als Bambushütte mit einem Flammenbaum im Innenhof.

Das Beach House

Der ehemalige südafrikanische Rugby-Nationalspieler Cabous van der Westhuizen kam 2008 nach Mauritius um Urlaub zu machen, verliebte sich, blieb und eröffnete das extrem lässige Beach House. Das Menü bietet eine gute Mischung aus lokalen und südafrikanischen Köstlichkeiten und die Atmosphäre ist sehr ungezwungen. Direkt am Meer mit einem Zugang zum Strand ist das Beach House sicher eine der ersten Adressen in Grand Baie und vielleicht sogar auf Mauritius.
Am Abend verwandelt sich das Beachhouse in eine lockere Bar mit Live Musik an den Wochenenden.

Generell bietet Grand Baie eine Riesen Auswahl an Restaurants und Bars entlang der Hauptstraße Royale Road und der La Salette Road (Richtung SuperU). Am Strand gibt es kreolisches Street Food zu günstigen Preisen. Verdursten und verhungern wird hier wohl niemand müssen.

The Beach House, Grand Baie, Mauritius

Shopping

Neben dem Nachtleben ist Grand Baie bekannt für das reichhaltige Shopping Angebot. Neben Port Louis und Curepipe ist die Stadt das Konsumzentrum der Insel.

Sunset Boulevard

Der Sunset Boulevard direkt an der Hauptstraße, der Royal Road gelegen bietet kleine Boutiquen mit ausgewählter, meist lokaler und hochwertiger Ware.

Grand Baie Bazar

Der Grand Baie Bazar ist das Shopping Eldorado für Touristen. Der Kunsthandwerksmarkt, wie er genannt wird, lockt mit einheimischen Erzeugnissen, aber auch mit Importware aus Thailand.
Neben den zahlreichen Ständen mit Taschen aus Zuckerrohr, Cashmere-Waren oder bunten Kleidern und Sarongs, gibt es einen kleinen Imbiss, der Erfrischungen bereit hält.
Der Grand Bazar ist die beste Adresse der Gegend, um Souvenirs einzukaufen.
Ein kleiner Tipp: das Handeln nicht vergessen… Fixe Preise gibt es hier nicht.

Super U Hypermarket

Der Super U Hypermarket befindet sich auf der Rückseite des Grand Baie Bazar und ist das genaue Gegenteil. Eine kleine Shopping Mall mit Markenartikel macht den Anfang, bevor es dann in den riesigen Supermarkt geht. Hier gibt es definitiv nichts, was es nicht gibt. Übrigens führt der Super U eine hervorragende Bücher- und Magazin-Abteilung. Wohl die beste des Nordens.

Grand Baie Bazar in Grand Baie, Mauritius

Wie ihr seht, hat Grand Baie neben Shopping und Nachtleben nicht besonders viel zu bieten. Die lebendige Stadt ist dennoch ein Ausflug wert, wie ich finde.

Dann wünsche ich allen auf dieser Tour viel Spaß und denkt daran ausreichend zu trinken und Euch vor der sonne zu schützen…

Übrigens… Alle Bilder aus Mauritius findet ihr in meiner AfiMIA Galerie.

Die Hotspots von Straßburg

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Meine Eltern fragten mich, was ich mir denn dieses Jahr zu meinen Geburtstag wünsche. Darauf sagte ich nur „Zeit mit Euch“… So kam es, dass wir im August einen Familienausflug in die wunderschöne Stadt im Elsass, nach Straßburg machten.

Straßburg – die Hauptstadt Europa’s

Die „Hauptstadt Europas“ liegt nur wenige Kilometer hinter der Deutsch-Französischen Grenze im Elsass. Diesen Namen trägt sie aufgrund der zahlreichen Europäischen Einrichtungen, die ihren Sitz in Straßburg haben. Unter anderem das Europaparlament oder den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Überall in der Stadt wehen die Europafahnen von den Dächern und des imposante Gebäude des Europaparlament ist nur eines der Highlights, was diese Stadt zu bieten hat.

Die Anreise nach Strassburg

Deutsches Weintor in Schweigen

Aus der schönen Pfalz ist es quasi nur ein Katzensprung, dennoch war es mein erster Besuch in der wunderschönen Stadt. Der Weg führte uns zunächst an das Deutsche Weintor** in Schweigen. Das Tor mit seinen Nebengebäuden gilt als Wahrzeichen der Pfalz und markiert seit den 30er Jahren den südlichen Beginn der Deutschen Weinstraße.
Nur rund einen Kilometer südlich, in der Gemeinde Wissembourg (zu Deutsch: Weißenburg) befindet sich die Grenze zum Elsass, das heute, nach einigem hin und her in den letzten 300 Jahren, ein ehemaliger Verwaltungsbezirk und eine Region Frankreich’s darstellt.
Unter anderem ist Wissembourg bekannt für die Sektkellerei Les Caves**, die ihre Produkte weit über die Grenzen Europa’s hinaus vermarktet. Die Kellerei bietet in dem kleinen Verkaufsraum einen Einblick in die Produktion und natürlich die Möglichkeit die Erzeugnisse zu günstigen Preisen zu erwerben. Sogar Führungen inklusive Sektprobe sind für Gruppen nach Vereinbarung möglich.
Von hier sind es noch rund 70 Kilometer in die Elsässische Hauptstadt, Straßburg.

Parken und Übernachten in Straßburg

Übernachtungsmöglichkeiten bietet die Stadt zahlreiche, jedoch sind große Hotels im Zentrum, mit den vielen historischen Gebäuden nur schwer zu finden, vorausgesetzt man möchte im Herzen der Stadt übernachten. Ohnehin lässt sich das Flair der Stadt in einer kleinen Pension oder Hotel oder gar in einem Apartment, wie wir es gewählt hatten, besser genießen.
An dieser Stelle möchte ich als Unterkunft gerne die Apartments du renard* empfehlen. Zentral gelegen, in einer schönen und ruhigen Gegend und einer hervorragenden Vermieterin.
Das Parken rund um das Zentrum auf offener Straße ist eher schwierig, da das Parken nur eine begrenzte Zeit möglich ist. Die Stadt bietet jedoch zahlreiche Parkhäuser, die mit rund 20 Euro für einen Tag zwar nicht ganz günstig, jedoch eine gute Alternative bieten.

Der Straßburg Pass

Die Stadt ist mit einer Fläche von 78 qkm und rund 280.000 Einwohnern nicht gerade sehr groß, doch jagt hier ein Hotspot den nächsten.
Straßburg ist hervorragend auf die zahlreichen Besucher ausgerichtet und so ist eine gute Empfehlung sich den Touristenmassen anzuschließen und bei der Ankunft den Straßburg-Pass in der Tourist-Info für 22 Euro zu erwerben. Die Investition wird sich nach nur kurzer Zeit bezahlt machen. Das kann ich versichern. Zudem bietet der Pass eine Anregung, welche Sehenswürdigkeiten und Museen die Stadt zu bieten hat. Inspiration sozusagen inklusive.

Die Hotspots von Straßburg

Petit Train

Direkt vor der Tourist-Info, am Place de la Cathédrale ist die Haltestelle des Petit Train und es ist Zeit, direkt den ersten Voucher des Straßburg-Pass einzulösen. Der Mini-Zug, ausgestattet mit einem Audio-Guide in allen erdenklichen Sprachen, gibt auf der 40-minütigen Stadtrundfahrt einen hervorragenden Überblick über das Herz von Straßburg. Quer durch die typischen Stadtviertel, enge Gassen und gedeckte Brücken kommt die Fahrt einer kleinen Entdeckungsreise gleich.

Straßburger Münster

Straßburger Münster

Sicherlich die Sehenswürdigkeit der Stadt. Nach der kleinen Stadtrundfahrt mit der „Bimmelbahn“ geht es direkt weiter in das Straßburger Münster. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos und einen Besuch sicherlich wert, auch wenn ich zugegebenermaßen etwas anderes erwartet habe. Die Außenfassaden des Bauwerks lassen darauf schließen, dass es innen ebenso pompös aussieht. Schön ist das Innenleben der Kathedrale allemal, aber eben nicht so schillernd, wie ich es erwartet hatte. Ein Highlight ist jedoch zu finden: Die astronomische Uhr. Dazu komme ich aber später noch.
Etwas irritiert war ich von den Souvenir-Ständen in der Kathedrale. Vielleicht nicht der beste Ort um Mitbringsel an den Mann oder die Frau zu bringen. Dafür gibt es außerhalb mehr als genug Gelegenheit.

Straßburger Münster

Die Münsterplattform und das Wächterhaus

Am Seiteneingang des Münsters geht es zum Aufstieg auf die Münsterplattform mit ihrem Wächterhaus. Zeit den nächsten Voucher des Straßburg-Pass einzulösen.
Auf der Infoseite Straßburg’s steht geschrieben, dass es für den Aufstieg „eine gute körperliche Verfassung“ benötigt und dem würde ich nicht widersprechen wollen. Auf 330 engen Stufen geht es innerhalb des dicken Gemäuer auf die Aussichtsplatform, die 66 Meter über der Stadt auf dem Straßburger Münster thront. Die Aussicht von hier oben über die Stadt ist überwältigend und die kleine Anstrengung lohnt sich sehr.

Blick über Straßburg von der Aussichtsplattform des Straßburger Münster

Das wirkliche Highlight allerdings ist das Wächterhaus. Bis vor nicht allzu langer Zeit war dies ein strategisch wichtiger Ort für die Brandbekämpfung. Wo einst eine zweite Turmspitze geplant, aber nie errichtet wurde, wachten in der nahen Vergangenheit die Brandwächter über die Stadt und schlugen Alarm, sobald es es zu einem Feuer kam. Ein kleines Museum mit der Geschichte des Wächterhauses, die bis in das 16. Jahrhundert zurück führt, ist auf der Plattform zu bewundern und ist neben der Aussicht der eigentliche Grund, warum man die Anstrengung der 330 Stufen auf sich nehmen sollte.

Die Astronomische Uhr

Wir befinden uns nach wie vor am Straßburger Münster. Die Astronomische Uhr befindet sich im hinteren Teil der Kathedrale und ist während der regulären Öffnung zu bestaunen. Richtig interessant wird es jedoch um 12.30 Uhr, wenn die 12 Apostel vor Jens Christus vorbeiziehen, der sie segnet, während der Hahn drei mal kräht. Zeit für den nächsten Voucher.
Eine Stunde vorher wird der Haupteingang der Kathedrale geschlossen und Besucher können ab 12.00 Uhr gegen Eintritt, bzw. mit dem Straßburg-Pass Voucher über den Seiteneingang zur Astronomischen Uhr. Zugegeben, die Vorstellung der 12 Apostel ist nicht sehr spektakulär, doch der kleine Filmvortag vorab gewährt Einblicke in das komplexe System der astomanische Uhr, die eine meisterliche Kombination aus Kunstwerk und technischer Meisterleistung darstellt. Die Technik des weltweit einzigartigen Rechners, der jedes Jahr automatisch die Daten der beweglichen Feiertage auf einem ewigen Kalender anzeigt ist beeindruckend.

Die astronomische Uhr im Straßburger Münster

Die Lichtshow am Münster

Sicherlich das Highlight war die abendliche Lichtshow am Straßburger Münster.
In den Sommermonaten leuchtet Straßburg förmlich. Die atemberaubende Lichtshow mit malerischen Darbietungen begleitet von Musik findet nach Einbruch der Dunkelheit ab 22.30 Uhr statt. In drei Darstellungen, die jeweils 15 Minuten dauern, werden die Besucher verzaubert. Viele Wort kann ich dazu gar nicht finden, denn das muss man gesehen haben.

Lichtshow am Straßburger Münster

Die Altstadt

Nachdem wir nun das Straßburger Münster ausgiebig bestaunt haben, geht es weiter in die Altstadt, die sich von dem weitläufigen Place de la Cathédrale, mit seinen zahlreichen Café’s und Souvenir-Shops über enge Gassen und verkehrsberuhigte Zonen bis in das Viertel Petit France erstreckt. Im Vordergrund stehen hier die beeindruckenden Gebäude und das einmalige Flair. Ein Spaziergang durch das Herzen der Stadt begeistert, auch wenn man sich den Anblick mit tausenden von Touristen teilen muss.

Petit France

Die Straßburger können auf ihren kleinen Stadtteil Petit France mehr als stolz sein. Im Gerberviertel reihen sich, in engen Gassen, wunderschöne Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert aneinander und versprühen ein ganz eigenes Flair. Auffällig sind die Spitzen Dächer der Häuser mit ihren offenen Dachböden, die früher zum Trockenen der gegerbten Tierhäute dienten. Unterstützt wird das Ambiente durch den Fluss Ill und die drei kleinen Kanäle, die sich quer durch das Viertel schlängeln, getoppt von der Schleuse, die heute noch in ihrer ursprünglichen Form im Einsatz ist.
Aus dem einstig finsteren Viertel, dass den strengen Geruch der Gerberei verbreitete und sich einst Gauner und Banditen einnisteten, sowie von dem Militärkrankenhaus, indem die Soldaten von ihrer Syphilis – damals Franzosenkrankheit genannt – geheilt wurden, ist heute ein lebendiges Viertel mit Unterhaltungsfaktor geworden. Zahlreiche Restaurants in einem wunderschönen Ambiente laden für ein Mittagssnack oder ein Abendessen ein.
Wenn ich es nicht schon vorher war, hatte mich spätestens jetzt die Begeisterung für die elsässische Hauptstadt gepackt.

Petit France – Stadtteil von Straßburg

Straßburg mit dem Boot erkunden

Im Grunde ist Straßburg eine kleine Insel, denn die Stadt ist von zwei Armen der Ill umgeben. So bietet es sich an, die Stadt nicht nur zu Fuß, sondern auch zu Wasser zu erkunden. Spätestens jetzt hat sich der Straßburg-Pass bezahlt gemacht. Die Schiffsfahrt ist mit einem Voucher kostenlos. Dennoch muss ein Slot gebucht werden. Einfach einsteigen ist hier leider nicht. Neben der Tourist-Info am Place de la Cathédrale befindet sich das Büro zur Buchung der rund 1-stündigen Fahrt. Der Einstieg befindet sich dann an der Anlegestelle am Palais Rohan, etwa 10 Gehminuten entfernt.
Die Fahrt geht zunächst an den bezaubernden Ufern entlang der Altstadt bis nach Petit France, wo das erste Abenteuer wartet: die Schleuse. Wie bereits erwähnt ist die Schleuse in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und so dauert es rund eine viertel Stunde, bis der Wasserpegel soweit angestiegen ist, dass eine Weiterfahrt möglich wird.
Weiter geht es dann Richtung Europa-Viertel, vorbei am Europa-Palast und am Europa-Parlament. Von außen bereits sehr beeindruckend, macht es neugierig die Einrichtungen von innen zu betrachten, dazu kam es aus Zeitgründen bei diesem Besuch aber leider nicht.
Auf dem Rückweg geht es zurück ins Zentrum. Begleitet wird die Schiffsfahrt mit einem Audioguide, der in zahlreichen Sprachen Einblicke in die Geschichte, die Entwicklung und die Persönlichkeiten der Stadt gibt. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn diese Erfahrung muss jeder für sich selbst machen.
Zu empfehlen ist jedoch an heißen Tagen eher einen Slot in den Morgen-, oder Abendstunden zu buchen. Das Schiff ist nicht überdacht, was sicherlich ein Vorteil im Hinblick auf die Aussicht bietet, aber durch die pralle Sonne doch ganz schön matschig werden lässt.

Straßburg mit dem Boot erkunden

Mein Fazit

Straßburg ist definitiv eine der schönsten Städte Europa’s und so herrlich mit Kultur und Leben gefüllt, dass ein Wochenende gar nicht ausreicht, um wirklich alles erleben zu können.
Bisher bin ich nicht auf das typische Essen eingegangen, aber eines möchte ich diesbezüglich los werden: der Flammkuchen in Straßburg schmeckt hervorragend.

Straßburg

Meine Reiseempfehlungen für Straßburg:

  • Über booking.com* lassen sich die besten Unterkünfte finden.
  • Beste Reisezeit für eine Tour in Straßburg: Mai bis September

P.S. Nicht den Straßburg-Pass vergessen – Es lohnt sich wirklich…
Viel Spaß in der „Hauptstadt Europa’s“

Übrigens… Ale Bilder aus Straßburg f
indet ihr in der AfiMIA Galerie.

Städtetrip in Osteuropa

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Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Die beste Gelegenheit, um nochmal den einzigartigen Flair der osteuropäischen Hauptstädte zu genießen….

Hat man die Wahl zwischen Barcelona und Budapest, werden sich sicher einige für Barcelona entscheiden. Gute Wahl, dennoch sind die Hauptstädte Osteuropas nicht zu unterschätzen. Gerade Budapest ist eine der schönsten Städte, die ich bisher erleben durfte.
Dann schauen wir uns mal ein bisschen um, in den Hauptstädten Osteuropas:

Warschau, Polen

Als ich vor einigen Jahren das erste mal nach Warschau reiste, war ich doch sehr überrascht. Ich hatte mich auf Osteuropa-Flair, den ich so gerne mag, eingestellt, aber außerhalb des Zentrums ist davon, zumindest in Warschau, nur wenig zu sehen. Sehr modern mit vielen Geschäftsgebäuden hat sich die polnische Hauptstadt gezeigt. Dennoch ist es eine Reise wert. Die Altstadt ist super schön und es gibt ihn dort doch noch, diesen Osteuropa-Flair.

Auch Kirsten ist begeistert und wundert sich wie Warschau es bisher geschafft hat, so unter dem Radar zu fliegen. In ihrem Blog Sugar & Spice** stellt Kirsten uns ihren Travelguide für Warschau vor.

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Altstadt von Warschau

Budapest, Ungarn

Wie bereits erwähnt, ist Budapest eine der schönsten Städte, die ich bisher erleben durfte. Besonders imponiert hat mir die wundervolle Architektur und der Facettenreichtum der Stadt. Definitiv würde ich persönlich einen Trip nach Budapest, statt Barcelona vorziehen.

Ein ähnliches Gefühl hatte ich, als ich den Bericht von Romy, auf ihrem Blog snoopsmaus** las, in dem sie ihre Lieblingsorte in Budapest vorstellt.

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Der Burgpalast von Budapest

Bratislava, Slowakei

Zugegeben, vor meiner ersten Reise nach Bratislava war mir etwas mulmig. Irgendwie hatte ich die Slowakische Hauptstadt mit „Gefahr“ in Verbindung gebracht. Weit gefehlt. Empfangen wurde ich von einer superschönen und gefahrlosen Stadt. Zudem ist Bratislava lange nicht so touristisch, wie andere Hauptstädte Europa’s und man erlebt einen tollen Flair.
Übrigens sind Bratislava und Wien die am engsten beieinander liegenden Hauptstädte Europas und mit dem Schiff rund eineinhalb Stunden voneinander entfernt.

Auch Eva von Days, Weekends & More** hat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und berichtet von ihrem Kurztrip nach Bratislava und der Schifffahrt nach Wien.

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Bratislava bei Nacht

Prag, Tschechische Republik

Prag ist mittlerweile der Touristenmagnet schlechthin und die Stadt hat sich den Touristenmassen angepasst. Ein Bier vor dem berühmten Prager Rathaus kostet mittlerweile genau so viel, wie auf der Rambla in Barcelona. Nichts desto trotz ist Prag eine Reise wert.

Ich habe im Januar 2018 mal wieder einen Tag in Prag verbracht. Meine Erlebnisse habe ich Euch in Ein Tag in Prag, mitgebracht.

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Prager Straßenbahn

Bukarest, Rumänien

Rumänien, die Heimat von Graf Dracula. Glaubt man den Geschichten aus Film und Fernsehen, handelt es sich um einen Vampir. Allerdings ist das nur das Bild, was wir hier zu Lande vermittelt bekommen. Die Rumänen haben ein anderes Bild ihres grausamen Fürsten, der im 15. Jahrhundert das Land beherrschte. Wie auch immer, in Bukarest bekommt man von Graf Dracula ohnehin nur wenig mit. Ganz im Gegenteil. Die Stadt überraschte mich sehr, denn meine Erwartung, auf eine recht altmodische, osteuropäische Stadt zu treffen, wurden recht schnell revidiert.

Anna, das 3rd Culture Kid** war ein Wochenende in Bukarest unterwegs und hat uns Fünf Attraktionen, die man unbedingt sehen muss, mitgebracht.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei Eurem Städtetrip in Osteuropa…
Alternativen: Städtetrip in Südeuropa / Städtetrips in Zentraleuropa

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Hast Du einen Tipp für das beste Reiseziel, den Du gerne teilen möchtest? Schicke mir einfach Deine Erlebnisse, in welchem Monat und was Du gerne dazu sagen möchtest, in dem unten stehenden Kontaktformular. Veröffentlichung garantiert…

Party around the World: Beirut

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Wahrscheinlich steht Beirut bei nur wenigen Menschen auf der Liste der must-see-places. Auch ich hatte die Metropole and der Levanteküste bis vor wenigen Jahren nicht wirklich auf meinem Zettel. In der Zwischenzeit war ich nun schon einige male in Beirut und kann nur jedem, der Lust auf ein Erlebnis inklusive Party hat, empfehlen die Hauptstadt Libanon’s zu besuchen.

Beirut, eine besondere Stadt

Bevor ich näher auf das Nightlife in Beirut eingehe, hier noch einige Eckdaten, die die Stadt so besonders machen:

Libanon liegt im Norden der Arabischen Halbinsel und grenzt im Osten an Syrien. Wenn wir die Schlagworte Arabische Halbinsel und Syrien hören, gehen wir oftmals von einer islamischen, eher konservativen Gesellschaft aus. So zumindest das oft erlebte Bild, das mir begegnete. Viele, mit denen ich über Beirut gesprochen habe, waren dann sehr überrascht, dass Libanon, speziell Beirut, keine wirklich „muslimische Stadt“ ist. 

Die Bevölkerung Beirut’s, die auf rund 1,5 Mio. geschätzt wird, teilt sich ziemlich genau in 50% Christen und 50% Muslime auf. Auch beginnt hier das Wochenende nicht schon am Freitag, wie in vielen anderen arabischen Ländern, sondern so wie in Europa, erst am Samstag.

So wird Beirut auch „die geteilte Stadt“ genannt und tatsächlich könnten die Gegensätze nicht größer sein. Während die muslimische Gesellschaft ihrer Tradition nach geht, ist ein großer Teil der  restlichen Bevölkerung ein ganz besonderes Volk. Die Gesellschaft, wie ich sie kennen lernen durfte, besticht durch Geld und Schönheit. Auffällig ist, dass nahezu alle Frauen einfach nur perfekt aussehen. Nach etwas Recherche habe ich dann auch heraus gefunden, dass es sich hier oft, um nicht zu sagen immer, um keine natürliche Schönheit handelt, sondern tatsächlich die plastische Chirurgie etwas nachhilft. In der Tat habe ich eine solche Welt zuvor nicht kennen gelernt, interessant und aufregend in diese Gesellschaft rein zu schnuppern, ist es aber allemal.

Das Nightlife von Beirut

Zwar hat Beirut einige Sehenswürdigkeiten und eine tolle Atmosphäre zu bieten, aber das soll heute nicht das Thema sein. Denn was die Stadt, neben den Menschen und der Kultur vor allem auszeichnet, ist definitiv das Nightlife, was hier in Perfektion betrieben wird.

Ich durfte schon einige Orte und deren „richtigen“ lokalen Partys kennen lernen, was mir allerdings in Beirut begegnete, ist eines der Highlights meiner „Party around the world“ Tour.

Warum das so ist? Ganz einfach…
Früher war Libanon, aufgrund des Bankwesens als „die Schweiz des Nahen Osten“ bekannt. So gibt es heute noch viele sehr wohlhabende Menschen, die Ihr Geld entsprechend feiern möchten.
Beirut wiederum, trägt den Beinamen „Paris des Nahen Osten“, der durch den Bürgerkrieg und diverse Attentate in jüngster Vergangenheit sehr gelitten hat. Die Stadt ist heute auf dem besten Wege dem einstigen Beinamen wieder alle Ehre zu machen: Wohlhabende Männer scharen wunderschöne Frauen um sich, die in der Regel nicht an ihrer Freizügigkeit sparen. 

Müsste ich die Partyszene Beiruts mit einem Wort beschreiben, würde ich mich für einfach nur „wow“ entscheiden. Das fasst die Stimmung, die Umgebung, die Menschen und vor allem den Fakt, dass wir uns hier im Nahen Osten befinden, wohl am besten zusammen.

Beirut ist zwar über die ganze Woche Nachtaktiv, aber so richtig gefeiert wird von Donnerstag bis Samstag. Unter der Woche gibt es zahlreiche Rooftop Bar’s auf den Dächern über der Stadt, die alle hochmodern, mega schick und sehr stilvoll eingerichtet sind. Das Konzept ist in der Regel simpel. Unter der Woche Restaurant bis 22.00, dann kommt der DJ mit chilligem Elektro in gemäßigter Lautstärke. Am Wochenende verwandeln sich diese Restaurants und Bar’s in die belebtesten Clubs der Stadt. Wahnsinnige Lasershows, sehr gute Musik und überhaupt alles, was eine gute Party aus macht.

Top Locations

BO18

Unter den zahlreichen Locations befinden sich auch sehr einzigartige Clubs, die das Feiererlebnis zu etwas besonderem machen. So zum Beispiel das BO18. Wohl einer der aussergewöhnlichsten Clubs überhaupt. Die Top Location liegt unter der Erde und öffnet Nachts, wenn die Masse so richtig am feiern ist, das Stahldach und gibt den Blick auf den Himmel frei. Am Tag ist der Club als Parkplatz getarnt.

Music Hall

Eine der ersten Adressen Beirut’s ist die Music Hall.
Inhaber ist ein Libanese, der ein sehr cooles Konzept entwickelte, wie ich finde.
Die Music Hall ist aufgebaut wie ein Theater, sprich vorne eine große Bühne, in Stufen ansteigende Ränge mit Sitznischen und ganz oben eine Bar.
Die Sitznischen sind für bis zu acht Personen ausgelegt und es ist unumgänglich hier frühzeitig zu reservieren. Einmal reserviert sind wir mehrere hundert Euro ärmer, denn der Spaß kostet. Dafür gibt es eine Flasche Wodka und zwei Flaschen Tonic Water gratis.
Wer dieses kleine Vermögen nicht ausgeben möchte, hat die Option, sich einen Barstuhl in der obersten Reihe zu mieten. Auch wenn wir nur einen Stuhl reservieren kommen wir mit mehreren Personen rein. Ohne Reservierung, keinen Eintritt.
Die konkreten Preise habe ich nicht mehr genau im Sinn, aber ganz günstig ist dieser Spaß nicht. Allerdings bekommt man schon richtig was geboten.

Gegen 21.00 öffnen sich die Pforten der Music Hall. Wir glühen etwas vor und um 22.00 geht die Show dann los. Es treten meist lokale Künstler, die richtig gute arabische Musik im petto haben, auf und die Libanesen feiern ohne Ende. Ich habe mir sagen lassen, das man die Musik spüren muss. Tatsächlich verstehen wir, wenn wir nicht gerade arabisch sprechen, kein Wort. Allerdings ist der Beat und der Sound schon sehr mitreißend. Die Libanesen feiern in Perfektion. Jeder Stuhl, die Sofas in den Sitzecken und die Gänge werden zur Tanzfläche.

Die Show geht bis etwa 2.00 Uhr und hier ist für viele noch nicht Schluss.
Nachdem die Music Hall ihre Pforten schließt, geht es für die meisten in einem der anderen Clubs weiter. Denn ab 3.00 Uhr geht die Party in Beirut erst richtig los.

Für eine etwas andere, richtig gute Party – erste Adresse Music Hall.

Beirut – Highlight der Party around the World Tour

Fakt ist, bei all dem Exklusiven und Außergewöhnlichen, Geld ist hier kein Thema. Man(n) hat es einfach. Ein Partyabend kann gut und gerne mal mehrere hundert (auch tausend) Euro kosten, was aber nicht daran hindert, dass die Clubs am Wochenende rappelvoll sind. Hier gehen flaschenweise Champagner und hochwertige Spirituosen über die Theke, dessen Preis bei den Besuchern keine Rolle spielt. Die libanesischen Männer und Frauen feiern bis zur Ekstase und man ist von einer geballten Schönheit umgeben. Alles in Allem: Beirut als Partyerlebnis – definitiv ein Highlight der Party around the World Tour.

Viel Spaß bei Eurer Party in Beirut

Beirut_02

Erfahre mehr über Libanon

Geheimtipp: Albanien

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Das ich ein Balkan Fan bin, dürfte mittlerweile bekannt sein. Auch im August herrscht an den Stränden in Montenegro und Kroatien Hochsaison, aber das kleine Land Albanien haben bisher nur wenige Urlauber auf dem Radar. Daher ist der August für all diejenigen, die Bade- und Aktivurlaub in einer entspannten Atmosphäre, während der Hauptreisezeit planen und dabei noch ein wunderschönes Land, mit einer tollen Landschaft, kennen lernen möchten, Albanien genau das Richtige.

Albanien ist ein kleines Land in mitten der Balkanhalbinsel und grenzt im Westen an das Adriatische Meer. Trotz der Bemühungen in den vergangenen Jahren zählt Albanien noch immer zu dem ärmsten Ländern Europas. Das wird vor allem in den ländlichen Gebieten sehr deutlich. So stehen zum Beispiel Kinder am Straßenrand der Autobahnen und versuchen mit ihren Waren ein paar Lek (Währung in Albanien) zu machen. In Tirana hingegen herrscht Kontrastprogramm. Eine fortschrittliche, saubere und vor allem aktive Stadt, die zu feiern einlädt und reichlich Kultur zu bieten hat.
Das Inland ist gesät von einer wundervollen Fauna und Flora. Auf dem gerade mal knapp 30.000 qkm finden sich 14 Nationalparks. Neben einer atemberaubenden Natur bietet Albanien eine facettenreiche Kultur mit traditioneller Volksmusik und Trachten.

Der Tourismus in Albanien wächst von Jahr zu Jahr und dennoch würde ich das Land als Geheimtipp bezeichnen wollen. Sicherlich können sich Urlauber auf ein Abenteuer einstellen, denn die Infrastruktur und die Auswahl an Unterkünften ist gegenüber dem großen Nachbarn Griechenland nach wie vor eher Bescheiden. Die Regierung investiert in die Tourismusbranche und sicherlich wird es nicht mehr lange dauern, bis auch hier die großen Hotels aus dem Boden gestampft werden.

Bis dahin: Geheimtipp Albanien…

Matthias verrät uns auf seinem Blog Travel-Telling** die 19 schönsten Orte in Albanien.

Weitere Insights und Vier Dinge, die man in Albanien gemacht haben muss erfahren wir von dem 3rd Culture Kid** Anna.

Ich wünsche Euch viel Spaß in Albanien!
Weitere Reiseziele im August entdecken…

I ride my Bike: Mosel-Rhein-Tour

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Nie zuvor habe ich eine Fahrradtour über mehrere Tage gemacht, doch irgendwann ist immer das erste mal. Das Moseltal ist bekannt für den Radfahrtourismus und bestens dafür ausgelegt. Es gibt organisierte Radtouren, die das Gepäck von A nach B bringen und zahlreiche Bed&Bike Gasthäuser. Gewappnet mit zwar sehr limitierter, aber der richtigen Kleidung und einem Fahrrad (kein E-Bike) begann meine Reise mit dem Zug im pfälzischen Bad Dürkheim.

Die Eckdaten der Tour

Start: Saarburg an der Saar, Rheinland-Pfalz
Ziel: Worms am Rhein, Rheinland-Pfalz

Die Anreise haben wir mit dem Zug zu einem super Schnäppchen-Preis bekommen. Für nur 30 Euro bietet die Deutsche Bahn* das Rheinland-Pfalz – Ticket für zwei Erwachsene inklusive Kinder innerhalb 24 Stunden, quer durch Rheinland-Pfalz an.

Strecke: 431,8 Kilometer
Tage: 6 Tage / 5 Übernachtungen
Schwierigkeitsgrad: normal



Saarburg – Trier

Start: Bahnhof, Saarburg
Ziel: Schröders Stadtwaldhotel, Trier – buchen bei booking.com*


Distanz: 26,2 km
Höhenmeter aufwärts: 279 m
Höhenmeter abwärts: 212 m
Dauer: knapp 2 Stunden (reine Fahrzeit)

erste Etappe: Saarburg bis Trier

Die ursprüngliche Tour war ab Trier geplant, jedoch wuchs die Vorfreude im Zug, uns endlich auf den Sattel schwingen zu können, von Minute zu Minute. Also haben wir uns kurzerhand entschlossen, die Tour bereits in Saarburg zu beginnen.

Die Saarburg in der gleichnamigen Stadt in Rheinland-Pfalz

Der Bahnhof in Saarburg ist zentral gelegen und zum Fluß, der Saar, sind es nur wenige hundert Meter. Der Radweg führt direkt am Fluß entlang, über Schleusen und durch Waldstücke. Die erste Etappe bis Konz war ein hervorragender Einstieg auf die kommende Woche.
Ab Konz ging es nun weiter die Mosel hinunter. Nach nur wenigen Kilometern beginnt bereits die Großstadt Trier. Es geht zwar nach wie vor am Fluß entlang, doch je weiter es Richtung Innenstadt geht, desto schmuddeliger wird die Gegend. Auch die idyllische Ruhe, die wir auf den ersten 20 Kilometern erleben durften, war hier nur noch wenig zu spüren.

Das Highlight der Tagesetappe war die Stadt Trier. Nach der Anreise mit Zug und Fahrrad und einem knurrenden Magen suchten wir uns wohl einen der schönsten Plätze der Stadt für das Abendessen. Am Zerlaubener Ufer reiht sich ein Restaurant neben dem anderen. Mit dem Blick auf die Mosel und den dahinter gelegenen Stadtwald eine wunderbare Atmosphäre, den Sonnenuntergang zu genießen.
Die Innenstadt bietet einige Sehenswürdigkeiten, wie den Trierer Dom oder die Porta Nigra. Natürlich haben wir uns einen kleinen Rundgang durch die Stadt mit einem Gläschen Wein in der belebten Fußgängerzone nicht verwehren lassen.

Für die Nacht hatten wir uns im Schröders Stadtwaldhotel* einquartiert. Das Hotel mit einem hervorragenden Service für Radfahrer ist zwar nicht direkt in der Innenstadt gelegen, jedoch lohnt sich die kleine Bergetappe. Vom Trubel in der Stadt bekamen wir in dem schönen Trierer Stadtwald nichts mit und die Terrasse lädt zum Verweilen ein. Zu Fuß sind es gerade mal gute 30 Minuten bis ins Zentrum.

Trier – Bernkastel-Kues

Start: Schröders Stadtwaldhotel, Trier – buchen bei booking.com*
Ziel: Hotel Alt Cues, Bernkastel-Kues – buchen bei booking.com*


Distanz: 77,1 km
Höhenmeter aufwärts: 530 m
Höhenmeter abwärts: 636 m
Dauer: 5 1/2 Stunden (reine Fahrzeit)



Zweite Etappe: Trier bis Bernkaste-Kues

Die Reise beginnt. Die erste Etappe war nur zum warm fahren, doch jetzt geht es richtig los…

Radweg an der Mosel zwischen Trier und Bernkastel-Kues, Rheinland-Pfalz
Moselbrücke bei Schweich

Als wir das Stadtgebiet von Trier verließen, wurde die Gegend so richtig schön. Das Tal wurde langsam enger und die die ersten Weinberge waren zu sehen.
Rund 15 Kilometer nach Trier gibt es die erste gute Gelegenheit für eine kleine Rast. Bei Schweich liegt ein Campingplatz mit einem netten Gartenlokal direkt an der Mosel.

Nach Schweich ist es Zeit die Moselseite zu wechseln. Zwar geht der Radweg auch auch links der Mosel weiter, doch rechts ist der deutlich schönere Radweg. Über kleine Orte wie Kirsch, Longiuch, Rios, Thörnich, Köwerich; Neumagen Drohn, Piesport oder Braunberg, geht die Etappe heute bis nach Bernkastel-Kues. Einer der Tourismusorte an der Mosel schlechthin.
Je weiter man nach Bernkastel-Kues kommt, desto mehr lässt sich die Moselwein-Kultur spüren. Die Hänge werden allmählich steiler und die Gemütlichkeit größer.

Neben der Stadt Bernkastel-Kues war das Highlight des Tages der Weg ab Schweich. Die breiten Radwege durch Waldstücke entlang des Flusses und idyllische Weinberge und die zahlreichen Rastmöglichkeiten machten die zweite Etappe zu einem zu einem besonderen Erlebnis.

Blick auf die Burg in Bernkastel-Kues

Es war nicht ganz so einfach eine gute und günstige Unterkunft in Bernkastel-Kues zu finden. Die Preise für Übernachtungen machen sehr deutlich, dass es sich hier um einen der beliebtesten Orte an der Mosel handelt. Dennoch wurde ich fündig… Für die kommende Nacht hatten wir unser Quartier im Hotel Alt-Kuss, zwar etwas außerhalb des Zentrums, aber mit dem Fahrrad ja kein Problem, aufgeschlagen. Ein kleines aber feines Hotel mit einer gesicherten Abstellmöglichkeit für die Räder und einem hervorragenden Frühstück.

Bernkastel-Kues – Cochem

Start: Hotel Alt Cues, Bernkastel-Kues – buchen bei booking.com*
Ziel: Hotel Holl, Cochem – buchen bei booking.com*


Distanz: 84,2 km
Höhenmeter aufwärts: 682 m
Höhenmeter abwärts: 689 m
Dauer: 6 1/2 Stunden (reine Fahrzeit)



Dritte Etappe: Bernkasel-Kues bis Cochem

Die schönste Etappe der Woche. Wir waren im Mosel-Tal mit den beeindruckenden Weinbergen und atemberaubenden Landschaften angekommen.

Das Zitat von Konfuzius „Der Weg ist das Ziel“ trifft hier den Nagel auf den Kopf. Was genau diese Strecke so besonders machte? Es war nicht nur Weg an sich, der sich durch das enge Moseltal schlängelte. Es waren die wunderbaren kleinen Orte, durch die wir fuhren. Nach etwa 20 Kilometern bereits das erste Highlight: Traben-Trabach. Nach weiteren 20 Kilometer der bekannte Weinort Zell an der Mosel. Tatsächlich hatten wir uns kurz überlegt die Abkürzung zu nehmen und Zell an der Mosel rechts liegen zu lassen, doch der Umweg hat sich mehr als gelohnt. Mit etwas über 80 Kilometern war das die zweitlängste Etappe der Tour, am Ende hat sich aber jeder einzelne Meter gelohnt.

Diese Etappe hat einige Highlights zu bieten. Allem voraus: die atemberaubende Mosellandschaft. Ein weiteres Highlight sind die Städte Traben-Trabach mit der beeindruckenden Brücke zwischen den zwei Stadtteilen und Zell an der Mosel. Der Weinort ist berühmt für ihre „Zeller Schwarze Katz“. Das ist kein Tier, wie man vermuten würde, sondern eine Weinlage in Zell. Die Geschichte der „Zeller Schwarzen Katz“ reicht in das Jahr 1863 zurück und entspringt einer ganz netten Geschichte von Weinhändlern, die auf der Suche nach dem besten Wein waren.
Schlussendlich kann auch Cochem als eines der Highlights der Etappe genannt werden. Wieder ein Ort für Touristen gemacht, bietet Cochem eine super schöne Fußgängerzone und jede Menge an kulinarischem Angebot.

Auch in Cochem war es gar nicht so einfach ein geeignetes Nachquartier mit der Möglichkeit die Fahrräder sicher unterzubringen, zu einem angemessenen Budget zu finden. Schlussendlich wurde ich im Hotel Holl fündig. Ein kleines Biker Hotel, oberhalb des Zentrums (etwa 10 Minutes Fußweg), dass zwar auf den ersten Blick nicht den besten Eindruck macht, aber hervorragende Zimmer und ein super Frühstück bietet. Für eine Radtour völlig ausreichend.

Cochem – Koblenz

Start: Hotel Holl, Cochem – buchen bei booking.com*
Ziel: Deutsches Eck, Koblenz


Distanz: 58,6 km
Höhenmeter aufwärts: 594 m
Höhenmeter abwärts: 621 m
Dauer: 4 1/2 Stunden (reine Fahrzeit)

Vierte Etappe: Cochem bis Koblenz

Nach der Mammut-Etappe am Vortag, war die Strecke von Cochem nach Koblenz das reinste Kinderspiel. Es war klar, dass die vierte Etappe eher eine Erholung wird. Dementsprechend entspannt konnten wir los radeln. Die letzten Kilometer des offiziellen Mosel-Radweg sind lange nicht mehr so beliebt, wie die Strecke von Trier bis Cochem. Das wird daran deutlich, dass es weniger Rastmöglichkeiten an der Strecke gibt. Das Tal wird wieder breiter und die Weinberge weniger bzw. flacher. In der Stadt angekommen, wird es recht hektisch und es lässt sich nicht mehr so unbeschwert fahren, wie bisher. Dennoch ist Koblenz gut mit Radwegen entlang der viel befahrenen Straßen ausgebaut. Obwohl die Tour am berühmten Deutschen Eck in Koblenz, wo sich Rhein und Mosel treffen, noch nicht zu Ende ist, fühlt es sich toll an, es bis hier hin geschafft zu haben.

Das Highlight der Tour war, neben dem beeindruckenden Blick auf die bekannte Moseltalbrücke, die Rast in dem kleinen Weinort Winningen, rund 10 Kilometer vor Koblenz. Der Ortskern ist zwar eher ruhig, doch das gemütliche Gasthaus am Ortsrand lädt zum verweilen ein. Die Ruhe vor dem Koblenzer Sturm.

Die Moseltalbrücke

Natürlich erwähnenswert ist Koblenz, mit der Top Location – Das Deutsche Eck. Hier bietet sich der beeindruckende Blick auf die Festung Ehrenbreitstein.

Das Deutsche Eck in Koblenz

Viele Mosel-Radfahrer beenden ihre Tour in Koblenz. Demnach ist die Stadt auch nur bedingt auf Radfahrtourismus ausgelegt. Es gibt viele große Hotels, allerdings nur wenige mit einem sicheren Abstellort für Fahrräder. Im Hotel zum Hafen wurde ich fündig. Das hört sich erstmal imposant an, tatsächlich würde ich die Herberge eher als Gästehaus bezeichnen. Die Inhaber, ein supernettes Ehepaar mit einem guten Humor und einem etwas chaotischen Stil. Der erste (nicht besonders zufriedene) Eindruck konnte bei mir schnell widerrufen werden und für Radfahrer eine gute location.

Koblenz – Bacharach

das Bild zeigt nur die Strecke bis Boppard

Start: Hotel zum Hafen Koblenz – buchen bei booking.com*
Ziel: Hotel Burg Stahleck, Bacharach – buchen bei booking.com*


Distanz: 80,9 km
Höhenmeter aufwärts: 570 m
Höhenmeter abwärts: 541 m
Dauer: 6 1/2 Stunden (reine Fahrzeit)






Fünfte Etappe: Koblenz bis Bacharach

Die Mosel lag nun hinter uns und es ging weiter den Rhein Flußaufwärts. Das interessante daran war, dass an der Mosel fast ausschließlich E-Bikes unterwegs waren, ab Koblenz bekamen wir jedoch fast nur noch „normale“ Fahrräder zu sehen. Woran das wohl liegt?

Sicher hätten wir den direkten Weg ab Koblenz, den Rhein flußaufwärts wählen können, doch die Strecke war uns mit knapp 60 Kilometern etwas zu kurz für die vorletzte Etappe. Erstaunlich war, dass dass die Energie und die Motivation am Ende der Tour die 400er Marke zu knacken, mit jedem Tag stieg. Deshalb entschieden wir uns für den kleinen Umweg. Ab Koblenz den Rhein Flußabwärts bis zur Eisenbahnbrücke bei Bendorf, von wo es flussaufwärts wieder zurück nach Koblenz ging. Die Landschaft am Rhein war nur wenig mit der Mosellandschaft zu vergleichen. Zwar gab es auch hier die kleinen Ortschaften und die Weinberge, doch irgendwas war anders – aber mindestens genauso schön.

Der Radweg führt, wie auch der Moselradweg stets am Fluß entlang und nur selten gibt es Abschnitte, die durch die Stadt führen. Einzig in Lahnstein ist die Beschilderung und der Ausbau der Radwege nicht besonders gut geregelt.
Eine Besonderheit gibt es bei dieser Etappe zu erleben: Die Überquerung des Rheins mit der Fähre bei Boppard.

Eisenbahnbrücke über den Rhein

Nach der Teilstrecke Bernkastel-Kues – Cochem war diese Etappe die zweitschönste der ganzen Woche. Das erste Highlight des Tages war die Eisenbahnbrücke bei Bendorf. Einerseits so beeindruckend, andererseits sehr gefährlich. Die Brücke ist sehr eng, da ich mich aber von dem Ausblick habe ablenken lassen, kam es zu einem kleinen Unfall. Am Ende ging aber alles gut und es gab keine größere Verletzung. Dennoch würde ich empfehlen, entweder das Rad über die Brücke zu schieben, oder eben voll auf das fahren zu konzentrieren.
Das zweite Highlight is die Strecke ab Boppard bis Bacharach. In dem immer enger werdenden Rheintal reiht sich eine Burg nach der anderen und der Ausblick ist wunderschön. Das Highlight natürlich der bekannte Mäuse-Turm und die noch bekanntere Loreley.

Der Mäuseturm bei Bacharach

Bacharach ist ein kleiner, schnuckeliger Ort. Hinter den Stadtmauern sagen sich Abends Fuchs und Hase gute Nacht, wobei am Tage viele Touristen das kleine Dörfchen besuchen. Ein Restaurant reiht sich an das nächste, was die Wahl nicht gerade einfacher macht. Bekannt ist der Ort für die Burg Stahleck. Zum Abschluss der Tour habe ich uns im Hotel Burg Stahleck einquartiert. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Burg und ist zentral im Ort gelegen. Natürlich mit einem sicheren Abstellort für Fahrräder und einem hervorragenden Frühstück.

Die Burg Stahleck in Bacharach am Rhein

Bacharach – Worms

Start: Hotel Burg Stahleck, Bacharach – buchen bei booking.com*
Ziel: Bahnhof, Worms


Distanz: 104,8 km
Höhenmeter aufwärts: 329 m
Höhenmeter abwärts: 315 m
Dauer: 7 1/2 Stunden (reine Fahrzeit)



Sechste Etappe: Bacharach bis Worms

Schlussetappe: geplant war die Heimreise ab Mainz mit dem Zug anzutreten, doch der Ehrgeiz, die 400 Kilometer zu knacken war größer. Am Ende hat es sich jedoch gelohnt.

Von Bacharach bis Bingen wird das enge Rheintal wieder breiter und die Ortschaften größer. Mainz erlebte ich definitiv als keine Radfahrerstadt, auch wenn die Stadt gut mit Radwegen ausgebaut ist. Die Rücksicht der Autofahrer hingegen hielt sich sehr in Grenzen und es war höchste Konzentration geboten. Nach einer kurzen Rast an einer fancy Beachbar am Rheinufer ging es in die Schlussetappe nach Worms. Belohnt wurden wir mit einer tollen Landschaft quer durch die Felder Rheinhessen’s. Der relativ neu gebaute Radweg führt zwar nicht direkt entlang des Rheins, doch „hinterm Deich“ blühten die Wildblumen am Wegesrand und weite Felder geben ein Gefühl der Freiheit.
Die letzten Kilometer bis zum Bahnhof in Worms zogen sich hingegen wie Kaugummi und besonders schön war es durch das Industriegebiet auch nicht mehr. Doch das war der Preis.

Radweg in Rheinhessen

Das absolute Highlight ist die Landschaft zwischen Mainz und Pfungstadt. Wie erwähnt führt der Radweg „hinterm Deich“ quer durch weitläufige Felder mit tollen Wildblumen am Wegesrand. Die Ruhe und die Einsamkeit in dieser Gegend ist atemberaubend. Ein gelungener Abschluss für eine tolle Woche auf dem Fahrrad.

Am Ende waren es 431,8 Kilometer von Saarburg an der Saar, bis Worms am Rhein. Drei Flüsse, tolle Landschaften und jede Menge Eindrücke. Rückblickend ist zu sagen, dass jeder Tag ein anderes Highlight zu bieten hatte. Die Tour war abwechslungsreich und einfach nur ein wunderbares Erlebnis.

Alle Bilder der Tour in der AfiMIA Galerie ansehen

Entdecke mehr ausflugsziele in deutschland

Stadt, Land, Fluß im Vereinigten Königreich

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Im Juli herrscht nun vielerorts Hochsaison. Überfüllte Strände und Sehenswürdigkeiten, teure Flug- und Unterkunftspreise und wenig Erholung lassen grüßen. Zumindest gilt das für die Standardziele, die nach wie vor bei Europäischen Urlaubern sehr beliebt sind.

Ich habe mich für die besten Reiseziele im Juli mal etwas außerhalb der Boomer umgeschaut…

Das Vereinigte Königreich

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Telefonzelle in London

Das Vereinigte Königreich, dass außer England und Schottland auch Wales und Nordirland umfasst, ist bekannt für das unbeständige Klima, die Pub-Kultur und natürlich die bekanntesten Söhne des Landes: die Beatles. In der Rangliste der beliebtesten Reiseziele 2018 ergattert London den zweiten Platz.

Der Juli ist klimatechnisch einer der besten Monate für eine Reise in das Vereinigte Königreich. Die Temperaturen sind mit durchschnittlich 22°C im Juli am höchsten, wobei es in den verschiedenen Regionen auch gerne mal  etwas wärmer werden kann. 

Das United Kingdom hat allerdings noch einiges mehr zu bieten, als nur London:

England:

Ein absoluter Geheimtipp für alle Vogelfreunde beschreibt Sabine auf ihrem Blog Ferngeweht**. Die Bempton Cliffs an der nordenglischen Küste in Yorkshire sind das Paradies fürs Birdwatching.

Ein weiteres England Highlight gibt es in Brighton zu entdecken. Die Stadt am Ärmelkanal wird „regelmäßig in die Top 10 der beliebtesten englischen Städte gewählt“. Anne und Clemens haben mit ihrem Blog Travellers Archive** einen wunderbaren Eindruck der Stadt hinterlassen: Brighton in England: Shabby aber schick und Brighton Beach: Sea and be seen.

Schottland:

Caterina und Christian waren mit ihrem Blog ChrisCat unterwegs** auf einem Roadtrip in Schottland und haben uns mit den Highland Episodes eine Reihe von eindrucksvollen Berichten mit gebracht.

Nordirland:

Claudia von nonsoloamore** war in der kleinen nordirischen Stadt Belfast – eine Stadt die überrascht, unterwegs. Ihr Fazit: „Ich war tief beeindruckt von der Umgebung und noch viel mehr von der pulsierenden Stadt Belfast.“ Übrigens war ich das auch, als ich ihren Beitrag las…

Entdecke weitere Reiseziele im Juli

Kwaaman & Tacky Falls, Jamaica

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Wir sind am Ende der Reise zu den spektakulären Wasserfällen Jamaica’s angekommen. Die Kwaaman & Tacky Falls haben den ersten Platz in meinem persönlichen Ranking mehr als verdient, weil es um weit mehr geht, als nur um einen Wasserfall. Wer Jamaica’s einzigartige und unberührte Natur erleben möchte, ist hier genau richtig. Genau aus diesem Grund ist dieser Wasserfall auch mein absolutes Highlight der Tour.

Die Kwaaman & Tacky Falls liegen verborgen im Urwald in der Nähe von Robin’s Bay, im Parish St. Mary, im Nordosten der Insel. Der Wasserfall ist ein echter Geheimtipp und so finden sich auch nur wenige Informationen im Netz zu diesem einzigartigen Ort. Ich wurde durch einen winzigen Eintrag im Lonely Planet* auf die Kwaaman & Tacky Falls aufmerksam und für mich war klar: da muss ich hin.

Der Weg ist das Ziel. Kaum passt dieses Satz so gut, wie zu den Kwaaman & Tacky Falls. Ab dem kleinen Ort Robin’s Bay führt ein Weg in den Dschungel. Der anfangs noch recht breite Buschweg wird, je weiter man geht, immer schmaler. Nach einem 30-minütigen Fußmarsch kommt man zu einer Lichtung hoch über dem Meer, mit einer wundervollen Aussicht. Von hier geht es weiter durch den Dschungel abwärts, bis man nach weiteren 20 Minuten an die Stelle gelangt, wo die Kwaaman & Tacky Falls ins Meer fließen. Nun geht das Abenteuer erst richtig los. Von Waldwegen ist hier kaum noch zu sprechen. Über ganz schmale Trampelpfade geht es weiter durch den Dschungel bis zur ersten Überquerung des Flusses. Insgesamt muss man den Fluss einige male überqueren, um ans Ziel zu gelangen. Schon bei der letzten Überquerung ist das Rauschen des Wasserfalls zu hören und sobald sich die Dschungeldichte lichtet, ist es einfach nur ein überwältigender Anblick, der einem geboten wird.
Vor einem liegen die Kwaaman & Tacky Falls in voller Pracht. Manche sagen, das herabfallende Wasser gleicht den Dreadlocks, die in Jamaica von so vielen Einwohnern getragen werden.
Aus 32 Metern stürzt das Wasser in einen kristallklaren Pool, um sich dann weiter über raue Felsen in einen zweiten Pool zu schlängeln. Von hier entsteht der Fluss, den es auf dem Weg mehrfach zu durchqueren gilt.

Fluß der Kwaaman & Tacky Falls, Jamaica
Kwaaman & Tacky Falls, Jamaica

Wissenswertes für Deine Tour zu den Kwaaman & Tacky Falls

Vorab soll gesagt sein, die Tour ist nichts für schwache Nerven und nur für Menschen mit einer anständigen Fitness geeignet. Die rund eineinhalb-Stündige Wanderung geht quer durch den Dschungel über Stock und Stein, durch den Fluß und über schmale Trampelpfade. Kleine Klettereinlagen inklusive.

Eintrittspreis

Es gibt keinen Eintritt. Die Kwaaman & Tacky Falls liegen nicht in Privatbesitz und sind somit öffentlich zugänglich.

Anreise

Mit dem Taxi:
Das Taxi fährt maximal bis Robin’s Bay. Von hier aus geht es nur zu Fuß weiter. Die nächst gelegenen Orte sind Annotto Bay oder Port Maria.

Mit dem Route Taxi:
Genau sagen kann ich das leider nicht, könnte mir aber vorstellen, dass Route Taxis von Annotto Bay in Richtung Robin’s Bay fahren. Das könnt ihr an dem Route Taxi Stand aber ganz einfach in Erfahrung bringen.

Gebuchte Tour:
Es gibt keine Anbieter, die Touren zu den Kwaaman & Tacky Falls anbieten. Wer sich jedoch die Tour nicht im Alleingang zutraut, wird in Robin’s Bay sicherlich einen Local finden, der als Guide zur Verfügung steht. Ich würde schätzen, dass man mit 50-80 USD für eine Wanderung dabei sein kann.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Sicherlich ist das die bequemste, einfachste und vermutlich günstigste Variante nach Robin’s Bay zu gelangen. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Der Fluß muss mehrfach durchquert werden und das könnte Barfuß recht schmerzhaft werden.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Zwar werdet ihr so ziemlich alleine am Wasserfall sein, jedoch würde ich die Wertsachen nicht einfach liegen lassen. Sicher ist sicher.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Die Tour und der Wasserfall liegen zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, sich die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Wanderung zu den Kwaaman & Tacky Falls genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. Einen Tag kann man durchaus einplanen.

Wie ich die Kwaaman & Tacky Falls erlebt habe

Wie bereits erwähnt, wurde ich durch einen winzigen Absatz im Lonely Planet* auf den Wasserfall aufmerksam. Da es aber keinerlei Beschreibungen oder Infos gab, wie man dort eigentlich hin kommt, habe ich mich auf eine Wanderung in’s Ungewisse gemacht. Spätestens als der Weg so schmal wurde und ich vor dem Fluß stand, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt weiter gehen soll. Das Risiko mich im Dschungel gnadenlos zu verlaufen und nicht mehr raus zu finden, hat mich schon etwas beschäftigt. Am Ende hat sich der Weg aber mehr als gelohnt. Ich kann nun behaupten, dass ich das Paradies gesehen habe. Seit ich diesen wundervollen Ort entdeckt habe, gibt für mich einen „best place on Earth“, der vermutlich schwer zu übertreffen sein wird.
Nach rund einem Jahr nach der ersten Tour, bin ich wieder zurück gekehrt und wusste, was auf mich zukommt. Die Wege waren noch verwilderter, als ein Jahr zuvor, doch der Wasserfall war noch immer genau so schön. Die zweite Tour habe ich in der Tat mehr genießen können. Wir haben uns etwas Proviant eingepackt und haben ein Picknick mitten im Dschungel an einem wunderschönen Wasserfall gemacht.
Natürlich möchte ich auch das Baden in dem kristallklaren Pool nicht unerwähnt lassen. Die steilen Felsen sind recht einfach zu beklettern, auch wenn es mich anfangs etwas Überwindung kostete. Ich habe die Kwaaman & Tacky Falls als einen der schönsten Erlebnisse in meinem Leben abgespeichert und würde jederzeit wieder die Wanderung durch den Dschungel machen, um an meinen persönlichen Lieblingsort zu gelangen.
Übrigens bin ich auf dem Weg keiner Menschenseele begegnet, was für mich bedeutet, dass die Kwaaman & Tacky Falls nach wie vor ein unberührtes und unentdecktes Flecken Erde ist.

Mein Fazit: Kwaaman & Tacky Falls

Best Place on Earth… Mein persönlicher Lieblingsort, der nur schwer zu übertreffen sein wird.

Leider, oder auch zum Glück gibt es keine offizielle Website der Kwaaman & Tacky Falls. Es muss also jeder selbst das Abenteuer Erlen, um es zu sehen.

Viel Spaß bei den MKwaaman & Tacky Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Kwaaman & Tacky Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #4 St. Mary

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Wunderschöner Balkan

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Wie einige von Euch vielleicht schon gemerkt haben, sind der Balkan und Südosteuropa eine meiner liebsten Ziele Europa’s. Im Grunde lässt sich die Region das ganze Jahr über sehr gut bereisen. Im Winter eher zum entspannen in den Thermen, zum Wandern oder Wintersport und im Sommer zum Baden oder einer kulturellen Städtereise.

Die kleinen Länder des ehemaligen Jugoslawiens werden nach wie vor unterschätzt und nur sehr wenig als erlebenswerte Urlaubs- und Reiseziele wahrgenommen. So wurde beispielsweise Montenegro in den letzten Jahren zwar immer beliebter, aber dennoch habe ich einen kleinen Geheimtipp:
Mit dem Wohnwagen durch den Balkan. Es gibt mittlerweile einige lokale Anbieter, die Wohnwagen vermieten und die Möglichkeiten zu campen sind zahlreich. Nur so bekommt man die volle Schönheit der Region, die Kultur in Stadt und Land und die schönsten Strände und Seen zu sehen.

Slowenien_01
Wasserfall in Slowenien



Steffi hat auf A world kaleidoscope** in ihrem Artikel So schön ist der Balkan ihre Top 15 Balkan Highlights einmal zusammen gestellt. Tolle Route und sehr zum nachahmen geeignet.

Saskia hat sich in ihrem Blog ai see the world** mit Rovinj in Kroatien beschäftigt und erzählt von ihren Erlebnissen „vier Stunden in der Hafenstadt“. Andrea von indigoblau** war auch in Kroatien unterwegs und zwar per Schiff und Rad in der Kvarner Bucht: Inselhüpfen mit Schiff und Rad von Krk nach Crew.

Ich persönlich habe mich bereits vor Jahren in Slowenien verliebt. In meinem Artikel Slowenien, ja es lohnt sich erzähle ich Euch mehr über das wundervolle Land, sowie die Kultur und Mentalität.


Sichere Dir jetzt Deine Unterkunft auf Booking.com*


Viel Spaß im Balkan

Phuket_13
zu den besten Reisezielen

Wenn Du keine Inspiration mehr verpassen möchtest, folge einfach meinem Blog und Du bekommst eine Benachrichtigung per e-mail, sobald ein neuer Artikel erscheint.

Hast Du einen Tipp für das beste Reiseziel, den Du gerne teilen möchtest? Schicke mir einfach Deine Erlebnisse, in welchem Monat und was Du gerne dazu sagen möchtest, in dem unten stehenden Kontaktformular. Veröffentlichung garantiert…

Scatter Falls, Jamaica

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Das Gold des Ostens. So würde ich die Scatter Falls gerne beschreiben wollen. Gold, weil schwer zu finden und so wertvoll, dass es begehrenswert ist. Die Scatter Falls sind einer der unbekannteren Wasserfälle Jamaica’s. Ganz versteckt liegen sie im Rio Grande Valley im Osten der Insel Nahe Port Antonio.
Nicht nur der Umstand, dass man diesen Ort nicht mit hunderten anderen teilen muss, macht die Scatter Falls zu einem echten Erlebnis. Auch der Wasserfall und die angrenzenden Fox Caves sind ein unvergessliches Abenteuer.

Rund 20 Autominuten Südwestlich von Port Antonio befindet sich die kleine Community Berrydale. Genau hier beginnt das Abenteuer Scatter Falls und Fox Caves. Zunächst muss man mit einem Bambus-Floß den Rio Grande überqueren und über Bananenplantagen und schmale Dschungeltrails eine halbstündige Wanderung unternehmen, bis man die, in Privatbesitz befindlichen Scatter Falls, erreicht.
Zunächst führen die Guides ihre Besucher in die Fox Caves. Eine verwinkelte Kalksteinhöhle, die mit ihren zehn kleinen Kammern ein wahres Naturschauspiel bietet. Teilweise sind die Kammern so klein und schwer zugänglich, dass es einiges an Beweglichkeit benötigt. Für Menschen mit Platzangst würde ich die Fox Caves nicht empfehlen, denn einige Kammern sind tatsächlich so klein, dass gerade mal eine erwachsene Person Platz darin findet. 
Nach dem Besuch der Fox Caves geht es zum spektakulären Wasserfall. An einem steilen Gefälle rast das wütende Wasser in mitten des dicht gewachsenen Dschungel in die Tiefe. So wunderschön und beeindruckend, dass man es fast nicht glauben kann. 

Wenn der Guide dann die Frage stellt „Ready to go up?“ wird es bestimmt nicht nur mir so ergangen sein, dass er ungläubig angesehen wurde. Mir erschien es unmöglich, die Scatter Falls bezwingen zu können, doch zu meiner Überraschung ging es einfacher, als zunächst vermutet. Es braucht sicherlich Konzentration und Mut, doch wenn man erstmal im Wasserfall steht und das Wasser um einen herum tobt, ist es einfach nur wundervoll.
Zum Abschluss der eindrucksvollen Tour geht es über den schmalen Trail wieder zurück nach unten, an einen kleinen Pool unterhalb des Wasserfalls. Das natürliche Becken lädt nach dem Adrenalin-Trip zum Entspannen und Relaxen ein. Ein gelungener Abschluss eines unvergesslichen Abenteuers.

Scatter Falls

Wissenswertes für Deine Tour zu den Scatter Falls

Wie bereits angedeutet, sind die Scatter Falls keine Touristenattraktion, mit einem offiziellen Eingang. Um das Abenteuer zu erleben, müsst ihr in Berrydale nach den Guides fragen, die Euch zu den Scatter Falls führen können. Es werden in der kleinen Community genügend Locals anzutreffen sein, die weiter helfen können.
Übrigens starten von hier auch die Rio-Grande-Bamboo-Rafting Touren. Eine Alternative für den Rückweg.

Eintrittspreis

Einen offiziellen Eintrittspreis gibt es nicht. Ich würde empfehlen, den Preis vor dem Start auszuhandeln. 20 USD pro Person sind hier ein guter Richtwert.
Es geht natürlich nur Barzahlung bei den Guides. Keine Kartenzahlung möglich!

Anreise

Mit dem Taxi:
Ein Taxi von Port Antonio sollte rund 50 USD kosten. Der Fahrer kann dann in Berrydale auf Euch warten. Wichtig ist, das Taxi erst nach der Tour zu zahlen, denn sonst könnte es sein, dass der Fahrer weg ist, wenn ihr zurück kommt.
Falls ihr direkt nach der Tour zu den Scatter Falls noch eine Bamboo-Rafting Tour dran hängen möchtet, wäre ein One-Way Taxi zu empfehlen. Der Preis sollte bei rund 20 USD von Portie liegen.

Mit dem Route Taxi:
Es fahren Route Taxis in die Richtung, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie bis nach Barrydale fahren. Falls das eine Option ist, solltet ihr Euch am Route-Taxi Stand im Zentrum von Port Antonio schlau machen.

Gebuchte Tour:
Die Scatter Falls und Fox Caves sind kein Bestandteil der Standardtouren der Anbieter. Es gibt zwar die ein oder andere Agentur, die Touren anbieten, jedoch würde ich, dem Abenteuer würdig, eine eigene Anreise empfehlen.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Neben den Route Taxis ist das sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat den Vorteil, dass ihr neben den Scatter Falls auch die umwerfende Umgebung auf dem Weg nach Berrydale genießen könnt. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, die spitze und steile Felswand hoch zu klettern. 
Einen Verleih gibt es vor Ort nicht.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Zwar werdet ihr so ziemlich alleine am Wasserfall sein, jedoch würde ich die Wertsachen nicht einfach liegen lassen. Sicher ist sicher.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Scatter Falls und die Fox Caves, den Pool und die Umgebung genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 

Zu guter letzt: Bargeld um die Guides (den Eintritt) zu zahlen. Ein Trinkgeld am Ende der Tour wäre angebracht.

Wie ich die Scatter Falls erlebt habe

Den Ablauf habe ich bereits oben beschrieben und es fällt mir schwer für so viel Schönheit überhaupt Worte zu finden. Schon der Weg über den Rio Grande und durch die dichten Bananenbäume war bereits ein absolutes Highlight. Als ich die Scatter Falls zum ersten mal gesehen habe, war ich absolut überwältigt. Die Guides waren Super und haben uns mit allen Informationen, die es zu den Fox Caves und zum Wasserfall zu erfahren gibt, versorgt. Die Tour war tatsächlich eines meiner schönsten Erlebnisse auf Jamaica und ein wundervoller Ort in wilder und unberührter Natur.

Bananenplantage bei den Scatter Falls

Mein Fazit: Scatter Falls

Ein traumhafter Ort mit einem beeindruckenden Wasserfall, der nach wie vor ein Geheimtipp ist und mit ziemlicher Sicherheit jedem Besucher den Atem raubt.

Leider (oder auch zum Glück) gibt es keine offizielle Website der Scatter Falls.

Viel Spaß bei den MScatter Falls !

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Scatter Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #9 Portland

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter

Reach Falls, Jamaica

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Ich habe wirklich lange überlegt ob die Reach Falls nun Platz zwei oder drei meines persönlichen Jamaica Waterfall Ranking einnehmen. Am Ende habe ich mich für den dritten Platz entschieden, was allerdings nichts mit der Schönheit dieses Ortes, sondern rein mit dem Fakt zu tun hat, dass die Reach Falls, im Vergleich zu den Scatter Falls, eher kommerzialisiert sind. Dennoch möchte ich jedem der in Portland unterwegs ist, einen Besuch bei den Reach Falls ans Herz legen.

Die Reach Falls befinden sich in Portland zwischen dem kleinen Surfer-Örtchen Long Bay und dem östlichsten Zipfel der Insel, dem Morant Point. Bei Manchioneal geht es wenige Kilometer ins Landesinnere, bis am Ende der Straße der Eingang zu den Reach Falls auf die Besucher wartet.
Durch einen kleinen Park geht es zum Wasserfall. Das erste, was man von dem bezaubernden Fleckchen Natur zu sehen bekommt, ist ein ein Naturpool mit silber-schillernden Fischen. Die Guides warten darauf mit ihren Gästen einen lässigen hike durch den Wasserfall zu unternehmen und wie auch alle anderen Wasserfälle auf der Insel, erlebt man hier etwas besonderes. Was die Reach Falls so besonders macht, sind die kleinen Höhlen, durch die man zwar mit etwas Kraft und Mut, jedoch sehr eindrucksvoll hindurch hiken kann. Nach jeder Kaskade erwartet die Besucher tolle Naturpools mit glasklarem Wasser und dem ein oder anderen Tierchen wie kleine Fische oder auch Flusskrebse. Umgeben ist der traumhafte Wasserfall mit seinen Kaskaden von einem dicht bewachsenen Dschungel. Kurzum die Reach Falls sind ein kleines Paradies im Osten Jamaicas.

Reach Falls

Wissenswertes für Deine Tour zu den Reach Falls

Neben dem offiziellen Teil der Reach Falls, die in Privatbesitz liegen und nur durch den offiziellen Eingang erreicht werden können, gibt es einen weitern Teil der nicht in Privatbesitz liegt und eine ebenso eindrucksvolle Kulisse bietet. Dieser Teil ist nur mit Locals, die sich in der Umgebung auskennen zu erreichen, aber vielleicht kommt ihr ja in den Genuss, indem ihr die richtigen Leute in Manchioneal, Long Bay oder gar Port Antonio kennen lernt. Ansonsten ist die offizielle Tour natürlich eine sehr gelungene Alternative.

Eintrittspreis

Mit 10 USD ist der Eintrittspreis zu den Reach Falls im Vergleich zu den übrigen Attraktionen der Insel, einer der günstigsten . Die Guides kosten zwar nicht extra, haben aber nach der Tour ein Trinkgeld verdient.

Anreise

Mit dem Taxi:
Ein Taxi von Port Antonio sollte rund 80 – 100 USD kosten. Der Fahrer wartet dann am Parkplatz, bis ihr von Eurer Tour zurück kommt. Wichtig ist, erst nach der Tour zu zahlen, denn sonst kann es passieren, dass der Fahrer nicht mehr da ist, wenn ihr zurück kommt.
One-Way empfiehlt sich eher nicht, denn an den Reach Falls gibt es keine Taxis für den Rückweg.

Mit dem Route Taxi:
Es fahren Route Taxis von Port Antonio nach Manchioneal. Von hier aus müsstet ihr zu Fuß weiter gehen zu den Reach Falls. Den Fussmarsch würde ich auf rund eine gute Stunde schätzen.

Gebuchte Tour:
In den Touristengebieten gibt es zahlreiche Agenturen die gebuchte Touren zu den Reach Falls anbieten. Da die Möglichkeiten einer eigenständigen Tour jedoch recht einfach und zudem kostengünstiger sind, würde ich eine gebuchte Tour nicht unbedingt empfehlen.

Mit dem eigenen PKW oder Scooter:
Neben den Route Taxis ist das sicherlich die günstigste Variante. Ein Mietwagen kostet auf Jamaica rund 45 USD und ein Scooter rund 20 USD pro Tag. Die eigene Anreise hat den Vorteil, dass ihr neben den Reach Falls auch die umliegende Umgebung genießen und noch einen Abstecher zum Beispiel nach Long Bay machen könnt. Aber Achtung: Auf Jamaica herrscht Linksverkehr.

Was Du alles dabei haben solltest

Auf jeden Fall Schwimmsachen und Wasserschuhe. Ohne Wasserschuhe wird es ganz schön anstrengend, die Höhlen zu bezwingen. 
Einen Verleih habe ich vor Ort nicht in Erinnerung. Könnte aber gut sein, dass es einen gibt.

Eine riesige Auswahl an Wasserschuhen gibt es bei Amazon.de*

Ein Waterbag, um die Sachen zu verstauen, die nicht nass werden sollten.
Es gibt keine Schließfächer am Wasserfall.

Mein Preis-Leistungs-Favorit bei Amazon.de: Das Waterbag in verschiedenen Größen*

Eine wasserdichte Kamera wäre gut, um das Erlebnis fest zu halten.
Auch eine normale Kamera, um die wunderschöne Natur einzufangen, wäre empfehlenswert.

Mein absoluter Favorit und treuer Begleiter auf allen Reisen: Die GoPro*

Eventuell Sonnencreme. Das Areal liegt zwar weitestgehend im Schatten der dichten Bäume, aber schaden kann es nicht, die Haut zu schützen.

Mein persönlicher Favorit:  Nivea Sun Schutz & Pflege LSF 30 Sonnenspray, 1er Pack bei Amazon.de*

Zeit. Ganz wichtig. Um die Reach Falls und den Pool genießen zu können, solltet ihr auf jeden Fall Zeit mit bringen. 

Zu guter letzt: Bargeld für den Eintritt und ein Trinkgeld am Ende der Tour für den Guide.

Wie ich die Reach Falls erlebt habe

Als ich im April 2016 bei den Reach Falls war, hat es geregnet. Erst leicht und später in Strömen. Das hat dem ganzen Abenteuer aber keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Der Vorteil an diesem Wetter war sicherlich, dass wir den den Wasserfall für uns ganz alleine hatten.
Gemeinsam mit dem Guide sind wir ganz gemütlich durch Höhlen und Pools nach oben gewandert. Hier und da waren die Becken tief genug um einen Sprung in das kühle, glasklare Wasser zu wagen. Ausreichend Zeit die Schönheit des Wasserfalls ausgiebig genießen zu können. Ich habe mich in diesen Wasserfall und die Umgebung verliebt und möchte die Reach Falls gerne als einen der schönsten Orte, die ich bisher besucht habe, benennen wollen. 

Reach Falls

Mein Fazit: Reach Falls

Ein traumhafter Ort mit einem bezaubernden Wasserfall, der Action und Entspannung bietet.
Leider gibt es keine offizielle Website der Reach Falls, jedoch eine Facebook Fanpage auf der einige Infos und Eindrücke zu finden sind.

Viel Spass bei den Reach Falls!

Möchtest Du mehr in der Umgebung der Scatter Falls erleben? Hier geht es zu meiner Around Jamaica Tour #9 Portland

Allgemeine Reisetipps Jamaica:

  • Unterkünfte in Jamaica buchst Du am besten über booking.com*. Hier findest Du auch Hostels und Gueshäuser.
  • Den besten Reiseführer für Jamaica gibt’s bei Lonely Planet*
  • Sei etwas vorsichtig, wenn Du in Jamaica reist. Jamaica hat nach wie vor eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Lass Dich davon aber nicht abschrecken. Bei konkreten Fragen zur Sicherheit etc. helfe ich gerne weiter